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Nürnberg-Blog | Technik, Politik und (digital) lifestyle
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Hempels Buger in Gostenhof – nun, für Nürnberg reichts scheinbar.

Mai 11, 2015 Von: admin Kategorie: Allgemein, Wirtshaus-Explorer

Nürnberg ist meine Lieblingsstadt, ich wohne wirklich wahnsinnig gerne hier. Das ändert leider nix an der Tatsache, dass die Frankenmetropole nun nicht gerade zu den Trendsettern zählt (das ficht mich nicht an) und vieles aus Berlin, Köln oder Hamburg mit einem gewissen Delay “zu uns herüberschwappt”. Kurz: Nürnberg ist manchmal ein wenig provinziell und daher sind die Maßsstäbe mitunter auch nicht allzu hoch anzulegen – das gilt gleichermaßen für die hiesige Trendgastronomie. Ich erinnere mich zum Beispiel noch gut an das Phänomen “Bubble Tea” – als den Berlinern vor lauter Überdruss bereits die Tapioka-Perlen zu den Ohren herauswuchsen, eröffnete in Nürnberg die erste Bubble Tea-Bude.

Ein bisschen scheint es mir so mit dem derzeitigen Burger-Trend: Wie Pilze schießen die Burgerbuden aus dem Boden und alles, was vier Räder hat und noch mit Dieselkraft vor der Schrottpresse davonrollen kann, wird zum Foodtruck umgebaut. Das dieser Trend hier und da in puncto Geschmack, Service und Sauberkeit seinen Tribut fordert, ist immer mal wieder zu spüren. Und deutlich zu spüren bekamen wir es bei unseren gestrigen Besuch bei Hempels Buger in der Gostenhofer Hauptstraße.

Hempels, Hempels? – Das weckt die Assoziation zu dem alten Reinhard-Mey-Song, der mit den schönen Worten

Also hier sieht‘s ja aus, wie bei Hempels unterm Bett! (Quelle)

schließt. Und das nicht zufällig. Doch dazu später.

Hempels-Nuernberg-außen

Ich wollte eigentlich nie zu Hempels, denn es ist für mich schlicht nicht einsichtig, warum man in einem Wirtshaus (Eigenbeschreibung laut Impressum der Webseite: Gasthaus) nicht bedient wird. Wenn ich darauf verzichten kann, bedient zu werden, dann gehe ich zu McDonalds, Burger King oder Starbucks oder anderen drittklassigen Abfütterstationen der konzernierten Systemgastronomie. Dort muss ich mein Essen und meine Getränke am Tresen bestellen, bezahlen und abholen. Das ist für mich der absolute Ausdruck der Geringschätzung des Gastes – und schlicht ein no go (ich berichtete darüber an anderer Stelle). Dumm nur, dass ich diesem meinem Prinzip, “Gastronomie” mit sogenanntem “self service” zu meiden, untreu geworden und doch zu Hempels gegangen bin. Dort wird man nicht bedient, sondern bei der Bestellung wird der Vorname des Gastes aufgenommen und dann ausgerufen – man veranstaltet hier ein ähnlich peinliches wie nervendes Kasperletheater wie bei Starbucks. Um die vor dem Laden sitzenden “Gäste” zu erreichen, hat man eigens eine Art Lautsprecheranlage gebastelt – es ist schier unfassbar, was man sich als Gast heute alles bieten lassen muss!
Wir haben über Hempels nichts Gutes gehört – sehr wohl aber Gutes gelesen und so dachte ich: Gehen wir einmal hin, nicht das einem trotz der Serviceverweigerung etwas Leckeres entgeht – aber: Pfeifendeckel.

Das Hempels liegt in der Gostenhofer Hauptstraße, einem ehemaligen Glasscherbenviertel in Nürnberg – einem Gebiet, das zwar immer noch deutlich Entwicklungspotenzial hat, andererseits aber durch Gentrifizierung nicht mehr ganz so übel ist, wie noch von fünfzehn Jahren. Es passt mit seinem Konzept gut in die Gegend, nicht aber preislich.

Wir aßen einen Cheeseburger und einen Chili-Cheeseburger, dazu einmal normale Pommes und einmal Chili-Cheese-Fries, zum Trinken ein 0,3er Fritz-Limo und ein 0,3er Spezi “Mischmasch” (wie halt überall dieses Fritzzeug ausgeschenkt wird, man sehnt sich ja schon bald nach der guten alten Coca Cola. Wer heute auf sich hält – sorry – braucht mit Fritz nicht mehr um die Ecke zu kommen). Die im Voraus am Tresen zu begleichende Rechnung betrug dafür happige 30,50 Euro (zwei mal Burger mit Pommes und Cola für über sechzig Mark, nur mal, um die Relation zu vergegenwärtigen). Gut, die Gentrifizierer haben Geld. Ich wäre irrerweise sogar bereit, dieses Geld auszugeben, wenn die Gegenleistung denn stimmen würde, aber allein angesichts der Hempelschen Weigerung, den Gast zu bedienen, erscheint mir dieser Betrag absurd hoch.

Nachdem also bestellt, bezahlt und abgeholt wurde, stehen zwei hoch aufgetürmte Burger vor uns. Die Buns sind, wie auf dem Bild zu erkennen, schon reichlich angekokelt, sonst aber sehr ordentlich. Auch das Fleisch, sparsame 190g, wäre im Prinzip ordentlich, ist allerdings deutlich zu dunkel gegrillt – mit einer brandigen Geschmacksnote – und damit leider nicht nur geschmacklich daneben sondern auch zu trocken. Die restlichen Zutaten waren durchwachsen: Der Bacon auf dem Chili-Cheeseburger war recht knusprig und eiskalt. Der Raclette-Käse ist würzig, was für seine Qualität spricht, geschmacklich mit dem normalen Hamburger aber leider überhaupt nicht harmoniert. Der Käse liegt ebenfalls als eiskalte Scheibe auf dem Burger, ist nicht mal einen Hauch angeschmolzen. Der Salat scheint frisch zu sein, die Soße war nullachtfuffzehn, wie der ganze Burger eben auch.
Bei Hempels hat man das Burgerkonzept im Prinzip richtig gedacht: Keine Industrie-Buns, Bio-Fleisch und frische Zutaten. Gedacht alleine nutzt aber nix: Was man bekommt, ist lieblos und handwerklich absolut unambitioniert. Gut, das ist hier keine Sterneküche, sondern eine Burgerbude. Aber das, was da auf den nackten Blechtabletts liegt (auf sowas wurde in den 80ern in Omas Kaffeestüberl das Kännchen nebst Tasse und Kondensmich-Plastikportionsdöschen serviert), rechtfertigt halt den aufgerufenen Preis nicht annähernd. Die Pommes liegen in einer Einwegpappe auf dem Blechtablett, sind billiges TK-Zeug und leider ebenfalls absolut langweilig. Sie unterstreichen die Beliebigkeit der Speisen aufs Eindrücklichste. Gibt es gar nichts Gutes? Nun, die Chili-Cheese-Fries (die Pommes wieder TK, was sonst) waren mit einem wirklich schmackhaften Chili con Carne bedeckt (aber der Käse war halt nur in homöopathischen Dosen vorhanden).

Hempels_Nuernberg_burger

Man konnte das alles essen, die Portionen waren angemessen groß, es sind halt Burger unterhalb des Durchschnitts zu gesalzenen Preisen. Wegen des Essens braucht man nicht zu Hempels Buger gehen, diese Qualität bekommt man überall, Service ist nicht vorhanden. Ganz im Gegenteil: Wenn man gegessen hat, ist man gehalten, das Geschirr in eine Luke in Nähe der Küche zurückzustellen. Wie die anderen Herden-Hipster taten wir dies auch brav (vielleicht sind die Tische deshalb so schmutzig, weil keiner beim Abräumen mal mit einem Lappen drüber geht?). Wie aber steht es ums Ambiente des Ladens?

Ich verweise auf den eingangs erwähnten Reinhard Mey-Song. Das ganze Wirtshaus versucht, irgendwie alternativ und stylish zu sein, das ist in meinen Augen allerdings gründlich in die Hose gegangen. Wir saßen an stümperhaft zusammengeschreinerten Tischen und Bänken, die trotz massenhaft Zeitung und Bierfilzen unter den Füßen dauernd wackelten. An den anderen Tischen standen alte Klappstühle. Das Ambiente ist nicht vintage oder stylish sondern gemahnt eher an einen Haufen Sperrmüll. Da will gar nicht ins Gewicht fallen, dass die Fenster vor Dreck starren, die Tische nicht abgewischt wurden und klebten, wie Affe und dass ich erst vier Gabeln aus dem Besteckköcher an der Theke in die Hand nehmen musste, bis ich eine akzeptabel saubere in die Hand bekam. Das sind keine Details – das geht alles mal gar nicht und legt bestens Zeugnis über die Lieblosigkeit (oder ist es Faulheit? Oder Schlendrian? Ich weiß es nicht) in diesem Burgerladen ab. Aufs Klo bin ich dann gar nicht erst gegangen.

Hempels-Nuernberg-innen

Ich kann mich manchmal nicht des Eindrucks erwehren, dass man die Hipster und Gentrifizierer nach Belieben verarschen kann. Je abgefuckter ein Laden ist und je mieser der Service, desto größer der Hype. Bei Hempels ist eine gute Idee rekonstruierbar, die Umsetzung ist – nun, sagen wir mal: fragwürdig. In Nürnberg gereicht das zum “Style”. Selbst die Kollegen von Nürnberg und so, die über die hiesige Burgergastronomie immer außergewöhnlich wohlwollend berichten, kommen um den Hinweis “Aktuelles Feedback, dass die Qualität der Burger stark schwankt haben wir an Michael weiter gegeben” nicht umhin. Ein netter Euphemismus.

Unser Fazit: Gewollt ist nicht zwingend gekonnt. Allzu beliebig das Essen, der Service in jedem McDonalds-Restaurant ist besser (hier werden wenigstens die Tabletts abgeräumt und die Tische regelmäßig abgewischt), über die Sauberkeit bei Hempels möchte ich gar nicht nachdenken. Angesichts der Lobeshymnen, die man zuweilen liest, eine herbe Enttäuschung. Der Preis ist aus meiner Sicht durch nichts zu rechtfertigen.

Gasthaus Hempels, Gostenhofer Hauptsraße 58, Nürnberg. Telefon: 015779577402, Reservierungen werden laut Webseite telefonisch nicht entgegengenommen (WTF?!)

Warum ich nicht bei Facebook bin (Pt. 1009476).

April 27, 2015 Von: admin Kategorie: Allgemein

Quelle: via nblr.

Early-Bird-Ticket für nen knappen Zwanni: 7. Barcamp Nürnberg – 29. bis 31. Mai 2015

April 25, 2015 Von: admin Kategorie: Allgemein

Bis Monatsende könnt ihr noch das Early Bird Ticket für 19,- Euro (statt 29,- Euro) schnappen – einfach auf der Barcamp-Seite unter den XING-Events kaufen!

Das 7. Barcamp Nürnberg 2015 findet im April/Mai 2015 statt. Ein BarCamp ist eine Un-Konferenz, bei der das Programm von den Teilnehmern gestaltet wird.

Quelle: 7. Barcamp Nürnberg – 29. bis 31. Mai 2015 — Barcamp Nürnberg

Mal auf Apple pissen…

April 24, 2015 Von: admin Kategorie: Netz

Ich kann ja gut verstehen, dass man sich als Android-User den Apple-Fanbois überlegen fühlt. Auch ich habe der Firma mit dem angefressenen Apfel längstens abgeschworen.

Was der kleine Android-Roboter da macht, ist aber doch zumindest “unfein”.

Die genauen Koordinaten, die man braucht, um die Schmähung aufs Fallobst zu sehen, findet ihr beim Standard.

Auf Apfel pissen

Zweifelhaftes “Easter Egg” – Entstehungsgeschichte bisher ein Rätsel

Quelle: Google Maps: Android-Roboter uriniert auf Apple-Logo – Webmix – derStandard.at › Web

Frohe Ostern!

April 05, 2015 Von: admin Kategorie: Allgemein

Mit diesem süßen Häschenbild wünsche ich Euch frohe und gesegnete Ostern!

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Foto von em-si, flickr, CC BY-NC-SA 2.0

fefes Blog ist 10! Herzlichen Glückwunsch!

März 26, 2015 Von: admin Kategorie: Allgemein, Netz, politik

Heute feiert fefes Blog Zehnjähriges.

Dazu meine allerherzlichsten Glückwünsche! Zu fefe gebracht hat mich nibbler bereits 2005, dem ich dafür, dass ich von Anfang an mitlesen konnte (wie für zahlloses andere) von Herzen dankbar bin. Ich leses fefe seither mit Genuss, mitunter mit Häme und auch mit Entsetzen.

Mir war gar nicht bewusst, wie sehr fefes Blog polarisiert, ist es doch seit jeher, was es ist. Als Twitter mir heute einen zwischen dem Rande der Lächerlichkeit und dem platten Ausdruck stumpfer Selbstüberschätzung chanchierenden Rant von Herrn Seeman in die Timeline spülte, kam es mir wieder zu Bewusstsein. Dazu nur eine Bemerkung – schon Wilhelm Busch wusste, dass der Neid die aufrichtigste Form der Anerkennung ist.

fefes Blog ist nicht allein eine tägliche Übung der Frage “Cui bono?” sondern verlangt, auch die nicht naheliegenden Antworten in Betracht zu ziehen. fefes Blog zwingt zu eigener Recherche – und zu eigener Interpretation und Reflexion. Felix von Leitner ist stolz, dass sein Blog Menschen zu mehr Medienkompetenz verhelfe – welch schamlose Untertreibung! – fefes Blog zwingt die des Lesens Kundigen zu täglichen philosophischen Fingerübungen.

Weiterhin: Wer mal Zeit totzuschlagen hatte (was hier bitte keineswegs despektierlich verstanden werden soll) und hinter einem 56k-Modem mit einer Verbindung von 33.100 kbps saß, der ist über fefes Blopg ebenso dankbar wie der, der nach der EDGE-Hölle ins GPRS-Nirwana fiel. Überföüssig zu erwähnen, dass es beides – wenn auch selten – auch unserer Tage noch gibt. Denn hier ist fefes Blog noch lesbar – vieles andere längst nicht mehr. fefes Blog ist hinsichtlich von Funktionalität und Design im Internet das, was Hirche oder Rams für Braun waren. Bei fefes Blog ruhen sich die Augen aus, nicht der Geist.

Von Leitner prägt das Internet weit über die Nerdkultur hinaus. Die beliebte Serie “bei UNS ist Atomkraft sicher”, das fazialpalminierende Emoticon m( oder die “Verräterpartei” sind nur einige wenige Beispiele hierfür.

Obschon ich von fefes Einlassungen zum Thema Programmierung in der Regel nichts bis gar nichts verstehe, hat mich das Blog regelmäßig begleitet – unfassbare zehn Jahre lang! Danke dafür! Danke für die Unermüdlichkeit, das Querdenken, die klare Ansprache, für Deduktion und Reduktion aufs Wesentliche.

 P.S.: Ich halte mich ja selber nicht an das, was ich da zusammenschreibe, dennoch eine weitere Bemerkung zu Seemann und den “Kritikern” in dessen Windschatten: Wenn der zweite Satz einer Webseite nach dem Titel “Wer schöne Verschwörungslinks für mich hat: ab an felix-bloginput (at) fefe.de!” lautet, und ich mich im Nachgang über mangelnde Recherche oder gar Ironie (sic!) beschwere, dann habe ich ein Problem. Ein ernstes – nicht nur mit fehlender Medienkompetenz.
P.P.S.: Und noch einer: “Der Chor der Kritiker hingegen gaukelt derweil Progressivität vor, während die Kritik selbst – sich gleichermaßen staatstragend und selbstreferenziell – an einem immer noch kleinen Feierabend-Blog abarbeitet. Dabei gäbe es so viele wichtigere, mächtigere Gegner. Doch bei denen sitzen die Kritiker eben schon auf dem Schoß.” (Quelle)

barcamp Nürnberg vom 29. bis 31. Mai 2015 (#bcnue7)

Februar 27, 2015 Von: admin Kategorie: Allgemein

Drei Camps und zwei Barcamp-Nächte bietet Nürnberg im ersten Halbjahr: Das OpenUp-Camp, dass sich als Mischung von Konferenz und Unkonferenz versteht und “Unternehmen mit […] Technologie- und Gesellschaftsthemen” zusammenbringt, findet bereits vom 26. bis 28. März statt.

Das DevOps-Camp 2015 ist einen Monat später, vom 24. bis 26. April 2015. DevOps ist ein Kofferwort aus developer und operations, was das genau ist, könnte ich nur äußerst unzureichend sagen, das tun besser die Profis.

Neben diesen beiden Themencamps findet wiederum einen Monat später das Nürnberger barcamp statt, und zwar zum siebten Mal. In aller Kürze:

#bcnue7 – barcamp Nürnberg
29. bis 31. Mai 2015

GRUNDIG AKADEMIE
Seminarzentrum Klingenhofstraße
Klingenhofstraße 58, 90411 Nürnberg

Was das barcamp ausmacht und ein paar Impressionen vom letzten Jahr zeigt der Promofilm.

Am Rande: Die GRUNDIG AKADEMIE ist nicht nur der Location-Sponsor des barcamps, auch das OpenUp-Camp und das DevOps-Camp finden in den Räumen der Akademie im Nürnberger Norden statt.

Was ein barcamp ist?

Ein BarCamp ist eine Un-Konferenz, bei der das Programm von den Teilnehmern gestaltet wird, die dementsprechend Teilgeber genannt werden. Das Programm besteht aus 45-minütigen „Sessions“, die beispielsweise ein Vortrag oder eine Diskussionsrunde zu einem bestimmten Thema sein können. Welche Themen behandelt werden, wird vor Ort entschieden und ist von den Interessen und Kompetenzen der Teilgeber abhängig. (Quelle)

Karten gibt es ab Anfang März, es lohnt sich, früh zu buchen, um mit dem “early bird”-Ticket ein paar Euro zu sparen.

Link: ZTE Open C im Test (inkl. Unboxing).

Februar 07, 2015 Von: admin Kategorie: Gadgets

Zu meiner regelmäßigen Lektüre gehört das Blog “Netz 10″ von Jochen Engelhardt, das es mir mit seinen pointierten und konsumkritischen Artikeln echt angetan hat.

Seit dem One Touch Fire habe ich Firefox OS auf der Watchlist, beim Nürnberger Barcamp 2013 konnte ich erste hands-on-erfahrung mit dem Telefon sammeln, damals kam mir das recht günstige Gerät aber auch als recht unausgereift vor.

Nun hat sich Jochen ein ZTE Open C bei ebay geklickt, sehens- und lesenswert ist sein Unboxing und sein Test.

Spannend am Telefon ist nicht nur das offene Betriebssystem, sondern auch der Preis: 60 Euro für ein Smartphone sind – allen Limitationen zum Trotz – eine echte Ansage!

Also: Rüber zu Jochen und den Test angeschaut.

Burgkrone.

Januar 22, 2015 Von: admin Kategorie: Allgemein, Netz

Eigentlich ist Alkoholismus ja eine traurige Angelegenheit. Aber ich muss noch immer lachen!! Zu geil, der Typ!

So sanns, die Franggn.

(via Radio F, Nürnberg, danke, Frank)

Wirtshaus-Explorer: Mam Mam Burger Nürnberg – nicht schlecht. Aber auch nicht wirklich gut.

Januar 19, 2015 Von: admin Kategorie: Wirtshaus-Explorer

Zweierlei vornan: Burgerläden schießen wie Pilze aus dem Boden, gerade in Nürnberg. Ich bin wirklich überrascht, welcher Hype um Burger gemacht wird. Das Phänomen ist aus Berlin bekannt, dort trendete der Burger – vor fünf Jahren. Es braucht halt immer ein bisschen Zeit, bis sich ein Trend in die Provinz verirrt…
Weiterhin: Ich habe an Gastronomie generell einen gewissen Mindestanspruch. Zu diesem zählt die Wertschätzung des Gastes. Einen Gast auch als solchen zu behandeln, bedeutet, ihn zu bedienen. Wer von mir verlangt, dass ich mein Essen und Getränk an einer Theke hole – der begibt sich auf das Niveau diverser Systemgastronomieketten – und hat mich folglich als Gast nicht verdient. Ich gehe aus freien Stücken nicht in diese Läden. Ich hatte das im letzten Jahr einmal in Köln in einem Hipster-Laden, das brauche ich nicht wieder. Wenn die Hipster darauf stehen, dass man mit ihnen schlecht umgeht, ihr Problem, nicht meins. Infolgedessen werdet ihr hier auch keine Kritik eines “Thekenladens” lesen, denn das ist unterhalb der Kritik.

Es ist gar nicht so leicht, einen Burgerladen zu finden, in dem man noch anständig bedient wird. “Mam Mam Burger” in der Tetzelgasse ist so ein Laden. Zwar steht in der Lokalzeitung Gegenteiliges, wir aber wurden am Platz bedient, wie es sich gehört – nicht nur freundlich, sondern herzlich. Der Service ist schnell, verbindlich und freundlich – man fühlt sich als Gast im puristisch gestalteten Burgerladen auf jeden Fall wohl. Eine Facebook-Kommentatorin schrieb: “Ich hatte das Gefühl, dass ich in einer Garage sitze. Es ist kein richtiger Fußboden verlegt.” Mir ist das egal, ich saß gut und komfortabel an den langen Holztischen und das Wichtigste: Als wir den Laden verlassen haben, hat unsere Kleidung nicht nach Imbissbude gestunken – einwandfrei.

MAM-MAM-Burger_Nürnberg

Ebenso puristisch wie der Laden ist auch die Speisekarte: Es gibt Hamburger und Cheeseburger – gerne auch als Double, zwei Sandwichvarianten und Brownies. Dazu diverse Zutaten und Toppings. Und als Beilage: Pommes, hier heißen sie “Fritten”. Zu trinken: Milchshakes, die Softdrinks bestehen im Wesentlichen aus dem Fitz-Limo-Sortiment. Das ist arg gewöhnlich, aber ok. Bier? Augustiner. In Franken ist das, gelinde gesagt, eine Schande. Franken hat so viele gute Biere zu bieten, wer in Nürnberg Augustiner ausschenkt, den klage ich der Phantasielosigkeit an. Ein passionierter Biertrinker war das sicher nicht.

Wir bestellen zwei Cheeseburger, dazu Fritten und zwei Fritz-Getränke (0,33l). Für die Cheeseburger werden je 5,50 Euro aufgerufen, die Fritten schlagen mit je 2,75 Euro zu Buche, das kleine Fläschchen Fritz kostet ebenfalls 2,75 Euro. Und so sieht unser Menü dann aus:

Menü_Mam-Mam-Burger_Nürnberg

Die Pommes sind handgeschnitten und – so sagt ein Schild – zu 99% frei von Transfetten. Das ist zwar nett, fettig waren die Pommes aber trotzdem, halt nicht transfettig. aber prima gewürzt, und so sind sie auch essbar, obwohl sie alles andere als kross auf dem Teller liegen. Der Burger ist, gemessen an den Erwartungen, die man mit dem Preisschild von 5,5o Euro erzeugt, winzig. Die Burgersoße ist sehr gut, das Fleisch wäre es an und für sich wohl auch, leider war es bei uns viel zu “kohlig” gegrillt und damit deutlich zu bitter. Der weitere Belag schmeckte frisch, das Bun war ausdruckslos, latschig und industriell uninspiriert. Es wurde uns also ein viel zu kleiner Cheeseburger serviert, der handwerklich halbwegs ok war, wegen des halbverbrannten Fleisches und dem langweiligen Brötchen aber allenfalls durchschnittliche Qualität aufweist. Man kann ihn essen, aus dem Haus muss man für so einen Burger aber nicht. In der Königsdisziplin eines Burgerladens wird im “Mam Mam Burger” zwar nicht völlig versagt, das was auf dem Teller liegt, ist aber bei Leibe nicht der Reißer.
An den Sandwiches habe ich mich nicht versucht, ebenso nicht am Brownie – hierüber kann also kein Urteil gefällt werden.

Mein Fazit: Typischer “average” Burgerladen. Service und Sauberkeit sind top, der Burger und die Fritten Mittelmaß. Das Ambiente ist einfach, ehrlich und stimmig. Alles ok, aber eben nichts Besonderes. Das Preis-Leistungsverhältnis ist inakzeptabel.

 Mam Mam Burger, Tetzelgasse 21, Telefon: (0176) 24939158.