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Nürnberg-Blog | Technik, Politik und (digital) lifestyle
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Reformationstag

Oktober 31, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein, Netz

reformationstag

nicht nur für Twitterer…

Jazzanova – Now There Is We (featuring Paul Randolph)

Oktober 29, 2014 Von: admin Kategorie: musik

Das webOS-Aus wird ab 1. November konkret

Oktober 29, 2014 Von: admin Kategorie: palm

Es ist nun fünf kurze Jahre her, dass der PalmOS-Nachfolger webOS nach dem Aufkauf von Palm durch HP eingestellt wird. Bekannt ist das schon länger, nun wird es aber konkret: Die webOS-Server werden im Januar abgeschaltet, der App-Store geht bereits diesen Samstag offline. wer also Updates braucht oder sein System neu aufsetzen möchte und noch ein Pre, Pixi oder Veer in Gebrauch hat, möge sich schicken.

Teltarif hat alle Infos zusammengefasst, ich will das amn dieser Stelle nur verbreiten, weil ich weiß, dass hier immer noch der ein- oder andere Palm-Jünger mitliest.

Nur am Rande: Beim Thema Palm bin ich ja immer noch dran – ich gehöre wohl zu der verschwindend kleinen Gruppe, die allen Smartphones, allen Cloudservices und -integrationen zum Trotz (oder besser: Gerade deswegen!) mit dem Palm arbeiten, und zwar täglich. Mein klapperiger T3 fristet derzeit sein Gnadenbrot in der Schublade, ich nutze aktuell einen E2 – aber das LifeDrive liegt hier auch noch rum (und wer weiß, vielleicht werde ich da demnächst mal hinswitchen, weil beim E3 langsam Displayfehler auftreten).

Laurent Garnier – ENCHANTé

Oktober 20, 2014 Von: admin Kategorie: musik

Laurent Garnier war während meiner Jugend – also Mitte der 90er – richtig groß. Und. Er kamms halt immer noch. Was man von wenigen der damaligen Technoacts heute uneingeschränkt sagen kann.

Ulrich Schnauss & Mark Peters – Das Volk hat keine Seele

Oktober 13, 2014 Von: admin Kategorie: musik, oldradio

Eines dieser Sounds und Videos, bei dem man wunderbar seinen Gedanken nachhängen kann. Und freilich optimal für Liebhaber historischer Rundfunktechnik :)

6 Chords

Oktober 06, 2014 Von: admin Kategorie: musik

Im Bereich der Creative Commons-Mucke ist derzeit Rataxes einer meiner großen Favoriten. Nach dem wuderbar tiefen “4 Chords” nun also “6 Chords”. Absolut hörenswerter, leichter, fluffiger Sound.

Stars.

September 29, 2014 Von: admin Kategorie: musik

Es ist eigentlich egal, was Ulrich Schnauss anfasst, es wird gut. Ausnahmen sind mir keine bekannt.

Braunes Trinkwasser in Nürnberg – N-ERGIE mauert.

September 29, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein, useless remark on daily grind

Bereits seit zwei Monaten wird im Nürnberger Süden das Wasser gechlort. Dies sei eine Sicherheitsmaßnahme, wegen “gelegentlicher und geringer mikrobiologischer Belastung”, wie die NN berichtet. Woher die Verkeimung kommt, ist bis heute nicht bekannt (oder nicht öffentlich genannt – was weiß man schon). An den Zustand haben sich die Südstädter schon fast gewöhnt – mal riecht das Wasser mehr, mal weniger nach Chlor. Auch in den Nürnberger Norden soll einmal gechlortes Wasser geleitet worden sein.

Ein ganz anderes Problem hat man im Norden indes mit der Färbung des Wassers – aus den Stadtteilen Johannis und Maxfeld wurde von braunem Leitungswasser berichtet. Kurzzeitig auftretendes braunes Wasser kennt wohl jeder – wenn die Wasserversorgung für kurze Zeit unterbrochen wird, reicht schon das erneut wieder in die Rohre einströmende Wasser, um Rostpartikel und Ablagerungen von den Rohrinnenwänden abzusprengen. Wenn gebaut wurde – auch in den Häusern – findet sich auch gerne etwas Erde, Schlamm oder Ziegelmaterial im Wasser – in der Regel ist das wohl unbedenklich, kann aber Perlatoren und die Siebchen von Haushaltsgeräten in kurzer Zeit so zusetzen, dass kein Wasser mehr durchfließt.

Am Samstag, Sonntag und auch am Montagmorgen war in einigen Teilen der Nordstadt das Wasser jedoch jeweils für mehrere Stunden braun gefärbt und habe nach Angaben der Regionalzeitung auch nach Schlamm gestunken. Inzwischen wisse man aber, dass das Wasser gesundheitlich unbedenklich sei.
Auch hier wurde der Grund der Verunreinigungen bisher nicht offengelegt.

Und als ob das nicht genug wäre, wurde nun auch noch festgestellt, dass das Nürnberger Trinkwasser in erhöhtem Maß Hormone, Kontrastmittel und Antibiotika enthält. Was macht die N-ERGIE? Sie wiegelt ab.

Für sich genommen ist jeder der Vorfälle erträglich und erduldbar. Im Grunde ist es ja gut, wenn bei Keimbelastung das Wasser gechlort wird. Auch vereinzelt und nur kurz auftretendes braunes Wasser würde mich jetzt nicht allzusehr sorgen. Das unser Trinkwasser Umweltgifte und Medikamentenrückstände enthält, weil immer mehr Arzneimittel für Mensch und Tier verschrieben werden, weiß der aufgeklärte Verbraucher eigentlich auch (aber: Was hindert uns eigentlich, ebensolche Filter zu erproben, wie in BaWü oder NRW?). Diese Fälle nun zu einem Skandal hochjazzen zu wollen, hielte ich für unangemessen.

Ein handfester Skandal hingegen ist der Umgang der N-ERGIE mit dem Thema: Obschon am Sonntag die Gründe der Verunreinigung des Wassers nicht bekannt waren und auch die Laborergebnise ausstanden, las man auf nordbayern.de:

Der stellvertretenden Pressesprecherin der N-Ergie, Heidi Willer, war am Sonntag zunächst “nichts von Trübungen bekannt”. Es könne sich jedoch noch verunreinigtes Wasser von Samstag in den Hausleitungen befinden. Sie rät Kunden deshalb, “das Wasser laufen zu lassen, bis es wieder klar ist”. Danach könne es bedenkenlos getrunken werden.

Auf der einen Seite will man im Hause N-ERGIE nicht wissen, wieso man kein einwandfreies Trinkwasser zu liefern im Stande ist, auf der anderen Seite rät man zum bedenkenlosen Trinken des Wassers nach Ablaufenlassen* des braunen Wassers.

Es kommt aber noch dicker: Die Nürnberger Nachrichten versuchten am Sonntag freilich nachzufassen:

Als wir am Sonntag nachhaken wollen, ist lediglich die Störstelle des Unternehmens zu erreichen. Diese verweist mit den Worten “von mir erhalten Sie definitiv keine Auskunft” an die Pressestelle, die zu diesem Zeitpunkt nicht besetzt war. (Quelle)

Fest steht: Die N-ERGIE hat proaktiv nichts unternommen, um die Bevölkerung vor dem verunreinigten Wasser zu warnen. Andere Stadtwerke tun die im Zweifel, lassen bei Unklarheiten auch am Wochenende Meldungen zu verunreinigtem Trinkwasser über den Hörfunk verbreiten (z.B. über B5aktuell und die Regionalsender) und raten zum Abkochen des Wassers vor dem Verzehr.

Nicht so bei der N-ERGIE. Die Unfähigkeit der Stadtwerke ist seit langem bekannt. Schon bei Preissteigerungen der Fernwärme wurden Kunden nicht ordentlich informiert. Skandalös auch der Umgang der N-ERGIE mit ihren Stromkunden. Nun also gechlortes, belastetes und braunes Trinkwasser.

Die Bürde, die den Nürnberger Bürgern mit der N-ERGIE auferlegt ist, ist eigentlich nicht mehr hinnehmbar.

Es ist nicht so, dass vereinzelt keine Fehler auftreten dürfen. Beim Trinkwasser hört der Spaß auf, denn unser Trinkwasser ist nicht nur ein kostbares Gut sondern auch ein sehr sensibles Lebensmittel von dem wir alle abhängig sind. Wenn Fernwärme- und Stromkunden unter der N-ERGIE-Informationspolitik leiden, so ist das schändlich – aber nicht gefährlich. Bei unserem Trinkwasser darf es aber keine Kompromisse geben. Niemals und unter keinen Umständen. Die Informationspolitik der N-ERGIE darf in dieser Sache nicht ohne Folgen bleiben.

Und so stünde es auch der Mehrheitseignerin der N-ERGIE, der Stadt Nürnberg, gut zu Gesicht, in ihrer Skandalfabrik einmal mit dem eisernen Besen durchzukehren.


 

*) Der Rat scheint dem Hausverstand zu entspringen und klingt logisch. Was aber machen Blinde oder Sehbehinderte in so einer Situation? Oder Kinder, die durstig einfach den Hahn aufdrehen?

Update 18:38 Uhr: Inzwischen sagt man – wie oben vermutet – dass Rost der Auslöser der Trübung des Wassers sei.

 

Hausautomation anno 1999

September 25, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein, Netz

Oh Internet, Du wunderbare Müllhalde! Mein Fundstück des Tages der Woche ach was sage ich – des Monats ist dieses Video, das belegt, wie man sich im Jahre 1999 das smart home Zuhause der Zukunft vorgestellt hat.

Schaut es Euch ganz an – manches hat man im Hause Microsoft ja ganz richtig gegehen, aber es ist auch viel von dem Scheiß vorhanden, den die Industrie schon immer durchdrücken wollte – zum Beispiel das biometriegesteuerte Zutrittssystem…

Besonders geil finde ich ja, dass die Ehefrau in der Küche (!) jederzeit das Auto ihres Mannes tracken kann (!!), um dann zu entscheiden, wo er in unmittelbarer Nähe seines aktuellen Aufenthaltsortes am besten die Lieblingsknoblauchpaste der Familie einkaufen kann (die müssen damals in Redmont ziemlich heftiges Zeug geraucht haben).

Wie auch immer man zu diesem Video stehen mag, es ist – fünfzehn Jahre später – wirklich ein spannendes Zeitdokument, das zeigt, dass Microsoft damals technologisch ganz vorne mit dabei war (und gruselige Dinge vorhatte). /via IoT M2M Blog

Sven sagt was zu fon und Freifunk

August 16, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein, Telekommunikation

Sven hat in seinem Blog mal einen Vergleich zwischen Freifunk und fon angestellt – auch ausgehend von der Meldung des t3n-Magazins, dass das einst für Privatanwender erdachte fon nun auch in einer small-business-Umgebung eingesetzt werden soll.

Servicepartner von fon, dem spanischen Startup, ist übrigens die Deutsche Telekom.

Die Vorteile, die ich bei fon sehe, sind folgende: fon ist DAU-kompatibel. Man klickt sich entweder einen fon-Hotspot (das, was früher die foneras waren) und schließt den an oder man nutzt seinen Telekom-Speedport-Router (Speedport W 724V) und konfiguriert den mit ein paar Klicks zur „fon-Bridge“. Freifunk ist da anders: Für Freifunk wird Hardware verwendet, die mit OpenWRT klarkommt, das ist in der Regel gute und günstige Hardware, aber das System der jeweiligen Freifunk-Community draufzuflashen, erfordert schon einige Kenntnis und ein mindestens rudimentäres Verständnis von Netzwerken.

Hardwarevorteile sind aber auch Nachteile: Aus meiner Sicht ist der Speedport W 724V ziemlich crappy und läuft nicht stable, den wollte ich nicht geschenkt. Eine fertig geflashte „fonera“ kostet 49 Euro. Die neuen Accesspoints mögen netter sein, als die alten foneras, dennoch möchte ich mich eigentlich selbst entscheiden, welche Hardware ich verwende.

In meinem Freifunk-Setup laufen drei Router von TP-LINK, jeder schlägt mit nicht mal 20,- Euro zu buche. Damit leuchte ich nicht nur meine Wohnung sondern auch ein halbes Wohnhaus, einige Klassenräume einer angrenzenden Schule, etliche Nachbarn und ein Wirtshaus aus. Die haben in unserer Ecke echtes, freies WLAN. Im Gegensatz zu fon bringt das dem Nutzer (wie Sven bereits schreibt):

• Unbegrenzten Zugriff für Jedermann aufs Internet
• Keine Zeit- oder Volumenbeschränkung
• Keine Anmeldeprozedur ist nötig
• Keine Störerhaftung für mich
• Kein mitloggen und keine kommerzielle Verwendung übertragener Daten

Aber: freifunk ist generell in der Lage, vermaschte Netzwerke selbstständig zu etablieren und diese auch „selbstheilend“ aufzubauen. Der Vorteil ist, dass mit „Billigroutern“ große Reichweiten erzielt werden können, die Router sind in der Regel sogar günstiger als gängige Repeater.

Sven hat alles Wesentliche zum Thema fon vs. Freifunk zusammengestellt, ergänzend dazu noch folgendes:

Freifunk bietet weit mehr als einen Zugang zum Internet sondern ist ein eigenständiges Kommunikationsnetz, in dem jeder eigene Dienste anbieten kann (vom FTP-Server über VoIP-Telefonie, Audio- und Videostreaming…). Das leistet fon nicht.

Fon hat zu Zeit eigentlich keinen wesentlichen Vorteil zu Freifunk – nur Freifunk hat einen Fehler: Es ist für technische Laien recht kompliziert in der Installation und Konfiguration. Sollten sich diese Probleme in nächster Zeit lösen, ist Freifunk das universelle Netzwerk in Bürgerhand.