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Moodio – Webradio auf (fast) jedem Handy

Michael hat mich auf etwas sehr cooles aufmerksam gemacht: MOODIO. Das ist mal ein richtig brauchbarer und performanter Dienst.

MOODIO nimmt „normale“ (Web)radiostreams aus dem Internet entgegen (meines Wissens Real Audio, Windows Media und MP3) und konvertiert diese Streams in ein handykompatibles AAC+-Streamingformat. Das hat im wesentlichen zwei Vorteile:

  1. AAC+ ist ein recht ressourcenschonender Codec. Wenn man dann noch die Bitrate etwas herunterschraubt und eine Art Joint-Stereo-Modus fährt, dann lässt sich nicht nur mit UMTS sondern auch der langsameren EDGE-Verbindung Webradio hören. Theoretisch sollte das auch mit GPRS gehen, probiert habe ich das noch nicht. Im Mittel braucht ein Stunde Webradio hören über den umkonvertierten Stream von MOODIO rd. 20 bis 30 MB Datenvolumen. Eine Stunde Webradio hören mit einem konventionellen 128k MP3-Stream braucht ein Datenvolumen von über 100 MB. Aber auch 40 MB sind genug, dass man sich das ohne Flatrate nicht antun möchte.
  2. Viele Handys kommen im Besonderen mit WMV- oder Real-Streams nicht zurecht. So codierte Stationen können über die integrierten Player oft nicht gehört werden. Hier schafft MOODIO Abhilfe

MOODIO funktioniert im Prinzip auf jedem Handy, das über einen Browser und einen Mediaplayer verfügt (und diese Features sind bei fast allen aktuellen Telefonen Standard). Bevor man MOODIO einsetzen kann, muss man sich auf der Webseite registrieren und definieren, welche Sender man hören möchte (also eine Favoritenliste anlegen). Über die mobile Webseite des Dienstes kann dann auf dem Handy der entsprechende Favorit gewählt werden und öffnet den Stream im Standardplayer des Telefons: Mit überraschend guter Tonqualität und guter bis hervorragender Stabilität des Streams.

Ich hatte zuerst meine Schwierigkeiten, den Stream auf dem E90 Communicator zum Laufen zu bringen, weil der vorinstallierte Realplayer, auf den sowohl der Nokia-Browser als auch Opera Mini zugreifen, einfach nicht connecten wollte. Das Problem lässt sich indes ganz einfach lösen: Der Realplayer verfügt über separate Streamingeinstellungen, die über das „Optionen“-Menü angewählt werden können. Hier ist die gewünschte Verbindungsart vorher zu definieren – und dann geht es problemlos.

Ich kann MOODIO nach einem ausgiebigen Test sehr empfehlen: Der Dienst kennt nahezu alle deutschen Radiostationen und unglaublich viele Webradios, ist werbefrei, stabil und performant. Auch wenn das Design des Portals etwas einfach wirkt – was unter der Haube steckt, zählt. Und das ist bei MOODIO eine Menge.

iSnort

Es soll ein App für das iPhone geben, mit dem man Mundharmonika spielen kann. Unnütz… Warum so mancher Snob aber dringend ein iPhone braucht, erklärt dieses gif selbst:

Unboxing Nokia E71

Nachdem das E71 ja nun kein brandneues Phone ist und in interessierten Kreisen hinlänglich bekannt sein dürfte, fasse ich mich mit dem Unboxing hier eher kurz – es ist auch nicht das erste E71, dass ich ungeboxed habe…Da ich inzwischen in der Firma für die Bestellung der Mobiltelefone verantwortlich bin und ich beschlossen habe, in der nächsten Zeit nur E71 anzuschaffen, werde ich später noch ein paar Worte verlieren, wie es dazu gekommen ist.

Das E71 kommt in einer lappigen Schachtel, unspektakulär und aufgeräumt, aber mit wirklich allem versehen, was der Businesskunde braucht. Neben dem Handy und Akku findet sich in der Schachtel allerlei Papier (Bedienungsanleitung und Zeugs), die „Nokia PC-Suite“ auf CD-ROM und das Ladekabel. Das fällt zuerst auf, denn es ist sehr klein gehalten, kaum größer als ein gängiger Eurostecker ist das ganze Netzteil, was sich für Reisende sehr praktisch ausnehmen mag. Zudem kommt es (aber das tun sie ja mittlerweile alle) mit allen gängigen Spannungen zurecht. Mit beigelegt ist zudem ein kabelgebundenes Stereo-Headset: Das ist weder besonders lumpig noch besonders toll – ein einfaches Headset eben. Angeschlossen wird es ans E71 mittels Standard-2,5mm-Klinkenstecker – es ist angenehm, dass Nokia hier keine Stecker-„Extratouren“ veranstaltet.

Geschützt wird das E71 durch ein recht einfach gehaltenes und dennoch wertiges Echtledermäppchen. Das sieht gut und „businesslike“ aus und ist praktischer als man denkt –zumal dieses Ledermäppchen passgenau ist. Innen – um das Telefon vor Kratzern zu schützen – ist es mit rotem Samt eingeschlagen. Dazu passend (wer´s denn braucht) gibt es eine Lederhandschlaufe für das E71 – farblich passend ebenfalls mit rotem Samt.

Und dann natürlich ein USB-Kabel, um das Telefon mit dem Rechner zu verbinden. Vorweg sei gesagt: Sobald man den Rechner mit dem Telefon verbindet, erhält man einen Dialog, in dem sich wählen lässt, ob man auf den Speicher zugreifen möchte oder das Handy als Modem nutzen möchte. Auch ein Sync ist über die PC-Suite möglich. Das Installieren von Treibern entfällt in den meisten Konfigurationen.

Das Telefon selbst ist m.E. so ausgestattet, wie es der Businessbetrieb nötig macht: Zwei Kameras (eine für Videotelefonie, eine „normale“, beide taugen nicht viel), A-GPS nebst Navigationssoftware, einen vernünftigen Browser, Mailclient, Mail for Exchange – Unterstützung, BB-Enterprise-Serverunterstützung, HSDPA… machen das Telefon rund. Auf zwei besondere Software-Features sei hingewiesen. Nokia bietet out of the box die Möglichkeit, Daten verschlüsselt zu hinterlegen –im Geschäftsbereich ein sehr wertvolles Feature. Und: Es lässt sich zwischen einem dienstlichen und einem privaten Profil umschalten – lediglich auf die Kontakte greifen beide Profile zu – hier erfolgt keine Trennung.

Die Haptik des E71 ist top. Die Tasten sind zwar klein, das wird aber durch einen super Druckpunkt kompensiert. Das Gehäuse ist der Hit: Wertig verarbeitet, Tastatureinfassung und der Batteriedeckel sind aus Metall – hochglänzend. Das Display ist hell und gestochen scharf, die Leuchtstärke wird der Umgebungshelligkeit automatisch angepasst.

Auch an der Sprachqualität gibt es nichts zu bemängeln.

Warum das E71 als Businessphone? Weil – und das ist die Stärke, Symbian OS E60 alles richtig gemacht hat, was unter Windows mobile nie stabil funktionierte, weil es sicher und performant ist und weil die Hardwareintegration sauber und fehlerfrei ist. Wer heute noch Windows Mobile einsetzt, hat auf das Verlierer-Pferd gesetzt. Es gibt inzwischen nichts, was Symbian nicht könnte. Ich wage aber auch zu behaupten, dass Symbian ausnahmslos alles deutlich besser kann als Windows Mobile.

Wenn QoS, Erreichbarkeit und Stabilität eine Rolle spielen, dann führt an den aktuellen Nokia Business-Telefonen klein Weg vorbei: Sie unterstützen wesentlich mehr Standards als z.B. Blackberrys, arbeiten performanter und haben deutlich mehr sinnvolle Features als das iPhone (das sich nicht als Modem betreiben lässt, dass keine vernünftige Navigation zulässt, dessen Akku ständig am Ende und noch nicht mal austauschbar ist), zudem laufen sie stabiler, strom- und ressourcensparender als WM-Telefone und sehen zudem mindestens so gut aus, dass man sich nicht schämen muss, sie aus der Tasche zu ziehen.

Das E71 ist nicht sexy. Aber es ist gut. Daher kaufe ich derzeit dieses Modell – ein gelungenes und durchdachtes Smartphone.

Nokia 5800 express music unboxing (pt. II)

Jetzt endlich habe ich dieses wirklich interessante Telefon in die Finger bekommen (nachdem das erste ja schon ab Werk defekt war). Spannende Sache das. Und daher will ich Euch das bebilderte unboxing nicht vorenthalten.

Das Telefon kommt in einer unscheinbaren, kleinen Box. In der steckt aber viel drin: Neben Handy und Akku, der Bedienungsanleitung und der CD mit der „Nokia Suite“ findet sich ein Headset nebst kabelgebundener Fernbedienung (edel) ein A/V-Kabel (Chinchstecker – praktisch), eine Handschlaufe mit etwas Blauem (ginge als Plektrum durch, kann aber auch nur Zierrat sein), dem Stylus und einem Kunststoffaufsteller (wohl zum Videogucken). Und das Ladekabel – der Netztrafo ist aber ziemlich fett (beim E71 ist der wesentlich schmaler und leichter).

Natürlich fällt zuerst der Touchscreen auf: Der ist groß und reagiert präzise. Beim Antippen gibt das Handy durch eine leichte Vibration Feedback – das ist gut gelöst. Unter dem Touchscreen ruht ein scharfes großes Display mit hervorragenden Helligkeitswerten (seht Euch die Bilder an – selbst mit Blitz direkt auf das Display bleibt es ordentlich lesbar).

Die Brot&Butter-Funktionen sind mit wenigen Klicks zu erreichen, die Sprachqualität ist gut. Beim SMS-Schreiben kommt eine Art T9 zum Einsatz – diese ist ordentlich umgesetzt. Die Funktionalität der Software ist echt ok – es werkelt ein S60-Symbian, das stabil und grundsolide ist. Der Kalender ist für ein Nicht-Palm-Gerät echt brauchbar – aber das 5800 ist kein Businessphone! Für ein paar Freizeittermine langt es gut hin – alles andere verlangt aber eine professionelle Zeit- und Projektplanung, die ist sowohl bei S60 wie auch Windows mobile mit Bordmitteln einfach nicht zu haben.

Die beworbene Funktion – das Abspielen von Musik – ist saustark: Der Player wirkt aufgeräumt, hat ausreichend Features und der Sound der eingebauten Minilautsprecher ist für ein solch kleines Gerät der Hammer! Gut – einen Subwoofer darf man nicht erwarten, was aber an Höhen und Mitten von den Winzspeakern geboten wird, vermag zu beeindrucken. Auch reagiert der Player in akzeptabler Zeit. Die Fernbedienung, die vom Kopfhörer mit Standard-Klinkenstecker zu trennen ist, ist ein sinnvolles Zubehör und ermöglicht bei der Ohrhörerwahl volle Flexibilität.

Die Simkarte und der Speicherchip werden seitlich eingesteckt, aber die Simkarte lässt sich nicht entnehmen, ohne den Akku abzubasteln. Mal kurz die Karten switchen ist mit diesem Handy definitiv nit.

Die Gehäusetasten sind echt durchdacht. Ver- und entsperrt wird das Telefon durch einen Schiebeschalter – der sitzt fest und wackelt nicht. Das gilt auch für die Displaytasten: Es ist einfach super, wenn man Telefonate ohne Touchscreenbedienung mit Druckpunkttasten annehmen und beenden kann. Im Gegensatz zu viele n WM-Geräten hat Nokia nicht vergessen, dass man mit einem Handy auch telefonieren will.

Bluetooth, UMTS, Quadband, ein eingebautes Radio – alles dran, was sich junges Publikum wünscht. Aber: Es ist kein Businessphone! Es ist ein gut befeaturetes Handy für die Jugend – ohne hierbei zu protzig oder popperfunkenlastig rüberzukommen. Die Musikfunktionalität verdient Achtung, die Basisfunktionen sind ordentlich umgesetzt. Look, Feel und die Geschwindigkeit der Software stellt alle Windows-Geräte in den Schatten, der Lieferumfang ist üppig.

Fazit:Das 5800 express music bietet professionellen Anwendern nicht genug. für den Privatmann ist der Funktionsumfang mehr als ausreichend. Design und Haptik stimmen einfach, die Musikfunktionalität ist sauber implementiert. Zu den WM HTC-Geräten, Glowfishs und MDAs ohne Tastatur ist das Gerät trotzdem eine Alternative – denn es funktioniert.

Neues Handy – und schon kaputt

Saugerne hätte ich hier und heute einen längeren Beitrag über das Unboxing und ein erstes Hands On beim Nokia 5800 Xpress Music gebracht. Dumm aber das das Handy defekt geliefert wurde – es lässt sich weder laden noch einschalten noch sonst was. Schade, schade, hätte ich diesen Feiertag doch gerne genutzt, um mal wieder ein bisschen zu spielen. Sobald der Ersatz durch meine Finger geht, hole ich das nach…

Ach ja: Schon der zweite Bug bei T-Mobil dieses Jahr…

Ist T-Mobil gestern nicht ein bisschen das Netz abgeraucht? Was, bundesweit sogar? Ich hab´s gar nicht gemerkt. Ich habe zwar ein Handy mit D1-Karte – ich hatte aber schon Feierabend als der Bug buggte. Und so blieb ich hiervon verschont und hab´ das nichtmal mitbekommen. Aber das. Am Jaulen der Betroffenen (sodenn sie nicht gerade einen Notruf absetzen mussten – die tun mir wirklich leid), lässt sich dann auch ermessen, wie abhängig wir von den Dingern geworden sind…

(ich empfinde noch nicht mal Häme – solche Fehler passieren einfach. Das mit dem Anfahren des Netzes hätte schneller gehen können)

E71 Blogs

Aus gegebenem Anlass habe ich heute das E71 – Blog in die Blogroll eingefügt. Es ist dort zwar noch wenig los, aber das kann ja noch werden.

Derweil lässt sich auch in Englisch etliches über dieses begeisterungswürdige Telefon erfahren – im US-amerikanischen E71 – Blog.

mobile code generator

Das ist ein mobile code – Tag. Das filmt man kurz mit der Handykamera ab und das Handy spuckt dann einen Link (oder wie in diesem Fall: Meine V-Card) aus.

Ich habe es mit dem E71 versucht – das funktioniert tatsächlich.

Der Profi nennt diese sehr an frühes 80er-Jahre-Tetris gemahnende Musterquadrat übrigens DataMatrix (und man darf davon ausgehen, dass das im Kommen ist). Die Post verwendet diese Tags bei der IT-gestützen Frankierung, die Bahn bei de eTickets und auf modernen Leiterplatten findet man sie auch immer wieder (vermutlich, damit der Roboter weiß, wo er eine fertig bestückte Platine einsetzen soll).

Wer sich so etwas (geht auch in klein) auf die Visitenkarte packt, der tut allen fortschrittlichen Usern etwas gutes, denn sie müssen die Daten dann nicht mehr abtippen.

Generatoren dafür gibt es online (und kostenlos) – bei Nokia kann man v-Cards generieren, bei Kaywa auch reinen Text/SMS-Content.

Standard-Netzteile für EU-Handys ab 2012

Der EU-Regulierungswahn hat auch seine guten Seiten. Selten zwar aber immerhin. Und so sollen dann ab 2012 alle in der EU verkauften Handys einheitlich mit einer Mini-USB-Buchse ausgestattet sein. Und durch aufgebohrte Schaltnetzteile (in der Masse billig) soll dann auch der Stromverbrauch (=Co2-Ausstoss) verringert werden.
Soweit ganz nett – allein mir fehlt der Glaube: Ob diese Schnittstelle dann auch zum Syncen verwendet werden kann? Oder bleibt sie doch nur mit zwei Polen mit der Grundplatine verbunden? Wirklich praktisch dürfte das nur für Hersteller von KFZ-Zubehör oder besitzer von mehreren Handys sein.

WPhone – Plugin. Gefällt mir gut

Nun, da ich stolzer Besitzer eines E71 bin, hatte ich schnell den Wunsch, auch mobil bloggen zu können. Ich habe mich lange nach auf dem Telefon zu installierenden Clients umgesehen und u.a. Scribe getestet (lief aber nicht stable, das k<ann auch am Python-Unterbau oder meiner Dummheit liegen). Und es gibt da auch kommerzielle Lösungen…

Warum aber nicht das Pferd von hinten aufzäumen und einfach die Admin-Oberfläche von WP für Mobilbrowser optimieren? Ich konnte mir das anfangs nicht so recht vorstellen, aber ich fand dann das WPhone – Plugin für WordPress, habs probiert – und ich bin happy.

Die Installation dürfte im größten Suff klappen: Plugin laden, entpacken, auf dem eigenen Server via FTP in das Plugin – Directory stopfen (den ganzen Ordner – nicht das php-File einzeln rausziehen und nichts an der Ordnerstruktur rumwursteln), in der Adminoberfläche das Plugin aktivieren und gut ist.

Auf der Einlog-Maske wird dann dann ein Häkchen für mobile Administration gesetzt und schon kann es los gehen. Der Clou: Das Plugin erkennt selbstständig die unterschiedlichen Funktionsumfänge der jeweiligen Mini-Browser und passt die Darstellung an. Und dann wird mobil gebloggt. Braucht keine zehn Minuten und funktioniert out of the box ohne Konfigurationsaufwand. Sowas mag ich.

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