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Zwischenstand Winterdienst Nürnberg

Nachdem sich in Kommentaren und einigen Mails zu meinem Post über den vom Eigenbetrieb der Stadt Nürnberg, SÖR, durchgeführten Wintersdienst in den letzten Stunden Anfragen, Beschwerden und kritische Kommentare gehäuft haben, stellte ich heute morgen einige Fragen an den SÖR. Ich bin gespannt, ob und was man mir antworten wird und halte Euch auf dem Laufenden!

Update: Per Mail erreichte mich gerade folgender Link der NN – hier steht das mit dem knappen Streusalz…

Sherlock Holmes

Sherlock Holmes, der Urvater der Meisterdetektive und sein getreuer Gefährte, Dr. Watson sind wiederkehrende Begleiter eines jeden Krimifans. Und so hat es Thorsten, Markus und mich heute ins Kino gezogen zu Guy Ritchies „Sherlock Holmes„-Verfilmung. Viel hatte ich eigentlich nicht erwartet, aber es gab viel zu sehe n – und ich bin begeistert.

In den Sherlock Holms-Filmen der 50er Jahre war der dort gezeigte Detektiv immer etwas überheblich, aristokratisch und sehr bräsig. Im Jahr 2010 ist er das nicht mehr – er ist topfit, verschmitzt, unverspannt und hat einen richtig liebenswerten proletarischen Charme. Sonst aber ist der Krimi sehr klassisch fotografiert – was ihm sehr sehr gut tut!

Holmes und Watson stellen den Ritualmörder Lord Blackwood und bringen ihn so an den Strang. Dumm nur, dass Blackwood zum einen wieder aufersteht, weitermordet und auch die Weltherrschaft an sich zu reißen sucht. Das muss natürlich verhindert werden und hier dürfen sich Holmes und Watson der Hilfe des befreundeten Inspector Lestrade und seiner ehemaligen Kontrahentin, der kriminellen wie faszinierenden Irene Adler.

Es ist ein wirklich schöner, gut gemachter Krimi mit wunderbarer Kulisse. Man muss sich allerdings daran gewöhnen, dass Sherlock Holmes hier nicht nur eine Denkmaschine und Dein Detektiv sondern auch ein Actionheld ist. Das fand ich im ersten Moment etwas komisch, man gewöhnt sich aber daran (etliches der Actionszenen wird in Zeitlupe dargestellt – das sind sehr nette Effekte).

Wir haben den Film heute digital gesehen und von der Laufruhe des Bildes und der Klarheit war ich – soweit ich das beurteilen kann – begeistert.

Der große Vanillemilch-Test

Ich mag Vanillemilch. Sie schmeckt nicht so langweilig wie Kakao, nicht so künstlich wie Erdbeermilch und ist süffiger als H/Frischmilch. Nun ist also die Zeit gekommen, dass ich die Ergebnisse meines kleinen, nichtwissenschaftlichen Vanillemilchtest dem interessierten Fachpublikum zur Verfügung stelle. Here we go!

EDEKA Mibell – Milchdrink Vanilla: Im klassischen 500ml-Becher kommt die preisgünstige Vanillemilch von EDEKA. Sie schäumt beim Schütteln nur leicht, der Schaum ist angenehm, aber nicht von langer Dauer. Diese Milch ist sehr süffig, hat eine gute Vanillenote, ist quasi nicht künstlich, verrät aber deutlich den verwendeten Traubenzucker. Die Konsistenz ist angenehm. Diese Komposition mag ich sehr gerne. 4 von 5 erreichbaren Punkten.

Müller – Müllermilch „DieLeichte“ Vanilla: Die erste getestete Vanillemilch aus dem Hause Müller kommt als kalorienreduzierte Variante. Das rächt sich: Die Milch schmeckt ausnahmslos künstlich, riecht nicht gut und ist recht „schleimig“. Sie ist zu süß, diese Süße scheint künstlich zu sein. Trotz reduzierter Kalorien ist dieses Produkt „Hüftgold“. Aufgrund des schlechten Geschmacks ist es kein Kompromiss, dieses Produkt wegen vermeintlich weniger Kalorien zu kaufen. Praktisch ist die wiederverschließbare Flasche: Eingerissene Becherdeckel und in der Einkaufstüte umherschwimmende Vanillemilch gehören der Vergangenheit an. Allerdings bietet die Flasche der verhältnismäßig teuren Milch nur 400ml Getränk.  1 von 5 erreichbaren Punkten.

Bärenmarke – Der alpenfrische Schüttel-Shake Vanille: Die teuerste Vanillemilch im Test. Die Milch schmeckt nach Milch, das Vanillearoma ist sehr fein und unaufdringlich, sie ist nicht zu süß und riecht sehr gut. Der Geschmack ist sehr ausgewogen und rund. Sie ist wenig wuchtig und schmeckt frisch. Beim Schütteln erhält die Milch einen feinen und beständigen Schaum. Das beste und auch teuerste Produkt im Test. Die Verpackung ist zweckmäßig, aber nicht so praktisch wie bei Müller. Die Plastik“flasche“ muss aufgerissen werden und hält nach dem Zuschrauben nicht ganz dicht. 5 von 5 erreichbaren Punkten.

Müller – Müllermilch Vanilla: Die zweite Müllermilch im Test, diesmal nicht als kalorienreduziertes Getränk (und vielleicht deshalb auch geringfügig besser). Die Milch ist nicht ganz so schleimig wie „DieLeichte“, gefällt von der Konsistenz aber dennoch nicht, denn sie ist recht dick. Das Aroma ist künstlich. Sie riecht auch künstlich. Wieder sehr praktisch: Die Flasche mit leider nur 400ml Getränk. 2 von 5 erreichbaren Punkten.

Landliebe Milch – Vanille: Die Vanillemilch von Landliebe kommt im Karton, sie ist ungekühlt haltbar, also eine H-Milch. Nichts desto trotz kann sie geschmacklich überzeugen, denn die Milch ist fein, die Konsistenz weder zu dünn noch zu wuchtig, das Vanillearoma ist fein und rund, auch die Süße passt. Durch den Strohhalm hat man vom durch Schütteln entstehenden Schaum nicht viel. Gekühlt ist sie wirklich fein. Der Milchkarton mit mitgelieferten Strohhalm ist praktisch. 4 von 5 erreichbaren Punkten.

EDEKA Mibell – Milchdrink Vanillegeschmack: EDEKA hat noch eine günstige Vanillemilch im Angebot, diesmal in der H-Variante. Hier werden drei kleine Trinkpäckchen in Folie geliefert, also eine Vanillemilch für die Aktentasche. Sie unterscheidet sich geschmacklich vom Becherprodukt: Die Note von Traubenzucker ist für mich gar nicht mehr schmeckbar. Die Konsistenz ist gut, das Getränk schmeckt nach guter Milch und die Süße ist angenehm. Kalt getrunken schmeckt der Milchdrink, allerdings nicht ganz so gut, wie die Milch im Becher von EDEKA. 3 von 5 erreichbaren Punkten.

Außer Konkurrenz: Drink Soja – Bio Vanille: Außer Konkurrenz läuft dieses Vanillegetränk, weil es sich ja nicht um Kuhmilch handelt sondern um ein Sojagetränk. dementsprechend schmeckt die „Milch“ wässriger. Aber dennoch sehr gut: Die Milch ist frisch und leicht, die Kombination der Vanille, des Grundgeschmacks von Soja und der leichten, natürlichen Süße ist sehr lecker. Sojavanillemilch im Tetrapack ist haltbar, man muss sie gut schütteln und kalt trinken. Sie ist eine echte Alternative für alle, die keine Kuhmilch vertragen.

Eine Taube legte die U-Bahn lahm

Am Montag klebte der VAG ja das Pech am Schuh, so habe ich das noch nie erlebt. Nun, langsam, erfährt man auch wie kaputt das neue System ist und woran es scheitert. Und obwohl ich selbst im Zug festsaß, konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen.

Der wirkliche Brüller:

Auslöser am Vormittag war offenkundig eine Taube, die vor einem anfahrenden Zug aufflatterte und vom Sicherungssystem fälschlicherweise wie ein größeres Lebewesen eingestuft wurde. (Nürnberger Nachrichten)

Eine Taube! Bwahaha! Das muss ja ein Kawenzmann gewesen sein! Wäre das hier die Zeitung mit den vier großen Buchstaben, würde die Überschrift wohl lauten „Taube tötet U-Bahn“. Das ist ein toller Automatikzug. Technik, die sich von Tauben in Panik versetzen lässt, ist überflüssig…

Und dann kommt es am Nachmittag noch besser:

Weit ernster wurde es am Nachmittag: Zunächst war ein Automatikzug am Hauptbahnhof hängengeblieben. Ursache: Die sogenannte Türspaltüberwachung streikte. (Nürnberger Nachrichten)

Okay, auch so was kann vorkommen. Dann, so berichtet die Zeitung weiter wurde ein Fahrgast ärgerlich, zog die Notbremse im Wagen, öffnete die Tür und spazierte dann durch das Gleistunnel am Rathenauplatz davon. Dies habe die Stromversorgung unterbrochen – und die Züge standen. Und weiter schreiben die NN:

Dass die Mitarbeiter dann auch noch mit einem weiteren Zugdefekt in der Abstellanlage am Hauptbahnhof zu kämpfen hatten, fällt da schon kaum mehr ins Gewicht.

Zudem soll streckenweise noch die Lautsprecheranlage ausgefallen sein.

Also: zwei defekte Züge, eine defekte Lautsprecheranlage, ein grantiger Spaziergänger im Tunnel (den ich denen immer noch nicht ganz abkaufe – was haben denn die anderen Fahrgäste gemacht? Zugeschaut, wie einer aus den notgebremsten Zug aussteigt und im Tunnel per pedes Richtung Heimat schlappt??), eine Taube und keine Kommunikation zu den Fährgästen, geschweige denn irgendein „Krisenmanagent“. Resultat: Nix geht mehr und die VAG beherbergt über zehntausend Fahrgäste in U-Bahnhöfen und Zügen.

Was macht denn die VAG, wenn mal wirklich was richtig Schlimmes passiert?

Das ganze, hässliche Antlitz unseres so sehr mit Eigenlob beweihräucherten VAG-Nahverkehrs offenbart der folgende Fall:

Die Studentin Maya Pikowski wird seit dem 10. Dezember 2009 vermisst. Kommilitonen und Freunde haben nicht nur eine Webseite ins Leben gerufen sondern auch in der ganzen Stadt Plakate aufgehängt – auch auf dem Grund und Boden der VAG. Doch das sieht diese gar nicht gern:

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, wollten sie Zettel an den Eingang der U-Bahn und an der Bushaltestelle am Plärrer kleben. Doch nach Angaben der Studenten riss ein Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe (VAG) vor ihren Augen die Vermisstenplakate wieder ab.

und

Und an der Bushaltestelle am Plärrer wies sie ein Mitarbeiter der VAG-Betriebsaufsicht darauf hin, dass sie gerade eine Sachbeschädigung begehen würden. Das bringt Mayas Kommilitonen in Rage. «Die VAG sollte ihre im Herzen der Öffentlichkeit stehenden Flächen nicht nur der kommerziellen Nutzung urbar machen, sondern auch einem menschlichen Zweck zur Verfügung stellen. Erst recht, wenn dabei keinerlei Kosten auf sie zukommen«. (Nürnberger Nachrichten)

Wie scham­be­freit kann man eigentlich sein?

„Ich bin doch nicht blöd!“

Gnihihi. Ihr erinnert Euch bestimmt an die tolle Media Markt-Werbung zwischen den Jahren, bei der versprochen wurde, dass jeder zehnte Einkauf kostenlos ist.

Wie sollte das technisch funktionieren? Auf jedem Kassenzettel des Marktes findet sich eine aufgedruckte Nummer, deren Endziffer relevant wird, denn die Gewinnziffer wird ausgelost.

Jetzt hat es wohl etliche Leute gegeben, die bei der Lotterie ein bisschen bescheißen wollten und einfach mal zehn DVD-Recorder oder zehn Plasmafernseher gekauft haben – in der Hoffnung, dass eines der Geräte dann kostenlos sein wird. Die überzähligen Geräte wollten die Schlaumeier dann wieder zurückgeben – im Rahmen des von Media Markt eingeräumten zweiwöchigen Rückgaberechts.

Und was macht jetzt Media Markt, wenn einer kommt und neun Plasmafernseher zurückbringt? Sie geben dem Kunden einen Warengutschein – aber kein Bargeld zurück!

Bwahahahaha! Gnihihi! Bwahahahaha! Super Geniestreich! Ausgerechnet Media Markt straft die raffsüchtigen Neunmalklugen ab!! Bwahaha!! So geil ist Geiz!! (Diese Kunden ist Media Markt zwar los, aber er braucht sie auch nicht mehr, es wurde ja genug verdient an den Idioten. Und die brauchen auch keinen Media Markt mehr: Nehmen wir an, dass ein Fernseher etwa zehn Jahre funktioniert, dann haben die Schlauberger ja Fernseher für 90 Jahre auf Vorrat!)

Der Winterdienst in Nürnberg gleicht einer Katastrophe

Zwischen den Jahren haben wir es in den Nachrichten vernommen und schon jetzt zeigt sich das ganze Ausmaß der Finanzkrise für die Kommunen: Der Städtatag weist mit einem in dieser Intensität nicht gekannten Hilfeschrei darauf hin, dass die Kommunen pleite sind, die Abgaben steigen werden und der Service eingedampft wird.

Wie schnell das gehen kann, sehen wir derzeit am Winterdienst in Nürnberg, der durch den kommunalen Eigenbetrieb „Service Öffentlicher Raum“ (SÖR) vollzogen wird werden sollte. Deren Job ist es, zumindest die Nürnberger Hauptverkehrsstraßen schneefrei zu machen und zu streuen – nur wird dieser Job nicht gemacht.

Am Wochenende war festzustellen, dass selbst große Hauptstraßen nicht geräumt waren – am Freitag nicht und am Samstag auch nicht. Der Matsch verhinderte ein vernünftiges Fortkommen, es schneite, was das Zeug hielt, und niemanden hat es geschert. Heute Morgen um 8 Uhr waren weder die Äußere Bayreuther Straße noch die Klingenhofstraße noch sonst irgendwas in dieser Ecke des Nordens geräumt. Zur Hauptverkehrszeit sind Hauptverkehrsstraßen nicht geräumt!

Auf seiner Webseite wirbt der SÖR übrigens mit folgendem „Leitsatz“:

Das Ergebnis zählt. Es ist aus der Sicht des Bürgers zu denken.

Bwahahahaha! Diese Aussage ist ein wie fürs Lehrbuch geschaffenes Beispiel von Realitätsferne!

Eine Blöße gibt sich die Stadt Nürnberg aber nicht: Bus- und Tramhaltestellen sind schneefrei und ordentlich gesalzen. Denn wenn sich hier jemand den Haxen bricht, verklagt er die Stadt und gewinnt.

Ist Nürnberg finanziell wirklich schon so am Hund, dass selbst diese Basics nicht mehr funktionieren?

Mein persönlicher Jahresrückblick 2009

Der Altjahresabend (und mehr und mehr auch die Tage davor) wird landauf, landab genutzt, auf das zurückliegende Jahr zu blicken. Das ist eigentlich albern, aber nicht albern genug, dass ich es nicht auch täte. Und daher ist hier mein ganz persönlicher, individuell gefärbter und in keinem Fall vollständiger Jahresrückblick:

Januar 2009:

  • Seit Jahreswechsel sind CT1+ Funktelefone offiziell verboten. Und das, obwohl in vielen Haushalten diese äußerst strahlungsarmen Geräte vorhanden sind. Ich habe mich daher nach einigen Alternativen umgesehen
  • Das Warten auf das Palm pre beginnt. Im dritten Quartal gelangt es via o2 auch in die Hände deutscher Interessenten
  • Schwarz-Rot ist an der Macht. Und beschließt – schließlich ist ja Krise – das Konjunkturpaket. Von der Abwrackprämie spricht man zu dieser Zeit noch nicht, ähnlich unsinnig ist es aber trotzdem
  • Die Loveparade hat zwar zwanzigsten Geburtstag, wird aber dennoch abgesagt
  • RIM baut das erste Telefon, dass keiner will: Das BB Storm. Es weicht vom bisher gekannten BB-Konzept völlig ab und funktioniert nicht richtig. Auch nicht nach etlichen Updates. Vodafone greift es trotzdem dankbar auf, schließlich haben die kein iPhone

Februar 2009:

  • Das G1 – das erste Android-Handy kommt in die Läden – mit Tarifen, die wenig sexy sind
  • Die Bundesregierung diskutiert über DE-Mail. Braucht keiner. Deshalb ist es darum auch ziemlich still geworden…
  • Langsam, aber sicher werden Netbooks attraktiv. Sie befreien sich von schlechten 7-Zoll-Displays und bieten mehr Komfort. Nichts desto trotz habe ich in diesem Jahr keines gekauft.
  • Eine Ära geht zu Ende: Die Entwicklung von PalmOS wird eingestellt
  • Premiere fährt ein übles Geschäftsergebnis ein. Mitte des Jahres wird aus Premiere „sky“
  • Mistkäfer Mißfelder macht sich sorgen um die Alkohol- und Tabakindustrie

März 2009:

April 2009:

Mai 2009:

  • Die Gewerkschaften begehen den 1. Mai im Krisenjahr und setzen wichtige Impulse – die leider ungehört bleiben, wie wir wissen
  • Ärztepräsident Hoppe antizipiert, was Rösler nun zu zerschlagen gedenkt. Beide gehören eindeutig: Weg!
  • Der Armutsbericht des Paritätischen zeigt: Deutschland ist auch zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer geteilt – in einen reichen Westen und einen armen Osten
  • Kurras – ja, genau, der Kurras! – war bei der Stasi! Die Geschichte muss trotzdem nicht neu geschrieben werden

Juni 2009:

Juli 2009:

August 2009:

September 2009:

Oktober 2009:

November 2009:

Dezember 2009:

Liebe Freunde, liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Euch einen „Guten Rutsch!“ und ein friedvolles, gesundes, gesegnetes und erfolgreiches 2010!

Wenn das Nupsi der Mighty Mouse hängt…

… dann ist der Ärger vorprogrammiert. Zwar ist die Mighty Mouse von Apple im Prinzip eine optische Maus, aber das Scrollrad ist wie die Mauskugel alljener Mäuse ausgeführt, über die wir uns bereits in den 1980er und 1990er Jahren geärgert haben. Die Rollkugel mag nämlich keinen Dreck.

Und irgendwann (ich hab die Maus seit Ende 2007 in Betrieb) will das Scrollbällchen einfach nicht mehr scrollen.

Jetzt gibt es Tüftler, die mit Cutter und Pinzette das ganze Ding zerlegen. Das ist sicher eine sehr gute – aber auch eine sehr aufwändige Methode. Und ob ich als bekennender Grobmotoriker das Ding wieder zusammenbekomme, ist auch noch nicht gesagt.

Ich habe das Nupsi der Maus auch wieder zum Laufen bekommen – ohne das Ding zu öffnen. Ich übernehme für diese Methode aber keinerlei Garantie/Haftung!!

Man braucht: einen Bogen Küchenkrepp oder einen nicht fusselnden Lappen, zwei Tropfen Feuerzeugbenzin und drei Minuten Zeit.

So wirds gemacht:

  1. Das Küchenkrepp auf den Schreibtisch legen und eine Stelle leicht mit wenigen Tropfen Feuerzeugbenzin benetzen
  2. Die Mightymouse verkehrt herum halten und mit dem Nupsi (Scrollbällchen) auf dem Benzinfleck in alle Richtungen hin-und-herrollen – ohne Druck, aber mit Kontakt.
  3. Das ein bis zwei Minuten lang machen – ggf. den Fleck mit einem Tropfen Benzin feuchthalten

Das hat bei mir gut geklappt – es bildete sich auf dem Küchenkrepp ein stecknadelkopfgroßes Staubhäufchen – das Geröll aus der Maus.

Das Nupsi funzt wieder – einwandfrei.

Die Hypo Alpe Adria wird eine österreichische Staatsbank. Und wer darfs zahlen? Bayern.

Liebe Leserin, Lieber Leser,

bitte tut mir einen Gefallen: Bitte schaut Euch dieses Video an. Ja, es ist vom BR, von quer, es ist nicht mal lusting. Aber: Bitte schaut es Euch an!

Wer´s nicht als Video sehen kann, der lese es im Artikel der Basler Zeitung (von heute) nach: Jörg Haider (!) hat uns also dieses Ei ins Nest gelegt. Jörg Haider. Und das Geld verschenkt und sich so wählen lassen und sich feiern lassen. Unfassbar!!

Nun rechnet die Rheinische Post uns vor, dass das Experiment mit der Hypo Alpe Adria die Bayern LB (und damit den Steuerzahler) 3,75 Milliarden Euro kostet. Das dürfte aber bei Weitem nicht alles sein: Die Bayern LB muss ja in ihere Bilanz den Buchwert der jetzt an Österreich „verschenkten“ Bank auch noch abschreiben. Wie hoch der dort angesetzt ist, weiß ich gerade nicht (aber das dürfte kein kleiner Betrag sein) und der sinkt jetzt (!) von Viel auf Null (meint man auch hier).

Der Kurier (eine österreichische Zeitung) tut dann aber irgendwie so, als ob das für die BayernLB Peanuts wären, kommt aber nicht umhin, einzugestehen, dass der Freistaat Bayern 2008 erst einmal 10 Milliarden Euro draufgeworfen hat. Was hat die Bayern LB dafür bekommen? Einen Euro. Muss Wien eigendlich den symbolischen Euro überweisen? Den Kontoauszug würde ich sehr gerne sehen!!

Wer hat das Ding eigentlich gekauft? Die BayernLB (da mischen auch die bayerischen Sparkassen mit). Und wer hat dafür unterschrieben? Ede Stoiber, Huber, Beckstein… Und wer darfs bezahlen…?

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