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scratchen.

Ja, scratchen. Das ist auch der Grund, warum ich die Katzen beim Plattenhören auf Abstand halte.

Aus dem Inneren von Google+

Es hat ja so kommen müssen, aber auf dem Schirm hatte ich es nicht und nun ist es – quasi aus dem Nichts – da: Google+. Dabei gab es doch schon deutliche Zeichen: Der schwarze Balken in Google, der „+1“-Button oder gar das immer wieder als Gerücht existierende „Google Games“ – und nun ist es also da: Google+,  eine Melange aus twitter, Facebook und Skype.

Natürlich war ich gespannt. Und dann bin ich mal einen Invite schnorren gegangen. Und dann hab ich was Schlimmes getan, nämlich mir eine Googlemail-Adresse geklickt. Und dann – war ich drin. Und ich war überrascht. Sehr positiv sogar.

Google ist etwas gelungen, was Facebook trotz enormer Geldmittel bis heute nicht geschafft hat: Google+ integriert die Erfolgskonzepte von twitter, Facebook und Skype schnell, technisch ausgereift und für jeden intuitiv verstehbar in ein eine Plattform und schafft damit nicht nur ein Quantensprung im Bereich des sozialen Networkings sondern auch ein reales wirtschaftliches Bedrohungszenarios für den derzeitigen Platzhirschen. Und weist mindestens ein neues Feature auf: Circles.

Circles erlaubt eine intuitive Zuordnung von anderen Nutzern in Nutzerkreise – so kann man – ohne dass das Gegenüber dies präzise einsehen kann – zwischen Freunden, Bekannten, Familienmitgliedern oder Arbeitskollegen und gar dem Chef differenzieren und bestimmte Inhalte mit bestimmten Nutzergruppen exklusiv teilen. Über Listen wäre das in Facebook zwar theoretisch auch möglich, aber in Facebook tut das niemand – weil es schwierig konfigurierbar ist, oft nicht verstanden wird und vom hands-on-feeling einfach nur nervt. Circles könnte ein echtes Highlight und der USP von Google+ werden: Jeder kapiert auf Anhieb, wie das funktioniert, der Chef oder der Recruiter bleibt schön draußen und Vertrauliches bleibt vertraulich.

Das nächste Feature: Hangout. Das ist ein Videochat für bis zu 10 Personen. Im SN integriert – und macht damit Skype überflüssig. Einen Textchat gibts natürlich auch, Bilder lassen sich teilen und ein konfiguriertes Sparks schlägt einem News zu seinen Interessen vor – diese News lassen sich by click teilen – mit wem man sie eben teilen möchte.

Nun ist es so, dass Google nicht nur die coolen Sachen der sozialen Software implementiert hat, die ätzenden Sachen haben sie gleich weggelassen: Nervende facebook – Anfragen gehören der Vergangenheit an (jeder kann mir folgen, aber ich entscheide, ob und was der Folger zu Gesicht bekommt, wenn ich sie oder ihn zu entsprechenden Circles zuordne oder das sein lasse). Auch ein permanent klingelndes Skype , in dem Missichicky23 permanent mit mir chatten will, ist passé – wenn ich mich in Hangouts einklinke, kann ich „angerufen“ werden, wenn nicht, dann nicht. Sehr chic, das.

Und noch ein wesentlicher Unterschied zu Facebook besteht: Google+ skaliert. Facebook ist nervend langsam. Google+ sieht gut aus, Facebook sieht alt und langweilig aus. Google+ geht intuitiv, Facebook ist ein Moloch mehr oder weniger sinnvoller Einstellungen, die konfiguriert werden wollen, weil die default-Settings ein Datenschutzdesaster sind. Kurz und gut: Google+ hat Facebook in puncto smoothness und coolness aus dem Stand deklassiert. Setzen, Zuckerberg, sechs.

Zuerst einmal muss man folgendes sagen: Google+ macht derzeit noch Spaß. Das invitation only-System hilft, dass zuerst einmal tendenziell eher netzaffine Leute dort sind – und damit macht das „folgen“ Spaß, man hat eigentlich keinen Dünnsinn im Stream. Anders ausgedrückt: Es ist nett, nicht von Greti und Pleti umgeben zu sein. Das sich das ändern wird, ist auch irgendwie klar. Aber jetzt ist es halt noch nett dort.

Und weil man – wie auf Twitter – interessanten Leuten einfach nur folgen kann, halte ich es für möglich, dass das auch so bleibt. Derzeit – noch wenige Nutzer sind aktiv – fragt man sich aber manchmal schon, was man dort eigentlich verloren hat. Twitter ist also derzeit noch nicht obsolet geworden.

Warum aber überhaupt Google+, wenn doch Facebook angebliche 700 Millionen Nutzer hat? Weil viele dieser Nutzer mit Facebook nicht zufrieden sind. Facebook wird als, um es mit Holger Klein zu sagen, übergriffig erlebt, ständig greifen Änderungen zu Ungunsten des Datenschutzes der Nutzer, die dann von diesen manuell wieder geoutoptet werden müssen. Facebook ist langsam – und wenig intuitiv. Das wohl wichtigste: Facebook ist unsympathisch. Man will Facebook seine Daten nicht anvertrauen, man geht das als „faulen“ Kompromiss nur ein. Und: Ich kenne in der Tat niemanden, der den möglichen Gründer, Mark Zuckerberg sympathisch findet – im Gegenteil: Wenn Menschen frei sprechen können und das Gespräch auf Zuckerberg kommt, entlädt sich oft ein Schwall Antipathie. Dafür, dass er hässlich ist, kann er nichts, so hört man, aber sein arrogantes öffentliches Auftreten ekelt viele. Zuckerberg selbst dürfte das größte Hemmnis Facebooks sein. Und nun kommt Google. Von Datenskandalen halbwegs frei (man sehe von Streetview mal ab) launcht man einen innovativen Dienst nach dem anderen – wer seine Mails nicht selbst hosten kann (was übrigens schlau ist), findet kaum was Besseres als Googlemail. Google ist alles, was Facebook nicht ist: Innovativ, sexy, performant und unaufdringlich.

Über all dem Hype darf man aber eines nicht vergessen: Google ist Google und damit eine der großen Datensammler. Nur dass ein Produkt conivienient ist, bedeutet noch lange nicht, dass es aus datenschutzkritischer Perspektive auch passt. Und bei Google+ liegt zumindest der Verdacht nahe, dass es hier in Zukunft noch zu Schwierigkeiten kommen kann. Google kennt mit der Nutzung von Google+ nämlich nicht nur die Suchgewohnheiten der Nutzer und dank Analytics auch die Surfgewohnheiten, sondern kann sich nun auch ein gutes Bild über die Beziehungen der Nutzer untereinander, deren Intensität und deren Qualität machen. Das Warnen hiervor kommt bei den euphorischen Betrachtungen Google+ oft zu kurz. Die Zeit wird zeigen, wie sich das entwickelt – ohne ein Grummeln im Bauch benutze ich Google+ allerdings nicht.

myspace geht zum „Schnäppchenpreis“ über den Ladentisch

Wenn ich über soziale Netzwerke wie Orkut oder myspace schreibe, komme ich mir immer ein bisschen vor wie ein Veteran, der über alte Zeiten berichtet. Ungeachtet dessen gibt es diese Netzwerke und gerade in der Subkultur lebt myspace – nur eben „schlechter“ als prognostiziert. Und so ist es zu einem wirklich interessanten Deal gekommen: Rupert Murdochs News Corp bekommt gemunkelte 35 Millionen Dollar dafür, hatte weiland aber 580 Millionen Dollar dafür bezahlt. Neuer Besitzer ist die US-amerikanische Werbeagentur Specific Media.

Um das Jahr 2006 herum war myspace das, was facebook heute ist, das größte softwarebasierte soziale Netzwerk. Dann kamen facebook (und andere) und zogen die Nutzer weg – myspace bot ein Lehrstück, was passiert, wenn der lock in der User nicht gelingt. Weiterhin könnte man das ganze als eine Notbremsung betrachten – als, wie auf tagesschau.de zu lesen ist, gigantisches Verlustgeschäft:

Damit hätte Murdoch jede Menge Geld verbrannt: Er hatte MySpace 2005 für damals 580 Millionen Dollar geschluckt und investierte noch stark in die Weiterentwicklung des Netzwerkes.

Aber ist das wirklich so? Gut, Murdoch hat das Dingens verdammt teuer eingekauft – aber er hatte nicht nur theoretisch die Chance auf satte Gewinne. So steht in der Wiki zu lesen:

Im August 2006 wurde eine Kooperation mit Google vereinbart, die vorsieht, dass die Google-Suche sowie Google AdSense in MySpace integriert wird. MySpace erhielt dafür zwischen 2007 und 2010 mindestens 900 Millionen Dollar.

Das sind verdammte dreihundert Millionen Dollar pro Jahr (!!) nur aus dem Google-Deal! Damit hat sich die Akquisition von myspace locker für News Corp. amortisiert, es sei denn, man hat anderweitig enorme Summen mit dem Ding verbrannt (und das muss wohl der Fall sein, den wenn myspace dennoch Verluste schrieb und jetzt für einen Bruchteil des Kaufpreises verhökert wird??).

Und: Wenn myspace wirklich so am Hund ist, was will dann Specific Media damit? Geld machen und das tun, was auf myspace schon immer getan wird, Bandseiten klicken lassen und ein interessantes Netzwerk für Musikliebhaber und Künstler weiterbetreiben. Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die investierte Kohle verdammt schnell wieder reinbekommen. Damit das auch klappt, holt man sich einen „Zieher“ an Bord: Justin Timberlake.

As part of the deal, Emmy and Grammy winning artist Justin Timberlake will also take an ownership stake and play a major role in developing the creative direction and strategy for the company moving forward. Specific Media and Timberlake plan to unveil their vision for the site in an exclusive press conference later this summer. (Quelle: Pressemitteilung)

Ei guck. So sieht also der Sanierungsplan aus. Gar nicht so doof – und möglicherweise tut das myspace gut, denn welche großen Musikcommunities gibt es schon? Apples Ping würde mir da einfallen, aber so richtig die Welt geht dort auch nicht.

Das Interessante an der Sache aber ist, dass man angesichts dieses Deals schon die Frage stellen muss, ob wir nun eine neue Internet-Blase bekommen und o ein erstes Ding damit geplatzt ist. Man erinnere sich an die sog. „New Economy“ – von der nur ein Haufen Asche ob des verbrannten Geldes übrig blieb. Nun, sowas kann sich wiederhlen – man stelle sich nur vor, was passiert, wenn nun Facebook-Jünger auf Pilgerschaft zu Google Plus gehen. Auch Holtzbrinck hat sich mit seinem StudiVZ-Deal keinen Gefallen getan… Es gilt also, besonders, wenn man investieren will, abzuwarten und vorsichtig zu sein.

Google Plus

Mir ist zu Ohren gekommen, dass sich der eine oder andere doch schwer wundert, dass ich hier im Blog noch nichts zum Thema Google Plus gemacht habe. Dabei ist das nicht ganz richtig – ich hab was gemacht, nur eben nicht hier…

Wer sich jetzt trotzdem einen Riemen über Google-Plus reinziehen will, den verweise ich hiermit freundlich hierhin: Das Social Media Management Blog, Google Plus.

Und ja, ich sehe das im Vergleich zu Facebook als recht fortschrittliches Konzept an. Ich bin heute auch schon auf Invite-Schnorrtour gegangen, aber bisher ist noch kein Account für mich runtergefallen. Wenn wer einen für mich hat, freue ich mich.

Facebook-Gewinnspiele

Der folgende Artikel wurde am 11. Juni auf www.smm-blog.de veröffentlicht.

Wer bei Facebook Gewinnspiele veranstaltet, ideell oder monetär wertvolle Preise auslobt, der muss gut aufpassen: Zwei Beispiele aus der Praxis zeigen, wie solche Gewinnspiele zum einen zu manipulieren sind und zum anderen in einem handfesten PR-Desaster enden können, wenn die User nicht so abstimmen, wie man sich das wünscht.

Sechs sächsische Lokalradiostationen brachen gestern Vormittag ein Gewinnspiel mit dem Namen „Wetterkinder“ ab – ein im Grunde genommen schönes und harmloses Spiel, bei dem Kita-Eltern gebeten wurden, ein schönes Wetterbild der Kita ihrer Kids auf Facebook zu posten. Die Fans hätten abstimmen dürfen, welches das schönste Wetterbild sei und der Kita mit dem Gewinnerbild hätte von den Radiosendern ein Sommerfest ausgerichtet bekommen. Eine schöne Idee: Gute PR für die Sender, gute PR für die Kitas und ein „Pusteblumenfest“ für die Kinder.

Warum aber der Abbruch? Facebook lädt zu Manipulationen von Gewinnspielen förmlich ein: Der Mediendienst Flurfunk Dresden erklärt, wieso:

Konkret geht die Manipulation also so: Man kopiere einfach den Link zum ausgesuchten Bild mehrfach ins eigene Profil (und lösche diese Einträge schnell wieder, damit es nicht auffällt), um innerhalb kürzester Zeit Stimmen zu generieren. Jeder kopierte Link werde von Facebook gezählt. (Quelle)

Die Lokalradios werden das „Pusteblumenfest“ wohl auf konventionelle Weise verlosen müssen, dann gibt es einen Gewinner und der PR-GAU lässt sich so allem Anschein nach noch ganz gut vermeiden. Voll reingeschlittert ins PR-Desaster ist indes der Konzern Henkel AG und Co. KGaA mit seiner Spülmittelmarke Pril. Hier hatte man zu einem Designwettbewerb für Spülmittelflaschen aufgerufen, die User sollten Flaschenetiketten selbst kreieren und das Gewinnerdesign soll dann tatsächlich in die Läden kommen.

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Am Ende der Woche

Das war eine nette Urlaubswoche, wer will sich da wundern, dass ich kaum was gebloggt habe (und ab morgen heißt es dann wieder Schreibtisch leerarbeiten – mal sehen, was ich an Verlautbarungen zeitlich unterbekomme).

Daher fasse ich mal die spannensten Sachen in ein paar Punkten zusammen…

  • Nächste Woche soll ja heiß werden – über dreißig Grad. Ich persönlich kann das ja nicht wirklich gebrauchen.
  • So langsam taste ich mich an Windows 7 heran. Für Windowsverhältnisse ist es schon cool, nur das ganze Virenscanner/Firewallgedönz nervt halt – kannte ich auf dem Mac bislang nicht.
  • Toller Blogeintrag: Wie uns der Media Markt schon wieder verarscht… (bitte Geduld mit dem Link, das Blog liegt wohl hinter einem privaten DSL-Anschluss).
  • Die Senseo Quadrante macht zwar miserablen Kakao, dafür aber erstaunlich brauchbaren Kaffee. Zudem ist das Gerät billig und verunziert die Küche nur unwesentlich.
  • Der Steinbrück will Kanzler werden? OMFG! Die SPD muss aber verzweifelst sein. Das härteste kommt aber noch: Angeblich hat er sich mit der Nahles abgestimmt, ob denn auch die „Linke“ in der SPD ihn mittragen würde… Einen Eimer! Schnell!! Einen Eimer!
  • Ich habe das nur am Rande mitgekriegt, aber ja: Wir haben (im offiziellen Duktus) „FIFA Frauen WM“. Was die Frauen da tun, verrät dieser spelzige Titel nicht. Ist aber auch wurst – das Auftaktspiel wurde so gelegt, dass Tagesschau und Polizeiruf davon nicht betroffen sind. Muss ja was wert sein, diese „FIFA Frauen WM“.
  • Wo wir es gerade vom Polizeiruf hatten: Am Donnerstag hat der MDR einen rekonstruierten DDR-Polizeiruf gesendet, dessen Originalnegative vernichtet wurden. Nur es ist trotzdem noch eines aufgetaucht. Hier mehr Infos. War nicht mal schlecht. Memo an mich: Sollte öfter Polizeiruf gucken – alte wie neue.
  • Ich werde alt. Ich will einen Fernsehsessel mit Beine hochlegen und so. Den bequemsten habe ich tatsächlich (ja, haut mich nur) bei IKEA gefunden. Ist mit 799,– deutlich außerhalb des Budgets.

Palm Tungsten T3 mit Windows 7 syncen.

Seit neuerer Zeit habe ich ja nun einen Arbeitsrechner HP mini mit dem Betriebssystem Windows 7. Das ist für mich als langjähriger Mac-User eine gewisse Herausforderung, bin ich bislang ja in der Windows-Welt nur XP gewöhnt. Und ich benutze, auch wenn es manch einem etwas anachronistisch vorkommen mag, immer noch (und mit großer Leidenschaft) meinen alten Palm Tungsten T3, ein Gerät aus dem Jahr 2003 oder 2004. Nun gibt es mit Win 7 und dem Palm aber ein Problem, denn der Palm lässt sich nicht (wie das einstmals Standard war) via USB-Kabel mit Win 7 synchronisieren. Um das zu verstehen, muss ich ein wenig ausholen:

Als die ersten Handspring- und Palm-Handhelds Ende der 1990er Jahre (es dürfte 1997 gewesen sein) auf den Markt kamen, wurden diese mit einem Kabel über die serielle Schnittstelle mit dem Computer synchronisiert. Hierfür war insbesondere die Software „HotSync Manager“ hervorragend ausgestattet – der Sync klappte quasi immer fehlerfrei. Als um die Jahrtausendwende die serielle Schnittstelle immer mehr verschwand und USB der Standard wurde, hat man den Hotsync-Manager meines Wissens zwar angepasst, nativ für USB wurde aber nichts neuprogrammiert. Man erreicht beim USB-Sync mit 2.0 auch nicht die volle Geschwindigkeit. Technisch passiert meines Wissens folgendes: Obschon USB von den neueren HotSync-Managern unterstützt wird, wird immer noch ein Sync über den COM-Port simuliert, COM also einfach auf USB umgehoben. Das das irgendwann Probleme mit sich führt, stand fast zu erwarten. Und so war es dann auch – ein Sync über das USB-Cradle wollte unter Win 7 nicht gelingen.

Zum Glück gibt es Alternativen: Ältere Palms habe eine IR-Schnittstelle nach dem Infrared Data Association – Standard, neuere ein einfaches Bluetooth – der T3 sogar beides. Ich habe mich da einfach mal für Bluetooth entschieden und ein einfaches MSI-Bluetooth-USB-Dongle gekauft. Um den Palm nun via Bluetooth mit dem Win 7 – Netbook zu syncen, muss zuerst einmal der Palm „vorbereitet“ werden.

Im folgenden beschreibe ich, wie ich dabei vorgegangen bin, es gibt mit Sicherheit aber noch andere, vielleicht bessere, Wege dahin.

1. Bluetooth am Palm einschalten, einen eindeutigen Gerätenamen vergeben, die Gerätekennung zulassen und die Verbindungsfähigkeit auf „Ja“ setzen – dann den Bluetooth-Dialog verlassen.

Der Palm und der Win 7-Rechner werden nun gekoppelt, Windows erkennt den Palm nun als „Unbekannter Handheld“. Das kann aber auch erst später gemacht werden.

2. Am Palm HotSync öffnen und im Menü (ganz oben) unter „Optionen“ den Punkt „Verbindungssetup“ wählen. Mit dem Button „Neu“ wird eine weitere HotSync-Verbindung eingerichtet. Nun einen Verbindungsnamen á la Netbook via Bluetooth oder ähnliches definieren. Nun wird bei „Verbinden mit“ die Option „PC“ gewählt und bei „über“ die Option „Bluetooth“. Dann mit OK bestätigen und diesen neu errichteten Preset wählen.

Damit ist der Palm vorbereitet. Nun muss Win 7 eingerichtet werden.

Um den Sync herzustellen, muss ein COM-Port über Bluetooth zugewiesen werden. Das klingt komplizierter, als es ist:

1. Palm Desktop Suite herunterladen und installieren – das klappt i.d.R. problemlos.

2. Bluetooth-Einstellungsdialog öffnen und den Reiter „COM-Anschlüsse“ wählen. Mit Klick auf den Button „Hinzufügen“ geht es weiter.

3. Nun wird es spannend: Ein weiteres Fester öffnet sich, nun muss die Option „Eingehend (Gerät initiiert die Verbindung)“ gewählt und mit „OK“ bestätigt werden.

4. Das Ergebnis sieht ungefähr so aus:

Nach welchem Prinzip welcher COM-Port zugewiesen wird, weiß ich nicht. Aber das ist auch wurscht, irgendwas zwischen COM4 bis COM6 wird es schon sein.

5. Nun im HotSync-Manager sowohl einen Haken vor „USB Lokal“ wie auch „Lokal“ setzen.

6. Den Palm synchronisieren, indem man palmseitig auf das HotSync-Symbol klickt.

Diese Mini-Anleitung habe ich unter Verwendung des HotSync-Manager 6.0.1 erstellt. Wer mit den Access-Powered Palms arbeitet, der findet ggf. im Hotsync -Manager bzw. Palm Desktop eine Direkteinstellung für den Sync via Bluetooth. Beim Centro ist das zum Beispiel der Fall. Dort müssen diese Schritte natürlich nicht gegangen werden.

Auf die Idee, den Palm über die „Luftschnittstelle“ zu synchronisieren, hat mich übrigens Bloggerkollege Ralph Stenzel gebracht. Der bekommt sogar ein noch älteres Gerät synchronisiert, was mich dahingehend froh stimmt, dass wir unsere liebgewonnenen Antiquitäten Gadgets vergangener Tage nicht entsorgen müssen. Und wenn Windows 7 eine annähernd so lange Halbwertszeit hat wie XP (das ich auf Arbeit immer noch nutze), dann wird das wohl die nächsten zehn Jahre noch gut gehen. Es ist Zeit, mit mal ein paar Tungstenlms in der Bucht zu schießen und auf Halde zu legen.

Mobile computing.

Ihr erinnert Euch: Ich hatte vor einem knappen Jahr ja mal das Jay-tech JayBook 9901 im Einsatz. Das hab ich dann in der elektronischen Bucht verkauft, weil die Performance des Rechnerchens dann doch nicht hinreichend gut genug war, um mit der Maschine im Netz leidensfrei zu arbeiten (was für die Nutzung der Textverarbeitung im offline-Betrieb nicht zutrifft).

Jetzt gewöhne ich mich wieder an Windows, genauer gesagt: Windows 7. Denn seit gestern will mich ein hp mini begleiten. Erste Erfahrungen mit dem Gerät seit gestern abend gibt es schon: Es ist wirklich mini, funktioniert ganz gut und kommt mit einem überraschend guten Display und einer sehr ordentlichen Tastatur daher. Nur an Windows muss man sich eben gewöhnen. Was weiterhin auffällt: Ich habe den Akku jetzt erst einmal geladen, gestern vier Stunden damit gearbeitet und zur Minute ist er auf 50%. Das wird was.

Als Arbeitsrechner ist das Dingli jedenfalls optimal, lassen sich damit doch problemlos alle Blogs updaten und Mails bearbeiten. Ob und wie das mit dem von mir verwendeten CRM genau so geschmeidig klappt, weiß ich noch nicht – aber es sieht ganz gut aus. Fürs erste bin ich jedenfalls überrascht, was diese Winzlingscomputer heute zu leisten vermögen.

Auch ein Bunch Freeware läuft schon auf dem Rechnerchen: Das SoftMaker Office 2008 ist prima, VLC musiziert ganz hervorragend, Firefox als Browser ist eh klar und dann gibts noch einen AVG-Virenscanner und weitere Kleinigkeiten. Nur einen guten Multiaccount-Twitterclient vermisse ich noch – gibt es hier am Mac eine Riesenauswahl, wird das unter Win 7 eine echte Herausforderung. Und Adobe AIR mag mich irgendwie auch nicht…

Hacks. And Kisses.

Da bewegt sich ja was – so viele „Hacks“ dieser Tage – dabei ist das meiste doch DDoS. Im Falle der Lästerplattform isharegossip.com scheinen aber wirklich gehackt worden zu sein – die Site ist „offline“.

Feinsinnig, gar lyrisch gibt oder geben sich der oder die Hacker mit dem Namen „23timesPi“:

Screenshot 14. Juni 2011, 15:14

Nun, ein allzu großer Verlust ist der Wegfall dieser Seite ja nicht, schließlich war das Ding ja nichts anderesals eine digitale Klowand, auf der jeder Depp seinen Fäzes breitschmieren konnte – erstaunlich ist aber, dass die Lästerseite überhaupt gehackt werden konnte und zur Stunde immer noch nicht wieder up ist. Gut, wenn sie so scheiße programmiert war, wie sie aussah, ist das wiederum kein Wunder. Nur: Wer sollte so eine Seite hacken? Frustrierte Kids, die auf der Seite gedisst wurden? Oder besorgte Eltern? Der Pädagoge scheidet quasi aus, bringt er doch in der Regel die für so eine Aktion nötigen Skills nicht mit.

Wie dem auch sei – man droht den Betreibern: Würden sich Admins, Moderatoren und Organisatoren nicht binnen einer Woche der Polizei stellen, so werde der oder die Hacker die Daten veröffentlichen.

Auf einer Ausweichseite indes liest man:

„Leider wurde unsere Domain iShareGossip.com gestohlen, der Server und iShareGossip.net ist davon allerdings nicht betroffen. Bis wir näheres in Erfahrung bringen können, bleibt iShareGossip offline. User haben definitv nichts zu befürchten, da wir keine IP Adressen speichern. Weitere Informationen in Kürze.“

Das glaube ich halt auch nicht – denn dann hätte man doch den „Dienst“ einfach umgerouted. Also – irgendwie getroffen wurde man allem Anschein nach schon.

Die Zeit scheint gerade gut für Hacker, vergeht doch kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo eine DDoS-Attacke gefahren oder eine Webseite aufgemacht wird. Vom Sony Network will ich gar nicht erst sprechen. Und wenn kino.to plattgemacht wird, geht die GVU gleich mit offline – es gibt eigentlich jeden Tag Grund zur Schadenfreude. Mit ishareggossip hat es keinen Falschen erwischt.

Update: Der lyrische Inhalt ist verschwunden, die Seite ist nun leer oder lädt gar nicht.

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