blog.fohrn.com

DVB-T wird weiter geschwächt.

Im Januar habe ich ja noch spekuliert, dass der Ausstieg der RTL-Gruppe aus der Verbreitungsart DVB-T eine echte Schwächung dieser Technik mit sich ziehen könnte. Genau das deutet sich jetzt an. Ich will auch ein paar Sätze darüber verlieren, welche Probleme das grundsätzlich nach sich zieht.

Teltarif berichtet, dass der RTL-Ausstieg aus der Verbreitungsform DVB-T nun einen „Dominoeffekt“ nach sich zieht – der auch die Region Nürnberg treffen wird, denn der Meldung zufolge sollen hier nun auch die Sender Euronews, Channel 21 und Bibel TV die Segel streichen und die Verbreitung über Antenne einstellen. Am 1. August wird die Verbreitung der Sender der RTL-Gruppe via DVB-T auch im Ballungsraum München eingestellt, einen Zustand, den wir in Nürnberg bereits seit Ende 2010 kennen.

Ich mache jetzt, damit meine Bewertung dessen verständlicher wird, mal einen kleinen Exkurs zum Thema Digitalradio: Bevor es DAB+ gegeben hat, hatten wir seit Ende der 1990er Jahre schon den einfachen DAB-Radiostandard. Da von hat aber keiner Notiz genommen, denn DAB war zur damaligen Zeit echt suboptimal: Der Empfang war schlecht, meines Erachtens konnte sich DAB aber niegegen UKW behaupten, weil es nur wenige und unattraktive Sender im DAB gab. Das hat sich nun mit DAB+ deutlich geändert, damals aber brachte Digitalradio kein Bein auf den Boden. Nun zum digitalen Fernsehen: Das DVB-T überhaupt eine nennenswerte Verbreitung erfuhr, ist nach meinem Dafürhalten dem Umstand geschuldet, dass es nach einer zeitlich sehr engen Übergangsphase einen kalten switch off der analogen Programme über Antenne gab. Wer Terrestrik wollte, der musste sich eine Set-Top-Box kaufen – oder 24/7 Schneegestöber im Fernsehen gucken. Die Attraktivität von DVB-T war auch durch zusätzlich zu empfangende Programme gegeben. Bei uns gab es früher acht oder neun Sender über Antenne, mit DVB-T waren es zu Beginn weitüber 20 Sender. Ob die alle nun tolles Programm bringen oder nicht, ist erstmal egal – man hat die Auswahl. In den ländlichen Regionen, wo es nur drei Programme über Antenne zu sehen gab, brachte DVB-T immerhin ein Programmangebot von 12 öffentlich-rechtlichen Sendern mit sich.

Andersrum funktioniert das freilich auch: Je weniger Sender über eine Verbreitungsart empfangbar sind, desto unattraktiver ist diese, selbst wenn sie technisch ordentlich skaliert. Und wenn es dann auch noch Alternativen gibt, dann wankt irgendwann die ganze Plattform. Mit dem Weggang der RTL-Gruppe und dem Verschwinden der kleinen Sender – also dem, was Teltarif zu Recht als „Dominoeffekt“ beschreibt, dünnt sich die Senderliste der Antennenversorgten schon deutlich aus. Und mit jedemweiteren Ausdünnen springen Zuschauer von der Plattform ab. Und so muss gefragt werden: Gibt es Kreise, die an einer Schwächung von DVB-T interessiert sind?  Wird DVB-T gerade „de-facto“ demontiert (je weniger Nutzer, je weniger Sender, je weniger Geräte im Handel, je weniger Innovation, je weniger Nutzer, je weniger Sender…)?

Freilich, so mag man sagen, gibt es Alternativen: Der Kabelanschluss ist der letzte analoge Verbreitungsweg (es gibt noch viele Leute, denen es wurscht ist, ob das Bildsignal analog oder digital übertragen wird). Und ein Satellitenempfänger übertrumpft das Breitbandkabel hinsichtlich der Auswahl, Qualität und technischer Möglichkeiten um Welten. In Verbindung mit einem schnellen Internetanschluss bleiben hier keine Lücken. IP-TV ist technisch gesehen auch nicht unattraktiv – aber sauteuer! Und DVB-T hat andere Qualitäten: Die erste ist, dass DVB-T der einzige Standard ist, der Fernsehen ohne Bindung an irgendein Kabel zulässt – theoretisch ist Zimmerantennenempfang grundsätzlich möglich und praktisch wird das auch in besser versorgten Gebieten genutzt – zum Beispiel für Zweitgeräte in Hobbyraum, Schlafzimmer oder Jugendzimmer. DVB-T ist eine für den Zuschauer günstige Technik, die Anschaffungskosten für den Empfänger sind überschaubar, die Wartungskosten für die Antenne sehr gering. Vorhandene Antennenanlagen lassen sich oftmals mit geringen Modifikationen (wenn überhaupt) weiternutzen. Damit steht DVB-T auch Menschen mit geringem Einkommen zur Verfügung. Terrestrik ist für die Radio- und Fernsehgrundversorgung die Technik der Wahl. Mehr als 8 Prozent der Haushalte sehen in Bayern terrestrisch fern. Das sind – heruntergebrochen bei der für Bayern angenommenen Einwohnerzahl von 12,6 Millionen immer noch mindestens eine Million Zuschauer, die auf diesem Weg versorgt werden. Das in Zeiten dahinbröckelnder Werbebudgets RTL und Co. auf einen Gutteil dieser Zuschauer zu verzichten bereit ist, wundert mich sowieso; mir drängt sich sogar der Verdacht auf, dass es sich hier um ein Muskelspiel handelt – dumm nur, dass das auf dem Buckel der Zuschauer passiert.

Kurz – wir brauchen DVB-T…

  • für echten und unlimitierten Fernsehempfang
  • für Fernsehen an Orten, an denen aufwändige Installationen nicht möglich oder unwirtschaftlich sind.
  • zur Sicherung der Grundversorgung.
  • als low-cost Technik für Menschen mit wenig Geld.

Es ist eigentlich nicht hinnehmbar, dass Privatsender dieses wirklich wichtige Stück Infrastruktur in Gefahr bringen. Cui bono? Klar: Einigen Privaten mag ich durchaus das Interesse unterstellen, Zuschauer zum Wechsel auf Übertragungsarten zu „überreden“, auf denen niederschwellig auch Pay-TV realisierbar ist (und das ist hier halt IP-TV, Kabel und Sat). Das Spannende ist auch, dass sich damit freilich ein Wechsel vom maßgeblich werbefinanzierten Privat-TV hin zum Pay-TV andeutet – mit der Gefahr, dass auf diesem Pay TV dann doch Werbung gesendet werden wird (wenn die Gier mal wieder gar keine Grenzen kennt). Das „Opfer“ könnte irgendwann DVB-T sein, denn derzeit ist Pay-TV der RTL-Gruppe via DVB-T nur in Stuttgart und Leipzig vorhanden, in der Fläche ist Pay-TV via DVB-T aber ohne jede Bedeutung. Die meisten Geräte sind auch gar nicht für die sog. Smartcards (die sich bei genauer Betrachtung als ziemlich dumme Karten erweisen – ich kann da nix smartes finden) vorbereitet und nur wegen der RTL-Gruppe wird kaum jemand sein Gerät tauschen. Insofern ist das bewusste Riskieren des „Dominoeffekts“ schon einefreche Aktion.

Nun fallen in Nürnberg also drei weitere Sender unter den Tisch. Beim Shoppingkanal Channel 21 und dem evangelikalen Bibel TV kann ich das noch verschmerzen, Euronews ist ein von mir zwar selten gesehener aber guter und wertvoller Sender. Ich selber hätte mit dem Wegfall von RTL und Co. und den kleinen Sendern gar nicht das große Problem, weil sich auch bei uns der DVB-T-Empfang aufs Schlafzimmer beschränkt und ich diese Sender ohnehin nur selten gucke. Ich bin mir aber völlig bewusst, dass der Wegfall von RTL für viele einen Verlust darstellt. Das könnte den Dominoeffekt weiter verstärken – zumindest mittelfristig. Und selbst die öffentlich-rechtlichen Sender werden sich irgendwann fragen müssen, ob eine Verbreitungsart unter faktischem Ausschluss der Öffentlichkeit noch von Rundfunkgebühren finanziert werden kann.

Was kann man dagegen tun?`Einfach weiter DVB-T nutzen und sich nicht erpressen lassen.

Doch. Man braucht Digitalradio.

Lieber Thomas Gerlach,

gerne folge ich Ihnen auf Twitter, gerne schaue ich in Ihr Blog. Die NN lese ich sowieso. Ich finde das, was Sie da machen gut – aber ich glaube fest, dass Sie sich mit Ihrem Blogpost „DAB-Radio? Braucht kein Mensch.“ irren.

Lassen Sie mich zuerst mal zusammenfassen, was ich verstanden habe: DAB+ sei Ihrer Meinung nach obsolet, weil sich Audiostreaming auch über die Mobilfunknetze erledigen ließe, Flatrates und LTE sei es gedankt (oder stationär eben mit dem DSL). Weiterhin sei diese Technik auch im Auto verfügbar – und  dankt Streaming Media empfängt man zigtausende Sender aus aller Welt.

Das ist richtig – aber eben nur im Prinzip. Jetzt, da nur ein verschwindend geringer Teil der Radiohörer Streaming Audio nutzt, haben weder die Sender noch die Provider Bandbreitenprobleme. Wollte jeder , der heute UKW hört, das Programm via Streaming Audio „empfangen“ — wir könnten weder telefonieren oder anständig im Internet surfen und ganz viele Interessierte Hörer empfingen Schweigen statt Programm.

Warum ist das so? Jeder Stream kostet dem Sender Bandbreite in Höhe der Bitrate und dem Provider ebenfalls. Daher haben Radiosender sog. Slots auf ihren Streamservern, wenn diese belegt sind, dann geht einfach nix mehr. Wenn man sich beliebte Programme wie z.B. Antenne Bayern oder Bayern 1 ansieht, dann haben diese nicht selten viele hunderttausend Hörer gleichzeitig. Das würde bedeuten, dass für jeden dieser Sender eben mal eine Million Slots geschaffen werden müsste. Das stemmen die Sender rein technisch kaum.

Nun aber zu den Providern: OMFG!! Ich gucke nur mal auf LTE. Hier ist eine Bandbreite von 100 MBit per Basisstation spezifiziert. In der Stadt mag das noch angehen, auf dem Land allerdings versorgt so eine Basestation oft Radien mehrerer Kilometer – und das in Gebieten, in denen DSL via Kupferkabel nicht verfügbar ist. Mit diesen 100 MBit soll dann aber auch noch telefoniert werden und im Internet will man damit surfen und am besten auch noch HD-Videos streamen. Kurz: Das wird nix. Wohlgemerkt: Die 100 MBit teilen sich alle – die hat nicht jeder für sich allein. Bei 3G sieht es noch dunkler aus. Nun gut, so könnte man sagen, das Problem entschärft sich, weil LTE ausdrücklich Multicast spezifiziert – aber bei Multicast kaskadieren im Zweifel auch Fehler. Ich persönlich schätze die Stabilität von Multicast auf terrestrischer Infrastruktur als nicht hinreichend stabil ein, um damit z.B. im Katastrophenfall die Bevölkerung zu warnen. Weiterhin werden die Provider kein gesteigertes Interesse an der Verbreitung von Streaming Audio haben, denn LTE spezifiziert nicht nur Multicast sondern auch unterschiedliche Hierarchieebenen – die via deep packet inspection realisiert wird. Streaming Audio ist heute eine eher unattraktive und trotzdem QoS-intensive Sache – will heißen: Die Provider müssen eine gute Infrastruktur vorhalten und bekommen dafür nicht viel Geld – selbst wenn die Netzneutralität kippt. 2010 hab ich mich schon mal mit Netzneutralität und LTE befasst, im Rahmen eines Podcasts. Wer das vertiefen will, kann sich den Ausschnitt ja mal anhören.

Radio wird immer noch gut genutzt: Man stelle sich vor, was mit unseren Netzen passieren würde, wenn wi alle Hörer von Bayern 1, Antenne, WDR2, Radio 88,8, Energy, KISS und wie sie alle heißen auf Streaming Audio umlegen wollten. Hinzu kommt, dass ich Ihrer Kostenargumentation nicht folgen kann. Für eine DSL-Flat zahle ich mindestens 20,- und für eine Mobilfunkflat, die gut genug ist, dass ich damit auch ausreichend Streaming Audio nutzen kann, mindestens nochmal einen Zwanni. Dazu kommt dann die GEZ-Zwangsabgabe der Rundfunkbeitrag. Ok, ich habe diese Flatrates – aber erklären Sie doch mal ihrer Oma, dass sie nun 40,- extra per Monat zahlen soll — um Radio hören zu können. Wollte man Ihre Idee nun auch noch aufs Fernsehen hochskalieren – wir bekämen ein Problem.

Die Vorteile von DAB+ kurz gefasst: Derzeit gibt es hier in Nürnberg eine Auswahl von über 40 Sendern in sehr guter Qualität terrestrisch – darunter sind auch die kleinen regionalen Privatsender wie N1 oder Radio Z. Die Empfänger werden immer billiger und der Empfang auch immer besser. Die Bedienung der Geräte ist oft einfacher als bei analogen Apparaten. Nicht zuletzt benötigt man keine Netzzugangstechnologien. Da DAB mit geringeren Sendeleistungen hinkommt als UKW oder gar Mittelwelle, ist die technische Verbreitung bei besserer Qualität oft billiger. Der „Bundesmuxx“ ermöglicht Autofahrern das kontinuierliche Durchhören eines Senders – von Flensburg nach Garmisch.

Der Pferdefuß von DAB? Geschätzte 300 Millionen Empfänger wollen in Deutschland sukzessive getauscht werden. Das wird mit DAB schon schwer, wenn dann die Geräte über WLAN- Bluetooth oder andere Schnittstellen verfügen müssen, wird das echt kostspielig!

Herr Gerlach, ich in in der Tat der Meinung, dass Streaming Media noch keine Alternative ist.

Herzliche Grüße,

Michi

 

Kleine Rückschau.

So. Wie immer, wenn es mir an Zeit fehlt, schreibe ich über die letzten Tage in Stichpunkten.

  • Simon & Garfunkel sind mir ja ein Graus. Deren halbsteifes Geplätscher ist nicht nur wegen der mangelnden kompositorischen Schöpfungshöhe unerträglich sondern auch wegen ihrem grausigen Vortag. Musik für Tunten und Haschbrüder. Darum finde ich dieses Handfurz-Video mehr als treffend. Drüben bei Ronny.
  • Zypern. Mal kurz gefasst.
  • Zu Zypern: Jetzt ist wohl auch dem Dümmsten klar, wer die Zeche zahlt, wa? Aber weder Privatleute, Politik oder Unternehmen haben das wirklich begriffen und wursteln weiter wie bisher. Herzlichen Glückwunsch.
  • Pensionsfonds deutscher Beamter sind in zypriotischen Staatsanleihen angelegt? Meldet gerade der rbb im Fernsehen. Mich wundert gerade gar nix mehr.
  • soup.io ist igendwie schon den ganzen Abend down. Ist das gerade normal. Don´t panic? Don´t prokastinier.
  • Ey, die Telekom mal wieder! Das ist so ein Dammbruch!! Da reicht shitstormen nicht mehr, da hilft nur noch kündigen.
  • Ich hatte mal ernsthaft erwogen, mir eine D7000 zu kaufen. Ich hab es dann aber gelassen, weil mir zum einen das Geld fehlte und zum anderen, weil ich für die aufgerufenen Euronen gute 16 Megapixel dann doch etwas mager fand. Mir ist schon klar, dass viele Pixel nicht gleichbedeutend sind mit guter Bildqualität. Aber der Body kostet immer noch jenseits der 700er-Marke und da gehen 16 MPix nun wirklich nicht mehr. Das hat man wohl auch im Hause Nikon kapiert und legt nun mit der D7100er nach. 24 MPix ohne Tiefpassfilter. Kauf ich jetzt freilich noch nicht, zahle keine erly adoptors punishment fee. Aber gut zu wissen, dass die Lücke geschlossen wurde. Mal die nächste Photokina abwarten.
  • Oh, das S4 von Samsung wurde vorgestellt. Zahlreiche neue Funktionen, absolutes Luxus-Display, alles richtig chic. Nur: Wer braucht das? Wer ein S3 hat, kauft der dann sein S4? Vor einigen Monaten hab ich noch über die fehlenden echten Innovationen beim nun nicht mehr ganz so neuen iPhone geranted. Irgendwie bin ich versucht, das auch beim One und beim S4 zu tun. Ich habe ein altes One X, das hat einen Vierkernprozessor (!). Sowas hat mein Rechner unter dem Schreibtisch nicht! Wer soll das kaufen? Was hat man davon?
  • Ich will im Übrigen ein echtes Open-Source-Phone. Mit Performance. Dieses Android ist schon eine echte Taschenstasi. Ich zähle da sehr auf das Firefox OS.
  • Ich höre eigentlich kein Radio F, weil ich mit Oldies und Schlager recht wenig anfangen kann. Aber diese Woche habe ich eine Ausnahme gemacht – und wenn ich dran denke, mache ich die gerne nächste Woche wieder: Auf Radio F gibt es mittwochs von 19 Uhr bis 20 Uhr die Sendung „Vor Ort Spezial“ – die Stadtratfraktionsvorsitzenden geben sich im BZ die Ehre, um aktuelle Themen zu diskutieren und F überträgt das. Der Moderator, Herr Moosberger, hat einen recht „eigenen“ Stil, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Das ist mal wirklich Radio für Nürnberg! Auch über DAB+. Mehr Infos hier.

Streckt der SÖR die Waffen vor 5cm Neuschnee?

Ein Rant auf den SÖR? Wie originell. Das weiß ich selber, aber der Zorn muss raus. Und warum sollte so ein Blog nicht auch einmal der Seelenhygiene dienen.

Irgendwie rante ich jedes Jahr, hier habe es es mal mit einem Interview versucht, hier war ich gefrustet.

Der heutige Wintereinbruch kam nun wirklich nicht überraschend. Am Montagabend fiel im Nürnberger Norden der erste leichte Eisregen, am Mittwochabend begann es schon ein wenig zu schneien, und auch der Wetterbericht von BR, NN und Wetterochs wusste von 5–10 cm Neuschnee zu künden. Wir dürfen also nicht überrascht tun, auch der SÖR nicht. Was wir dafür heute früh auf den Straßen erleben mussten, war schlicht unmöglich. Um 8.30 Uhr war weder die Welserstraße noch die Äußere Bayreuther Straße geräumt oder gestreut. Die Oedenberger Str. und der Nordostbahnhof – eine Eisplatte.

Das inzwischen das Geld fehlt, während einer Winterperiode Nebenstraßen auch nur ein einziges Mal zu räumen, daran haben wir uns über die Jahre gewöhnt – in Johannis gleichermaßen wie in Schoppershof, Ziegelstein oder Rennweg. Das mittelgroße Straßen wie die Bessemerstraße oder am Klingenhof nicht mehr geräumt werden – wir sind ja leider bereits darauf eingestellt. Nun aber muss ich feststellen, dass selbst die Nürnberger Hauptverkehrsstraßen nicht mehr geräumt werden.

Heute Morgen habe ich Radio Energy Nürnberg gehört – dort Warnungen vor Glätte überall. Überall? Nein, ein kleines gallisches Dorf namens Fürth hat schneefreie Straßen.

Warum kriegt es der SÖR inzwischen nicht mal mehr gebacken, die Nürnberger Hauptverkehrsstraßen bis um halb Neun zu räumen? Gut, Nürnberg hat – Delfinlagune, fahrerloser U-Bahn und einigem anderen Blödsinn mehr – über eine Milliarde Euro Schulden (Pro-Kopf-Verschuldung aus 2009 zum Vergleich – interessante Grafik, die ebenfalls Bände spricht), aber steuern wir nun wirklich auf britische Verhältnisse zu?

So geht es jedenfalls nicht weiter: Sanker, die sich vor dem Theresienkrankenhaus nicht gebremst kriegen, Auffahrunfälle, Schneckentempo auf den Hauptstraßen. 5cm Neuschnee und eine Stadt kriecht. Das kann doch nicht sein.

Welcher Blogger hat Lust auf Weiterbildung – Teil II

Vor guten drei Monaten rief ich hier im Blog auf, mich bei meiner Arbeit zu unterstützen: Ich lobte die Teilnahe an einem Seminar aus – gegen einen Bericht auf einem Blog. Wer sich für die Modalitäten der Aktion interessiert, der kann sie hier nachlesen.

Es dauerte nicht lange und schon hatte ich einige Anfragen, darunter die von meinem bloggenden Kollegen Ralph Stenzel aus der Nachbarschaft Fürth. Ralph hat am Seminar teilgenommen und einen detaillierten, erfrischend ehrlichen Bericht abgefasst und Ralph hat uns wertvolle Verbesserungsvorschläge unterbreitet. Und so will ich Euch sein Werk nicht vorenthalten und fordere Euch auf, drüben beim zonebattler über den

Rollentausch

nachzulesen.

Für die GA hat sich die Aktion in zweifacher Hinsicht gelohnt – wir haben einen ehrlichen Bericht über einen Ausschnitt unserer Arbeit erhalten und das es sich bei diesem Artikel nicht um ein Gefälligkeitspost handelt, merkt man schnell. Ich hoffe für Ralph, dass auch er vom Seminar profitiert hat.  Und weil alles so gut gelaufen ist, gehen wir in die zweite Runde: Gute Vorsätze fürs neue Jahr? Weiterbildung im ersten Quartal 2013? Dann, liebe Bloggerkollegen, haut in die Tasten (Kontaktdaten hier und im Post zur Aktion).

Zu verschenken: Canon LiDE 30-Scanner

Vor einigen Tagen habe ich diesen wunderbaren Scanner von einem Freund geschenkt bekommen – es handelt sich um einen A4-Flachbettscanner LiDE 30 von Canon. Ich hatte viele Jahre einen LiDE 20 im Einsatz, den ich innerhalb der Familie weitergegeben habe und so freute ich mich sehr über den „30er“-Zuwachs.

Die LiDEs sind eine vielverkaufte Scannerserie von Canon, waren sie doch mit die ersten, die LED-Beleuchtungstechnik bei Scannern in den Markt für Heimanwender brachten. Und der LIDE wird über USB nicht nur angeschlossen sondern auch mit Strom versorgt. Und das ist schon chic – denn hier spart man sich ein weiteres Netzteilund zusätzliches Kabekgebammel…

Zum Scanner selbst: 48 Bit Farbtiefe, 1200 X 2400 dpi, das ist auch heute für den Hausgebrauch noch echt in Ordnung. Seinerzeit (er wurde 2003/2004 gehandelt) waren für das Gerät 120,- Euro aufgerufen. Der Zustand ist gebraucht aber ok, auf der Aluverkleidung des Deckels sind zwei Dellen – keine Zierde aber das tut der Funktion keinen Abbruch.

Ich verschenke den Scanner an jemanden, der ihn gebrauchen kann (wenn ich ihn versenden muss, dann bitte ich um Portoersatz).

Hat die Sache einen Haken? Ja, hat sie: Der Scanner ist bei 64-Bit Systemen (Win 7 und Win 8) und mit dem aktuellen OS X Lion nicht benutzbar. Das liegt an der Treiberversorgung: Canon hat für diesen Scanner keine 64-Bit-Treiber. Nativ gibt es Treiber für XP und Vista, die sollten unter 32 Bit auch bei Win 7 ihren Dienst tun (was ich aber nicht getestet habe). Auch unter Win 7 Professional lässt sich mit der XP-Kompatibilitätskiste nichts machen, es hängt einfach mal an diesen verflixten 64 Bit… Wer den Scanner also haben will und ein 32-Bit-System fährt – sehr gerne! Wer ein 64-Bit-System hat, wird mit dem Teil nicht froh.

Nun noch ein paar Zeilen zum Thema Nachhaltigkeit: Ich bin ja stinksauer auf Canon! Der LiDE 100 oder 120 hat entsprechende Treiber, nur für diese alten 20er und 30er werden keine neuen Treiber zur Verfügung gestellt. Das ist schon echt armselig – man möge sich einfach einmal vor Augen halten, wie viele von diesen Dingern verkauft wurden… An jedem zweiten Uni-Arbeitsplatz und in jeder dritten Studentenbude verrichtete so ein Ding seinen Dienst. Und die sollen jetzt alle auf den Müll, obwohl die Auflösung dieser Geräte echt noch gut reicht? Das kann es ja nicht sein! Daher auch das Angebot hier: Der Scanner ist viel zu schade zum Wegschmeißen, diese LiDEs sind flott und liefern richtig gute Bilder. Es ist echt übel, dass wegen eingestellter Unterstützung solche Geräte unbrauchbar werden.

Keine Shoutbox mehr im Blog.

Ich habe gerade die Shoutbox gekillt. Das war auch dringend überfällig, weil dieses Drecksding diese Seite seit einigen Tagen mit 14 (sic!) Trackern verseucht hat. Über die Hintergründe der Aktion schreibe ich Euch morgen ein paar Zeilen. Dies nur zur Info. Wer pfopfern möchte und nun die Pfopferbox vermisst, der schreibt mir einfach eine Mail.

1 21 22 23 24 25 49