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Corona-Krise-Chance – Was wir aus der derzeitigen Situation mitnehmen können

Schon wieder ein Post über dieses “Krise als Chance”-Ding und Corona – kann man das noch lesen, kommen dabei irgendwelche neuen Erkenntnisse rum? Und verhöhnt diese Sichtweise nicht all jene, die wirklich unter der “Krise” leiden, sei es psychosozial, sei es wirtschaftlich?

Nun, verhöhnt werden wird hier sicherlich niemand. Und freilich werden meine Gedanken zum “lessons learned” der Begebenheiten rund um Corona nicht überall auf ungeteilte Zustimmung treffen – nichts desto trotz lohnt sich gerade jetzt, inmitten des Geschehens, das Innehalten und die Reflexion dessen, was sich gerade für uns und in uns verändert.

Zuerst aber einige wenige Worte zu unserem inflationär verwendeten Krisenbegriff: Nein, die Covid-19-Pandemie ist keine Krise. Sie ist eine Pandemie. Nicht mehr, nicht weniger. In manchen Teilen von Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt sich dieses Geschehen krisenhaft. Aber von einer generellen Krise zu reden halte ich – zumindest an dieser Stelle – für ähnlich übertrieben, wie die Zuzüge ausländischer Mitbürger 2015 als “Flüchtlingskrise” zu bezeichnen. Der Kapitalismus freilich ist in der Krise und es bedurfte dazu lediglich des Umstands, dass viele Menschen für eine überschaubare Dauer von wenigen Wochen mehrheitlich nur solche Waren gekauft haben, die sie wirklich gebraucht haben. Bumms – Kapitalismus in der Krise. Mit Verlaub – das wirft kein sehr gutes Licht auf unser auf Wachstum, Wachstum und nichts als Wachstum geeichtes Wirtschaftssystem.

Und da bin ich auch schon inmitten der Gedanken: Was bedeutet denn unser in aller Regel eher zaghafter Verzicht auf Konsum in den letzten Wochen für uns? Nun, für mich persönlich zuerst einmal die Erkenntnis, wie viel Unsinn man sich im Lauf der Zeit einfach so kauft – Dinge, die es weder braucht noch die einem das Leben verschönern oder das Arbeiten erleichtern. Mitunter habe ich es tatsächlich als befreiend empfunden, einmal nichts zu kaufen zu müssen oder kaufen zu wollen (und ich gebe ganz unumwunden zu: In der Vergangenheit habe ich es oft als angenehm empfunden, kaufen zu können – welch ein Trugschluss!). Und es tritt gerade auch ein gegenläufiger Trend ein: Viele nutzten die Zeit der häuslichen Selbstisolation zum aufräumen und ausmisten – und damit bewusst oder unbewusst auch zum Ziehen einer Bilanz über gewünschte und benötigte Dinge und wie schnell und deutlich sich dieser Fokus verschieben kann. Man erleichtert sich und wirft materiellen wie immateriellen Ballast ab – lange Autoschlangen vor den Wertstoffhöfen können das bezeugen. Nun wird es spannend: Nach den Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen versuchen viele, etwas wie eine vermeintliche “Normalität” herzustellen – und wacker weiterzukonsumieren. Spezielle “Corona-Rabatte” des Einzelhandels sollen den Verbraucher dazu animieren, sogar noch mehr zu verbrauchen um die quasi entgangenen “Konsumfreuden” nachzuholen. Ein probates Mittel gegen diese unsinnige Verkehrung ist, sich die befreienden und positiven Momente des Konsumverzichts immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Es fordert ja niemand ernsthaft einen radikalen Verzicht, aber wer mit mehr Bedacht konsumiert, tut sich und natürlich auch der Umwelt etwas Gutes.

Die Umwelt führt mich direkt zum nächsten Gedanken: In Zeiten der häuslichen Isolation hatte die Natur wenige Wochen Zeit, einmal “durchzuatmen”. Besonders nachhaltig war dies freilich nicht – aber es ließ einen doch im Ansatz spüren, welches Potenzial ein konsequenter Umwelt- und Klimaschutz entfalten kann. Leere Fahrstraßen werden als angenehm empfunden. Der Fluglärm ist weg, die Luft ist reiner. Weniger Müll liegt auf den Straßen und Plätzen. Tiere, die sich längst zurückgezogen haben, kommen wieder zum Vorschein. Eine Binsenweisheit, die nun aber nicht nur verstehbar sondern im besten Wortsinne spürbar ist: Weniger Wachstum bringt eine sauberere Umwelt, weniger Hektik und eine höhere Lebensqualität.

Wir lernen zudem, wer diese Gesellschaft im Innersten zusammenhält: Feuerwehr und Rettungsdienst, Polizei, Pflege- und Betreuungspersonal, Ärztinnen und Ärzte, die Mitarbeiter von Supermärkten und Apotheken, Busfahrer, Lokführer. Pädagogen, Care Worker. Wir lernen zudem, dass man von den Einkommen der wichtigsten Berufe, die ein gesichertes gesellschaftliches Leben erst ermöglichen, kaum sinnvoll leben kann.
Diese sind die wahren Leistungsträger, ihre Leistung ist unverzichtbar.
Wir lernen, welche Berufe verzichtbar sind, wenn es wirklich darauf ankommt: Manager, Banker, Unternehmensberater. Wir brauchen sie nicht wirklich. Ein Arzt oder Pfleger, der einen Tag fehlt – fehlt. Ein Manager oder Berater, der einen Tag fehlt, ist halt nicht da. Es ändert nichts. Diese Erkenntnis schmerzt viele, nicht nur die Angehörigen der exemplarisch genannten Berufsgruppen – sondern all jene, die sich in unserer “Wachstumswirtschaft” sicher gefühlt haben. Wir erkennen: Diese Berufsgruppen sind keine Leistungsträger, die erbrachte Leistung trägt kaum zum Fortbestand der freien und sicheren Gesellschaft bei.
Und so ist freilich auch spannend, mit anzusehen, wie den Vertretern dieser leistungsarmen bis leistungslosen Berufsgruppen mit jedem Tag der Kontaktbeschränkungen sprichwörtlich “der Arsch auf Grundeis” geht. Die Lobbymarionette Christian Lindner wurde nicht müde, jeden Tag dem kleinen, trotzigen Kinde gleich, nach Lockerungen zu rufen. Laschet tat es ihm gleich. Beide haben dadurch den Rest ihrer Reputation und Glaubwürdigkeit sehenden Auges auf Jahre verbrannt. Die Handlanger dieser Lobby tun alles, um die gewonnenen Erkenntnisse wieder zu vernebeln: Care Work ist wichtig, weiblich und unterbezahlt. Banking, Management und Consulting schaffen keinen Mehrwert und sind kaum einen Bruchteil dessen wert, was sie an Geld und Ressourcen beanspruchen.

Viele Menschen, die bislang in Büros Präsenz zeigen mussten, hatten nun die Möglichkeit, ins Homeoffice zu gehen. Auch aus diesem Umstand kann viel gelernt werden: Zuerst einmal, dass wir eine wesentlich bessere digitale Infrastruktur benötigen. Weiterhin, dass viele Arbeiten, für die man in der Vergangenheit die notwendige Präsenz im Büro annahm, nicht nur problemlos sondern auch produktiver am Telearbeitsplatz erledigt werden können. Schließlich, dass dadurch Führung und Management in vielen Bereich umzudefinieren ist. Und weiterhin, dass der Präsentismus – also das Erscheinen auf Arbeit, wenn man krank ist – sehr weitreichende und schwere Folgen hat und in Zukunft unbedingt zu vermeiden ist.

Was ist uns wirklich wichtig? Wie einschneidend die Beschränkung sozialer Kontakte sein kann, haben wir alle mehr oder weniger gespürt. So sehr wir im Arbeitsleben eine tragfähige und verfügbare digitale Infrastruktur benötigen, so sehr bekamen wir vor Augen geführt, wie essentiell der persönliche Kontakt ist. Und so schmerzlich diese Lektion zu lernen ist, so heilsam ist sie auch. Das mag freilich auch nicht auf jeden zutreffen – doch ich war überrascht, wie schnell viele Menschen den Wert, ja die schiere Notwendigkeit der persönlichen sozialen Kommunikation und Interaktion benannten.

Umso erstaunlicher ist, dass sich nun eine zwar kleine, aber medial hochpräsente Koalition aus (Neo-)Faschisten, Rechtskonservativen, Wirtschaftsliberalen, FDPlern und AfDlern, Verschwörungstheoretikern, Esoterikern, Anthroposophen, Homöopathen, religiösen Sektierern, sogenannten Alternativmedizinern, Reichsbürgern, stumpfen Gewalttätern und ähnlichen Menschen- und Wissenschaftsfeinden zusammenrottet, um aus reiner Lust an der Provokation einfachste gebotene Regeln zur Reduzierung des Infektionsrisikos brechen um mit einer vermeintlichen Freiheit zu argumentieren, die Aller der Freiheit berauben, um völlig abstruse, menschenverachtende und faschistoide Weltbilder transportieren zu können – nur was kann man daraus lernen? Wir lernen die Feinde des Lebens und der Freiheit kennen und verstehen, dass diese Leute auf allen Ebenen politisch und gesellschaftlich zu bekämpfen sind: Durch Sichtbarmachung, Aufklärung, Warnung und natürlich auch dem Entzug der öffentlichen wie medialen Wahrnehmung.

Die Covid-19-Pandemie hat uns nach wie vor fest im Griff. Die Lockerungen der letzten zwei Wochen, die für viele Experten noch deutlich zu früh kamen, wiegen uns in einer trügerischen Sicherheit. Dass die Pandemie nicht zur Krise wird, wie das in den USA, Großbritannien oder Brasilien – also überall dort, wo Rechtspopulisten regieren – der Fall ist, liegt in der Verantwortung des Einzelnen. Abstandsgebote und grundsätzliche Gebote der Hygiene sind zu beachten.

Wenn wir aus den beschriebenen Lehren auch Konsequenzen ziehen, tun wir uns viel Gutes: Ein Weiterwirtschaften nach dem Primat des Wachstums kann so nicht mehr stattfinden. Wir alle profitieren von einem überlegten und zurückhaltenden Konsum mit Augenmaß. Die Berufsstände, die diese Gesellschaft im Innersten zusammenhält, sind zu stärken, auszubauen und gerecht zu entlohnen. Berufsstände, die die soziale Ungleichheit zementieren und nur im Interesse Weniger tätig sind, gerade aus den Bereichen der Finanzindustrie, Management und Unternehmensberatung, sind durch Entzug von Geldmitteln, Ressourcen, Macht und Anerkennung zu sanktionieren. Unser Handeln muss sich in zunehmendem Maße an den Erfordernissen des Umwelt- und Klimaschutzes orientieren. Faschisten, Esoteriker und religiöse Sektierer sind aus dem gesellschaftlichen Diskurs auszuschließen und durch Information und Aufklärung konsequent zu bekämpfen. Dieses Kondensat der angerissenen Erkenntnisse mag isoliert durchaus radikal klingen – wer aber die letzten Wochen Revue passieren lässt, wird schnell feststellen, dass diese Konsequenzen einfach, klar und notwendig sind und das Leben der Mehrheit kaum einschränkt, aber enorm bereichern wird.

Heute, morgen, übermorgen.

Heute werden Flüchtlinge nicht mehr gerettet.
Morgen werden Alte nicht mehr operiert.
Übermorgen Behinderte nicht mehr versorgt.
Danach werden Menschengruppen gezählt für eine Deportation.

Oh. Falsch. Das war ja schon gestern.

(via)

DSGVO

Ich bin hin- und hergerissen. Auf der einen Seite habe ich die Einführung der DGSVO unmittelbar daran gespürt, dass gefühlte 90 Prozent der Werbemails nun der Vergangenheit angehören. Vor der Datenschutzgrundverordnung wurde man, waren beispielshalber Amazon Z-Shopbetreiber einmal der eigenen Mailadresse habhaft geworden, tagtäglich mit einer elektronischen Werbeflut umspült, inzwischen herrscht im Postfach erfrischende Ruhe bzw. Leere. Eine feine Sache?

Für Webseitenbetreiber hat die DSGVO einige Fallstricke zu bieten. Auch ich habe tatsächlich bis zum heutigen Tage gebraucht, bis es mir gelungen ist, dieses Blog mit einer halbwegs ordentlichen Datenschutzerklärung zu versehen und auf https umzustellen. Das hätte ich schon wesentlich früher tun sollen – ja quasi müssen, ist die verschlüsselte Übertragung aus gutem Grund inzwischen ja Standard. Aber wenn man nicht gezwungen ist, unter der Motorhaube der eigenen Installation herumzuschrauben, wieso sollte man es dann tun?

Ralph Stenzel hat mir ein wunderbares Tutorial geschrieben, wie ich hier https implementiere, mein Lieblingsprovider all-inkl hat einen perfekten Workaround für Let´s encrypt, deren Zertifikate den Job sowohl im Firefox wie auch unter Chrome perfekt tun. Weil ich das mit der Subdomain leider auf Anhieb vergeigt habe, brauchte ich von all-inkl telefonischen Support, der war auch perfekt. Und weil ich heute einfach ein paar Stunden Zeit erübrigen konnte, hab ich mich auch endlich an die Umsetzung gemacht.

Manche Plugins habe ich inzwischen auch ganz bewusst über die Klinge springen lassen – zuvorderst die SexyBookmarks. Die hatte ich hier in der völlig antiquierten 2er-Version laufen, ab den 3er-Versionen wurde das Ding ja doch recht übergriffig und begann, die Metadaten der Surfer über den halben Globus zu verteilen. So war das meiner bescheidenen Meinung nach mit dem „sharing is caring“ nicht gemeint. Und auf dieses „sharing is caring“-Ding scheißt inzwischen auch der Hund. Wer einen Inhalt teilen will, macht das auch ohne Button. Also fort damit.

Nun ist das Blog wieder da. Dank der Datenschutzgrundverordnung gabs eine Zwangspause, die ist nun vorbei.

Platten waschen – mit der Record Doctor V Plattenwaschmaschine im Test

Wie man am besten eine Schallplatte von tiefsitzenden Verschmutzungen reinigt, daran scheiden sich die Geister. Mancher Sammler führt die Diskussion über die Schallplattenreinigung mit missionarischem Eifer. Andere wiederum wedeln ihre Platten vor jedem Spielen mit einem Mikrofasertuch ab und sind mit diesem Ergebnis zufrieden.

Das sich die Diskussion um das Waschen von Schallplatten so hartnäckig hält, liegt auch an dem Umstand, dass es schlicht notwendig wird, eine LP hin und wieder richtig zu waschen. Der Staub der Jahre, Zigarettenrauch – bei Lagerung im Keller manchmal sogar Schimmel – setzt sich in den feinen Rillen fest und sorgt nicht selten für ein kaminfeuerartiges Knistern (Platten, die früher mit einem Nassläufer abgespielt wurden, tun das übrigens auch und da hilft Waschen so gut wie nix mehr). Manch Zeitgenosse verbindet mit dem Knistern eher ein nostalgisches Gefühl denn einen technischen Fehler, aber: Das Knistern der Schallplatten wird oft durch Schmutzpartikel und/oder statische Aufladung verursacht. Und dagegen gibt es ein probates Mittel: Die ordentliche Reinigung.

Gerade Platten von Flohmärkten, die mal „Kellerleichen“ waren oder das ein oder andere Krautrock-Album, das von einer veritablen Nikotin- und THC-Schicht befreit werden will, sind heiße Kandidaten für eine ordentliche Wäsche. Doch wie kann man eine empfindliche Schallplatte überhaupt „waschen“?

Vorab: Staub auf Platten ist keine Seltenheit, das PVC (Schallplatten sind ja nicht aus reinem Vinyl, das wäre ja viel zu weich) lädt sich bei normalem Gebrauch gerne mal elektrostatisch auf und zieht den Staub magisch an. Um ihn vor dem Abspielen wieder zu entfernen, benutzen viele eine Bürste aus feinen Kohlefasern. Das funktioniert auch ganz gut, sorgt aber bei jedem „abstauben“ dafür, dass ein kleines bisschen Reststaub in die Rillen gedrückt wird. Mit der Zeit (mitunter mit den Jahrzehnten) beginnt die Platte mehr und mehr zu knistern und zu rauschen. Nun wäre es schön, wenn Staub und Schmutzpartikel wieder aus den Rillen herausgespült würden. Um eine Nassreinigung kommt man nicht mehr umhin.

Drei Methoden haben sich hier etabliert: Die „Cheap-Thrill-Methode“, die Knosti-Methode und das Waschen mit einer speziellen Plattenwaschmaschine. Und um es vorwegzunehmen: Cheap Thrill ist in den allermeisten Fällen völlig ausreichend und liefert oft auch das beste Ergebnis, wer es komfortabel mag, hat mit der Plattenwaschmaschine sicher seine Freude, von der Knosti – die ich mir natürlich auch gekauft habe – bin ich nicht so begeistert.

Holger Trass´ Cheap Thrill kostet fast nichts, die Mischung zum Reinigen, die er ansetzt, ist für mich das ideale Grundrezept. Ich gönne mir bei meiner Mischung einen etwas höheren Isopropanolanteil, denn so lässt sich (für mein Gefühl) die Feuchte besser entfernen oder absaugen. Als geeignetes Spülmittel scheint mir nach einigen Versuchen das „fit“-Spülmittel aus Zittau (das Grüne, das in dieser „Turmflasche“ verkauft wird). Es schäumt nicht zu sehr und ist auch nicht mit irgendwelchen Hautseifen oder Pflegefetten versehen, die schmieren könnten. Und man braucht wirklich nur einen einzigen Tropfen. Der Vorteil an der Chep-Thrill-Reinigungslösungs-Mischung ist, dass sie so einfach und billig herzustellen ist, dass man nicht sparen muss und die Platte komplett benetzen kann und so der tiefsitzende Dreck richtig aufschwemmt. Das ist meiner Meinung nach das Geheimnis der guten Plattenwäsche: Der Dreck muss sich richtig aus den Rillen lösen. Dann kann man die Feuchtigkeit mit einem Zewa oder Tuch aufnehmen (ein Mikrofaser- oder weiches Baumwolltuch ist auch ganz prima, holzhaltiges Küchenkrepp kann Oberflächenkratzer verursachen). Die Plattenwaschmaschine ist im Prinzip nichts anderes als ein Staubsauger für Schallplatten, mit dem sich Restfeuchte und Restschmutz aus den Rillen ziehen lässt. Damit erziele ich das beste Ergebnis.

Nur einige wenige Worte zur Knosti/Disco-Antistat: Das Prinzip, eine Platte in ein Bad aus Reinigungsmittel zu setzen, finde ich eigentlich ganz gut, denn in der Knosti lässt sich der Dreck wirklich aus den Rillen schwemmen. Allerdings wird jeden Platte durch die immer dreckiger werdende Flüssigkeit gezogen und auch das „Abtropfen“ an der Luft halte ich nicht für ideal. Schließlich bin ich auch kein Freund des Reinigungsmittels der Knosti, nach dem Knosti-Waschen bleibt bei mir immer eine kleine weiße Gewöll-Kugel an der Nadel hängen, mehrheitlich klingen die Platten auch nicht richtig „rein“.

Wie also bekomme ich meine Platten sauber? Ich behandle sie nach Cheap-Thrill gründlich vor und sauge sie dann ab. Dazu habe ich mir tatsächlich vor einem Vierteljahr eine Plattenwaschmaschine gekauft – nach langem Hadern, denn so ein Gerät ist teuer (und das Geld habe ich lange dann doch lieber in neue Platten angelegt). Entschieden habe ich mich schließlich für die „Record Doctor V“, sie ist derzeit wohl die günstigste Maschine auf dem deutschen Markt. Um sie soll es nun im folgenden Review gehen.

Maßgeblich zur Kaufentscheidung beigetragen hat freilich der Preis der Waschmaschine. Für mich war so ein Gerät immer „nice to have“, aber eben kein „must“, schließlich bieten einige HiFi-Studios und Plattenläden das Waschen als Dienstleistung an. Irgendwann aber kam nach einem größeren Beutezug über den Fürther Grafflmarkt dann doch der Wunsch in mir auf, einige der Platten ganz bequem zuhause waschen zu können.

Bekanntermaßen sind Plattenwaschmaschinen durchaus große Geräte mit vollwertigem Plattenteller, einer Absaugvorrichtung, die ein wenig an einen Tonarm erinnert und einem wuchtigen Korpus für die Absaugtechnik. Solche Geräte kosten zwischen 500 bis etwa 1000 Euro und sind damit nicht nur kosten- sondern auch platzintensiv. Die Maschine „Record Doctor“, die hierzulande von Sintron vertrieben wird, hat ein etwas anderes Funktionsprinzip: Man spart den Plattenteller und die mechanisch gelagerte Absaugvorrichtung ein, die Absauglippe ist fest im Gerät verbaut, die Platte wird auf einem Dorn zentriert und mit einem hölzernen Puck über die Lippe bewegt. Abgesaugt wird die Platte genau so wie bei einer konventionellen Maschine, das Handling ist allerdings weniger komfortabel, denn zum einen muss man die Reinigungsflüssigkeit entweder schwebend oder auf einer separaten Unterlage in die Plattenrillen einarbeiten und zum anderen ist das Absaugen der Platte durchaus mit Handarbeit verbunden.

Das recht reduzierte technische Design dieses Maschinentyps wurde zuerst in den USA bei Nitty Gritty verwendet, die Record Doctor ist noch einfacher aufgebaut – und damit tatsächlich ein Preisbrecher.

Geliefert wird ein mit schwarzer Kunststofffolie furnierter Pressspankasten einfacher Bauart, der neben dem Motor auch einen PVC-Zylinder als Reservoir für das Waschwasser beinhaltet. Abgesagt wird über eine Samtlippe, ein einfacher Schalter setzt den „Staubsauger“ in Betrieb. Es ist so simpel, dass es fast schon wieder genial ist. Weiterhin gibt es einen Plattenpuck, einen Kunststoffteller und ein kleines Gleitlager. Zu Lieferumfang gehört eine recht anständige Plattenbürste mit Samtlippe, mit der sich die Reinigungsflüssigkeit gut in die Plattenrillen einarbeiten lässt und ein auf Isopropanol basierendes Reinigungsspray von Dynavox.

Die Bedienung ist freilich einfach und selbsterklärend: Nachdem das Reinigungsmittel gut in die Plattenrillen eingearbeitet wurde und auch genug Zeit zum Einwirken hatte, dreht man die Platte mit der abzusaugenden Seite nach unten, setzt die Platte mit dem Mittelloch auf den Dorn, platziert den Puck, mit dem die Platte gedreht wird und nimmt den Sauger in Betrieb. Die Platte wird dann so lange von Hand gedreht, bis die eingewaschene Seite sauber und trocken ist. Der Vorgang wird dann mit der anderen Plattenseite wiederholt.

Das bei der sehr einfachen Konstruktion freilich auf jede Dämmung verzichtet wurde und das Gerät recht laut arbeitet, versteht sich dabei fast von selbst. Das soll der Sache aber keinen Abbruch tun, denn wirklich lauter als unser Bodenstaubsauger ist die Maschine nun auch nicht (und das habe ich auch nicht erwartet, ich kenne keine Plattenwaschmaschine, der man einen leisen Betrieb zuschreibt).

Wie aber ist die Reinigungsleistung? Das kann ich pauschal nicht beantworten, denn es kommt, wie schon erwähnt, auf eine gute Vorbereitung an. Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass die Reinigungsflüssigkeit eine gewisse Einwirkzeit benötigt. Ist eine Schallplatte stark verschmutzt, mit einem Nikotinfilm quasi überzogen, müffelt sie oder trägt sie viele Fingerabdrücke, darf die Einwirkzeit schon mal fünf bis zehn Minuten betragen und der Reinigungsvorgang muss gegebenenfalls wiederholt werden. Beim Absaugen schlägt der Hersteller drei bis vier Umdrehungen der Platte an der Absauglippe vorbei – damit bin ich nie hingekommen, es sind wohl eher zehn Umdrehungen.   Dann allerdings ist die Reinigungsleistung der Maschine ganz ausgezeichnet: Knacksen reduziert man in jedem Fall, der Schmutz wird sichtbar weggewaschen, auch an der Nadelbleibt kein Schmutz zurück. Ich möchte mich einer weiteren Empfehlung Holger Trass´ anschließen: Jede gewaschene LP verdient eine neue Innenhülle. Diese kosten pro stück etwa 40 bis 50 Cent.

Und der Komfort? Nun, wirklich komfortabel lässt sich mit der Record Doctor V nicht waschen. Die Vorbehandlung der Schallplatte kann auf einer Unterlage oder auf einem ausgedienten Plattenspieler erfolgen. Das Einwaschen der Platten auf dem Gerät selber oder einfach „in der Luft“ ist äußerst unkomfortabel, die Platten könnten bei zu starkem Anpressdruck sogar brechen. Außerdem muss man Acht geben, das Papierlabel nicht nasszumachen, die Rillen aber trotzdem mit reichlich Flüssigkeit bedecken, was durchaus ein wenig Übung erfordert. Das mitgelieferte Reinigungsspray, reines Isopropanol, tut seinen Dienst, die Cheap-Thrill-Mixtur allerdings scheint mir – auch wegen der Fettlösekraft des Spülmittels – dann doch die bessere Wahl. Im Zweifel kann man mit reinem Isopropanol nachbehandeln (ich habe mir das inzwischen angewöhnt), das bedeutet aber einen zusätzlichen Arbeitsschritt. Und dennoch: Der Betrieb der Maschine ist im Vergleich zum Lufttrocknen oder dem Abreiben mit Tüchern ein großer Fortschritt, trotz allem Aufwand, der dahintersteckt.

Nachteile? Wo Licht, da auch Schatten. Zuerst einmal ist die gesamte Ausführung des Geräts ziemlich einfach. Die Plattenwaschmaschine ist laut und erfordert etliches an Handarbeit. Es gibt zudem einige Berichte aus den USA, die von Undichtigkeiten und Schimmel im Gerät berichten (der Korpus ist ja aus Pressspan). Und dennoch: Wer eine so günstige Plattenwaschmaschine erwirbt, der weiß in der Regel, worauf er sich einlässt.

Mein persönliches Fazit: Ich bereue den Kauf nicht. Die meisten Schallplatten finden second hand zu mir. Viele von ihnen bedürfen mehr oder weniger dringend einer Reinigung. Nicht jede Platte profitiert klanglich von einer Wäsche, bei manchen Platten ist der Unterschied aber frappierend. Für mich ist – trotz des zu betreibenden Aufwands – die Investition von etwas über 200,- Euro lohnend: Nach zweihundert gewaschenen Platten hat sich das Gerät amortisiert, Flohmarktfunde werden wieder vernünftig sauber, man muss mit seinen Platten zur Wäsche nicht außer Haus. Mehr Geld hätte ich für ein solches Gerät aber auch nicht ausgeben wollen.

Schallplatten als Wertanlage? Affig.

Ja, ich sammle Schallplatten. Ich sammle sie zu einem einzigen Zweck: Um sie anzuhören. Natürlich freue ich mich über ein gut erhaltenes oder gar seltenes Exemplar – aber: Als Wertanlage habe ich meine Platten nie betrachtet. Das führt unter anderem dazu, dass ich mir eine Platte, die mich interessiert, auch dann kaufe, wenn sie in einem noch spielbaren, aber nicht mehr sammelwürdigen Zustand ist (wobei: seit es Hipster gibt, werden auch Platten gesammelt, die wir früher als defekt weggeschmissen hätten). Das Sammeln zum Aufbau einer Wertanlage würde mir großer Wahrscheinlichkeit auch den Spaß an der Sache verleiden.

Um meine Vorlieben für Blues, Jazz und Rock aller Spielarten sowie gemäßigter und qualitativ hochwertiger elektronischer Musik (die leider immer seltener wird), wisst ihr. Und so wurde ich beispielhalber auf das Album „Escalator“ der Sam Gopal Band aufmerksam. Es war das erste und einzige Album der Band, ist 1969 erschienen und liefert handwerklich guten, erdigen Psychodelic Rock, mitreißend durchaus, aber ohne größere Hitqualitäten. Diese Platte wäre ein typischer Vertreter des Genres und würde sich in die vielen anderen Releases der Zeit einreihen – ja wenn damals nicht ein ganz berühmter Mann bei den Aufnahme an der Gitarre gestanden hätte (Bass spielt er erst bei Hawkwind), nämlich ein gewisser Ian Fraser Kilmister, allen als Lemmy von Motörhead bekannt.

Das in relativ kleiner Auflage gepresste Album ist heute ein echtes Sammler-Ding, ein halbwegs gut erhaltenes Original dürfte mit 500 bis 600 Dollar gehandelt werden. Geld, das ich für eine Platte nie ausgeben würde. Ich habe die (etwas unambitionierte) italienische Nachpressung von 1999, Wert in deutlich bespieltem Zustand und mit gestauchtem Cover: 40 Euro. Zum diesjährigen Record Store Day wurde eine Nachpressung nebst Faksimile der einzigen Single der Band herausgebracht – in limitierter Stückzahl. Auch das Ding dürfte in drei bis vier Jahren deutlich mehr Wert sein, als der ursprüngliche Kaufpreis.

Irgendwie seltsam, oder? Freilich, hier wird mit künstlicher Verknappung gearbeitet. Das hat dem Record Store Day – aus meiner Sicht übrigens mit Recht – in den letzten zwei Jahren deutliche Kritik eingetragen, denn man appelliert hier ganz platt an den Jagdtrieb der Sammler und nicht an das Bedürfnis der Musikliebhaber, sich ungezwungen mit interessanten Wiederveröffentlichungen zu angemessenen Preisen zu versorgen.

Aber warum gibt es um ganz bestimmte Platten einen so wahnsinnigen Hype? Nun, ich habe da meine ganz eigene Theorie. Es müssen schon unterschiedliche Kriterien erfüllt sein, damit eine Platte nach dreißig, vierzig, fünfzig Jahren durch die Decke geht: Zuerst einmal ist eine kleine Erstauflage zu nennen, Nachpressungen darf es zur Zeit des Erscheinens auch nicht gegeben haben. Das Teil muss also unter kommerziellen Aspekten zu seiner Zeit ein Schuss in den Ofen gewesen sein. Dennoch darf die Qualität nicht unterirdisch sein, Stangenware verläppert sich in der Bedeutungslosigkeit, und zwar zurecht. Sie darf aber auch nicht zu hoch sein, muss noch musikalisches Potenzial erkennen lassen. Und dann das Wichtigste: Ein Musiker muss auf der Aufnahme mitspielen, der damals am Beginn seiner Karriere stand und später mindestens zu einem Genrepräger avancierte, wenn nicht gar zum Star oder sogar Weltstar. Die Platte darf nicht erkennen lassen, dass die Musik verkannt wurde nur der spätere Ruhm eines Bandmitglieds funkelt – retrospektiv – in der Aufnahme durch. Dann lässt sich um eine Platte ein Kult, ein Hype schmieden, der den Wert der Scheibe in schwindelerregende Höhen treibt.

Beispiele hierfür liefert gerade ein interessanter Artikel bei Deutschlandradio Deutschlandfunk Kultur: Der Artikel „Die teuersten Schallplatten-Raritäten“ dokumentiert gerade die aktuellen Trends – mit Verlinkungen auf das jeweilige Youtube-Vided, man kann also die Musik gleich hören, ohne tausende Dollar ausgeben zu müssen. Gerade der Gewinner des ersten Platzes scheint meine Theorie zu stützen. Der Titel „Baby Your Phrasing Is Bad“ ist musikalisch weder der große Wurf noch grottenschlecht. Gut, das Ding ist vielleicht ein wenig albern, aber das macht die solide Einspielung und die handwerklich ordentliche Komposition, die keinerlei Überraschungen anzubieten hat, wieder wett. Das diese Single, wie der Autor schreibt „rückblickend als eine der Besten der Psychedelic Ära gefeiert“ wird, kann ich nun so nicht nachvollziehen – aber hier bilde sich bitte jeder sein eigenes Urteil.

Verrückt, oder? Mehr oder weniger durch die Blume wird dem Musikfreund geraten, doch das „schwarze Gold“ als Renditeobjekt zu betrachten. Wo Rendite, da auch Spekulation: „Spekulanten setzen auf Independent-Bands, die nur Auflagen von wenigen hundert Stück haben“ (Quelle). Ob sich jene, die sich die teuersten Platten kaufen, auch die schönen und hörenswerten Stücke zuhause haben, daran hege ich allerdings ernsthafte Zweifel. Und: Von gefälschten Raritäten aus Osteuropa oder Südostasien wird unter der Hand immer wieder berichtet. Aber vielleicht etabliert sich ja auch für diese Fakes ein Sammlermarkt.

Immer Ärger mit dem gelben Sack.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da haben wir mit den gelben Säcken, die dem Dualen System Deutschland seit jeher zur Müllsammlung dienen, ganze Umzüge abgewickelt. Das geht heute nicht mehr, inzwischen sind die Folien, die für die Herstellung des Sackes verwendet werden, so dünn und lumpig, dass das Material selbst bei halber, ordnungsgemäßer Beladung zum Reißen neigt.

Und damit beginnt auch schon der Ärger: Wenn in der Stadt weit vor dem Abholtermin die „Wertstoffsäcke“ auf die Straße gestellt werden, damit die mit voluminösem Verpackungsmüll gefüllten Dinger endlich aus der Wohnung sind, verteilt sich dieser Müll schnell auf den Straßen. Wind und Wetter zerren an der lausig schlechten Sackfolie, Kinder kicken die Säcke (die im Gegensatz zu einem Fußball den Kick eben nicht abkönnen) und Ratten und andere Pestilenzen haben auf der Suche nach Nahrung mit den gelben Säcken leichts Spiel.

Der herumfliegende Müll ist nicht nur den Anwohnern ein Dorn im Auge, auch die Stadt hat damit ihre liebe Not, denn schließlich muss sich die Straßenreinigung um den umherfliegenden Müll kümmern, die Gewinne aus Recycling und Verkauf des Mülls wandern freilich in die Taschen privater Dienstleister (und das System ist duch die Lizenzabgabe für den Grünen Punkt auf Verpackungen) finanziell sowieso gut unterfüttert. Hier sieht man auch mal wieder, wie es in unserem Gemeinwesen halt so funktioniert: Die Kosten werden der Allgemeinheit zugeschoben, die Gewinne privatisiert (zumal die Stadt den Plastikmüll gerne nutzen würde, weil er einen guten Brennwert für das Heizkraftwerk liefert).

Nun will in Nürnberg Bürgermeister Vogel eine Strafe von 50 Euro vom Vermieter derjenigen Anwesen erheben, vor denen Säcke vor dem Abend des Abholtages auf der Straße stehen. Es hat nicht lange geaduert, bis der Haus- und Grundstücksbesitzerverein protestierte – mit nicht ganz von der Hand zu weisenden Argumenten:

Zuerst einmal kann ja jeder seinen Müll vor ein beliebiges Haus stellen. Wie wollte die Stadt nachweisen, wer der wirkliche Verursacher von Müll ist? Außerden darf man sich sicher sein, das die Vermieter dann die Strafe auf die Mieter umlegen, was wiederum viele Bürger trifft, die nichts für die Verunreinigung können.

Dabei gäbe es doch recht praktikable Lösungen: In anderen Kommunen ist die Gelbe Tonne in der Fläche Standard. In ihr wird gesammelt, was auch im gelben Sack gesammelt wird, sie kann jederzeit von den Bürgern genutzt werden. Kein Müll im siffligen Sack in der Wohnung, deutlich weniger umherfliegender Müll auf den Straßen. Wenn jedes Haus eine gelbe Tonne vorhalten müsste, gäbe es zudem so viele Tonnen, dass es keinen Anrreiz gäbe, seinen Müll in fremden Tonnen zu entsorgen.

In wenigen großen Wohnanlagen gibt es bereits gelbe Tonnen, eine generelle Umstellung wäre sehr sinnvoll. Und: Das Problem und die Diskussion um die Tonne besteht schon lange, wie dieser Artikel der Nürnberger Zeitung aus dem Jahr 2008 beweist.

Darum: Her mit der Tonne – das klappt beim Hausmüll und Papiermüll seit Jahrzehten hervorragend. Wichtiger aber wäre noch eine breit geführte gesellschaftliche Debatte, ob es denn die gelben Säcke und das Duale System überhaupt noch braucht – es gibt viele ernstzunehmende Stimmen, die dieses System mit guten Argumenten generell in Frage stellen.

Wochenrückblick KW 26 und 27/2017.

Ein paar News aus den vergangenen zwei Wochen (Ihr kennt das ja: Alles, was aus Zeitgründen keinen eigenen Post bekommen hat und die interessanten Links der jünsten Vergangenheit fliegen in dieses Sammelposting):

  • Ich warte ja recht sehnsüchtig auf das Release des Blueboo R1. Klar, das Ding wird definitiv keinen Schönheitspreis gewinnen, aber es verfügt (neben der „Panzerung“, die mir herzlich wurscht wäre) über einen im Verhältnis recht üppig dimensionierten Akku und eine wohl auch anständige Kamera, beides ein „must“ bei einem neuen Telefon. Wie gesagt: Wenn die Ausstattung so umgesetzt wird, wie teltarif das announced, würde ich mir das Teil kaufen und mein mittlerweile im Auseinanderfallen begriffenes Z2 (das auch schon eine sehr brauchbare Kamera hat) aussondern. Aber ich habe das Teil, mit dessen Verkaufsstart dieser Tage ja allenthalben gerechnet wird, noch nirgends gesehen. Ich warte über Monate auf ein Telefon. Sowasist mir seit vielen Jahren nicht mehr passiert…
  • Fick! Fick! Fick! Das ich hier ein neues Template habe, ist Euch ja sicher aufgefallen. Und dass dieses Blog seit vielen Jahren existiert, brauche ich auch nicht zu erwähnen. Früher aber verwendete man zum Einbetten von Youtube- und anderen Videos Flash. Und das kann das neue Design halt nicht. Nun muss ich alle alten Flash-Embeds durch iFrame-Embeds ersetzen. Jedes. Einzelne. Verschissene. Video. Händisch. Sorry, Leute, sowas kann echt dauern. Ich versuche mein Bestes, aber bei aktuell 977 Beiträgen ist das echt eine Herausforderung. Ob ich alle Posts finde, kann ich nicht versprechen. Daher meine Bitte: Wenn ihr ein Post findet, bei dem ganz offensichtlich das Video fehlt, lasst bitte einen Kommentar da! Dann sehe ich das und kann das sofort fixen. Such a fuck.
  • Die meißten Videos müsste ich mittlerweile erwischt und umgestellt haben. Eine elende „Fleißarbeit“, aber es war schon auch lustig, mal wieder zu sehen, was ich über die Jahre so verbrochen habe. Etliches wurde aber leider mit der Zeit „depubliziert“ und war – zumindest auf die Schnelle – nicht mehr anderweitig auffindbar. Wenn ihr was findet, was habt, Hinweise geben wollt – die Kommentarfunktion steht Euch jeder Zeit zur Verfügung 😉
  • Zum Tod von Pierre Henry habe ich ein paar Zeilen verloren, wer sich selbst einen Eindruck dieses wohl ersten/initialen Werks der musique concrète machen möchte, der kann die Symphonie pour un homme seul bei vimeo anhören.
  • Man sollte halt den neoliberalen Pöbel nicht an Twitter heranlassen. Otherwise the shit hits the fan.
  • Office 365 wird zur Business-Stasi aufgebohrt.
  • Ich bin vom Thema Nokia mittlerweile zu weit weg, um beurteilen zu können, was deren Kameras zu leisten vermögen (früher waren die Kameras bei Nokia ja eher so durchschnittlich), aber spannend finde ich die Kooperation zwischen Zeiss und Nokia auf jeden Fall. Erholen die Finnen sich gerade wieder oder ist das ein letztes Aufbäumen, bevor es dahin geht? Auf jeden Fall kommt heute ja kaum ein Smartphone-Hersteller ohne Kooperation mit einer Traditionsfotomarke aus: Bei Huawei ist das Leica, bei den Motos gibt es eine Clip-On-Hasselblad, ich warte auf das erste Linhoff-Handy oder Voigtländer-Optik am iPhone. Camera-Braun aus Nürnberg hat meines Wissens auch noch keinen Smartphone-Deal 😉
  • Aber wenn sich herausstellen sollte, dass innerhalb dieses schwarzen Blocks wieder verdeckte Ermittler anwesend waren oder darin sogar eine aktive Rolle gespielt haben – dann wird der Aufschrei nicht lange auf sich warten lassen. Das wäre ein absoluter GAU für unseren Rechtsstaat. sagt Rechtsanwalt Udo Vetter im taz-Interview zu den Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg. Das Tragische: Angesichts der Sinnlosigkeit dieser Gewalt bin ich mitunter geneigt, das zu glauben. Mich wunderte bei den kurzen Videoclips, die via Fratzbuch und Twitter geteilt wurden sowieso, warum da immer nur Klein- und Mittelklassewagen angezündet wurden. Kann aber natürlich auch locker sein, dass die Schwarzblockler alle eine fette Macke haben.
  • Vorratsdaten und Funkzellenabfrage gegen Einbrecher. Da hilft nur noch Hubschraubereinsatz!
  • Von Tempo 10 auf Tempo 20 – ein im besten Wortsinne echter Schildbürgerstreich.
  • Und zu guter Letzt: Ich hoffe ja sehr auf Abkühlung. Gerade die eng bebauten Gebiete Nürnbergs (und das sind mittlerweile ja nahezu alle Innenstadtbereiche) heizen sich auf wie blöd, es weht kein Lüftchen. Zunehmend werden die Sommer immer extremer, die Nächte tropischer. Selbst Sonnenfreunden geht die Lebensqualität abhanden. Da leugne noch mal jemand den Klimawandel.
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