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Monatsrückblick März 2026

Wie immer höchst selektiv und aus individueller Perspektive mein „Monatsrückblick“. Konzerte, ein Besuch in Erfurt (mitsamt Bahn-Debakel auf der Rückreise), aber auch die Vernissage der optisch höchst angenehmen „Colour Crush“-Ausstellung in der Nürnberger Kunsthalle fallen in diesen März. Im April muss ich mich technisch mal etwas umorientieren, weil mein Google Pixel 8 nach nicht einmal zwei Jahren einen Dead-Pixel-Cluster im OLED entwickelt. Und was sonst noch so festhaltenswert war, das lest ihr nun…

  • Wenn ihr mal die Gelegenheit habt, „Die Nerven“ live zu sehen, dann macht das! Was ein Druck, was ein Timing, was eine Party, sehr sehr geil! Die aktuelle LP „Live im Elfenbeinturm“ ist auch sehr zu empfehlen.
  • Die sogenannten „Wirtschaftsweisen“ waren in der Vergangenheit ja schon schwer beschädigt, ernst zu nehmende Wissenschaftler greifen deren Ideen inzwischen gar nicht mehr auf, seriöse Journalisten debattieren auch nicht  mehr über deren Vorschläge. Diesen recht erbärmlichen Zustand zementierte in der letzten Zeit besonders eine Frau Grimm (dazu habe ich an anderer Stelle mehrfach geschrieben), die die anderen „Weisen“ gerne losgeworden wären, was leider misslang. Nun hat Frau Reiche das Gremium mitsamt seiner noch vorhandenen, minimalen Restreputation de facto beerdigt. Der Verlust ist verschmerzbar.
  • In den letzten Jahren hat mich der Mobile World Congress nicht so richtig interessiert, einfach, weil von dort für mich immer weniger Spannendes vermeldet wurde. Indessen kommt genau von diesem MWC eine Meldung, die aufhorchen lässt: Motorola und die Graphene Foundation kündigen ein gemeinsames Telefon mit Graphene OS an. Saucool. In den letzten zehn Jahren hatte ich drei Motorola-Geräte, mit denen ich zudem immer sehr zufrieden war, Hardware kann man bei Lenovo.
  • Seit 2011 verwende ich keine Apple-Produkte mehr. Das war ungefähr die Zeit, da man die weiland überlegene PowerPC-Prozessorarchitektur aussortierte und zu Intels Core2Duo wechselte, und damit waren viele Vorteile des Macs einfach passé. Und irgendwie hatten die Apple-Rechner dann nur noch wenige technische Vorteile gegenüber wesentlich billigerer Wintel-Hardware. Da siegte bei mir die Vernunft, auch, weil ich den einstmals so genialen, kulanten und verbindlichen Apple-Service in dieser Zeit ganz anders erlebte – nämlich als Verhinderungs- und Vertröstungsagentur, die mit allen Mitteln versuchte, sich berechtigte Garantieansprüche vom Halse zu schaffen. Damals durfte man für die Hardware richtig heftig blechen und bekam einen nicht mal drittklassigen Service. Das mit der nicht mehr konkurrenzlosen Hardware galt irgendwie immer auch für iPad und iPhone: Die Android-Konkurrenz war technisch gesprochen nie schlechter, oft aber mindestens ein Drittel billiger. Am Ende war ich sogar stolz darauf, kein Apple-Jünger mehr zu sein. Was geblieben ist: Apple konnte schon immer attraktive Notebooks bauen.
    Jetzt launcht das Unternehmen mit dem MacBook Neo ein zwar arg plastikhaftes, aber dennoch interessantes Einsteiger-Notebook, die Presse ist begeistert. Gutes Display, nicht ganz schlank, aber leicht, und einen Kopfhöreranschluss gibt’s auch. Das Ding hat einen entscheidenden Nachteil, nämlich nur 8 GB RAM; was heute bei einem Rechner, mit dem man produktiv sein möchte, einfach ein wenig knapp ist. Bei 699,- Euro geht’s los, die Variante mit 512 GB SSD kostet 799,-. Ein Einwurf erreichte mich von Karl, der zu bedenken gibt, dass ein 2025 MacBook Air mit M4 und 16 GB RAM im Angebot seriös ab 860,- Euro zu haben ist. Da relativiert sich dann der für Apple-Verhältnisse günstige Preis schon wieder.
  • IKEA verkauft einen einfachen Bluetooth-Lautsprecher für 5,- Euro. Das wird soundmäßig nicht der große Wurf werden, eh klar, aber ich kenne genug Leute, denen das egal sein dürfte und für die so ein kleiner, einfacher Lautsprecher in seinem durchaus dezenten Design genau das Richtige ist.
  • Preise steigen, Löhne nicht: Deutsche haben seit Corona deutlich an Wohlstand verloren.
  • BaWü hat gewählt, den Hagelschaden abgewendet, das CDU-Ergebnis ist dennoch eine schallende Ohrfeige für den Kanzler der Schande und der zweiten Wahl Merz und seinen Adlatus Linnemann. Özdemir hat das Ding knapp geholt, das ist aber auch das Einzige, das positiv stimmt. Die SPD, sie musste um den erneuten Einzug in den Landtag bangen, indes ist tot. Der neue BaWü-Landtag ist sehr männlich und, bedenkt man, dass es dort keine einzige progressive Kraft gibt, und die AfD fast 19 Prozent geholt hat, auch rechts.
  • An dieser Stelle würde es auch eines Nachklapps der RLP-Landtagswahlen bedürfen, den spare ich mir an dieser Stelle, alles Wesentliche hierzu ist gesagt…
  • …aber auf die Kommunalwahlen in Bayern und die Stichwahlen will ich, in aller Kürze, trotzdem noch einmal blicken. Da gibt es dann doch einiges Bemerkenswertes. Die CSU ist hierzulande ja leider „Platzhirsch“, allerdings beginnt dessen Geweih ordentlich zu bröckeln. Stimmenverluste, etliche an die Freien Wähler verlorene Bürgermeister- und Landratsposten, das alles zeigt die tiefe Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der CSU im Allgemeinen, aber eben auch Söder im Speziellen. Teilweise hatten die vermeintlich Christsozialen aber auch einfach ungeeignetes Personal in der Hoffnung aufgestellt, diese Leute würden aufgrund des richtigen Parteibuchs schon gewählt werden. Tempi passati. Die SPD hatte es in Bayern schon immer schwer, gegenwärtig stirbt sie selbst in einstmals sicheren Hochburgen einen langsamen und nicht minder qualvollen Tod. Die FDP ist bereits tot, was da an Mandaten „errungen“ wurde, ist so marginal, dass man es eigentlich auch gleich sein lassen könnte. Überraschend, dass die Linke in Bayern (sic!) nun auch abseits der großen Städte Fuß zu fassen beginnt. München hat einen grünen OB, das empfinde ich eigentlich immer noch als Sensation, in Nürnberg konnte sich König gehen Ahmet durchsetzen, letzterer erzielte trotz des Dahinvegetierens der SPD einen Achtungserfolg. Freudenstein konnte sich in Regensburg nicht durchsetzen, in Erlangen hat Florian Janik leider hauchdünn verloren, in Augsburg trug Freund von der SPD den Erfolg nach Hause. Traurig, dass Aschaffenburg verloren ging.
  • Interessant ist, dass Söder hierfür, wen wollte es wundern, keinerlei Schuld bei sich sieht. Wer in den Kommunen antritt, das war immer Sache der CSU in den Kommunen. „Die Auswahl könne nicht nur in den Kommunen getroffen werden, sondern muss zumindest begleitet werden von hier aus“, meint Söder und erntet dafür heftige Kritik (Fefe hätte an dieser Stelle wohl „Die beste Demokratie, die man für Geld kaufen kann“ geschrieben).
  • RIP, Jürgen Habermas.
  • RIP, Phil Campbell.
  • twttr is a satirical art project and April Fools‘ joke. It is not a real social network and is not affiliated with, endorsed by, or connected to Twitter, X Corp., or any of their subsidiaries in any way. This project is a humorous homage to the early days of Twitter (circa 2006) — back when it was still called „twttr“ and microblogging was a wild new idea. It is intended purely for entertainment and nostalgia purposes. No trademark infringement is intended.“
    Egal, Du findest mich auf https://twttr.eu/michi.
  • Ähm, twttr heißt nun chrrp. Wäre sonst markenrechtlich wohl schwierig geworden. Das Ding ist was für Nostalgiker und Nerds, ist aber binnen Stunden dem Aprilscherz-Status entwachsen. Also, Du findest mich auf https://chrrp.eu/michi.
  • „Im Grunde saß Moskau bei jedem EU-Treffen mit am Tisch.“
  • Die AfD will Radio Corax in Halle dichtmachen
  • RIP, Alexander Kluge.
  • Jens Spahn hat, das ist bekannt, die GKV an den Rand des Ruins getrieben. Die ist nun sanierungsbedürftig, und wie das vonstattengehen soll, das hat nun eine Kommission erarbeitet. Long story short: Weniger Leistung, höhere Beiträge. Aber es wurde auch die Erhöhung der Tabaksteuer, eine zusätzliche Besteuerung von Spirituosen und eine Zuckersteuer (nur auf Getränke, und das gestaffelt, inkonsequenterweise) vorgeschlagen. Wollen wir wetten, was nicht kommen wird? Klar: Die Zuckersteuer.
  • Zum Thema „linke Gewalttaten“: „AfD-Mann gesteht, sein Auto selbst angezündet zu haben.“
  • Ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass das, was medial als „linke Gewalttat“ apostrophiert wird, in 95 Prozent der Fälle mit dem linken oder linksradikalen politischen Spektrum nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Weder ich selbst noch mein Umfeld können davon berichten, je eine linke Gewalttat (abseits von Graffitis oder Stickerei oder Wildplakatiererei, aber sind das Gewalttaten? Eher nicht) beobachtet zu haben oder deren Opfer geworden zu sein. Die vermeintliche „linke Gewalt“ ist ein so marginales Phänomen, dass man getrost die absolute Mehrzahl der Berichte darüber als Nonsens in den Wind schlagen darf.
  • Last but not least: Auf Aprilscherze verzichte ich hier selbstredend, diesem vermeintlich lustigen Brauch aus Urgroßvaters Humor-Mottenkiste mögen sich andere Medienschaffende hingeben.

Monatsrückblick Februar 2026

Ja, ich gebe unumwunden zu, dass es gerade wesentlich ruhiger im Blog ist, als ich mir das wünsche. Nun gibt es aber ein Leben abseits des Internets – und das habe ich gerade zu Monatsbeginn sehr genossen. Eine wirklich fulminante, wenn auch durchaus komplexe Aufführung der Heiligen Johanna der Schlachthöfe am Schiffbauerdamm vermochte uns sehr zu beeindrucken, wir entdeckten Street-Art in Berlin und widmeten uns der bundeshauptstädtischen Kulinarik. Und dann muss man ja auch noch etwas arbeiten … Aber auch wenn es hier sonst stiller ist als üblich, auf einen kleinen Rückblick in den gerade vergangenen Monat möchte ich dann doch nicht verzichten.

  • Der Monat Februar beginnt mit einigen Streiks bzw. Warnstreiks. Im ÖPNV ging es bereits am 2. Februar mit bundesweiten Streikmaßnahmen los, die ich persönlich in ihrer Durchführung als recht erfolgreich bewerten möchte. Auch die Landesbediensteten im öffentlichen Dienst streikten und „errangen“ so einen Abschluss, der sich leider überhaupt nicht sehen lassen kann. Ein paar wenige Prozente in drei Tranchen über 27 Monate wurden verhandelt, sie werden kaum in der Lage sein, die erwartbare Inflation zu kompensieren. Lediglich in den Bereich der Schichtzulagen kam ein wenig Bewegung.
  • Der „plusminus“-Podcast verirrt sich nur selten in meine Playlist, diese Folge allerdings empfand ich als äußerst gewinnbringend: „Sale! Warum wir immer wieder auf Schnäppchen reinfallen“. Es lohnt, unseren irrationalen Bezug zum Geld mal näher zu betrachten. Freilich wird man sich mit dem Hören einer Episode wie dieser weder dauerhaft gegen die eigene Anfälligkeit gegen „Schnäppchen-Mechanismen“, noch gegen die unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem inhärenten Absurditäten härten können, dennoch habe ich das mit größtem Interesse wahrgenommen und als Grundlage des Hinterfragens der eigenen Anfälligkeit für vermeintlich gute Deals herangezogen.
  • Es ist weit mehr als ein handfester Skandal: Im Schulterschluss mit deutschen Vollzugsorganen geschah ja nicht nur die rechtsbeugende Auslieferung der Antifaschist*in Maja nach Ungarn, dort wurde sie nun auch, ohne jeden belastbaren Beweis wohlgemerkt, zu 8 Jahren Haft verurteilt. Die Analyse der Roten Hilfe mag auf den ersten Blick verhärmt wirken, bei näherer Betrachtung ist sie aber zweifelsfrei und glasklar korrekt: Das, was EU-Mitglied Ungarn da betreibt, ist rechtsextrem motivierter, staatlicher Justizterror. Ob sie nach dem Schauprozess in Budapest ihre Haftstrafe in Deutschland „verbüßen“ darf (sie wäre dann unmittelbar auf freien Fuß zu setzen), bleibt indes höchst ungewiss.
  • Zum 125. Geburtstag Bertolt Brechts findet sich in der Zeitschrift Luxemburg ein knappes, lesenswertes Essay, das mit den Worten „Der Mensch, dessen grundsätzlicher Antikapitalismus für das Bürgertum so unbequem war, dass man ihn und sein Werk auszulöschen versuchte, bleibt lebendig und aktuell. Denn die Aufgabe, das Privateigentum an den Produktionsmitteln abzuschaffen, die Klassengesellschaft zu überwinden und eine neue Welt, in der der Mensch dem Menschen kein Wolf mehr, sondern ein Helfer ist, ist nach wie vor unverwirklicht“ schließt. Wohl gesagt.
  • Im Januar habe ich ein wenig darüber gerantet, dass die Stadt Nürnberg bei Glatteis ihren Räum- und Streupflichten mittlerweile nur noch lückenhaft, ungenügend, nachkommt. Anfang Februar waren wir dann in Berlin, hier haben es der Senat unter Wegner und Konsorten scheinbar komplett aufgegeben, Gehwege freimachen zu lassen. Unter diesen Umständen war es auch nicht verwunderlich, dass die Bevölkerung kapituliert. Fußläufig kam man in jenen Februartagen in der Bundeshauptstadt nur in Tippelschritten voran, dasselbe erlebten wir eine Woche zuvor ja auch in Nürnberg. Das vom Berliner Senat ausgesetzte Streusalzverbot wurde gerichtlich wieder in Kraft gesetzt. Dabei gibt es, darauf machte mich ein enger Freund aufmerksam, eine umweltgerechte und funktionierende Lösung, aus einer Eisfläche wieder einen Gehsteig zu machen, auf dem man auch gehen kann: Kaliumformiat. Manches wäre mit „wissen“ und „wollen“ so einfach lösbar…
  • RIP, Henrike Naumann.
  • „Milchmilliardär Müller verklagt Campact wegen AfD-Äußerung“. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Müllermilchprodukte-Boykott schön langsam entsprechende Erfolge zeitigt, andernfalls würde man doch nach allem menschlichen Ermessen keine derartigen Empfindlichkeiten nach außen kehren.
  • Leider hinter einer Paywall, aber dennoch gut anlesbar: „Unterkünfte für Wohnungslose: Zwischen Nothilfe und Geschäftsmodell“. Wenn die Kommunen für Obdachlose für einen Notschlafstellenplatz monatlich bis zu 1400 Euro bezahlen, ist nicht mehr nachvollziehbar, warum dann die Arbeitslosen- und Sozialhilfeträger nicht real anfallende Mieten für angemessene Wohnungen bezahlen wollen und Arme wegen 100 oder 200 Euro zu hoher Mieten in die Obdachlosigkeit drängen. Der Kapitalismus ist und bleibt ein Irrtum.
  • Dass Kabelklang Unsinn ist, postuliere ich seit nunmehr wenigstens 25 Jahren. Vernünftige Signalkabel sind in einer guten Kette Pflicht, einerseits, um Kontaktfehler auszuschließen, andererseits, um vermittels guter Schirmung störende elektromagnetische Einstreuungen zu minimieren oder zu eliminieren. Wie recht viele seriöse Audiofreaks (ich schreibe bewusst nicht Audiophile) damit behalten sollten, zeigt nun ein Experiment: „In a blind test, audiophiles couldn’t tell the difference between audio signals sent through copper wire, a banana, or wet mud“. War das erwartbar? Nun, der sich verändernde Innenwiderstand der jeweiligen Kabelsurrogate ändert, konstant bleibend, ja erst einmal nicht die Qualität der Toninformation, sondern nur die Spannung des Signals (und das wohl auch nur in unerheblichem Maße, ich wusste nicht, dass Bananen ein ordentlicher Leiter sind, but well…). Ich bringe es mal auf einen anderen Nenner: So komplex sind Audiosignale nicht, dass es den Einsatz sündteurer Voodoo-Kabelage rechtfertigen würde. Ich erinnere mich daran, erst im vergangenen Sommer einmal auf einem 2k-Euro-DAC in optimiertem Hörraum den Versuch unternommen zu haben, Unterschiede zwischen dem ach so schlechten Spotify und seiner unzureichenden Kompression und den HiRes-Files von Tidal zu hören. Turns out: Kann man vergessen, selbst mit richtig teurem Equipment.
  • Die fedimap ist zurück!
  • Auch in Niedersachsen ist die AfD gesichert rechtsextrem. Wer konnte das nur ahnen?
  • Und schwupps, schon isses passiert: einmal Streisand für 500, bitte! „Theo Müller verliert gegen Campact: Campact darf die AfD-Unterstützung des Müllermilch-Gründers weiter benennen“
  • Vielleicht wundert ihr euch, warum ich noch nichts zur sog. Epstein-Affäre geschrieben habe (btw. ist das keine „Affäre“, sondern einer der größten Skandale der letzten 50 Jahre, um das mal in der nötigen Klarheit gesagt zu haben). Das liegt daran, dass ich noch ein wenig abwarte, wen es denn da alles so erwischt. Trump, die Clintons, Gates, das alles steckte man ja schon ohne tiefere Verwunderung an die Pinnwand. Der heutige Leak ist aber schon ein Leckerbissen: „Chef von Weltwirtschaftsforum Brende tritt zurück“.
  • „Der Bundesverfassungsschutz darf die Partei vorerst nicht als gesichert extremistisch führen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln.“ Gut, das wird auch wieder in der nächsten Instanz fallen. Von „gesichter“ fällt man also zum „Verdachtsfall“ zurück. Solange das so ist, muss es unser Ziel sein, weiter alle AfD-Sympathisanten, Wähler und Mitglieder bedingungslos auszugrenzen, zu isolieren und, wo es nicht anders möglich ist, zu ignorieren. Keine Toleranz den Intoleranten, ohne Ausnahme.
  • Am heutigen 1. März (und wieder am Ostersonntag) ist in Nürnberg der Digital Independence Day.

Monatsrückblick November 2025

Wusstet ihr, dass es einen „No Nut-November“ gibt? Nun, wahrscheinlich wusstet ihr das, ich als völlig unbedarfter und unverdorbener Mensch wusste das natürlich nicht – bis vor ein paar Tagen. Dieses „NNN“-Social-Media-Ding wurde wohl als Spaß und Verarsche Satire auf die US-amerikanische Bigotterie gestartet, aber Faschos und evangelikale Nixblicker sowie andere Moralapostel sind auf den rollenden Zug aufgesprungen. Da habe ich auch kein Mitleid, die verdienen es nicht besser. Ein „No Nazi November“ wäre mal wirklich dringlich, na ja, Antifa bleibt eben Handarbeit.
Ein sehr kleines Mastronauten-Treffen hatten wir dann auf dem GoHoHo-Adventszauber. Wirklich ein schöner Stadtteilweihnachtsmarkt, keine Touri-Durchschiebe, wie wir sie vom großen Markt unserer schönen Weihnachtsstadt sonst gewohnt sind.

Ihr habt sicher gemerkt, dass dieser Monatsrückblick recht spät gekommen ist – und leider kann ich Euch für den Dezember 2025 keinen sinnstiftenden Rückblick anbieten, weil mir einfach im Dezember aufgrund vielfältiger Verpflichtungen die Zeit fehlte. Ich hoffe, im neuen Jahr wieder ein wenig mehr Muße für den Rückblick zu finden.

Monatsrückblick Oktober 2025

Wie schon im September fällt auch der diesjährige Oktober-Monatsrückblick etwas kürzer aus, als gewohnt, ebenfalls wegen meines Urlaubs. Bereits während des Urlaubs – aber freilich auch in den Wochen danach – ereilte und beschäftigt mich die Meldung des geplanten Sozialkahlschlages, den Union und SPD da im Schulterschluss durchzudrücken versuchen. Ihr könnt Euch vorstellen, wie sehr mich das abfuckt. Zur möglichen Bürgergeld-Kürzung auf 0 als „Sanktion“ ist ja schon im Vorhinein klar, dass das komplett verfassungswidrig ist, was Merz, Bas und Konsorten freilich wenig schert. Die wissen, dass sie längst nicht mehr im Amt sind, bis das vor dem BVG durchgefochten ist …

  • Hamburg hat mit dem Klimaentscheid sehr klug gewählt, keine Frage. Dennoch war das Ergebnis nach meinem Dafürhalten überraschend knapp. Ich hätte beim Ergebnis mit einem wesentlich deutlicheren prozentualen Abstand zu den Gegnern gerechnet, für mich letztlich auch ein Zeichen, wie weit die Saat klimafeindlicher Propaganda bereits in der Breite aufgegangen ist. Das ist aber noch nicht alles, der Kommentator des nd fasst gut zusammen, dass sich der Erfolg des Volksbegehrens erst mit einer ernsthaften und sozialverträglichen Umsetzung einstellt.
  • Modern seances.
  • Wundert man sich überhaupt noch über Donald Trump? Nun, es ist kein Geheimnis, dass ich persönlich diesen Typen ja unter der Kategorie „lupenreiner Faschist“ einordne, und so ist es freilich kein Wunder, dass Trump tut, was Faschisten eben tun – heute diskreditiert er mit einem KI-Video, das er über sein eigenes Truth-Netzwerk postet, die No-Kings-Bewegung. Das ist das „Diskursniveau“ eines fünfjährigen. Mehr darf man offensichtlich vom Präsidenten der Failed Staaten nicht erwarten.
  • Der großflächige AWS-Ausfall zeigt, dass es eine schlechte Strategie ist, seinen Kram bei Monopolisten zu hosten.
  • Die peinlichen, rassistischen Ausfälle des Kanzlers der Schande und der zweiten Wahl Friedrich Merz nehmen zu, ich habe mittlerweile aufgehört, zu zählen. Dass Merz sich selbst und seine CDU von der gesichert rechtsextremen AfD abgrenze, scheint mir nicht mehr als ein Lippenbekenntnis zu sein, das in der Realität weder einen Wert hat, noch irgendeiner Belastung standhält. Das festzustellen, darum kommt auch die Kommentatorin des ARD-Hauptstadtstudios nicht herum.
  • „Merz und die Frauen“
  • Sehr zu meiner Überraschung (und wohlgemerkt völlig ohne Not) ist Nürnbergs Oberbürgermeister König den rassistischen Ausfällen Merz‘ beigesprungen. Er versucht, das mit „einleitenden Worten“ abzumildern, letztendlich stellt er sich aber uneingeschränkt hinter die rassistischen Aussagen.
  • Aller Voraussicht nach werden wir es in diesem Jahr nicht mehr schaffen, ein regionales Treffen der Mastodon- und Bluesky-Nutzer zu organisieren, denn alle Wirtshäuser, die ich angefragt habe, haben in dem engen Zeitfenster, das sich uns vor dem vorweihnachtlichen Wahnsinn aus Vereins- und Betriebsfeiern bietet, keine adäquat großen Tische mehr in ruhigen Hinterzimmern frei. Die Ansprüche an die Gastronomie sind dabei gar nicht so gering, sollte die entsprechende Restauration doch neben der nötigen Flexibilität bezüglich der Teilnehmerzahl in U-Bahn-Nähe liegen, auch Vegetariern und Veganern ein vernünftiges Speisenangebot unterbreiten und preislich auch weniger betuchten Interessierten eine Teilnahme grundsätzlich ermöglichen können. Wir unternehmen einen neuen Anlauf im ersten Quartal 2026.
  • Dobrindt verhandelt mit den Taliban (man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus), aber auch Österreich schiebt wieder nach Afghanistan ab.
  • „Rechtsextreme Partei: Thüringens Innenminister verdächtigt AfD, für Russland zu spionieren“
  • Es ist immer eine gute Idee, von Zeit zu Zeit seine Mailadressen bei haveibeenpwned.com zu checken.
  • Unweit meiner Arbeitsstätte hat dieser Tage ein Döner-Imbiss einer mittlerweile sogar international agierenden Kette eröffnet. Den Namen der Stadt und der Kette möchte ich an dieser Stelle gar nicht nennen, denn das, was man dort erleben konnte, ist inzwischen wohl symptomatisch für diese Art der „marketingunterfütterten Neueröffnung“.
    Besagter Döner-Imbiss schaltete im Vorfeld viel Werbung auf Insta, Tiktok und Co., es gab auch ein mit „bekannten“ Foodbloggern besetztes „Pre Opening“, Kern der Marketingaktion war aber, drei Tage lang jede Dönertasche für einen Cent anzubieten.
    Solche Marketingaktionen locken viele Leute an, die Regionalzeitung kommt und druckt artig ein Bild von der Warteschlange der Dönerhungrigen, auch der Kabelfernseh-Regionalsender sendete brav einen Bildbericht, dies, das … man kennt das ja. In besagtem Imbiss ist die Sache aber ein wenig eskaliert, denn der Ansturm der Leute war riesig – wohl deutlich größer, als erwartet. Am ersten Tag bin ich dort mehr zufällig vorbeigegangen, die Schlange war absurd lang, ich schätze sie auf wenigstens hundert Meter Länge, vor dem Imbiss war Security-Personal postiert und damit alles seine Ordnung hat, wurde die Warteschlange sogar mit Absperrbändern eingehegt. Nun hatte ich Gelegenheit, mit einer Geschäftsfrau einer angrenzenden Praxis zu sprechen, die zeichnete ein noch dramatischeres Bild. Weil die Imbissbetreiber ob der schieren Nachfrage mit der Zubereitung der Dönertaschen gar nicht mehr hinterherkamen, war das Putenfleisch auf dem Drehspieß irgendwann nicht lange genug der Hitze des Gasbrenners ausgesetzt und folglich nicht richtig durch, die halbrohen (beim Schneiden lief noch das Blut entlang dem gesteckten Fleischkegel) Putenfetzen wanderten in die Döner. Für die Leute, die teils mehrere Stunden um den 1-Cent-Döner angestanden hatten, war das natürlich eine herbe Enttäuschung. Sie warfen die angebissenen Dönertaschen vor die Türen und Schaufenster der angrenzenden Geschäfte oder in die Abgänge und auf die Bahnsteige der nahegelegenen U-Bahnstation.
    Mancher Zeitgenosse dachte sich, er fahre mit dem Auto vor, hole sich mal eben fix seinen 1-Cent-Döner und verparkte so die angrenzenden Straßen der Fußgängerzone, was zu mehreren Polizeieinsätzen führte. Insgesamt war die Marketingaktion für die Innenstadt alles andere, als ein Gewinn.
    Wer hier ein wenig mitliest, weiß, dass ich den gegenwärtigen Döner-Hype recht kritisch sehe und mir ein derartiger Bohei um ein Allerweltsprodukt wie einen Döner reichlich fremd ist. So bleiben ein im besten Wortsinne fader Beigeschmack, eine gigantische Lebensmittelverschwendung, eine Menge Ärger und ein Haufen Müll.
  • Zur Ehrenrettung dieses Dönerimbisses (lokal beschlagene Leser wissen, welchen ich meine) sei aber auch gesagt, dass sie obdachlose Bürger mit einem kostenlosen Essen unterstützen und darum bitten, dies nicht ungerechtfertigt auszunützen.
  • Grokipedia. In welch absurdem Film bin ich bitte gelandet? Und wie kommt man da wieder raus?
  • Zum guten Schluss noch ein Dokutipp via Ronny: Gerade ist auf YT der Dokumentarfilm „Schleimkeim – Otze und die DDR von unten“ zu sehen. Und der ist wirklich sehenswert, wenn man sich für jüngere deutsche Geschichte und/oder Punkrock interessiert.

Monatsrückblick September 2025

Der September beginnt, wie der August endete: Friedrich Merz, Kanzler der Schande, plant einen ungekannt umfänglichen sozialen Kahlschlag. Dieser massive und im Kern antidemokratische Frontalangriff soll bei diesem Monatsrückblick an erster Stelle stehen, denn an dieses – ich kann es anders nicht sagen – politische Vollversagen sollten wir zur Mahnung regelmäßig erinnern. Daher habe ich zu diesem Thema auch ein paar Links und Impulse vorangestellt. Sonst fällt dieser Monatsrückblick – urlaubsbedingt – ein wenig kürzer aus, als gewohnt, dennoch will ich Euch ein paar wesentliche Links nicht vorenthalten…

Monatsrückblick August 2025

Sommerloch war gestern. Betrachtet man es recht, passierte im August gerade politisch relativ viel. Ein Journalist beklagte dies dieser Tage auch in einem relativ langen Lamento, leider habe ich mir die Quelle dazu nicht rechtzeitig beiseitegelegt.
Daher gibt es in diesem Monatsrückblick nur verhältnismäßig wenig Technik und relativ viel Politik.

Monatsrückblick Juli 2025

Ein anfangs sehr heißer, dann aber wettertechnisch sehr gemäßigter Juli liegt hinter uns. Der brachte uns, man gewöhnt sich mittlerweile ja daran, auf der politischen Bühne im Wochentakt neue Absurditäten und Kuriositäten. Nicht nur auf die direkt spürbaren Einflüsse des Klimawandels, sondern auch auf die ein oder andere Meldung des vergangenen Monats lohnt sich ein Rückblick – here we go…

Monatsrückblick Juni 2025

Der Juni verabschiedet sich in Süddeutschland mit einer massiven Hitzewelle. Wer angesichts von 36°C bis 38°C über viele Tage in unseren einstmals so moderat temperierten Gefilden noch wagt, den menschengemachten Klimawandel zu leugnen, ist eigentlich nur eines: ein Idiot. Nein, ein Vollidiot. Überraschenderweise gibt es gar nicht so wenige von diesen Vollidioten, die, während sie etwas von schönem, warmem Sonnenwetter schwadronieren und den Sommer, den es so ja schon immer gegeben habe, loben, hintüberkippen, weil der Kreislauf die Grätsche macht. Nun gut, Deppen gab es ja auch schon immer. Was brachte uns der vergangene Monat noch? Ein paar Punkte habe ich zusammengetragen:

Monatsrückblick Mai 2025

Der Rückblick auf den Monat Mai wird sich etwas geraffter präsentieren, als sonst  – und das hat ganz einfache Gründe: Wir waren drei wunderbare Wochen im Urlaub, in der vierten Woche gab es freilich dienstlich das ein- oder andere aufzuholen und so ist meine Zusammenfassung etwas knapper, etwas integrierter, vielleicht sogar etwas prosaischer, als sonst.

Habemus Merz, habemus diverse Minister und last but not least habemus papam. Zuerst, das sei mir als Protestant gestattet, zu unserem neuen Kanzler der Schande Friedrich Merz – der nämlich legte bei seiner Wahl einen derartigen Bauchplatscher hin, dass er sich von diesem Fehlstart, nämlich im ersten Wahlgang sang- und klanglos durchgefallen zu sein, nach allem Ermessen politisch nicht mehr erholen wird, nicht mehr erholen kann. Dieser in der Geschichte der Bundesrepublik einzigartige Vorgang fand, das wird niemanden wundernehmen, internationale Beachtung. Es hätte eigentlich auch nur einen einzigen souveränen Ausweg aus dieser Situation gegeben – nämlich nicht mehr als Kanzler anzutreten. Eine derart souveräne Handlung hat man selbstredend von Merz weder erwarten können noch erwarten dürfen. Anderenorts habe ich mal gewitzelt, dass die Kanzlerschaft Merz besonders in der „Erhardstadt“ Fürth für große Freude sorgen dürfte, ist mit ihr doch der politisch gescheiterte Ludwig Erhard nicht mehr der schwächste Kanzler in der bundesrepublikanischen Geschichte. Für Deutschland selbst ist diese Bürde schwer, der de facto-Verlust des Bündnis- und Wertepartners Nordamerika, der Krieg in Europa, die fortdauernden Angriffe rechtskonservativer, evangelikaler, rechtsextremer Kräfte auf unsere freie und im besten Wortsinne liberale Lebensart hätten eines Staatsmanns mit Standing bedurft, bekommen haben wir Merz, einen schwachen Mann ohne auch nur die geringste Amtserfahrung, einen Mann, dessen gekünstelte Pseudo-Autorität landauf, landab zu irritieren vermag, die einen leider nur allzu häufig peinlich berührt und die schlicht heraus albern ist.

Merz stellte ein lupenreines Lobbyistenkabinett auf; es ist irgendwie schon schade, mitansehen zu müssen, wie sich die Demokratie hier ihrer Unterspülung durch Kapitalinteressen nicht mehr zu wehren imstande ist, aber auch das war absehbar. Dobrindt, Reiche,… das sind Figuren, denen die Ministerschuhe zu groß sind – so groß, dass man nicht erwarten kann, dass sie jemals in sie hineinwachsen. Bei Dobrindt wissen wir ja, dass er das Amt nicht sinnstiftend bekleiden kann. Der Peißenberger hat schon als Verkehrsminister aufs Kläglichste versagt, auch als Innenminister vertraue ich diesem Mann keinen Millimeter. Diese Personalie allerdings belegt nur allzu deutlich, dass der deutsche Konservativismus nicht nur, wie ich bereits mehrfach schrieb und sagte, in seiner schwersten intellektuellen Krise gefangen ist – wer Dobrindt als Innenminister aufstellen will oder muss, ist schlicht politisch handlungsunfähig – das wird, so bitter das ist, ein Festmahl für in ihrer Gänze rechtsextreme AfD. Wie wunderbar dieses Lobbyistenkabninett funktioniert, demonstrierte nicht nur Reiche mit ihren Gaskraftwerken, auch Linneman fiel mit seiner Aussage, Rentner arbeiteten zu wenig, instantly und nicht zum ersten Mal unangenehm auf. Wir werden mit Merz und seinem Kabinett noch viel Freude haben und dürfen uns auf allerhand gefasst machen.

Habemus Papam. Ich bin mit einer Bewertung der Personalie Robert Francis Prevost sehr zurückhaltend – weil mir dieser Mann vor seiner Papstwahl auch in der Berichterstattung noch nie begegnet oder anderweitig erinnerlich ist. Nun bin ich aber auch nicht katholisch. Nun, kurz nach der Bekanntgabe seiner Wahl haben gerade die US-amerikanischen Evangelikalen-Faschos zu schäumen begonnen, so schlecht kann der Mann also nicht sein. Alles andere wird sich weisen müssen, hinsichtlich des dringenden Reformbedarfs in der katholischen Kirche rechne ich ja nicht mit allzu großen positiven Überraschungen. Wir werden sehen.

Die AfD ist nun auch offiziell das, was wir eh schon wissen – gesichert rechtsextrem. Daran ändert auch die „Stillhaltezusage“ des Bundesamtes für Verfassungsschutz nichts; Einstufung ist Einstufung und Wahrheit bleibt Wahrheit. Mit Rechtsextremisten hat man nichts zu tun, mit AfDlern hat man nichts zu tun – Anstand bleibt Anstand. Zwar versucht Dobrindt, das längst überfällige AfD-Verbotsverfahren bzw. dessen Prüfung zu verschleppen, die gesamtgesellschaftliche Debatte bekommt er freilich nicht gestoppt. Die Zeit ist reif für ein AfD-Verbot – reifer denn je.

  • Erinnert ihr euch noch an den Corona-Streek? Den Mann, der mit nahezu jeder seiner Aussagen und Prophezeiungen meilenweit daneben lag? Dem wollten die Konservativen ja irgendeinen Posten antragen, geblieben ist ein Pöstchen. Drogenbeauftragter. Ja mei, machste nix…
  • Schlagzeile: Bär lehnt „Gender-Zwang“ an Forschungseinrichtungen ab. Okay, den gibt es zwar gar nicht, aber was schert sich eine Bildungsministerin schon um die Wahrheit? Konserven doing Konserven-things.
  • Tesla liegt am Boden. Und mit was…?
  • Im Urlaub habe ich auf einem Parkplatz tatsächlich ein Auto des vietnamesischen Herstellers VinFast gesehen. Welche Rarität mir da begegnet ist, wurde mir erst später, nach dem Lesen dieser Meldung klar.
  • Büchsenbier hat allgemein keinen guten Ruf, die Bierdose ist ein Einwegteil, das eine kritische Ökobilanz hat – und sich dennoch wachsender Beliebtheit erfreut. Schon bedauerlich, dass wir bei simpelsten Dingen als Gesellschaft wieder so zurückfallen. In den 90er Jahren bin ich in einer Provinzstadt, Schwabach, zur Schule gegangen, da gab es eine stadtweite, sehr erfolgreiche Kampagne gegen Einwegbüchsen. Aus dem dortigen Jugendzentrum bin ich sogar mal rausgeflogen, weil ich mir gedankenlos eine Limobüchse vom benachbarten Lidl aufgerissen habe und das Limo nicht weggießen wollte. Das musste ich dann vor der Tür trinken, erst dann durfte ich wieder rein. Diese Lektion habe ich gelernt. Spätestens seit dem Niedergang der letzten Brauerei, der Leitner Bräu, im Städtchen, ist aber auch die Kampagne gegen das Büchsenbier verschwunden. Schade eigentlich.

Monatsrückblick April 2025

Na, hat man euch auch „in den April“ geschickt? Nun, mich zwar nicht direkt, wenn man sich aber die allgemeine Weltlage ansieht, dann kann man sich schon ein bisschen verarscht vorkommen.

Der April war ein recht arbeitsreicher Monat für mich, daher ist dieser Monatsüberblick etwas kürzer, als gewohnt. Was nicht bedeuten soll, dass es nichts zu berichten, nichts festzuhalten gäbe…

Vorweg sei aber erwähnt, dass unser erstes mittelfränkisches „Mastodon meets Blueskyer“-Treffen im Fürther „Tannenbaum“ ein voller Erfolg war. Insgesamt 18 Mastronauten und Blueskyer trafen sich, um bei guten Gesprächen ein paar Seidla und Schoppen einzuweisen, die Location stellte sich als gut geeignet heraus. Weil bereits erste Anfragen kamen, wann man eine solche Zusammenkunft denn wiederhole – meine Idee ist, dass wir uns alle wieder Mitte Oktober in großer Runde treffen. Zwischenzeitlich wollen wir, der Tradition folgend, die „kleinen Runden“, die ja gelegentlich immer recht spontan im „Cheers im Pfeifndurla“ zusammengegangen sind, nicht aus den Augen verlieren, Mitte, Ende Mai könnte so ein Treffen, bei gutem Wetter freilich auch im Freien, stattfinden. Vielleicht weise ich auf dieser Seite auch darauf hin, wenn es so weit ist, aber wer Interesse hat, der möge bitte die Accounts von Karlimann, Mike, Diogenes, mir und einigen anderen aktiv trötenden Mittelfranken ein wenig im Augenwinkel behalten.