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Gemeinnützige Arbeit?

Es ist Wahlkampf in NRW und hier in Bayern bekomme ich davon gottlob nicht mehr mit, als unbedingt nötig. In Wahlkampfzeiten wird gerne mal der ein oder andere Vorschlag präsentiert, der sich schon auf den ersten Blick als Unfug erweist. Der Wahlkampf-Unfug des heutigen Tages kommt ausnahmsweise nicht von Herrn Rüttgers sondern von der stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden und -Spitzenkandidatin Hannelore Kraft. Sie forderte, so ist beim Spiegel nachzulesen, dass nicht/schwer vermittelbare Hartz IV-Empfänger zu gemeinnütziger Arbeit in Altenheimen oder Sportvereinen herangezogen werden und hierfür wie folgt zu „entlohnen“ sind:

Als Lohn für die langfristige Beschäftigung in gemeinnützigen Jobs reiche ein „symbolischer Aufschlag auf die Hartz-IV-Sätze“, der ohne Mehrkosten für den Staat realisierbar sei. (Spiegel Online)

Hut ab, Frau Kraft: Ihr „Vorschlag“ ist genau so unwürdig wie das Geschwafel von Herrn Westerwelle in den letzten Wochen, aber immerhin: Es klingt nicht ganz so schlecht.

Es gibt Politiker, die wollen, dass Hartz IV-Empfänger Straßen ausbessern und welche, die wollen, dass sie in Altenheimen arbeiten. Wo ist der Unterschied? Der Unterschied liegt im Wesentlichen darin, dass es der Straße herzlich wurscht sein dürfte, ob sie von einem gelernten Straßenbauer sachgerecht instandgesetzt wird oder ob ein arbeitsloser Wirtschaftspädagoge irgendwie an Schlaglöchern herumpfuscht. Der Straße bereitet das keine Schmerzen. Im Altenheim braucht es Fachkräfte für die Pflege und auch für die soziotherapeutische Betreuung. Wenn solche Tätigkeiten von Ehrenamtlichen ausgeführt werden, dann haben die zwar nicht zwingend eine Fachausbildung, aber mindestens eine fachgerechte Anleitung und nicht allein Interesse an der Tätigkeit (und die dazugehörige Motivation) sondern auch eine Idee davon, wie sie sich im Ehrenamt am besten weiterbilden. Das gilt auch für den Sportverein. Will man nun alle Hartz IV-Empfänger zum Übungsleiterschein „zwingen“?

Ein Dienst im Sozialbereich ist nicht selten hartes Brot. Man muss das wirklich wollen und auch eine Art Berufung dazu verspüren. Und es bedarf, schließlich will man den Klienten. Betreuten und Bewohnern keinen Schaden zufügen, auch einer Fachausbildung oder mindestens einer Anleitung in Verbindung mit echter Motivation dessen, der den Dienst später versehen soll. Diese Ausbildungen sind, entgegen der landläufigen Meinung, lange und komplex. Wer das nicht glauben mag, der sehe sich einmal den Ausbildungsplan eines Altenpflegers an. Das ist nicht von Pappe. Wer im Sozialbereich Qualität möchte (und das wollen Klienten, Angehörige, Mitarbeiter aber auch Kostenträger), der muss bereit sein, in diese Qualität zu investieren.

In sozialen Bereichen ehrenamtlich Tätige genießen einen Vorzug: Sie verfügen über die Freiheit, sich nicht überlasten zu müssen, können wählen, was sie sich zumuten wollen (und was nicht) und entwickeln in der Regel nach kurzer Zeit ein sicheres Gespür, wofür sie Verantwortung tragen können (und wofür nicht). Zwangsverpflichteten Hartz IV-Empfängern wird diese Freiheit im Sozialbereich nicht zuteil, zumindest lässt der Plan Krafts nichts davon erkennen. Unterm Strich würde man sich wohl mehrheitlich Menschen in einen Bereich holen, die ihre Arbeit weder richtig versehen können noch wollen noch im geforderten Umfang Verantwortung tragen können. Es ist ganz klar: Es wird, würde diese Idee tatsächlich umgesetzt, selbstverständlich Menschen geben, denen soziale Tätigkeiten liegen und die in diesem Tun für den Nächsten Halt und Perspektive finden. Ich gehe aber auch davon aus, dass es mindestens ebensoviele Menschen geben wird, die der an sie herangetragene Dienst einfach überfordert. Und das hilft weder dem Hartz IV-Empfänger noch den alten Menschen noch dem Heim (und dann wohl auch nicht dem Staatssäckel).

Wenn man sich dann noch die für den Staat kostenneutrale „Entlohnung“ der für diesen Dienst vorgesehenen Menschen ansieht, dann ist schon klar: Das Maß ist voll. Es wundert mich indes nicht, dass eine Sozialdemokratin die Frechheit besitzt, solche Forderungen auch noch in aller Öffentlichkeit kundzutun (mit dieser SPD ist bereits seit Schröder kein Blumentopf mehr zu gewinnen).

Nun gut, von einer Sozialdemokratin soll man nicht mehr erwarten, umso schändlicher und beschämender ist dafür, dass nun auch die Diakonie (gehört zur evangelischen Kirche) fordert, einen „sozialen Arbeitsmarkt“ für Erwerbslose aufzubauen. Bei Kirchens klingt diese Forderung noch etwas netter als bei Tante Kraft und um Welten besser als bei Westerwelle. Das nutzt aber alles nix, ist doch das Mindset der Leute, die diese Forderungen erheben, im Prinzip dasselbe: Menschen ohne Rücksicht auf Verluste zur Arbeit zu zwingen (egal, ob das sinnvoll ist oder nicht).

Eigentlich, so möchte man meinen, müsste gerade die Diakonie ein Interesse an professioneller sozialer Arbeit von qualifizierten Arbeitnehmern haben. Doch weit gefehlt: Auch die Kirche, Gewinnstreben sollte ihr fremd sein, hat ein Interesse an möglichst billiger Arbeit. Die Rummelsberger Anstalten gehören beispielsweise zur Diakonie und dort war es lange Jahre Praxis, Mitarbeiter nicht fest anzustellen sondern zu Dumpinglöhnen bei der Rummelsberg-Diakonie-kircheneigenen Zeitarbeitsfirma PAKT zu beschäftigen. Die Diakonie selbst versucht immer wieder, sich in der Öffentlichkeit als eine Vorreiterin professioneller sozialer Arbeit zu präsentieren und tut als großer Arbeitgeber nichts anderes, als dieses Vorhaben zu untergraben. Durch Lohndrückerei und durch solche Forderungen, wie sie unlängst ein Herr Kottnik erhoben hat. Bravo.

Und so ist auf der Webseite der EKD zu lesen:

Der öffentlich geförderte Beschäftigungssektor muss Kottnik zufolge als sozialer Arbeitsmarkt ausgebaut werden. Dann könnten auch Langzeitarbeitslose ohne Vermittlungschancen auf dem regulären Arbeitsmarkt eine Beschäftigung aufnehmen, „statt dauerhaft ausgegrenzt und alimentiert zu werden“, betonte Kottnik. Der massenhafte Einsatz von „Ein-Euro-Jobs“ führe weg von diesem Ansatz.

Merkt man in der Diakonie denn nicht, dass sich hier die Katze in den Schwanz beißt? Ganz recht, der Einsatz von sog. „1-Euro-Jobbern“ bringt weder dem sog. „1-Euro-Jobber“ noch irgendwem sonst etwas. Aber das berührt das Problem nur am Rand: Zum einen wird von Pflegenotstand, von Mangel an qualifizierten Fachkräften gesprochen, weiterhin soll die Qualität in Sozialeinrichtungen ständig steigen und zum anderen wird Pflegen und Erziehen – auch von Diakonie und Caritas – miserabel bezahlt und solche Kottnikschen Vorstöße in Richtung „Bürgerarbeit“ haben das Potenzial, aus den miesen Löhnen echte Dumpinglöhen zu machen (wovon dann keine Erzieherin und keine Pflegerin mehr leben kann). Die Folgen, das lässt sich in eiligem Staccato herunterdeklinieren: Sinkende Qualität, Burn Out, Personalfluktuation, Belastung des Staates durch kranke Mitarbeiter von Diakonie und Caritas und durch Transferleistungen zum Aufstocken der Dumpinglöhne. Und unter solchen Vorzeichen will dann auch keiner mehr Pfleger werden. Und das bei der hinlänglich bekannten demographischen Entwicklung… Mensch, liebe Leute bei der Diakonie, ihr könnt doch nicht allen Ernstes so dämlich sein und die Hand gegen Euch selbst erheben! Bei Politikern, deren Vorstellungs- und Handlungshorizont selten weiterreicht, als eine Legislaturperiode, mag ich mir das noch eingehen lassen, man ist ja nichts anderes gewohnt, aber die Kirche sollte hier doch etwas souveräner auftreten und weitsichtigere Konzepte anbieten. Und, liebe Kirchenleute, nur für den Fall, dass ihr das vergessen habt: Auch eure Mitarbeiter sind Euch anbefohlen!

Interessanter Testbericht zu Monitorkopfhörern online

Zum Podcasten benötigt man, ganz klar, einen guten Kopfhörer für das Monitoring. Das ist auch der Grund, warum ich mich mit der Materie in der letzten Zeit etwas intensiver beschäftige. Zwar hat mein Projektstudio auch zwei Nahfeldmonitore, doch die sind eher „mittelklassig“. Zu Zeit verwende ich als Kopfhörer übrigens den AKG K240 Monitor. Den habe ich seit 2002 im Einsatz, er hat mich nicht enttäuscht und ist zum Monitoring von Sprache nach meinem Hörempfinden ganz gut geeignet² (aber das ist natürlich subjektiv – wenn man mit einem nicht ganz optimalen Kopfhörer acht Jahre lang arbeitet, mag man ihn irgendwann eben).

Wer sich gerne in einen, wie ich finde, gelungenen Test einlesen mag, der findet einen auf den Seiten von Thomann, den ich dem Einsteiger sowie Suchenden sehr nahelegen möchte. Hier werden nämlich nicht nur klassische Monitor-Kopfhörer getestet sondern die unterschiedlichen Typen vorgestellt und ihre Einsatzbereiche diskutiert. Ich sehe schon, ich muss mir mal die DTs von Beyerdynamic zu Gemüte führen…

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² Mir ist da gerade aufgefallen, dass ich damals 240 und 240 Monitor synonym verwendet habe. Achtung: Der 240 Monitor ist, da er gebraucht ab 50 Euro zu haben ist, mein „Gebrauchttipp“ – aber er hat eine Impedanz von 600 Ohm (sic!) und ist damit an der Anlage ohne KH-Vorverstärker kaum zu benutzen. Der will richtig „befeuert“ sein, wenn man damit Spaß haben will!

BASF-Kartoffel

Früher war mit Sicherheit nicht alles besser – ganz klar. Und in dieses Horn will ich auch nicht stoßen. Als ich gestern aber in der Tagesschau von der Genehmigung der „Amflora“ erfuhr, lief mir ein wirklich kalter Schauder den Rücken herunter.

Früher, ja früher, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, kamen die Kartoffeln vom Herrgott und die Videocassetten von BASF. Diese Ordnung hat auch Sinn. Nun aber wird sie empfindlich gestört, den Videocassetten stellt BASF schon lange nicht mehr her, „beglückt“ uns aber stattdessen mit einer Gen-Kartoffel.

Eine Stärke-Kartoffel soll es sein, Papier will man daraus herstellen oder Leim. Für Leim nahm man früher übrigens die Knochen toter Hunde und für Papier nahm man tote Bäume. Diese Ordnung hatte irgendwie Sinn.

Mit der BASF-Kartoffel soll jedoch nicht nur die Leim- und Papierindustrie an Rohstoff kommen – sie darf auch in Tierfutter verwendet werden und nicht zuletzt soll es sogar gestattet sein, ein Prozent der genmanipulierten Knolle unserem Essen beizumischen. Prima.  Was kann passieren? Auf der Webseite von Greenpeace heißt es:

[Amflora] darf nicht nur angebaut und technisch verwertet, sondern auch für die Tierfütterung und – bis zu einem Verschmutzungsgrad von 0,9 Prozent – für Lebensmittel verwendet werden. Amflora produziert besonders viel Stärke in Form von Amylopektin, eine Substanz, die als Rohstoff für technische Produkte wie Kleister, Papier und Beton benötigt wird. Bei der gentechnischen Manipulation wurden der Gen-Knolle zusätzlich Antibiotika-Resistenz-Gene eingebaut. Wissenschaftler schließen nicht aus, dass dadurch Resistenzen auf Bakterien übertragen werden können und damit die Wirksamkeit von Antibiotika verringert wird. Die betroffenen Antibiotika sind laut Weltgesundheitsorganisation besonders wichtige Mittel zur Behandlung von multiresistenter Tuberkolose.

Man will also unserem Essen Kartoffeln beimischen, die bewirken können, dass wir nicht mehr wirkungsvoll gegen Tuberkulose behandelt werden können? Das darf doch nicht wahr sein!

Seit Mitte der 1990er Jahre wird vor genmanipulierten Nahrungsmitteln allerorten gewarnt. Die Gefahren, die durch den Einsatz der Amflora-Kartoffel entstehen könnten, sind dergestalt, dass deren Anbau durch nichts, aber auch wirklich nichts zu rechtfertigen ist!

Vielleicht deswegen, vielleicht auch wegen des zu Recht bestehenden Negativimages der BASF-Kartoffel in der Öffentlichkeit, will die Industrie das verseuchte Gewächs gar nicht erst anbauen. Die BASF-Aktie ist trotz oder gerade wegen Amflora gefallen. Keiner braucht und fast keiner will das BASF-Produkt.

Und was macht die sowieso schon fragwürdig nutzlose EU-Lebensmittelkommission? Sie erlaubt einfach den Anbau der BASF-Kartoffel. Ich war nie ein großer EU-Gegner, aber so langsam wird klar, dass die Länder Europas sich endlich von dem politischen Kropf EU befreien sollten. Gestern hat das BVG den Schwanz vor der EU eingekniffen, gestern handelte die EU gegen mehrheitlichen Volkswillen (vgl. Greenpeace-Artikel), was sie heute für einen Unfug anstellen wird, wissen wir noch nicht, aber mit der Beseitigung dieser Institutionen, die uns tagtäglich mit mehr oder weniger lustigen Stilblüten versorgen, sollten wir nicht bis morgen warten.

Es ist schon entsetzlich, wie weit die EU, unter kräftiger Zuarbeit von schwarz/gelb in unsere Rechte eingreift und welche schweren Risiken sie zugunsten des Profits einer verschwindend geringen Minderheit sie uns aufbürden. Aber auch über BASF muss gesprochen werden. Denn schließlich hat diese Firma die manipulierte Kartoffel „entwickelt“ Für mich ist jedenfalls klar, dass ich so schnell von BASF nichts mehr kaufen werde!

CeBIT: Jetzt kommt der elektronische Personalausweis

Nun soll er also kommen, der elektronische Personalausweis und mit ihm auch die Möglichkeit, sich im Internet zu authentifizieren. Gestern wurde das Kärtchen, dass am dem 3. Quartal ausgegeben werden soll, auf der Computermesse CeBIT vorgestellt. Neu ist diese Meldung wirklich nicht, aber nun wird es konkret – wir bekommen das Ding.

(Bild: Bundesinnenministerium)

Laut einer Bitkom-Umfrage ist der elektronische Perso gar nicht so beliebt – und die Beliebtheit hinge nach dem verlinkten Heise-Bericht auch davon ab, ob die befragte Person das Internet nutzt oder nicht. Der ePA soll im Wesentlichen über die Möglichkeit verfügen, sich im Internet elektronisch „ausweisen“ zu können, da bleibt abzuwarten, ob das nicht recht schnell geknackt wird (man kann sich etliche Szenarien vorstellen, bei denen von Identitätsdieben und anderen Kriminellen ergaunerte Ausweisdaten Unschuldige in existenzbedrohender Weise belasten können). Neben dem Identitätsnachweis soll man mit dem Ausweise auch Dokumente digital signieren können, ähnliche Sicherheitsrisiken sind denkbar.

Ursprünglich wollte Schäuble, dass jedem Personalausweisinhaber zukünftig ein Fingerabdruck genommen und auch auf dem Ausweis elektronisch abgespeichert wird – das kommt, allerdings auf freiwilliger Basis, wie der FOCUS berichtete. Man kann der in diesem Artikel dargelegten Argumentation, dass sich verdächtig macht, wer von der freiwilligen Fingerabdruckabgabe keinen Gebrauch macht, durchaus folgen.

Insgesamt birgt der ePA deutliche Sicherheitsrisiken – aber viele werden einen ordentlichen Reibach damit machen. Wer einmal einen Blick in die Broschüre zum elektronischen Personalausweis des Bundesinnenministeriums wirft, der wird erstaunt sein, wer von der Privatwirtschaft sich etwas vom neuen Perso verspricht: Wincor Nixdorf, Tabakwaren Weber, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, T-Systems, die SCHUFA, die Provinizial-Versicherungen, HUK24, die hessische Lotteriegesellschaft, Gothaer, DKB, Air Berlin, die Allianz…, um nur einige zu nennen. Alle sind sie spitz auf den ePA. Wer hat denen den bitte so viel Geld oder Einsparpotenzial versprochen?

Ich bin ein internetaffiner Mensch. Und nichts desto trotz habe ich bei Vertragsabschlüssen nur ganz selten einen Personalausweis gebraucht. Wenn man sich online einen Handyvertrag bestellt, wird der Perso vom Zusteller verifiziert – eine gangbare Methode (die dem Telco einmal Geld kostet, aber schließlich verdient der ja 24 Monate lang an mir). Einmal habe ich, glaube ich, meiner Bank eine Perso-Kopie mal gefaxt (gut, ich habe auch noch ein Faxgerät, die sind ja inzwischen am Verschwinden, aber wenn man einmal im Jahr die Ausweiskopie mit der Post – auch so was altmodisches – per Brief verschickt, fällt einem auch kein Ei aus der Hose).

Natürlich ist es praktisch, Dokumente digital signieren zu können,hier erwächst aber auch die efahr der Manipulation. Sehr wesentliche und wichtige Dokumente kann man auch mal per eingeschriebenem Brief versenden oder persönlich auf Ämtern abgeben. Das passiert dem Privatmann in der Regel nicht allzu häufig und stärkt den Schutz von Bürgern und Verbrauchern vor Betrug und Kriminellen, vor Datendiebstahl etc.

Natürlich kann ich mich auch mit dem neuen ePA so verhalten – wenn ich das noch kann. Wenn im Onlinehandel die Authentifizierung mit dem ePA Standard und damit Quasi-Pflicht wird, dann müssen die auf mein Geld eben verzichten. Nur, was passiert, wenn man wegen Kosteneinsparungen von Staat, Land und Kommunen zum Nutzen diverser e-Government-Angebote verpflichtet wird?

Ähnlich wird über Vor- und Nachteile auch hier diskutiert.

Ihr seht: Ich bin skeptisch. Und das hat gute Gründe: Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es wirklich keine einzige Technologie gibt, die als sicher bewertet werden kann. Der Blick in die jüngere Technikgeschichte zeit, dass es bislang keine Informationstechnologie gab, die nicht von Hackern in positiven Sinne oder von Kriminellen im negativen geknackt worden wäre, solange sie den sportlichen Ehrgeiz oder eine „kommerzielle“ Perspektiven der jeweiligen Angreifer geweckt hat. Und mit den ePA-Daten ließe sich im Zweifel jede Menge Unfung anstellen.

Will man dieses Risiko zum Preis einer möglicherweise flächendeckend verfügbaren Authentifizierungs- und Signaturfährigkeit eingehen? Ich selbst will das nicht, denn die Vergangenheit und Gegenwart zeigt, dass es auch ganz gut ohne elektronischen Reisepass und ePA geht.

BVG und Vorratsdatenspeicherung. Sind wir jetzt glücklich?

Mir ist bislang nicht bewusst gewesen, dass ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts so janusköpfig sein kann. Auf der Fahrt von Erlangen nach Nürnberg konnte ich, als ich die Nachricht vom BVG-Urteil hörte, meinen Jubel kaum in Zaum halten, und im Grunde hat das Urteil auch bejubelnswerte Seiten, aber wirklich glücklich bin ich damit nicht. Es ist schon mehr als ärgerlich, wie sehr doch die Richter in den roten Roben den Schwanz vor der EU einkneifen!

Wo liegt das Problem? Den Initiatoren wie Befürworten des Gesetzes hat das BVG doch eine schallende Watschn gegeben. Zwar – so berichtet die Welt – ist die Durchführung der Vorratsdatenspeicherung grundgesetzwidrig und die gesammelten Daten seien unverzüglich zu löschen – was ein Erfolg ist. Zwar darf das Telekommunikationsgeheimnis nicht so eingeschränkt werden, wie das derzeit der Fall ist. Und das wäre ein Sieg nach Punkten für die über 35.ooo Bürger, die vor dem BVG klagten (ich zähle auch zu diesen) aber:

Zum ersten Mal wird vom Karlsruher Gericht die Speicherung von Daten auf Vorrat zu noch unbestimmten Zwecken für zulässig erklärt, ohne dass es einen konkreten Anlass oder gar einen Verdacht geben muss.

So berichtet die Süddeutsche. Anlasslose Datenspeicherung sei nicht zur Gänze und schlechthin verfassungswidrig. Und hier liegt das eigentliche Problem: Unter Berücksichtigung diverser Einschränkungen und Hürden kann das gerade gekippte Gesetz nämlich wieder aufgelegt werden und das ändert im Kern nichts daran, dass Daten auf Vorrat gespeichert werden. B5aktuell berichtete, dass das Procedere der Speicherung und Verwertung der Daten für „Dritte“ transparent gemacht werden müsse – wenn dem so ist, ist das auch nicht ganz ohne. Des Pudels Kern: Wer auf die Daten draufsehen kann, ist nicht, was an der Vorratsdatenspeicherung primär interessiert, der Fakt, dass Daten verdachts- und anlassunabhängig gespeichert werden dürfen stellt das Problem dar.

Und daran hat sich heute, im Wesentlichen, nichts geändert. Ich halte es für gut vorstellbar, dass sich in kürzester Zeit die Regierung daran machen wird, das Gesetz umzustricken. Weiterhin ist bei den Telcos meines Wissens die Infrastruktur bereits eingerichtet – wenn die diese nun für nichts und wieder nichts gekauft worden wäre, könnten die Telcos ja den Bund auf Schadenersatz verklagen – billig wäre das nicht.

Die Zeit wird zeigen, was sich auf Basis dieses Urteils noch für Unfug anstellen lässt. Weiterhin lesenswert: Der Kommentar von netzpolitik.org.

StreetView.

So, jetzt hat Google ein fettes Problem. Ob die jemals schon so ein großes Problem hatten, weiß ich nicht. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, demnach Street View rechtlich höchst problematisch ist.

Ein paar interessante Details, die ich bisher noch nicht kannte:

  • Die Bilder, die von den Google-Opels geschossen werden, werden nicht vor Ort anonymvisiert sondern in den USA. Was mit diesen Bildern aber wirklich passiert, weiß niemand so recht
  • Die Fotos werden zum Teil in einer Höhe von 2,9m gemacht, zulässig sind aber nur Fotos, die auf „Augenhöhe“ gemacht werden (und hier ist nicht die Augenhöhe eines Basketball-Profispielers gemeint)
  • Bilder sollen keine Rückschlüssse auf die Wohnsituation Einzelner zulassen – wenn man das streng auslegt, dürfte kein Einfamilienhaus in Street View auftauchle
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Street View kann in der Tat die Persönlichkeitsrechte Einzelner verletzen. Greti und Pleti können sich Deine Butze ansehen, ohne den Hintern aus dem Sessel zu heben. Geoscoring ist zwar schon weit verbreitet, aber Street View ermöglicht dies auch Unternehmen, die, würden sie dafür zahlen müssen, dadrauf verzichten würden. Damit wird dieser besonders diskriminierenden Scoringmethode Tür und Tor geöffnet.

Ich würde mich freuen, wenn Street View in Deutschland verhindert würde!

Soup platt

In der letzten Zeit hat meine soup leider irgendwie den Geist aufgegeben. Daher hab´ ich sie jetzt platt gemacht. Ich denke, wir sehen uns auf twitter wieder. Vielleicht….

„Die Linken wollen bei Christen Stasi im Kopf errichten“

Als ich diese Überschrift auf der Webseite von einem Herrn namens Mathias von Gersdorff gelesen habe, musste ich auflachen. Was wollen die Linken? Eine „Stasi im Kopf“? Was soll das denn sein?

Herr von Gersdorff, ein recht konservativer Typ mit radikalkatholischen Ansichten erklärt in einem Interview, was damit gemeint sein soll:

Linke Kreise samt ihren Medien versuchen – sagen wir seit einem Jahr, also seit dem letzten Christival – verstärkt, eine „Stasi im Kopf“ der Christen einzurichten. Die Linken wissen, daß sie das christliche Milieu nicht zerstören können, aber sie versuchen zumindest, sie einzuschüchtern und sie mundtot zu machen. Das tun sie mittlerweile selbst mit dem Papst.

Ich habe es immer noch nicht verstanden. Was soll eine „Stasi im Kopf“ sein? Wer sind bitte „linke Kreise“? Ich habe das ganze Interview zweimal, dreimal gelesen und muss zu dem Schluss kommen, dass Herr von Gersdorff die Antwort auf diese beiden, eigentlich recht einfachen aber in diesem Zusammenhang wichtigen Fragen schlicht schuldig bleibt. Er erklärt weder, was er mit der „Stasi im Kopf“ meint, noch, wen er denn zu den besagten linken Kreisen rechnet. Das ist für meinen Geschmack schon etwas dürftig. er sagt im Grunde nur eines, das ganze Interview lang: Auf die Frage „Welche Rolle spiele linke christliche Kreise, Katholiken wie Evangelische?“ antwortet er nur:

Das sind nützliche Idioten.

Aha. Da schua her. Jetzt wird mir klar, was hier gespielt wird: Was eine Stasi im Kopf ist und wie die bösen Linken diese den armen Christen ins Hirn verpflanzen wollen, scheint Herr von Gersdorff selbst nicht so genau zu wissen – hier geht es ganz offensichtlich einfach nur um Polemik gegen Linke. Nur warum? Was hat der Mann gegen Linke?

Über den Blog von Sören Reimer, der sich auch mit dem Herren befasst, erfahre ich vom Youtube-Channel des Verirrten. Was man da zu sehen bekommt, ist ausgesprochen heftig, wenn auch konservativ-nett verpackt.

In diesem Video leugnet Herr von Gersdorff zum Beispiel die Notwendigkeit, gegen Homophobie einzutreten – durch schlichte Verniedlichung eines ernstzunehmenden Problems. Ich komme zu dem Schluss: Der Mann ist gefährlich. Er spricht von „professionellen Homosexuellen“, der „Homo-Lobby und deren Alliierten“ und guckt dabei kreuzbrav und unschuldig in die Kamera. Der Mann ist echt gefährlich!

Was will er noch? Sören Reimer fasst zusammen:

So will der niedlich-debile Verein unter andem die Jugendzeitschrift Bravo, Abtreibung, Erotik-Filme im ZDF, staatliche Schutzrechte für Kinder, nicht-eheliches Zusammenleben, Emanzipation/ Gender Mainstreaming, Internet, atheistische Religionsbücher, 68er, blasphemische Faschingskostüme, blasphemische Tanzstücke, moderne Musik, Heftromane mit Horror- und Gruselinhalt, gleichgeschlechtliche Ehe und Sexualaufklärung bekämpfen bzw. gleich verbieten.

Ganz vorne mit dabei: Mathias von Gersdorff. In diesem Video schimpft er wieder über die „Linken“. Hier polemisiert er gegen die Grünen. Mit dem so harmlos auftretenden Herren und seiner etwas unprofessionellen Art, sich zu präsentieren, sehen wir uns einem gefährlichen Brandredner gegenübergestellt. Es sind nicht nur die Angriffe gegen „Linke“, die hier die Gefahr ausmachen sondern vielmehr der „Stil“, mit dem nicht ins Weltbild des Herren passende Tatsachen negiert, verniedlich (und wenn das nicht mehr funktioniert, ins Gegenteil verkehrt und für eine wirklich entsetzliche konservative bis rechtsextreme Geisteshaltung instrumentalisiert) werden. Dass die Forderung nach einem Verbot der Zeitschrift BRAVO dabei noch wie eine unfreiwillig komische Stilblüte wirkt, ändert nichts an der Radikalität und Gefährlichkeit dieses Mindsets und dessen Output.

Und wenn dann mal, in welcher Form auch immer, Kontra gegeben wird, wird es auf die „Verbandshomosexuellen“ geschoben (dieses Video ist schon sehr geil):

Nun schaltet der Verein DVCK auch noch in größerem Umfang Werbung auf Google (woher die das Geld haben?).

Warum schreibe ich das? Ich bin evangelisch, heterosexuell und ertrage diesen schlimmen, hetzerischen Unfug einfach nicht!

Und zum Abschluss habe ich noch eine dringe Bitte: Lest auch diesen hervorragend recherchierten Blogeintrag von Bastian Wefes, er stellt Herrn von Gersdorff und sein Umfeld verständlich und präzise dar. Chapeau!

Lästige Telefonwerbung? Hier beschweren!

Gegen nervende Telefonwerbung habe ich ein einfaches Mittel: Wann immer ich etwas im Netz bestelle oder sonstwo eine Telefonnummer angeben muss, wo ich den Verdacht hege, dass diese Daten dann verscherbelt werden, gebe ich die Nummer meiner ollen D1-Prepaidkarte an. Dieses Handy schalte ich nur dann ein, wenn ich der Meinung bin, erreichbar für jemanden sein zu müssen, bei dem ich was bestellt habe.

Was passiert dann? Ich habe meine Ruhe, denn …

  • … oft rufen diese b2c-Callcenter sowieso keine Handynummern an, weil ihnen das zu teuer ist
  • … wenn sie mich trotzdem erreichen wollen, dann oft erst zu einem so späten Zeitpunkt, dass ich das Bestellte schon habe – und dann ist das Handy in der Regel aus
  • … und nach drei bis fünf Anrufversuchen (man bekommt eine SMS mit Rückrufbitte, wenn man nicht erreicht wurde) geben sie auf. Dann ist auch Ruhe.

Vor einigen Jahren war das noch nicht möglich, inzwischen aber wird die Karte von D1 auch dann nicht inaktiv geschaltet, wenn man schon ewig kein Guthaben mehr aufgeladen hat. Bei mir langt es, das Handy ab und an ins Netz einbuchen zu lassen und den Kontostand (derzeit 28 Cent) abzufragen. Meine „richtige“ Handynummer und mein Festnetzanschluss bleiben „clean“. Etwas illegales kann ich daran nicht finden, denn ich mache keine falsche Angabe. Die Nummer stimmt und ab und zu ist sie sogar erreichbar. Wann ich das alte Handy einschalte, ist meine Privatsache.

Ich will keine Werbung machen, aber im T-Punkt bekommt man so eine Karte für etwa zwanzig Euro – eine in meinen Augen gute Investition in eine ungestörte Privatsphäre.

Nun gibt es aber immer wieder Leute, die den Fehler gemacht haben, einmal ihre richtige Telefonnummer angegeben zu haben und es gibt gesicherte Berichte, dass Leute auch dann von b2c-Callcentern belästigt wurden, wen sie diesen Fehler nur ein einziges Mal gemacht haben. Und das kommt schon mal vor. Wie bekommt man dann wieder Ruhe vor unseriösen Anrufern?

Vor einiger Zeit wurde ein Gesetz gegen unlautere Telefonwerbung erlassen, dass diese Art von Anrufen nur dann zulässt, wenn der Angerufene vorher schriftlich sein Einverständnis erklärt hat. Besonders wirkungsvoll ist das aber nicht, denn dieses „Einverständnis“ kann man auch versehentlich erklären, wenn man zum Beispiel AGBs nicht ordentlich gelesen hat oder einfach einen falschen Haken im Bestellformular im Internet gesetzt hat oder aber das Kleingedruckte bei einem Gewinnspiel nicht ordentlich gelesen hat. Dann werden die Daten samt Einverständniserklärung verkauft und schon geht der „Telefonspam“ los.

Bist´erst mal in der EDV, kennt Deine Daten jede Sau! (alte Volksweisheit)

Weiterhin ignorieren schwarze Schafe der Telemarketingbranche die gesetzlichen Bestimmungen gerne mal, denn das Risiko, erwischt und abgemahnt zu werden, ist relativ gering und diesem Risiko stehen satte Gewinne der Branche gegenüber. Nicht zuletzt deswegen fordern die Verbraucherzentralen ein Gesetzt, dass vorsieht, dass am Telefon abgeschlossene Verträge erst dann rechtskräftig sind, wenn dem „Kunden“ im Nachgang ein echter Vertrag in Papierform zugestellt wird und dieser den unterschrieben zurückgesendet hat. Leider haben wir so einGesetz nicht – also muss es auch anders gehen.

Die Verbraucherzentrale NRW stellt nun ein Online-Formular zu Verfügung, in dem jeder, der von b2c-Callcentern belästigt wird, diese Anrufe protokollieren kann.

Zweck der Übung ist zum einen, eine Datenmenge in der Hand zu halten, mit der man dem Gesetzgeber etwas „Druck“ machen kann, so dass o.g. Gesetz zukünftig nachgebessert werden muss. Weiterhin kann die Verbraucherzentrale schwarze Schafe auch kostenpflichtig abmahnen lassen.

Es steht zu erwarten, dass diese Aktion nicht sofort Wirkung zeigt, aber sie ist ein Betrag zu Verbesserung der Situation und kann, wenn sich genügend Mitstreiter finden, in Zukunft auch erfolgreich sein.

Rent-a-Rüttgers. Rent-a-Tillich.

Gut, zu Discountpreisen bekommt man so einen CDU-Politiker nicht. Aber wer über das nötige Spielgeld verfügt, der kann sich bei der CDU schon ein bisschen was shoppen. Einen Ministerpräsidenten zum Beispiel. Zwischen 6000 und 20000 Euro sollte man anlegen und dann kann es schon losgehen. Auch Herr Tillich ist käuflich. Seit gestern wissen wir das. Wem Zuhören nicht reicht, der muss etwas tiefer in die Tasche greifen: Mit etwas mehr als einer Million Euro kann man sich aber schon ein Gesetz in den Einkaufswagen legen.

Irgendwie hat das Ganze was von Prostitution – im etwas weiteren Sinne: Um in einem definierten Zeitfenster mit Herrn Rütgers etwas „intim“ sein zu dürfen, sind sechs Riesen zu entrichten. Wer bei dieser Verrichtung gerne etwas Öffentlichkeit haben möchte, muss nochmal vierzehn Riesen springen lassen. Das ist nun mal so im Rotllichtbezirk Schwarzlichtbezirk. Dass das gemeine Volk mangels Liquidität nicht zu den Nutznießern dieser exklusiven CDU-Dienstleistungen gehören dürfte, versteht sich.

Unter diesen Umständen fehlt mir aber das Verständnis, warum so häufig der Begriff Politiker noch synonym mit Volksvertreter verwendet wird.

Sauwitzig! Wer den Tillich oder Konsorten habe n will, der kann zwischen Basispaket, King-Size-Packung und „all inclusive“ wählen (die Preise für eine Flatrate werden wohl nur auf Anfrage genannt). So ist in der Süddeutschen zu lesen:

Danach können interessierte Firmen vier „Präsentationsstufen“ zum Preis von 500 bis 8.000 Euro wählen. Die Stufen drei und vier beinhalten dem Bericht zufolge ein „kurzes Gespräch mit dem Landesvorsitzenden Stanislaw Tillich“. Zusätzlich wird Sponsoren ab Präsentationsstufe drei, die 3.900 Euro kostet, die Erwähnung ihres Firmennamens in der Begrüßungsrede des sächsischen CDU-Generalsekretärs Michael Kretschmer in Aussicht gestellt. Für Sponsoren der Stufe vier (8.000 Euro) organisiert die CDU zudem noch „ein separates Fachgespräch im Rahmen der Veranstaltung“.

Wahnsinn! Man kann sagen, was man will, die Kostenstruktur so eines CDUler ist echt transparent! Davon könnte sich mein Mobilfunkprovider echt noch eine Scheibe abschneiden! Es ist so unglaublich, ich fasse es nicht!!

Aber es geht noch besser:

„Es war unglücklich, diese persönlichen Messestand-Besuche in das Vermarktungs-Konzept explizit hineinzuschreiben“, sagte Kretschmer der Bild am Sonntag (BamS). „Das wird es in Zukunft so nicht mehr geben.“ Tillich selbst kenne die Details des Sponsoring-Konzeptes nicht, betonte der Generalsekretär. (Süddeutsche Zeitung)

Was?? Es war unglücklich? Es war also unglücklich, dem Kunden zu sagen, was er für sein Geld bekommt? Und Tillich hätte noch nicht mal gewusst, welche Dienstleistung er nach Zahlung zu erbringen hat? Meinen die das wirklich ernst??

Im übertragenen Sinne sagt uns Herr Kretschmer doch nichts anderes als: Der Zuhälter macht die Preise, das ist auch ok so, schlecht ist es eher, wenn der Zuhälter dem Freier aber Details des Service steckt und zu guter Letzt weiß die Hure noch nicht einmal, dass sie die Beine breit zu machen hat. Will der mich verarschen?

*facepalm*

Edit I: Wenn so also die Souveränität der der Ministerpräsidenten aussieht, dann gut´Nacht!

Edit II: Gerade bekam ich folgenden Einwurf: „Irgendwann wird dein Blog der Netzzensur anheimfallen!“. War ich zu despektierlich? Das sind Ministerpräsidenten! MINISTERPRÄSIDENTEN! Das sind nicht irgendwelche Kommunalpolotiker, die mal eben Jetski in der Adria fahren, um später dann die Müllverbrennungsanlage vom „richtigen“ Bauunternehmer basteln zu lassen – das sind MINISTERPRÄSIDENTEN!!!

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