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Einfache Textmaschine zum Budget-Preis: SE Txt Pro.

Ein Querformat – Touch – Slider mit vollwertiger QWERTZ-Tastatur ist schon was Feines, das wissen die Besitzer von Handys wie dem E7 zu schätzen. Allerdings waren diese Geräte auch immer teurer als das Standardtelefon. Jetzt kommt Sony Ericsson (lange nichts mehr von denen gehört) mit einem Telefon um die Ecke, dass Touchscreen, Slider und QWERTZ-Tastatur verbindet und zudem ein realistisches Preisschild trägt: Um die 130 Euro soll das Teil kosten . Klar, dass man da Abstriche machen muss, die Idee aber überzeugt.

Das Handy ist als Textmaschine konzipiert und soll besonders eine jugendliche Käuferschicht ansprechen. Mit dem SE-eigenen Betriebssystem werden Clients für Facebook, twitter und Google Talk angeboten – außerdem gibts einen Mailclient und einen eigens entwickelten Browser. Natürlich ist ein MP3-Player und ein UKW-Radio mit an Bord und eben – als echtes Feature die QWERTZ-Tastatur.

400×240 Pixel werden aus Display gepackt – so richtig zeitgemäß ist das zwar nicht, bedenkt man aber, dass der Bildschirm eh nur 7,62 cm groß sein soll (3 inches), kann das aus Ergonomiegründen durchaus sinnvoll sein.

Von der Konnektivität her ist fast alles im grünen Bereich: WiFi ist ein Feature, Bluetooth mit Stereoprofil ebenfalls sinnvoll, ins Netz connectet das Txt Pro allerdings höchstens mit EDGE – UMTS soll ausdrücklich nicht gehen, was ein echtes Manko darstellt.

Fazit: Der Komfort einer echten QWWERTZ-Tastatur ist durch kein Touchdisplay mit entsprechender Software-Tastatur zu ersetzen. Dass man bei SE nun eine Textmaschine für Kids in den Ring wirft, die ein ähnliches Kundenprofil ansprechen dürfte, wie seinerzeit die ogos, ist auch gut. Lediglich das Fehlen von UMTS gibt es zu bemängeln, der Preis des Telefons allerdings ist super.

Ob die Kids das Telefon wirklich wollen, bleibt abzuwarten – aber auch etwas ältere Semester, die viele Mails versenden, könnten mit dem Txt Pro zum Budgetpreis ihre Freude haben. Gerade hier spielt ein uneingeschränkter Multimediazugriff und damit das Fehlen von UMTS oft nicht die entscheidende Rolle.

Soll demnächst herauskommen, wann genau, konnte ich nicht ausfindig machen – ich berichte aber.

Weitere Infos gibt es auf der SE-Webseite.

Social Media und OE

Der folgende Artikel wurde am 25. Mai 2011 auf www.smm-blog.de veröffentlicht.

Es mag ein wenig hoch aufgehängt klingen und dennoch eröffnet gerade die OE wesentliche Perspektiven beim roll-out eines Social Media-Engagements im Unternehmen. Warum? Weil Social Media mehr ist als der verlängerte Arm des Marketings oder ein weiterer medialer Kanal, der von der Unternehmenskommunikation beschickt werden möchte.

Zuerst einmal möchte ich den Blick auf die Innenwirkung von Social Media in Unternehmen richten. Wird ein Facebook-Account neu aufgesetzt oder beginnt das Management zu twittern, wird davon auch innerhalb des Unternehmens Notiz genommen. Und mehr als das – nicht allein nüchterne Nachrichten, sondern auch Gefühle werden transportiert. Und: Im Idealfall stimmen diese mit der „gefühlten“ Wirklichkeit im Unternehmen überein. Social Media transportiert – vielleicht ohne es zu wollen – ein Feeling über die Unternehmenskultur nach Außen – und nach Innen. Dumm wird es nur, wenn die gefühlte Wirklichkeit der Mitarbeiter mit der nach außen transportierten Kultur nicht so recht übereinstimmen will: Divergiert der kommunizierte Wert und die „Realität“ zu stark auseinander, werden diese Unstimmigkeiten sehr sensibel von der Belegschaft registriert, Mechanismen, die der kognitiven Dissonanz sehr ähneln, beginnen in Gang zu kommen. Kommt es zu einer Häufung nicht oder wenig kongruenter Wahrnehmungewn über das via Social Media vermittelte Bild und den Widerhall der eigenen erlebten Arbeitssituation, stehen sogar Reaktanzreaktionen zu befürchrten. Im schlimmsten Falle „wehren“ sich die Mitarbeiter – mehr oder weniger offfen – in sozialen Netzwerken – noch nicht einmal, um dieses nach außen getragene Bild, dass sie als Zerrbild erleben, zu korrigieren sondern um eine „innere Harmonie“ wiederherzustellen.

Man mag mir an dieser Stelle nicht ganz zu Unrecht vorhalten, dass die Betrachtung der Kongruenz in der Psychologie auf ein intrapersonelles Missverhältnis verbaler und nonverbaler Kommunikation abziehlt – dieses Entleihen des Begriffs im Kontext von Social Media scheint mir aber besonders hier deshalb schlüssig, weil die gemeinsame Grundlage im Erleben von Spannung liegt. Ob sich nun ein Mensch in seiner Kommunikation inkongruent verhält, oder ob dieser Mensch als Teil einer Organisation zwischen der Wahrnehmung des eigenen Arbeitsalltags und der nach außen kommunizierten Kultur Spannungen erlebt, ist dann anders zu bewerten, wenn man von einer psychologischen Warte auf das Individuum blickt. Wechselt man die Perspektive und betrachtet die Organisation als das Individuum, ist die Analogie zum Modell der Kongruenz bzw. Inkongruenz, wie es in der Psychologie verstanden wird, hergestellt. Und hier sind wir wieder bei der OE (und das bei der Betrachtung der Innenwirkung längst auch die Außenwirkung immer „mittriggert“, ist Ihnen sicher aufgefallen).

Nun könnte man natürlich an dieser Stelle einwerfen, dass ein Allheilmittel und damit ein Antidot zur Inkongruenz seit Langem bekannt ist: Die Authentizität. Doch – wenden wir den Blick von der Organisation wieder hin zum Individuum, so wissen wir, dass dieses ohnehin schon schwer zu lebende „Allheilmittel“ immer weniger Griff bekommt – schon allein aus dem Grund, dass die „Realität“ von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich erlebt wird – common sense.

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Arte-Doku: Schwarze Kassen.

Wenn das heutige TV-Programm mal wieder nicht viel hergibt, kann man den Fernsehabend auch gerne ins Internet verlegen: Die Arte-Doku „Schwarze Kassen“, die am 1. Juni ausgestrahlt wurde und nun natürlich aus deren Mediathek geflogen ist, gibts nämlich auf YouTube.

Worum geht es?

Die Autoren erzählen eine Geschichte, die 1945 in den Trümmern von Berlin beginnt. Sie erzählen von Nazi-Agenten, die in die Schweiz transferierte Geldsummen nach Deutschland zurückgeholt haben und damit die Kassen der neu gegründeten CDU füllen. Und eine heimliche Parteienfinanzierung über Rüstungsgeschäfte der Bundeswehr schließt sich dann an. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss konnte die gesamte Geschichte nicht aufdecken. (Quelle)

Ein absolut sehenswerter Film, der einem die Augen öffnetüber die Geschichte der CDU, Konrad Adenauer… Und – wen nimmt es Wunder – FJS (auch wenn er nur „am Rande“ vorkommt) hatte natürlich auch wieder seine dreckigen Finger mit im Spiel…

Und hier noch ein „Mirror“, wenn die eingebettete Doku mal wieder urplötzlich verschwunden ist…

Update 2. Juli 2017: Leider ist sowohl das Video depubliziert, als auch das „Mirror-Blog“ down 🙁

Kleiner Abgesang auf palm.

Ihr wisst: Ich nutze, allen „fortschrittlichen“ Handyintegrationen trotzend, immer noch PalmOS auf einem nun schon deutlich angestaubten aber dennoch ganz hervorragenden T3 – und das mit großer Freude. Dumm ist nur, dass mit den sich immer weiter entwickelnden Betriebssystemen der gute alte Palm Desktop schön langsam nicht mehr mithalten kann:

Es gibt derzeit noch zwei herunterladbare Releases des Palm Desktops: Zum einen eine Version 4.irgendwas, die Systeme bis Win XP supported und die meiner bescheidenen Meinung nach die beste Version ever ist. Und dann noch die ACCESS-Powered-Version 6.x, hier wurde insbesondere die Kalenderfunktion um ein wichtiges Feature* beschnitten, dafür ist diese Version mit den Palm OS-Mobiltelefonen kompatibel. Soll wohl auch unter Vista gehen, Palm hp garantiert aber nicht dafür…

Für das aktuelle Mac OS ist die Sache noch etwas komplizierter: Es gibt für OS X eine Version 4.2.1 von palmOne – die ist aber noch für die PPC-Architektur gemacht (rock solid!) und wenn man die nun auf einem heute gebräuchlichen Intel-Mac rennen lassen will, kommt man um Rosetta icht herum – und ein wenig 90s schaut die auch schon aus.

Eigentlich wurst, weil es am Mac ja läuft und auf Arbeit unter XP ja auch, das soll mich also nicht stören – nur: hp hat den Support für palmOS komplett eingestellt und lässt die alten Palm-Kunden nun richtig spüren, wer der neue Herr im Haus ist.

Folgendes Problem überraschte mich dereinst: Ich habe an einem XP-Rechner mit SP3 und allen Aktualisierungen den Palm immer brav und ohne Stress mit dem Desktop gesynct – nur dann musste ich mal eine Kodak Zi8-Kamera a USB-Port anklemmen und seither geht nix mehr. Die Registry ist gecleaned, neue USB-Treiber drauf, die Palm-Software wurde neu eingespielt – aber: Es synct nicht. Nun, as tut man in so einem Fall? Man ruft beim Support an und fragt da mal nach. Früher war der Palm-Support in Frankfurt auch ganz prima, die waren alle fit und hatten immer eine Lösung – auch für komplexe Hardwarefails und auch unaverage customers mit sehr speziellen Supportanfragen beantwortete der Helpdesk schnell und kompetent. Und heute?

Ich kann den Hotlinemitarbeitern ja abspüren, dass sie mir gerne helfen würden, aber man lässt mir zwischen den Zeilen keinen Interpretationsspielraum, dass man mir nicht helfen darf!

„Der Support für Palm OS ist eingestellt – bitte informieren Sie sich online im Forum oder der Knowledge-Base.“ lautet deren auf jede gestellte Frage lapidar erwiderte Antwort. Dumm nur, dass die Palm OS – Knowledge-Base ziemlich grottig ist und keinen Support für USB in Verbindung mit SP3 zur Verfügung stellt.

Man darf icht vergessen, dass vor Zwei Jahren noch mit dem Centro ein palmOS-Telefon verkauft wurde, das waren zwar 2009 nurmehr noch Restbestände, nichts desto trotz gingen die hier ganz offiziell über den Ladentisch. Die letzten Palm-Watches waren 2007, genauso wie die LifeDrives, die sie ja auch nur kurz im Programm hatten. Und nun tun die so, als wäre das alles nix gewesen, tschüss lieber Kunde und auf Nimmerwiedersehen!

Es beißt schon ein wenig: Handspring und dann Palm waren Business-Premiumanbieter, die ihre Kunden nicht im Regen stehen ließen und ausgereifte Produkte mit hervorragendem Service anboten. Und so erwarb man sich eine hervorragende Reputation und verkaufte millionenfach Handhelds und Telefone.

Diese Zeiten – das einzusehen fällt schwer – sind nun vorbei. Das innovative pre, seinerzeit der iPhone-Killer hin, neue Tablets her.

Dabei ist das Problem hausgemacht: Seinerzeit wurde die USB-Verbindung vom Handheld zum Rechner nicht von Grund auf neu aufgezogen sondern von RS232 auf USB umgehoben – gute zehn Jahre später rächt sich das. Was nur halb so schlimm wäre, wenn es weiterhin Support (und ggf. auch geeignete Treiber) gäbe.

So sind nun die Palm OS-Gerät zu echten Auslaufmodell geworden. Mit jedem neue Betriebssystem-Release wir für den Nutzer unwahrscheinlicher, sein Gerät sinnvoll weiterbetreiben zu können. Die Online-Update-Funktion ist ebenfalls eingestellt – das Update zeigt ins leere, viele Supportseiten sind auf der hp-Site 404.

Mein Problem wird sich wohl nur durch eine XP-Neuinstallation lösen lassen. Das mag noch ein bis zwei Jahre gut gehen, dann gehören die Palm OS-Geräte wohl zum Elektroschrott. Das ist jammerschade, denn selbst neue PIM-Lösungen erreichen kaum bzw. gar nicht das Niveau von Handheld und Desktop.

——

*die Funktion, mit der man Kalendereinträge kategorisieren und farblich markieren kann, fallen bei der ACCESS-powered-Version voll unter den Tisch – das ist echt beknackt!

openbusinessradio.

Bastelei, Bastelei. Mein derzeit neuestes (und durchaus zeitliche Ressourcen bindendes) Projekt:

Ja, ich mach mal wieder was mit Webradio. Nach WebradioNürnberg (RIP) und loungepalais (RIP) nun also openbusinessradio – diesmal mit einem deutlich höheren Wortanteil (der für die Abend- und Nachtstunden geplant ist) und handselektierter Creative-Commons-Mucke.

Das ganze Ding ist zwar noch deutlich beta – aber der Stream funktioniert schon mal und die Webseite steht auch – Ihr könnt also schon mal reinhören.

Hier: openbusinessradio.de!

Orgie.

Für alle Trottel: Der hier war Satire.

Btw.: Trinkspiel, Salz durch die Nase, schon recht. Schlimmer kann man sein Image übrigens nicht kaputtmachen.

Office geschenkt.

Eine der besten Office-Suiten  – in meinen Augen besser als MS-Office – kommt aus Nürnberg: Das SoftMaker Office ist nicht nur eine ernstzunehmende Konkurrenz zum Redmonder Platzhirschen sondern rennt auch noch ganz herlich, weil es recht leichtgewichtig geschrieben ist. Was auch recht nett ist: Das SoftMaker Office ist von der Kompatibilität zu MS-Produkten her gesehen recht ordentlich.

Die aktuelle Version trägt den Namen „2010“, die Vorgängerversion „2008“ bekommt man nun geschenkt. Richtig gelesen: Geschenkt.

Man muss den Downloadlink zwar mit seiner Mailadresse anfordern – aber hey – es gibt ein kosteloses Office mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware zum Nulltarif (und zur dauerhaften Nutzung).

Wenn man dann tatsächlich interessiert ist, auf das aktuelle SoftMaker Office 2010 umzusteigen, gibts auch noch einen satten Rabatt. Während die aktuelle 2010er Version zum regulären Preis von 70,– Euro erhältlich ist, kostet das Upgrade vom (kostenlosen) 2008 auf 2010 30,– Euro.

Und hier gibt es das Gratis-Office.

Audio-Streaming 1.0 – das ELENCO Transmitter-Kit

Seitdem nicht-grundstücksüberschreitende Funk-Aussendungen im UKW-Band mit einer Sendeleistung von weniger als 50nW legal sind, bieten diese eine hervorragende Möglichkeit, beliebiges Audiomaterial vermittels kleiner Transmitter auszusenden und mit jedem gewöhnlichen Radio mit Antenne zu empfangen. So kann man ein Sat-Radioprogramm auch in Küche, Bad oder am Radiowecker hören, das gleiche gilt auch für die eigenen mp3-Playlists und das alles, ohne sich mit UPnP herumärgern zu müssen oder nochmal irgendwo einen IP-Empfänger oder Aktivboxen aufstellen zu müssen. Die Krux ist nur, dass die hierzulande erhältlichen Transmitterchen eher Rauschgeneratoren sind, denn ernsthalte Musiküberträger. Das ist – entgegen landläufigem Glauben – noch nicht einmal der geringen Sendeleistung geschuldet sondern eher dem Umstand, dass diesen kleinen im Elektromarkt erhältlichen Gerätchen zumeist eine richtige Antenne fehlt und die eingesetzten Operationsverstärker auch eher der Kategorie „grottig“ entstammen.

Wer nun eine Kreditkarte sein Eigen nennt und zudem Löten kann, der findet bei ELENCO – einem US-Vertrieb für Elektronikbausätze Abhilfe: Mit dem FM-10CK wird ein UKW-Transmitterbausatz vertrieben, der vorgenannten Problemen ein Ende bereiten dürfte. Leider lässt die etwas altbackene Seite keine präzise Verlinkung zu – und dann auch noch Frames!! – aber Ihr findet das.

Quelle: ELENCO Händler-/Presseinfo

Erst mal das Rechtliche: Wer das Ding klickt (ich glaube, das kostet aus den USA etwas über 20 Dollar Versand), der muss beim Aufbau schon sicherstellen, dass die Sendeleistung passt. Dann ist die Zeitkostante der Emphase auf 50 µs zu wählen (das geht hier out of the Box, default ist meines Wissens 75 µs – ist ja ein Ammigerät). Nun braucht man noch einen Adapter für den Antennenausgang (Pfennigartikel), der ist ja auch Ammilike als F-Buchse ausgeführt) und dann kann man das Ding entweder mit einem E-Block oder einem separaten Netzteil – einem entstörten, wohlgemerkt – mit 15 Volt Gleichstrom versorgen und schon geht es los. Das alles darf aber nicht verpeilt werden, da sonst der Betrieb in Deutschland nicht zulässig ist!

So ein Bausatz kostet knappe 70 Dollar – das ist in der Regel selbst mit den 20 Dollar Versand ein guter Tarif, denn hierzulande werden öhnliche Kits, allerdings ohne Gehäuse, um die hundert Euro gehandelt.

Sehr geil, dass sowas (zumindest halbfertig) habbar ist – zwar gibt es bei eBay immer mal wieder sehr chice out-of-the-box Sender, die komplett durchstimmbar sind und neben BNC-Antennensteckern auch mit einem gescheiten Display aufwartet, aber wenn man sich sowas in die Wohnstube stellt, hat man mit Sicherheit recht fix die Post BNetzA im Nacken.

Das Chromebook rentiert sich nicht.

Google will den „mobile computing“ – Markt aufrollen und launcht Mitte nächsten Monats zwei kleine Notebooks von acer und Samsung, die auf den Namen chromebook hören – und mit einem Google-eigenen Betriebssystem aufwarten.

Zwei Besonderheiten, die ich vorab nennen will, weisen die Chromebooks auf:

1. Man muss die Dinger leasen, es gibt hierbei unterschiedliche Preismodelle

2. Wenn man mit seinem Chromebook gerade keine Internetverbindung hat, dann funktioniert es nicht.

Derzeit kann man sich auf eine Interessentenliste für Subscriber setzen lassen, und da ich für einen großen Bildungsträger arbeite, habe ich das gleich einmal für den Bereich „Education“ gemacht. Wenn man im Businessumfeld ein Chromebook leasen will, muss man erst einmal zehn Stück leasen – auf eine Dauer von drei Jahren. Und dann hat man die Wahl zwischen einem kleineren acer-Notebook und einem etwas größeren Samsung-Gerät:

So sieht die Tabelle für den Bezug in Europa im Bereich Education aus, die ich von Google bekommen habe. Jetzt einmal den Taschenrechner gezückt: Auf drei Jahre kostet das etwas besser ausgestattete Samsung-Modell ohne 3G-Option (d.h. ich bin auf WLAN angewiesen, weil ohne Netz tut das Ding ja nicht) 828,– Euro. Etwaige Versandpreise, weitere Abonnements, Datenkosten via Mobilfunk oder die Kaufpreise von Apps sind da nicht mit reingerechtnet.

Bedenkt man, dass ein ähnlich ausgestattetes Netbook um die 350 bis 400 Euro kostet (hier habe ich immerhin zwei Jahre Garantie, viele Händler bieten optional Garantieerweiterungen an), ein mehr als bescheidenes Preis-Leistungsverhältnis.

Auf einem Chromebook bekomme ich auch meine eigene Software nicht installiert – schon gar nichts anderes als den Chrome-Browser. In der Google-eigenen FAQ wird auf die Frage „Can I install any browser other than Chrome?“ lapidar geantwortet:

No. It’s not possible to install or run any other browser on a Chromebook, because you can’t run client software on it. The Chrome operating system runs Chrome only.

Na Glückwunsch. Da bin ich ja gar nicht eingeschränkt. Eigene Software, eigene Clients installieren? – Fehlanzeige:

No. Chromebooks only run a browser, so they cannot run any other client software.

Das ist schon gescheit gruselig.

Natürlich ist ein Leasingmodell für ein Notebook schon interessant – Google verspricht, dass man ein neues Chromebook bekommt, wenn das alte kaputt gehen sollte – aber dafür muss ich nichts leasen sondern nur ein Notebook eines Herstellers kaufen, der drei Jahre Garantie gibt oder ein Garantieverlängerung dazukaufen. Und damit fahre ich billiger. Und freier, denn eigene, vielleicht speziell für meine Bedürfnisse entwickelte Software wird nativ nicht auf dem Chromebook laufen und wenn ich in einem Funkloch sitze und kein WLAN habem kann ich nicht mit meinem Laptop arbeiten – das ist Bullshit!

Und im Ausland – soll ich mir da eine SIM-Karte mit Datenoption kaufen, wenn ich nicht in den Roamingkosten ersticken will? Oder darf ich Googles Ansicht nach nur dann arbeiten, wenn ich irgendwo ein offenes WLAN finde? Das ist doch nix…

Abgesehen von der Tatsache, dass ich alle Daten, die ich speichern möchte, in Googles Cloud geben muss, was ich nicht will.

Ich habe mich schon über den iPad-Hype gewundert – aber vielleicht gelingt es Google ja tatsächlich, einen Computer zu verkaufen verleasen, der ohne Netz wertlos ist und nur einen Browser hat. Für über 800,– Euro auf drei Jahre… m(.

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