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Unboxing: Kathrein HD-Satreceiver UFS 903

Nachdem ich mit dem zuerst angeschafften Opticum-Receiver ja nicht so zufrieden war, musste recht schnell ein Ersatz her (und weil mir durchaus klar ist, dass man – um ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen – auch monetär eine Schippe zulegen muss) habe ich mich bewusst für einen Receiver des Rosenheimer Herstellers Kathrein entschieden – eine kleine HD-Box mit der Type UFS 903.

Vorweg: Diesen Kauf bereue ich nicht, zeugt der Kathrein-Receiver in Bild und Ton sowie in vielen kleinen Details von Qualität (die aber ihren Preis hat).

Nimmt man den Receiver aus der Box, so erwartet einen auf den ersten Blick nichts besonderes. Das Gerät selbst ist von diskretem – fast biederem Design – nur die obere in silber gehaltene Abschlusskante lockert das sonst schwarz gehaltene Gerät auf. Weiterhin befinden sich ein Netzkabel, die Bedienungsanleitung, die Fernbedienung nebst Batterien und als Schmankerl ein HDMI-Kabel mit im Karton. Es ist schon ein besonderer Service, dass das HDMI-Kabel gleich mitgeliefert wird, bei unserem HDMI-fähigen DVD-Recorder, der ungleich teurer war, lag so ein Kabel beispielsweise nicht bei.

Zum Gerät selbst ist zu sagen, dass es über ein Volltextdisplay verfügt (das aber nur Großbuchstaben darstellen kann – es ist kein Punktmatrixdisplay wie z.B. beim Imperial HD2plus – aber es ist deutlich größer und lässt sich auch aus einiger Entfernung einwandfrei ablesen). Ein weiteres, wie ich finde, wichtiges Detail muss Erwähnung finden: Der Netzschalter, der eine komplette Trennung vom Netz erlaubt, befindet sich auf der Gerätevorderseite. Das ist eine Seltenheit – und gut für Geldbeutel und Umwelt, lässt sich der Receiver doch ohne jeden Aufwand abschalten, wenn man ihn nicht braucht. Außerdem findet sich eine Wippe zum Wechseln der Kanäle und eine Umschalttaste für den TV/Radiomodus an der Front. Auch das ist eine Seltenheit. In den 1990er Jahren war es weit verbreitet, die TV/Radio-Umschaltung direkt am Satempfänger vorzunehmen, heute ist das eher die Ausnahme. Dabei ist das wahnsinnig praktisch, denn so kann ich den Receiver, im Wohnzimmer an der Stereoanlage angeschlossen, einwandfrei zum Radiohören verwenden – ohne den Fernseher einschalten oder nach der Fernbedienung angeln zu müssen.

Auf der Rückseite des Geräts finden sich genau die Anschlüsse, die man braucht – nicht weniger und nicht mehr. Natürlich der Eingang für das von der Antenne kommende Kabel (auch Einkabelsysteme handelt der UFS 903) und der durchgeschleifte Ausgang. Auch die Euroscart-Buchse sucht man nicht vergeblich – gut so, denn nicht selten braucht man die auch. Ins Auge fällt außerdem der USB 2.0-Anschluss, der auch über die Stromspeisung von passiv gespeisten Festplatten verfügt. Dann der Lichtleiterausgang und ein SPDIF-Ausgang für die digitale Tonübertragung, ein einfacher analoger Videoausgang sowie ein analoger Audioausgang via Cinch. Und selbstverständlich – ganz wichtig: Die HDMI-Buchse.

Und dann gibt es da noch eine IR-Buchse: Hier kann man einen optionalen IR-Sensor anschließen, außerdem fungiert diese Anschluss als Datenschnittstelle für Servicezwecke. Sowas brauche ich nicht und wüsste auch gar nicht, wie ich das testen kann.

An dieser Stelle schreibe ich etwas über die Fernbedienung. Man benutzt sie sehr oft und deshalb ist sie auch wichtig. Kathrein ist es mit der beigelegten Fernbedienung gelungen, dem Kunden etwas in die Hand zu geben, was wirklich ordentlich ist. Die Fernbedienung ist leicht und schmal und liegt doch gut in der Hand. Auf etwa der Hälfte sind die Tasten für die Lautstärke und eine Wippe zum Programmwechsel, zum „Zappen“ angebracht, und zwar genau so, dass der Daumen exakt auf diesen Tasten liegt, wenn man die Fernbedienung in die Hand nimmt. Diese Tasten sind auch noch „daumenergonomisch“ abgesetzt angebracht und man findet sie auf Anhieb blind. Ich muss zugeben, dass ich bei keinem Receiver eine bessere Fernbedienung gesehen habe.

Die Tasten selbst sind zum einen aus Gummi, die weißen Programmwechseltasten und das ockerfarbene Steuerkreuz sind aus harten Plastik gefertigt. Sowohl die Gummitasten als auch die Kunsstoffwippen haben einen deutlichen Druckpunkt und geben mechanisches Feedback. Sehr lobenswert ist, dass die Fernbedienung den Receiver auch dann schaltet, wenn man sie nicht direkt auf das Gerät hält. Man kann umschalten ohne zu zielen – so soll es sein.

Nun mag der ein oder andere Leser anmerken, dass die Fernbedienung ja nur ein Detail ist – aber wenn man sich vergegenwärtigt, wie oft man eine Fernbedienung zur Hand nimmt, ist es schon wichtig, auch eine gute Fernbedienung zu haben. Diese Fernbedienung empfinde ich als optimal – sie ist sehr konservativ gestaltet und sie ist sehr komfortabel.

Die Installation des Receivers verläuft problemlos  – schnell ist die Auflösung des Fernsehers über HDMI, die Zeitzone und der oder die emfangbareN SatellitEn definiert. Auch lässt sich schon hier vorwählen, ob nur frei empfangbare Programme oder zusätzlich verschlüsselte Sender gesucht werden sollen – das spart einem später Arbeit – denn die verschlüsselten Sender müssen nicht händisch gelöscht werden. Auch die Vorprogrammierung des Empfängers ist halbwegs sinnvoll – lange Sortierorgien entfallen. Nach der Erstinstallation (das Menü wird in HD übertragen und lässt sich wirklich exzellent lesen) empfehle ich einen Suchlauf – hierbei werden nur neu hinzugekommene Sender abgelegt.

Bild und Ton können überzeugen: Der via HDMI übertragene Ton ist über jeden Zweifel erhaben, die HD-Sender liefern ein sagenhaft scharfes und kontrastreiches Bild. Die normalen „SD“-Sender werden überzeugend dargestellt, Klötzchen und Artefakte sind die absolute Ausnahme, Schwenks laufen flüssig über den Bildschirm.

Gleichermaßen für Plasmafernseher wie für LCD/LED-Technik eignen sich die Bildformate in PAL (Auflösung 720 x 576 Bildpunkte), 720p (1280 x 720) und 1080i (1920 x 1080).

Das Umschalten zwischen den Sendern verläuft zügig, es ist angenehm, könnte aber durchaus schneller sein. Die billigeren Geräte von Opticum und Digitalbox, die ich parallel getestet habe, fühlten sich beim Schaltvorgang schneller an.

Der UFS 903 verfügt zum einen über einen internen Videotext-Decoder und zum anderen wird das VT-Signal – also die Austastlücke – über Scart mitübertragen. Der interne Decoder funktioniert gut – die verwendete Schrift ist angenehm lesbar und wesentlich weniger „pixelig“ als man es vom konventionellen VT gewohnt ist. Hier hat Kathrein wieder ein kleines Detail perfektioniert – allerdings nur halb, denn die Tafelsuche dauert mir persönlich zu lang.

Sehr ausgereift und schön zu bedienen ist auch das EPG. Hier vermisst man keine Funktion, es verfügt über eine sinnvolle Kalenderfunktion und ist zudem in HD gut lesbar. Das Handyfoto des Fernsehschirms kann die tatsächliche Bildschärfe nur erahnen lassen. Über das EPG löassen sich auch Aufnahmen programmieren etc. Überhaupt ist die Menüsteuerung sehr dezent und logisch – diese gute Umsetzung erhöht den Bedienkomfort merklich.

Über die Aufnahmefunktion kann ich noch nichts sagen – ich bin noch nicht dazugekommen, diese auszuprobieren.

Mein erstes Fazit: Der Receiver ist super, denn es stimmen zum einen die Bild- und Tonqualität und außerdem sind viele Details liebevoll und elegant angepasst worden. Der Bedienkomfort ist ausnehmend gut – allerdings könnte das Gerät beim Umschalten, besonders aber beim Videotext schneller sein. Out of the box ist der UFS 903 eine prima Sache – Nichttechniker kommen mit der ausführlichen Anleitung in einwandfreiem Deutsch (heute leider eine Rarität) gut zurecht. Das Design des Receivers ist unspektakulär – dezent, das Design der Fernbedienung konservativ. Dies spielt in Anbetracht des im Receiverbereich durch nichts übertroffenen Komfort aber keine Rolle.

Ich habe mit zwei guten Freunden lange diskutiert, ob es überhaupt lohnt, für einen Receiver mit diesem Funktionsumfang so viel Geld auszugeben. Der Fachhandel hält ähnlich ausgestattete Geräte schon ab etwa 120 Euro bereit. Die Qualität des UFS 903 erreichen sie aber nicht. Der Receiver kostet im Fachhandel etwas über 200 Euro, in Internetshops ist er ab etwa 170 Euro regulär zu haben, mit Glück findet man ein (rares) Angebot für etwa 150 Euro*, billiger habe ich ihn noch nicht gesehen. Ich bin dr Meinung , dass es sich wirklich rentiert. Der Bedienkomfort bei einem täglich genutzten Gerät sollte ein paar Mark wert sein – außerdem nutzt einem ein teurer Fernseher nichts, wenn man ihm ein mittelmäßiges Signal zuführt.

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*Den Receiver habe ich bei comtech gekauft – hier wird er derzeit noch zum Kampfpreis von 149 Euro (bei kostenlosem Versand) angeboten. Per Vorkasse bezahlt, erreichte mich das Gerät gut verpackt binnen kürzester Zeit – ich bin echt zufrieden zund kann diesen Shop nur weiterempfehlen.

RTL-Gruppe stellt die Verbreitung ihrer Programme in Nürnberg über DVB-T ein

Die Meldung sorgt schon für Verwirrung, war doch in der Vergangenheit gerade die (technische) Vielfalt der über DVB-T übertragenen Programme neben der kalten Abschaltung analoger Frequenzen ein Erfolgsgarant für DVB-T.

Nun aber kursiert eine Meldung, die Gegenteiliges besagt und so gar nicht in die „DVB-T“-Strategie der vergangenen Jahre passen will: Die RTL-Gruppe steigt zum 1. November 2010 aus der Verbreitung ihrer Sender RTL, RTL II, Super RTL und VOX über DVB-T im Großraum Nürnberg aus.

Das löst bei mir Verwunderung aus – DVB-T profitierte von den „Privaten“ ganz erheblich, denn der Kauf einer Box rentierte sich erst mit der Bereitstellung vieler Programme. Zur Situation von DVB-T ist weiterhin anzumerken, dass es gerade in günstigen Wohnungen in den Altbaugebieten recht verbreitet ist: Dort ist oft die Dachantenne noch vorhanden bzw. wenn dort ein Sat-Anschluss anliegt, dann meistens nur einer pro Wohneinheit über die Gemeinschaftsanlage. Gerade also in den genannten Altbaugebieten, die nicht am Kabel hängen, hat DVB-T einen gewissen Stellenwert – zumal DVB-T im Stadtgebiet keine Antenneninstallation außerhalb der Gebäude erfordert.
Warum aber ist es zu dieser Situation gekommen? Nach allem, was sich insbesondere im entsprechenden Horizont-Artikel findet, hat die Bundesnetzagentur im Rahmen der Frequenzvergabe für die LTE-Netze zur Internetanbindung des ländlichen Raums via Mobilfunk genau jenen Bereich für diese Zwecke ausgewiesen, auf dem die RTL-Gruppe (zumindest zum Teil) sendet. Werden DVB-T-Frequenzen aber verändert, so steht dem jeweiligen Programmanbieter ein Sonderkündigungsrecht zu – und von diesem hat RTL überraschenderweise Gebrauch gemacht. So ist bei Horizont auch die Argumentation der RTL-Gruppe für diesen Schritt nachzulesen: Für die neuen Frequenzen erhalte man von der Netzagentur keine Zusage über das korrekte Funktionieren der Frequenzen. Und deshalb ziehe man das Engagement der RTL-Verbreitung in der Region Nürnberg über DVB-T zurück.

Für die Verfechter von DVB-T ist das ein schwerer Schlag. RTL ist Quotenbringer, gestern zum Beispiel wurde dieses Cobra-11-Ding von über 4 Millionen Menschen im Bundesgebiet gesehen. Auch wenn sich die Leserschaft dieses Blogs wohl nicht aus Cobra-11-Zuschauern rekrutiert – in der Masse hat RTL seine Zuschauer.

RTL wiederum lebt von Werbeeinnahmen und müsste der damit verbundenen Logik nach doch ein massives Interesse daran haben für jeden jederzeit über alle denkbaren Verbreitungskanäle empfangbar zu sein. Warum geht RTL dann den Deal mit der Bundesnetzagentur nicht ein und wechselt die Frequenzen?

Darüber kann nur spekuliert werden. Vielleicht ist sich RTL seiner Marktmacht gewahr oder überschätzt diese sogar dahingehend, dass sie den Zuschauern die Einstellung eines Übertragungsweges bewusst zumuten um sie damit zu zwingen, auf einen Verbreitungsweg zu wechseln, der das Quasi-Pay-TV HD+ erlaubt.

Für alle Nürnberger DVB-T-Zuschauer ist das natürlich ärgerlich: Sie müssen ab dem 1. November auf die Sender der RTL-Gruppe verzichten.

Ebenso bekundet die BLM nicht gerade Freude – und kündigt zudem an, die Frequenzen neu auszuschreiben. Welche Programme in Zukunft anstelle der RTL-Sender über DVB-T in Nürnberg zu sehen sein werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

Quelle, Quelle.

evosonic radio – Archiv

Es muss wohl um das Jahr 1998 herum gewesen sein, so genau weiß ich das nicht mehr… Damals kaufte ich für fünfzig Mark eine gebrauchte Grundig-Satellitenanlage mit einem etwas heruntergewirtschafteten Receiver (damals noch rein analog – logisch) und einem lichtgrauen 60er-Spiegel und freute mich, dem terrestrischen Radioangebot zumindest zum Teil entronnen zu sein.

Kaum zu glauben, dass das schon über zehn Jahre her ist. Über die Satantenne hörte ich mit wachsender Begeisterung evosonic radio. Ende 99 hat dieser Sender aufgegeben – sehr schade. Und so musste ich dann das zweite elektronische Satradio hören – sunshine live – aber so recht gefreut habe ich mich darüber nicht.

Der Sound von evosonic war optimal, die DJs hochkarätig. Der Empfang war immer etwas wackelig – soweit ich mich erinnern kann, hat evosonic des Öftern den Tonunterträger gewechselt und die Kofigurierbarkeit der ollen Sat-Kisten war auch nicht so prall- aber man tut einiges für guten Sound. Ich habe mir immer wieder mal ein Set auf Tape aufgenommen – Walkmanfutter – leider haben diese meine fünf Umzüge bis heute nicht überstanden. Aber: Es gibt ja das Internet, diese alles vorhaltende allwissende und allesspeichernde Müllhalde und so brach bei mir heute mittelschwere Begeisterung aus, als ich das evosonic radio – Archiv entdeckte.

Das ist nur noch krass – hier werden wirklich zahlreiche Mitschnitte und Sets aus der doch recht kurzen Sendezeit von evosonic Radio vorgehalten – einmal via Filesharing (was bei mir leider nicht funktionieren will) und einmal über einen Filehoster. Fein, fein.

Wer sich mal wieder in die technoiden End-Neunziger zurückbeamen will, dem lege ich besonders diese Datei hier ans Herz – damit sollte man doch recht fix ans Ziel kommen. Den Betreibern des Archivs auf jeden Fall ein herzliches Dankeschön – riecht nach extrem viel Arbeit und macht tierisch Spaß!

Angetestet: Sat-Receiver Opticum 7300V PVR CI2CX Plus

Da ich nach meinem Umzug weg von KDG und NefTV bin und nun über Satelliten-Direktempfang verfüge, mussten auf die Schnelle zwei Satellitenreceiver her. Und da mich meine bessere Hälfte dringend ermahnte, doch nicht so viel Geld auszugeben, entschied ich mich nach intensiver Netzrecherche dazu, einen OPTICUM 7300V PVR – Receiver zu kaufen. Weil ich nicht so recht zufrieden bin mit dem kleinen Kasten, will ich hier einmal ein paar Worte zum Gerät verlieren.

OPTICUM 7300V PVR CI2CX PLUS

OPTICUM 7300V PVR CI2CX PLUS

Bevor ich lästere, muss eines gesagt sein: Das Preis-Leistungsverhältnis des OPTICUM ist ganz hervorragend – für um die 60 Euro geht der Receiver in diversen Online-Shops raus und für dieses Geld kann man nur wenig meckern. Aber jeder, der die Neuanschaffung eines Receivers plant, sollte sich durchaus überlegen, ob er nicht etwas mehr Geld einsetzen will.

Der Receiver wird in einer kleinen Packung geliefert, die neben dem Gerät selbst eine Fernbedienung und zwei Batterien für selbige sowie eine Bedienungsanleitung enthält. Die Fernbedienung ist etwas billig und klein geraten, auch die Tasten sind nicht besonders ergonomisch und etwas wabbelig. Der Receiver selbst ist mittelmäßig verarbeitet. Es wackelt und klappert nichts, die Front wirkt nicht so edel, na gut, man muss den Preis im Auge behalten. Überraschend gut ist die Bedienungsanleitung – sie ist knapp gehalten und für Menschen mit einem gewissen technischen Background auch ganz gut verständlich.

Knappe 60 Euro hat der Satempfänger gekostet und für dieses Geld wartet der OPTICUM mit allerhand Features auf – die wichtigsten seien hier einmal genannt:

  • der HDMI-Ausgang ist ein echtes Feature. Das Bild wird aber nur in normaler Auflösung übertragen – denn es handelt sich beim OPTICUM 7300V ausdrücklich um kein HD-fähiges Gerät. Dennoch ist der HDMI-Anschluss eine feine Sache – liefert er doch das bestmögliche digitale Bildsignal an den Fernseher
  • Kartenvielfalt: Wer gerne PayTV-Angebote nutzen möchte, ist mit dem OPTICUM gut dran – es besteht eine Aufnahme für ein CAM-Modul und zwei Slots für Conax-Smartcards. Das ist in dieser Preisklasse unerreicht!
  • Es gibt zwei USB-Schnittstellen. Eine dient nur der Stromversorgung und ist sonst ohne Funktion, die zweite Schnittstelle erlaubt den Anschluss eines USB-Sticks oder einer externen Festplatte, so wird der Receiver zum Videorecorder
  • Die Reaktionszeit des OPTICUM ist sehr gut – schnell ud flüssig lassen sich die Programme umschalten, auch die Reaktionszeit im Menü ist gut. Das ist der verbauten MIPS-CPU geschuldet
  • DiSEq 1.0 und 1.2: Rotorantennen und Multifeedantennen können angesprochen werden

Schnell verlief die Installation – für Astra und Hotbird ist der Receiver vorprogrammiert – nur: So richtig aktuell ist die Senderliste nicht. Daher ist ein Suchlauf eigentlich notwendig, will man nicht nur die „Hauptsender“ sehen. Das Sortieren der Senderliste ist ganz angenehm – das Menü erinnert mich irgendwie an das der kleinen Edision-Geräte. Es ist weder besonders schlecht noch besonders übersichtlich  – man kommt ganz passabel klar. In HD ist da natürlich nichts – selbst auf einem Plasma-TV wirkt die Schrift pixelig.

Pixelig ist auch das Bild, selbst auf den mit ausreichender Bandbreite abstrahlenden Hauptsendern fällt das – auch im Vergleich mit anderen Receivern – deutlich auf. Selbst bei einer Signalstärke von 98 Prozent neigt das Fernsehbild zur Klötzchenbildung – und erinnert so an die ersten Digitalreceiver, die um das Jahr 2000 ins Land schwappten. Das Bild ist akzeptabel – nicht schlecht aber auch nicht gut. Das gilt auch für den Ton. Der ist ok, in den Höhen etwas zu spitz, im Bassbereich ist er etwas dünn. Hier wäre – dem günstigen Preis zum Trotz – mehr drin gewesen.

Über die PVR-Funktion kann ich nichts sagen. Nach einigen Tagen im Test habe ich mich entschlossen, den OPTICUM zurückzugeben und mehr Geld für einen besseren Receiver in die Hand zu nehmen. Das gilt auch für das EPG – ein zwar wichtiges Element, nach der Bild- und Tonerfahrung ist das kein Bewertungskriterium mehr für mich.

Den Videotext habe ich getestet: Der interne Decoder baut die Seiten schnell und zuverlässig auf.

Die Bedienung des Receivers ist im Groben und Ganzen ok – die wesentlichen Funktionen lassen sich auch ohne Fernbedienung am Gerät steuern, das Menü ist in Ordnung. Das Display des OPTICUM ist sehr hell, zeigt im Standby die Uhrzeit und beim Umschalten auf einer Länge von acht Zeichen auch kurz den Sendernamen. Gut lesbar ist es zweifelsohne – ins Schlafzimmer würde ich den Receiver aber nicht stellen – leuchtet das Displaydoch sehr hell.

Wer die bei der Auslieferung aufgespielte Softwareversion verwendet, wird sich früher oder später über einen recht skurrilen Bug freuen oder ärgern:

Glückskeks-Bug

Glückskeks-Bug

Einmal täglich überrascht der Receiver durch Einblendung eines kurzen, völlig sinnfreien Satzes. Was das soll? Ich habe keine Ahnung. Wozu das gut ist? Zu nichts. Der Satz bleibt einfach am unteren Bildrand stehen – auch beim Umschalten. Erst ein Neustart lässt die Weisheit verschwinden – am nächsten Tag kehrt eine neue, dämliche wieder. Woher kommt das? Ich kann nur spekulieren: Vielleicht ist der Receiver aus chinesischer Produktion, vielleicht sind das Glückskeks-Sprüche und wenn dem so wäre, dann sind sie einfach schlecht übersetzt. In diesem Sinne: Zur Sicherheit wegen Wiebke.

Update: Der Fehler scheint sich durch eine krude programmierte Subtitle-Funktion eingeschlichen zu haben. Wenn eine Sendung Untertitel mit ausstrahlt, kann der Receiver die problemlos umsetzen, wenn es keinen gibt und man hat die Subtitlefunktion versehentlich gewählt, bringt der Receiver irgendwann irgendwelche Sätze oder Satzfetzen. Keine Glückskekse. Eigentlich schade.

Für wen eignet sich der Receiver und wer sollte über etwas anderes nachdenken? Der HDMI-Anschluss verleitet zu der Annahme, dass mit dem OPTICUM HD-Sender empfangen werden können. Das ist nicht so. Wer einen HD-fähigen Receiver sucht, braucht ein anderes Gerät. Auch große LCD/Plasmafernseher harmonieren nicht so recht mit dem Receiver, denn hier fällt das nicht immer perfekte Bild zu deutlich ins Gewicht.

Geeignet ist der Receiver aber als Zweitgerät für das Arbeitszimmer oder Wochenendhaus. Wer kein HD braucht, ab und an gerne etwas aufzeichnen will und (so wird ihm in einschlägigen Foren beschieden) bei mittlerer Signalstärke noch guten Empfang wünscht, der kann den OPTICUM durchaus gebrauchen. Der Preis des Receivers ist für das, was er an Features mitbringt, günstig.

Letztlich bleib noch zu klären, was OPTICUM für ein Hersteller ist. So ganz schlau werde ich daraus nicht. In Polen werden unter dem Label Router vertrieben, die OPTICUM-Receiver sind bei Globo Polska gelistet. Der Deutschlandvertrieb sitzt in der Nähe von Berlin. Wo die Geräte hergestellt werden, weiß ich nicht.

Wirtshaus-Explorer: La Fabbrica

Etwas zurückgesetzt in der Oberen Kanalstraße in Gostenhof befindet sich ein wunderschöner Industriebau – die ehemalige „Karl Mahr Maschinenfabrik“. Vor wenigen Jahren war hier noch ein Sozialkaufhaus beheimatet – heute befindet sich im Hochparterre die Trattoria „La Fabbrica“ – ein inzwischen nicht mehr ganz geheimer Tipp für gute italienische Küche in Nürnberg.

Heute zur Mittagszeit besuchten wir die „Fabbrica“ – und hatten einen durchweg guten Eindruck vom Restaurant.

La Fabbrica - Nürnberg

La Fabbrica – Nürnberg

Wer die „Fabbrica“ betritt, blickt zuerst auf den großen, mit Holz befeuerten Pizzaofen – ein Markenzeichen der Trattoria sind demnach auch die Pizzen. Wagenradgroß sind sie, reichlich und saftig belegt auf einem feinporigen, hauchdünnen Teig, der rund und mild schmeckt (ohne den oft so störenden Hefegeschmack). Zum Tischgedeck wurde uns eine Pfeffermühle und ein mit geschnittenen Chilis aromatisiertes Olivenöl gereicht – für den georderten Salat bekamen wir stilecht eine Menagerie mit Aceto und Olivenöl.

Der Service war freundlich und schnell, die Tafel mit den Empfehlungen des Tages wird jedem Gast bei der Bestellung auf einer Staffelei an den Tisch gebracht.

Zu loben ist weiterhin der ausgezeichnete Cappuccino – ein hervorragender Milchschaum krönte den starken und würzigen Espresso.

Das Ambiente der „La Fabbrica“ ist nett – der Charme des Industriebaus blitzt hier und da durch die dezente Dekoration des Gastraums. Auf der weitläufigen und schönen Terrasse finden 70 Leute Platz.

Preislich befindet sich das Essen im gehobenen Mittelfeld – die Pizzen kosten zwischen sechs und zehn Euro, die (hausgemachte) Pasta kostet um die zehn Euro, ein Rindfleischgericht schlägt mit 18 Euro zu Buche, auch Salate kosten bis zu acht Euro. Zu loben sind die Getränkepreise, ein Softgetränk kommt auf 2,80 Euro und auch der Cappuccino ist mit 2,60 Euro bezahlbar.

La Fabbrica, Obere Kanalstr. 25, 90429 Nürnberg, Telefon: 260510.

Offline.

Liebe Freunde, in den nächsten zwei Wochen bin ich erst mal offline. Das hat zum einen den Grund, dass der Umzug meine zeitlichen Ressourcejn ziemlich bindet und zum anderen, dass es die NEFkom M-Net verkackt hat, mein DSL rechtzeitig umzuziehen.

Verkackt? Ja, verkackt. Monate vorher bin ich in deren Kundenbüro gegangen und habe das alles persönlich in die Wege geleitet, als Termin für den Umzug des ISDN/DSL-Anschlusses war der 20. avisiert – aber die NEFkom M-Net schiebt die Schuld zum einen der Telekom und zum anderen mir (!) in die Schuhe. Frechheit!!!

Was ist in der Zwischenzeit so passiert?

Beim JayBook 9901 geht es nach wie vor richtig rund in den Kommentaren – es ist toll, zu sehen, wie viele Leute sich so intensiv mit diesem kleinen Computer beschäftigen. Ich hätte auch gerne de n ein oder anderen Tipp nachvollzogen – aber mir fehlt gerade einfach die Zeit.

Auch auf mein Post zu dieser intransparenten Inkasso-Geschichte melden sich immer wieder Geschädigte in den Kommentaren. Langsam kristallisiert sich heraus, dass Thomas kein Einzelfall ist. Interessant ist auch, wem die gehören und wie die sich selbst darstellen. Es empfiehlt sich, das Ganze nur auf leeren Magen zu lesen oder das Riechsalz bereit zu halten.

Auch mal wieder nach oben geholt werden muss dieses Ding hier: In meinen Augen ist das, was uns da gerade als Gesundheitsreform untergeschoben wird, ein großer Schritt zur Spaltung der Gesellschaft und zur Entsolidarisierung. Es ist ein Skandal. Mit den ganzen FDP-wählenden Ärzten habe ich auch kein Mitleid mehr. Die FDP vertritt nämlich nicht die Interessen der Ärzte, nicht einmal die Interessen der sehr gut verdienenden Ärzte, die FDP vertritt die Interessen der privatwirtschaftlich geführten Klinikkonzerne. Ich behaupte: Rösler und die FDP wollen kommunale Kliniken und in Praxen niedergelassene Ärzte verdrängen und das große Feld den „Gesundheits“konzernen überlassen. Und die Zeche zahlt der gesetzlich Versicherte. Dass dabei die Parität zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgehoben wurde, ist ein Skandal im Skandal! Nun will die SPD nach der Wahl (die Merkel und Konsorten selbst in ferner Zukunft nicht mehr wird gewinnen können) diese Skandal-Reform aufheben. Allein: Mir fehlt der Glaube, dass sie sich dann daran noch erinnern werden.

Wie scheiße unsere Regierung wirklich ist, lässt sich anhand dieser Meldung gut nachvollziehen. Schwarz-Gelb will die Atommüll-Endlager privatisieren. Oh my f***ing go**!!

Über Stuxnet schreibe ich in der nächsten Zeit nichts – das wäre zwar sehr spannend – aber dafür braucht es auch Zeit, die ich gerade nicht habe. Wer dennoch was drüber wissen will, kann ja mal hier und hier nachlesen. Siemens scheint im Moment auch ordentlich das Pech am Schuh zu kleben.

Ach ja, bei twitter folgen könnt ihr mir auch – denn twitter geht auch über das E72. (Ja, richtig gelesen – nach dem E71 und dem E90 wärmt nun das E72 meine Tasche).

Ok, so long und bis bald!

Nein Mann

Gestern durch Zufall erfahren, dass das gerade der Sound ist, auf den die Kids gerade so abgehen.

Lützenkirchen 2.0?

Habe ich gerade im Büro angemacht.

Kollegin so: „Das hat was!“

Kollege so: „Oh mann, ich ben echt schon lang draußen.!

Mirror gefunden: Kafka, Kanzler und da knackt nichts

Gestern wurde im Deutschlandfunk das Feature Kafka, Kanzler und da knackt nichts – aus dem Inneren eines Überwachungsstaates wiederholt. Leider hatte (und habe ich gerade so viel um die Ohren, dass ich es verpasst habe). Beim DLF gibt es zwar ein Manuskript zu lesen – das Feature ist dort aber nicht downloadbar.

Ich habe dann bei Twitter einen Aufruf gestartet, ob es mir jemand schickt, doch leider ohne Erfolg. Macht aber nüscht, denn das Gute liegt so nah – der Ohrgeräusche-Podcast hat die Sendung im „Mirror“ – und das in mobiltauglichen knappen 25 MB.

Und hier ist der Link zum mp3. Performat bei archive.org.

PE-Podcast: Storytelling in TTT

Einer der führenden Trainer im Bereich der Trainerqualifizierung „TTT“ ist Dietmar Voigt. Im Rahmen der von der GA veranstalteten LateNight im Juli dieses Jahres hielt Dietmar ein Impulsreferat zum Thema „Storytelling in TTT“.

Diese Aufzeichnung ist ein dynamisches Referat mit Teilnehmerbeteiligung und damit ein besonderer Leckerbissen. Dietmar Voigt entführt uns für 35 Minuten in die Welt der Geschichten und zeigt auf, wie komplexe Sachverhalte und Inputs mit einer guten Geschichte ganz einfach merk- und begreifbar gemacht werden (und wie sie uns emotional berühren).

Download PE-Podcast – Storytelling HiFi (320kbps, mp3, 90MB)

Download PE-Podcast – Storytelling LoFi (96kbps, mp3, 27MB)

PE-Podcast: Systemisches Führen

Anlässlich der GA LateNight, die im Juli 2010 in Nürnberg stattfand, zeichnete ich eine Trainingssequenz von Thomas Ammon, Coach, Trainer und Berater zum Thema „Systemisches Führen – Brauchen Mitarbeiter Leader oder Führungskräfte, die mit Ihren Ideen und Visionen begeistern?“.

Der Podcast inkludiert auch eine Übung – die aber nur schlecht am Lautsprecher nachvollzogen werden kann. Daher ist sie auf drei Übungsdurchläufe begrenzt, so dass das Funktionsprinzip dokumentiert ist.

Dem Schutz der Persönlichkeitsrechte der Teilnehmer verpflichtet, habe ich die Namen der Teilnehmer, die genannt wurden, akustisch unkenntlich gemacht.

Download Personalentwickler-Podcast systemisches Führen HiFi (320kbps, mp3, 125 MB)

Download Personalentwickler-Podcast systemisches Führen LoFi (96kbps, mp3, 38 MB)

1 59 60 61 62 63 116