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Leistungsschutzrecht, nachgefasst.

Ich mach es kurz: Ich finde dieses „Verleger versus Google“-Ding im Mindesten so lächerlich wie dieses „Verleger versus öffentlich-rechtliche-Rundfunkanstalten“. Letzteres – und das ärgert mich bis heute – zwingt mich, Sachen, die mich interessieren, auf einen physikalischen Träger aufzuzeichnen, wie man das in den 1980er Jahren mit diesen Video-2000-Geräten zu tun pflegte. Dafür gebührt den Schuldigen eigentlich noch heute ein kräftiger Tritt ans Schienbein und ich werde es den Verlegern nicht vergessen, so wie ich den Grünen bis heute dieses verschissene Büchsenpfand nicht vergessen habe! Ich schweife ab.

Ich hab´ über das Leistungsschutzrecht nur deshalb nichts geschrieben, weil ich nicht davon ausgegangen bin, dass das kommt. Sorry – so stulle können doch nicht mal die Verleger sein – wenn die aus den Google-Ergebnissen rausfliegen sind die mausetot!! Aber scheinbar sind die wirklich so stulle. Unglaublich, eigentlich.

Nun wird es aber extrem lustig: „Aus einer Position der Stärke“ fordert nun Google nach einem runden Tisch bei Merkel. Wie meinen? Wenn ich Google wäre, hätte ich die einfach mal nach Ansage 24 Stunden aus den Suchergebnissen gekickt und hätte mich dann – in einer genüsslich zurückgelehnten Haltung – das Gejammer angehört. Google tut das nicht, Google will bei der Merkel einen runden Tisch. Das ist angenehm konziliant und unangenehm dämlich zugleich.

Ich habe die Sache weiterhin an mir vorbeiziehen lassen, weil irgendwann postuliert wurde, dass es den kleinen Privatblogger eh nicht berührt. Dem scheint – bei entsprechend enger Auslegung – aber nicht wirklich so zu sein:

Google müsste auch Blogs aus dem Index entfernen, wenn sie verlagsähnlich sind und unter die Definition Presseerzeugnis im Referentenentwurf fallen. Dort heißt es weiterhin: „Wenn ein Blog sich als eine redaktionell ausgewählte Sammlung journalistischer Beiträge darstellt, die fortlaufend unter einem Titel erscheint, wird auch ein Blogger durch das neue Leistungsschutzrecht geschützt und ist damit vergütungsberechtigt, wenn andere seinen Blog nutzen.“ (Quelle)

Das wäre freilich ein Fressen für die Zeitungsverlage, denn die Blogs, die wirklich journalistisch arbeiten (ich tus ja auch nicht), sind freilich eine Konkurrenz und wer Radio hat und die wichtigsten Onlinemedien „zusammenschaut“, der spart sich die Zeitung (was bei mir nichts daran ändert, dass ich Zeitung lese).

Mich wundert sowieso, warum den Verlagen eine so große Macht zugebilligt wird. Es steht doch nirgends geschrieben, dass die „vierte Gewalt“ durch Verlage wahrgenommen und ausgeführt werden muss.

Heise (der Verlag) hat auch was dazu. Mich würde mal interessieren, was eigentlich heise als Verlag zu dieser Nummer sagt. Die müssten nach menschlichem Ermessen durch ein Leistungsschutzrecht, wie es jetzt angedacht ist, bitter verlieren.

Also, hier meine Bitte: Lasst das mit dem LSR einfach weg. Ist wohl besser so. Und die Verlage täten btw. auch besser daran, sich mal ein zeitgemäßes Geschäftsmodell zuzulegen. Lenin wurde durch das viele Balsamieren auch nicht wieder lebendig.

Funkstille im Juni?

Den ganzen Juni war hier auf dem Blog Funkstille – eine so lange Auszeit habe ich mir hier noch nie genommen. Aber es gibt gute Gründe für diese Auszeit. Zuerst einmal sind die beruflicher Natur: Ich bin derzeit echt gut eingebunden und nutze meine Freizeit daher wirklich zur Regeneration. Und so leid es mir tut, in diesen Zeiten steht eben auch das Blog hintan.

Weiterhin habe ich etwas für mich ganz Großes gestemmt, ich habe mit dem Rauchen aufgehört (und bin heute im 39. Tag Nichtraucher). Was erst einmal nicht so wirklich spektakulär klingt, erfordert doch einiges an Disziplin und ist gar nicht so einfach. Und auch hier steht das Rauchfrei-Sein im Vordergrund und das Blog hintan.

Ich werde in der nächsten Zeit aber immer wieder das ein- oder andere schreiben und Euch wieder regelmäßiger an meinem Tun teilhaben lassen – versprochen.

ARD HD ruckelt.

Nun wurde also das analoge Satellitenfernsehen abgeschaltet. Wer noch ein altes Gerät hatte, ist nun seit Montag gezwungen, sich einen neuen Receiver zu kaufen. Das ist mithin nicht das Problem, bringt doch die digitale Sat-Direktempfang mehr Programme und ein deutlich besseres Bild. Als kleines „Zuckerl“ sollte dem Zuschauer auch gleich ein ganzer Strauß neuer öffentlich-rechtlicher HD-Digitalprogramme zur Vefügung gestellt werden, darunter der neue ARD-HD-Kanal, BR HD, WDR HD und auch Phoenix HD. Doch das Ei, das die öffemntlich-rechtlichen Anstalten da gelegt haben, entpuppte sich als Kuckuksei.

Warum?

Heute habe ich mir mal die Mühe gemacht, die neuen ÖRR-HD-Sender auf unseren Receivern zu suchen und richtig zuzuordnen. Der DIGITALBOX Impertial HD2 plus hat es  – um es vorwegzunehmen – nicht überlebt, der Kathrein UFS 903 hatte keinen Stress damit und mit dem Samsung bin ich noch nicht durch.

Während ZDF HD und auch arte HD in der Vergangenheit keine Probleme auf den unterschiedlichsten Receivern machten, können nun einige Modelle die neuen HD-Angebote der ARD-Anstalten nicht mehr fehlerfrei auf den Bildschirm bringen. Typische Zeichen hierfür sind ruckelnde Bilder und Freezes. Warum das so ist, weiß derzeit noch keiner. Wenn man die derzeitige Berichterstattung verfolgt, so mag man das Gefühl haben, die ÖRR-Anstalten und die Receiverhersteller schieben den schwarzen Peter hin und her. Ober der „Fehler“ nun eindeutig im Ausstrahlverfahren der neuen HD-Sender liegt oder einfach in einer unsauberen Implementierung der Chipsätze der Empfänger, oder hier bei unterschiedlichen Empfängern sogar in beidem, ist unbekannt. Ich will hier also niemandem die Schuld zuweisen – nur feststellen, dass es sich bei den Empfangsproblemen nicht um Einzelfälle handelt – vielmehr um gut dokumentierte Sonderfälle.

Ich hatte heute mit meinem Digitalbox-Receiver genau dieses Problem. Der Hersteller hat hier sehr schnell gearbeitet und ein Software-Update angeboten, dass das Problem kurzfristig löste, beim Rückspielen der Senderliste plättete aber der Radio-Modus den Receiver derartig, dass selbst ein Hard-Reset das Gerät nicht mehr betriebstüchtig machte – sehr ärgerlich!

Interessant ist auch, dass manche Geräte z.B. von Kathrein mit dem Problem zu kämpfen haben, mein UFS 903, gekauft 2010, funktioniert auch mit den neuen HD-Sendern auf Anhieb – ohne jedes Update.

Lernen lässt sich aus der Sache zweierlei: Zum einen scheint es bei DVBS2 immer wieder dann zu Problemen zu kommen, wenn die Übertragungsbitrate variabel ist und zum Anderen sollte man jetzt nichts in Richtung Update überstürzen bzw. für Updates ein Fallback-Szenario haben. Letzteres ist bei manchen Receivertypen aber gar nicht so einfach, wenn z.B. der Bootloader beim Update in den Eimer geht.

Eine vollständige Liste mit betroffenen Geräten gibt es wohl noch nicht, aber Heise hat schon vor Tagen einige Geräte zusammengetragen:

Mittlerweile liegen uns entsprechende Störungsmeldungen unter anderem zu den Receiver-Modellen Avanit SHD3, CMX 4580, Comag SL90HD und SL100HD, Digitalbox Imperial HD 2 basic und HD 2 plus, Kathrein UFS922, Medion P24000 (MD 20148), Opticum 402p, Skymaster DCHD 9000 und DXH 30, Smart CX 04 und Topfield TF7700HSCI vor. Der Philips DSR5005 soll Schwierigkeiten bei der Farbdarstellung haben. Probleme beim Smart MX04 HDCI lassen sich angeblich durch ein Firmware-Update lösen, widersprüchlich sind die Angaben zu einem Modell von TechniSat. (Quelle)

Lesenswert ist in jedem Fall der Artikel von Digital Room, dort wird auf den Hintergrund mit den variablen Bitraten schön erklärt. Aber – wen wundert es – es gibt hierzu auch andere Meinungen: Auf den Webseiten der Zeitschrift Digital fernsehen heißt es:

Vermutungen der Redaktion, wonach der teilweise binnen weniger Sekundenbruchteile erfolgte Schwankung der Bitrate um bis zu 10 MBit/s das Problem verursacht, bestätigten sich dabei zunächst nicht. Ebenfalls in das Reich der Fabel lassen sich Spekulationen verbannen, wonach lediglich Billig-Geräte mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, da auch hochpreisige Markengeräte derzeit auf flüssige HD-Bilder verzichten müssen. (Quelle)

Widersprüchlich auch: Manch älteres DVBS2-Gerät hat keinerlei Probleme, manch neuer integrierte Tuner rauscht gnademlos weg. Bis eine Lösung in Sicht ist, gibt es immerhin noch den Behelf, die nicht funktionierten HD-Sender durch die weiterhin ausgestrahlten SD-Angebote zu ersetzen.

MyExtra-Shop Nürnberg Hangele & Küchler. Miese Behandlung inklusive.

Gegen einen Einzelhändler ranten? Darf man das? Eigentlich können einem die Einzelhändler ja ein wenig leid tun – in der Regel leisten sie gute Arbeit und können mit den Angeboten der Onlineshops nur schwer mithalten. Nach dem Erlebnis, das ich heute leider mit dem Mobilfunkladen Hangele & Küchler in der Äußeren Bayreuther Straße hatte, klicke ich meine Sachen noch viel lieber online. Die ganze Episode hat im Übrigen kaum fünf Minuten gedauert.

Was ist passiert? Ich war im Homeoffice. Und musste feststellen, dass mein Handy nicht so richtig funktioniert. Insbesondere das mit dem Internet haute nur sporadisch hin. Weiterhin liegt mir derzeit meine Freundin in den Ohren, dass sie ein iPhone haben möchte. Was man noch wissen muss: Seit 2004 bin ich E-Plus-Kunde und lasse dort im Monat reichlich 75,- Euro.

Also machte ich mich in der Mittagspause auf zum myExtra-Shop Hangele und Küchler. Der Plan war, dort ein iPhone mit vernünftigem BASE oder E-Plus-Vertrag zu erstehen und die Probleme mit meinem Internetzugang am Nokia E7 gefixed zu bekommen.

Um es vorwegzunehmen: Es blieb beim Plan und schuld daran ist Hangele und Küchler.

Ich betrat den Laden, ich war der einzige Kunde, man hätte also theoretisch für mein Anliegen Zeit haben können. Ich ging zu einer Art Tresen, hinter dem eine ältere Dame saß und gelangweilt in einem Telekom-Heft blätterte. Ich machte mich bemerkbar und trug mein Anliegen vor: Ich möchte einen E-Plus- oder BASE-Vertrag, am liebsten in Form einer Partnerkarte und dazu ein iPhone. Ich halte zwar nix vom iPhone – aber es ist ja auch nicht für mich.

Nun sollte man eigentlich meinen, dass ein Verkäufer sich freut, wenn er ein teures Standardprodukt wie ein iPhone verkaufen kann. Bei Hangele und Küchler scheint man das indes anders zu sehen. Als ob mein Anliegen eine Unverschämtheit wäre, raunzte mich die Frau an, dass es bei E-Plus keine Partnerkarten mehr gebe und mit iPhone schon gleich gar nicht.

Ich ließ nicht locker und fragte, ob ich einen BASE-Vertrag bekommen kann. Ja, kann ich. Aber nicht mit iPhone, maulte die Frau. Nur mit Telekom oder Vodafone oder o2. Ich ließ wieder nicht locker und fragte weiter: „Aber Sie haben doch iPhones, oder?“

Das hätte ich mal lieber gelassen. Die Laune der ohnehin schon angespannten Dame sank augenblicklich ins Bodenlose. „Ja, haben wir – aber nur mit Telekom, Vodafone, o2!“ motzte sie mich an.

Welch ein Unding! Ich sehe das Problem nicht. Man verkauft mir ein iPhone. Dann gibt man mir einen BASE-Vertrag. Ich zahle beides und fertig ist die Laube. Nun, bei Hangele und Küchler hatte man weder Bock auf das eine noch auf das andere. Die Frau senkt den Blick Richtung Telekom-Heft. Ich gebe das mit dem iPhone auf. Hier werde ich keines bekommen – das ist mir klar.

Da ist dann noch die Sache mit dem misskonfigurierten Internet auf meinem Nokia-Handy. Kühn wage ich einen neuen Versuch. Mit einem freundlichen Lächeln und einer diplomatischen Nuance in der Stimme versuche ich, die Aufmerksamkeit der Frau vom Telekom-Heft auf mich – genauer: auf mein Anliegen – zu lenken: „Ich habe da ein E7 und de Internet-Zugangsdaten verstellt. Möchten Sie so freundlich sein und sich das mal ansehen? Sie würden mir einen großen Gefallen tun.“

Nun, das war – wie zu erwarten stand – ein Schlag ins Wasser: Das einzige, was ich bekam, war eine patzige Antwort. „Sie haben da nix verstellt, das liegt an E-Plus“* war die lapidare Antwort der Frau. Ich konnte es noch nicht fassen, da setzte die motivierte Dame noch einen drauf: „Sie können das ja dalassen, wir prüfen das. Kost aber extra, denn Sie sind kein Kunde von uns“.

Was soll denn das? Will man mir damit sagen, dass MyExtra gleichbedeutend ist mit „Kost´extra“?? Ich bin immer noch fassungslos. Wofür betreibt man denn einen Laden, wenn man nichts verkaufen will? Warum sperrt man den Laden überhaupt auf, wenn man keinen Bock auf die Kundschaft hat? Es ist mir unbegreiflich. Und die Argumentation, dass die Dienstleistung extra koste, weil man kein Kunde sei, finde ich echt frech – ich wäre ja gerne Kunde geworden – nur bei Hangele und Küchler ist man nicht bereit, dass ich Kunde werde (ein iPhone wollte man mir ja nicht verkaufen).

Mein Fazit: Wer zu Hangele und Küchler in der Äußeren Bayreuther Straße geht, mit dem habe ich kein Mitleid. Ich will bloß etwas kaufen und muss mich dafür anblaffen lassen. Das geht ja mal gar nicht! Und dann will man mir noch für ein simples Nachgucken, ob meine Einstellungen fehlerhaft sind, Geld aus der Tasche ziehen? Und das auch erst, nachdem ich interveniert habe? Es ist unfassbar.

Das Problem mit dem misskonfigurierten Handy löste die E-Plus-Hotline übrigens in unter 60 Sekunden. Man schickte mir – kostenfrei – eine SMS mit den korrekten Einstellungen, das Handy übernahm diese automatisch.

* Das Handy blieb die ganze Zeit in meiner Hosentasche, angesehen hat sich das dort niemand.

Nur ein paar Links

Weil ich derzeit einiges zu tun habe, wieder mal nur ein paar kurze Gedanken und Links – more to come soon…

Notizmappe von Tchibo / Goldpfeil: Wunderschön und völlig alltagsuntauglich

Seit Montag bietet Tchibo im Internet (und ausschließlich nur zur Bestellung über das Internet, im Kaffeeladen soll man die Produkte nicht bekommen) einige Accessoires der renommierten Marke Goldpfeil. Bei den Lederwaren handelt es sich freilich nicht um „echte“ Goldpfeil-Artikel, denn der Offenbacher Traditionshersteller ist nach vielen Besitzerwechseln seit 2007 insolvent. Hier scheint Tchibo die Markenrechte zu haben und mit diesen dann etwas bessere Lederwaren herauszubringen.

Und im Fall der Notizmappe stimmt das mit den besseren Lederwaren sogar. Ich habe diese Mappe online gesehen und sofort bestellt: Sie ist schlicht aufgemacht und sieht chic aus. Gestern ist sie dann auch mit der Post gekommen: Eine Mappe aus wirklich feinem Leder, sie hat in etwa, das Format A5, was ich ursprünglich so nicht auf dem Schirm hatte, as aber auch recht praktisch ist, denn so lässt sie sich wirklich bequem überall mit hinnehmen. Auch im inneren ist die Notizmappe fein gearbeitet, die Fächer sind stabil und präzise eingenäht. Im Großen und ganzen ist diese Goldpfeil-Mappe ein schönes Accessoire, das Leder weich und handschmeichelnd, die Verarbeitung gut und das Design schlicht und wertig – fein.

Beim genaueren Hinsehen erweist sich diese Mappe aber als ziemlich alltagsuntauglich, denn: Der erste Sinn und Zweck so einer Mappe ist nun einmal, damit Notizen machen zu können – und damit das auch sofort funktioniert, legt Tchibo zwei Notizblöcke, einen liniert und einen kariert, bei. Diese Notizblöcke werden, das ist, wenn man mal schnell umblättern will, mit vier Textilgummis in der Mappe an den Enden „festgezurrt“ – womit ich leben könnte. Was das Ding aber völlig unbrauchbar macht: Die verwendeten Blöcke haben ein abenteuerliches Format: 21,5 cm x 12,4 cm misst der Block, wobei der Abreißrand 2 cm breit ist. Wenn man dieses Blockformat mal gegen die gängigen DIN-Formate checkt (eine gute Liste gibts in der Wiki), wird man feststellwen: Da passt nichts. Das Format 21,5 cm x 12,4 cm ist einfach nicht gängig. Ich gebe da nicht so schnell auf, habe bei Google, bei Amazon, gesucht, mich bei Staples durch das gesamte Blocksortiment geklickt und auch Manufactum, die hier einige Sonderformate im Angebot haben, führt hier nichts passendes. Was da definitiv nicht rein passt: Ein 7-Zoll-Tablet-PC und ein DIN A5-Briefblock, den müsste man erst auf das passende Format zurechtschneiden.

Wer die Goldpfeil-Notizmappe bei Tchibo kauft, kauft in meinen Augen einen wunderschönen Artikel mit absolut beschränkter Alltagstauglichkeit. Ich werde das Ding jedenfalls zurückschicken, denn so hat das ja keinen Sinn. Es sei denn, einer von Euch weiß, wo man solche Blöcke herbekommt und verrät7 es mir in den Kommentaren.

Lesson learned: Wenn ein großes Unternehmen eine renommierte Marke kauft, muss das Ergebnis im Detail nicht dem Qualitätsanspruch entsprechen, den man mit dem Ursprungsnamen einmal verband.

Piraten – nicht Fisch nicht Fleisch.

Meinen 800sten Artikel hier im Blog darf ich am Karfreitag – einem stillen Feiertag – den Piraten widmen. Weil es derzeit einfach gut passt und mal ein paar Sachen gesagt werden müssen. Am 17 März 2010 – vor reichlich zwei Jahren – habe ich schon mal einen Rant auf die Piratenpartei geschrieben, mit der Popularität der Piraten habe ich mich mich weiland grob verschätzt, mit etlichem anderen aber nicht. Nun, da die Piraten im Saarland tatsächlich in den Landtag eingezogen sind und sich die Umfragewerte fast überschlagen, 12 Prozent würden demnach die Piraten im Bund dieser Tage gutmachen, ist es also wieder mal an der Zeit, genauer hinzusehen.

Vorweg:  In den vergangenen zwei Jahren bin ich kein Freund der Piraten geworden. Das hat im Wesentlichen programmatischen Gründe. Weiterhin haben die Piraten viele Chancen verspielt – weil sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Drittens steuern Sie auf einem Kurs der Beliebigkeit.

Weiterhin haben sich aber auch bestimmte Vorzeichen innerhalb der letzten zwei Jahre zu Ungunsten der Piratenpartei verschoben , und das das so ist, resultiert aus dem schuldhaften Nichtverhalten der Piraten. Aber von Anfang an:

2010 hatte ich noch eine Theorie zu den Piratren: Ich betrachtete sie seinerzeit als eine parteigewordene Bürgerrechtsbewegung der Jungen für ein freies und möglichst unreglementiertes Internet. Dieser Anspruch wurde seinerzeit auch programmatisch abgebildet. Da war die Tragfähigkeit des Eises für eine Partei zwar noch recht dünn, aber das machte mir erst mal nichts, ich habe nur darauf hingewiesen. Inzwischen ist hiervon aber leider viel zu viel verloren gegangen. Am Beispiel lässt sich das besonders gut deutlich machen: Als aufkam, dass es einen Bundestrojaner hgibt, der sich zum Bundesland- wie Staatstrojaner mauserte, der Gesetze und Bürgerrecht mit Füßen trat — schwiegen die Piraten. Ich laste ihnen nicht an, dass sie diesen Umstand nicht aufdeckten, aber ich laste den Piraten an, dass sie geschwiegen haben. Verdammte Hacke! Hier nicht zu intervenieren, hier nicht reingegrätscht zu sein ist nicht nur ein Fehler sondern führt die eigene Existenz ad absurdum. Auch in weiteren Fällen tzeigte sich: Die response time der Piraten in netzpolitischen Fragestellungen ist elend lang, viel zu lang. Das Ding mit der parteigewordenen Bürgerrechtsbewegung funktioniert nicht. Darauf aber gründeten sich die Piraten.

Das muss per se noch nichts schlimmes sein, eine Partei kann sich hier auch wandeln. Am Besten macht das die SPD vor, in den 1950er Jahren war die noch marxistisch orientiert, im Laufe der Zeit immerhin noch arbeitnehmerorientiert, heute wandeln sie an der Grenze von neokonservativ und neoliberal. Auch innerhalb der FDP gab es solche Wandel – die positionierten sich in den 1960er Jahren als Bürgerrechtspartei, heute sind sie so marktradikal wie bedeutungslos.

Diese Wandel brachten selten etwas positives mit sich, aber jedem dieser Wandel ist zueigen, dass er zielgerichtet geschieht. Das ist bei den Piraten derzeit nicht der Fall: In den als Kernkompetenz abgesteckten Claims reagiert die Partei nicht, in allem anderen ist sie nicht mal zerstritten sondern heillos überfordert. Echte Leitfäden gibt es nicht, das Parteiprogramm der Piraten ist ein dusseliges Gewäsch, dass hektarweise interpretatorischen Freiraum bietet. Inflationär wird der Begriff „Freiheit“ verwendet – im Wesentlichen war es das dann aber auch. Konkreter wird man nur bei der Trennung von Kirche und Staat. Und Drogen will man weitestgehend legalisieren, denn

Ein freiheitlich selbstbestimmter Umgang steht nicht im Widerspruch zu Schutz, Prävention und Aufklärung.

Das argumentativ zu zerlegen, rentiert der Mühe nicht, eh klar. Argumentiert wird hier in schwammigen, historischen Kontexten und es wird auf Eigenverantwortung und Genusskultur verwiesen, OMFGosh! Dann wäre dann noch zu lesen von einer geforderten Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in Kammern und Verbänden – hier zeigt sich die Handschrift von sog. selbstständigen Kleinstunternehmern. Dann gibt es noch ein wenig Geschwätz über Familienpolitik und eben die digitalen Komponenten.

Alles nicht von besonderer Tragweite, was da als „Parteiprogramm“ niedergeschrieben steht, könnte beliebiger nicht sein, erschütternd allerdings, was da eben nicht steht: Kein Wort zur Wirtschaftspolitik,. kein Wort zur Außenpolitik, kein Wort über die Gesundheitspolitik, kein Wort zur Sozialpolitik. Nichts, nada, nothing.

Es liegt auf der Hand, ist ein unumstößlicher Fakt: Das, was uns die Piraten da als Parteiprogramm verkaufen wollen, ist keines. Alle Punkte, zu denen man Farbe bekennen müsste, alles, was ein wenig schwieriger ist – wurde schlicht ausgespart, weggelassen, ignoriert. Sorry, Piraten, so geht Politik einfach nicht. Hätten sich die Piraten vor ein paar Monaten gegründet, ich hätte nichts gesagt. Seit zwei Jahren aber ist es dieser Partei nicht gelungen, ein Programm zu erstellen und zu beschließen – setzen, sechs.

Ja, ich war in meiner Bewertung der Piraten vor zwei Jahren recht milde, heute ist das vorbei. Damals habe ich dieser jungen Partei die Findungsphase zugestanden – um heute feststellen zu müssen, dass seit der Gründung 2006 nichts passiert ist.

Das Schwadronieren der Piraten, sie seien nun mal eben werden rechts noch links, ändert daran nichts. Man kann trefflich behaupten, dass man eine neue Politik fordere – wenn man weder willens noch in der Lage ist, was der elementare Bestandteil dieser „neuen Politik“ ist, gilt es schlich nicht und reiht sich ein in den Reigen der hohlen Phrasen, die gerade von den Piratren gedroschen werden, die einst antraten, um der hohlen Phrasendrescherei den Garaus zu machen.

Nun könnte man das auch – im Sinne der propagierten, wenn auch zu Gänze falsch verstandenen Freiheit – so stehen lassen, wenn diese Konzeptlosigkeit den Piraten nicht schon jetzt um die Ohren fliegen würde. Interessanterweise mucken nämlich immer mal wieder die sich unter den Piraten befindlichen Neonazis auf. Symptomatisch für die Konzeptlosigkeit der Partei: Die  fühlen sich von den Piraten angezogen, weiterhin symptomatisch: Sie werden in deren Reihen mindestens geduldet. Das ging nun ein, zwei, dreimal so und nun platzt einigen in der Jugendorganisation, den JuPis, der Kragen und es hagelt Schelte in Form eines offenen Briefs an die „Basis“:

Immer wie­der fal­len Mit­glie­der der Par­tei durch ras­sis­ti­sche, sexis­ti­sche, aber auch ander­wei­tig dis­kri­mi­nie­rende Aus­sa­gen oder Ver­hal­tens­wei­sen auf.

Beim Brain­stor­ming zu die­sem Brief wur­den einige Bei­spiele dis­kri­mi­nie­ren­der Aus­sa­gen und Vor­fälle genannt: eine Frau galt als „zu hübsch“, um ernst­ge­nom­men zu wer­den, eine andere „sollte mal rich­tig hart durch­ge­fickt wer­den, viel­leicht ent­spannt sie sich dann ja mal“, ein Mit­glied war der Mei­nung, Frauen gehör­ten nicht auf Stamm­ti­sche, „aus­län­der­kri­tisch“ zu sein galt in einer Twit­ter­dis­kus­sion als voll­kom­men in Ordnung.

Es ehrt die JuPis, dass sie das mal so deutlich aussprechen. Aber: Wundern sie sich denn ernsthaft, über diese Auswüchse? Wer weder links noch rechts ist, muss sich damit anfreunden, dass Linke und Rechte sich im Kreise der Piraten sammeln. Und zwar alle so verschrobenen Linke und Rechten, dass sie in anderen Parteien keine politische Heimat finden. Und mit denen müssen sich nun die Piraten rumärgern, sofern sie das überhaupt können.

Der­ar­tige Aus­sa­gen wer­den oft als „Ein­zel­mei­nun­gen“ abge­tan – gerade in einer Par­tei, die sich ihrer star­ken Basis rühmt, darf das keine Recht­fer­ti­gung sein.

Auch die Mei­nungs­frei­heit wird in Reak­tion auf Empö­rung über dis­kri­mi­nie­ren­des Ver­hal­ten immer wie­der genannt. Im Zusam­men­hang mit Ras­sis­mus, Sexis­mus, Homo­pho­bie, Ableis­mus, Trans­pho­bie und ande­ren Dis­kri­mi­nie­rungs­for­men auf die Mei­nungs­frei­heit zu ver­wei­sen räumt die­sen Ver­hal­tens­wei­sen eine Legi­ti­mi­tät ein, die ihnen nicht zusteht und lässt sie als sub­jek­tiv ver­tret­bar erschei­nen („man muss das nicht gut fin­den, aber es hat nun­mal jeder seine eigene Meinung“).

Der erste Teil der Analyse ist richtig – der zweite, die Conclusio – aber fehlt in piratentypischer Manier. Ich darf da mal geschwind aushelfen: Farbe bekennen. Zur Zeit tümmeln sich in den Reihen der Piraten vor allem vergrätzte CDUler, denen die Union schlicht zu altbacken ist und FDPler, die einfach nicht verlieren können und deshalb den sinkenden Kutter FDP schnell verlassen. Aus dieser Melange der konservativ-marktradikalen (nicht vergessen: Der Nerz ist auh ein abgehalfterter CDUler) Frustler entspringt die „Freiheit“, Linke (oder besser: pseudo-linksliberale), denen die SPD zu rechts, die Linkspartei zu links ist und Nazis, die das nicht offiziell zugeben möchten und allerhand andere Wirrschädel anzuziehen. Und mit denen hat man dann halt schnell Ärger.

Aus der Ferne betrachtet mutieren die Piraten gerade zur neuen FDP – nur zu wenige erkennen das, sost wären es nicht 12 sondern eben zwei Prozent in den Umfragen. Sie sammeln fleißig Protestwähler und Nichtwähler – was unter den Strich das Selbe ist, denn Nichtwählen ist auch nur eine Form des Protests.

Zurück zum offenen Brief:

Gerade für eine Par­tei, die sich als „Mit­mach­par­tei“ bezeich­net, die eine freie Presse for­dert und dafür plä­diert Feh­ler in der Poli­tik ein­zu­ge­ste­hen und sich über Sach­ver­halte zu bil­den, bevor eine Mei­nung ver­tre­ten wird, sind diese Abwehr­re­ak­tio­nen sowie Dis­kri­mi­nie­rung bzw. die Dul­dung die­ser beschä­mend. Die Jun­gen Pira­ten for­dern eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Dis­kri­mi­nie­rung in der Par­tei. Rufe nach Mei­nungs­frei­heit, der Ver­weis auf „Ein­zel­mei­nun­gen“ und Ver­klä­rung des Pro­blems dür­fen nicht mehr die Debatte bestim­men.

Im Kern geht es um unangenmessene Abwehrreaktionen der Partei auf wenig wohlwollende Presseartikel. Im Grunde kann ich den JuPis Recht geben – sich hier angepisst in die Schmollecke zurückzuziehen oder aus lauder Überforderung mit der Kritik Naziparolen rauszuhauen ist der Sache nicht zuträglich. Was aber mal wieder fehlt, ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik. Die „etablierten“ Parteien sind – das will ich ihnen zu Gute halten – nicht einmal von den Piraten angenervt, weil sie eine Konkurrenz bedeuten sondern weil sie einfach so verdammt unprofessionell sind. Wobei: Unprofessionell ist  vielleicht nicht die richtige Formulierung, sdie Piraten verhalten sich eher albern. Und sie nerven damit das „Establishment“. Das ist vielleicht auch mit der Grund, warum viele Protestwähler ihr Kreuz bei der Piratenpartei gemacht haben oder machen werrtden – man kann mit Piraten in den Parlamenten „denen da oben“ nämlich ganz schön eine hinhauen.

Das das für eine wirklich förderliche Politik – auch für eine vernünftige Netzpolitik – nicht genügt, ist klar. Damit machen sich die Piraten aber nur zum Büttel der Protestler. Ihre ursprüngliche Kernkompetenz – die Netzpolitik – ist für andere Parteien nämlich schneller erlern- bzw. adaptierbar als alle anderen Politikfelder für die Piraten. Das war vor zwei Jahren auch noch nicht absehbar. Aber es funktioniert: Die Linke hat die Piraten in Sachen Netzpolitik um Längen überholt.- Die SPD it ihnen auf den Fersen – nur die Union hat noch deutlichen Nachholbedarf. Bei den Piraten sind derartige Tendenzen in die andere Richtung derzeit nicht erkennbar. Wird der Druck zu groß, werden sie sich vielleicht auf das bedingungslose Grundeinkommen einigen können – vielleicht. Das ist aber kein natives Konzept der Piraten und lässt sich von anderen Parteien ebenso schnell adaptieren.

Damit haben die Piraten zwar ein bisschen Erfolg –  schnell aber werden sie obsolet.

In dieser Identitätskrise steckend suchen nun die Piraten nun ein eigenes Profil und haben auch schon den Feind fest im Visir: Die Kirchen. Nun soll es dem Tanzverbot an Karfreitag an den Kragen gehen. Wie doof ist das denn? Und weil man für eine etwas zweifelhafte Aktion auch zweifelhafte Weggefährten braucht, ist die Grüne Jugend auch gleich mit von der Partie. Als ob eine Lockerung des Tanzverbots die drängenden gesellschaftlichen Probleme lösen könnte?

Etwas lächerlich das ganze, aber mit ernstem Hintergrund. Denn so wie die JuPis Toleranz fordern, so verletzt die Piratenpartei diese im Tanzverbotstreit und wendet sich gegen die Religionsfreiheit. Pfeifen.

Ich denke, wir müssen das mit den Piraten einfach aussitzen. Wenn das erste Protestpotenzial verebbt ist, werden die Piraten wieder zu der Kleinpartei, die sie sind. Das ist ok so. Denn in der Zwischenzeit hat sie den „etablierten“ Netzpolitik beigebracht. Und das war dringend nötig.

An die vielfach erstandenen Literaturkritiker auf Twitter

Zumindest auf Twitter ereilt Grass gerade ein Shitstorm vom Feinsten. Das sich gerade die größten Kritiker des prosaischen Gedichtes mit einem Herrn Broder oder andere Deppen, die aus PI-Holz geschnitzt sind, gleichmachen, bedarf nicht der besonderen Erwähnung.

Auch die „Analyse“ Schirrmachers, der nicht nur urplötzlich seine Bürgerlichkeit wiederentdeckte, sondern ganz entlarvend zur conclusio kam, dass er nicht mehr zusammenbekommt, was er mit dem Schraubenzieher zu dekonstruieren versuchte, greift zu kurz.

Zuerst mögen sich die Kritiker doch einmal das Gedicht in aller Ruhe durchlesen und das dann gerne auch noch ein zweites oder drittes Mal im Kontext der übrigen Werke Grass tun.

Und dann darf ich auf einen Kommentar von Thomas Nehls, WDR verweisen – ganz ohne Intellektuellen-Dünkel, klar, verständlich und im Kern aus meiner Sicht auch richtig.

Hören möchtet ihr ihn möglichst gleich – ich binde das Audio zwar hier ein – aber die ARD muss ihre Inhalte ja nach einer Woche depublizieren. Dieser Link führt zur Quelle, der Tagesschau.

 

barcamp Regensburg – helft mit!

Es ist an der Zeit, hier mal einen Spendenaufruf zu starten und wer hier auch nur gelegentlich mitliest, der weiß, dass ich sowas nur dann tue, wenn es wirklich angebracht ist. Und heute ist es wirklich angebracht:

Mike Buchner hat ein heeres Ziel: Er will ein barcamp in Regensburg veranstalten. Jeder, der schon einmal ein barcamp besucht hat, mag einen Eindruck davon gewinnen, dass so ein Unterfangen zum Einen eine Sauarbeit bedeutet und zum anderen, dass der Spaß nicht ganz risikolos und nicht zwingend billig ist, wenn man es gescheit machen will.

Das barcamp Regensburg soll zwar erst im November stattfinden – aber es wirft freilich schon seinen Schatten voraus. Und daher ergeht an dieser Stelle der wichtige Aufruf: Helft Mike bei der Umsetzung des Projekts und steuert zu, was ihr zusteuern könnt:

Das sind aus meiner Perspektive erst einmal zwei Dinge:

  • Spread the Word: Mit weit über 100.000 Einwohnern ist Regensburg nun keine kleine Stadt – ein barcamp würde man dort aber mit Sicherheit nicht auf Anhieb vermuten. Daher: Macht bekannt, dass das barcamp nun auch in die Oberpfalz kommt. Facebook und Twitter sind das eine, das persönliche Gespräch das andere!
  • Werdet Sponsor oder werbt Sponsoren. Wer irgendwie kann, der gebe, was er kann: Besonders das Essen auf so einem Camp ist in der Summe eine teure Sache – auch wenn hier normal gegessen wird und die Verpflegung fernab jeder Dekadenz ist – es läppert sich. Und diverses Equipment muss auch angeschafft bzw. ausgeliehen werden. Und auchMarketing und Kommunikation kostet, auch dann, wenn die Arbeit ehrenamtlich erbracht wird. Daher gilt: Jeder Beitrag hilft! Werdet Sponsor! Sponsoren tun nicht nur ein gutes Werk und leisten einen Beitrag um das innovative barcamp-Format in die Oberpfalz zu bringen sondern bekommen auch Publicity bei einer Zielgruppe, die man sonst nur mit hohem Aufwand und Mitteleinsatz erreicht. Ein Sponsoring eines Camps ist immer ein Win-Win – also seid dabei!

Fragen? Wendet Euch einfach an Mike.

 

Über die vergangenen Wochen

Das ich mich in der letzten Zeit ein wenig rar gemacht habe, hatte Gründe: Die Grippe hat mich ziemlich ausgeknockt. In dieser Zeit – und dafür bin ich mehr als dankbar, ist aber im Blog viel passiert: Michi hat hier mal richtig aufgeräumt, das WP auf den neuesten Stand gebracht und die Datenbank mal so richtig tief inspiziert. Michi, auch im Namen aller Leserinnen und Leser ein ganz ganz herzliches Dankeschön!! Es macht Spaß, mit Profis zu arbeiten!!

Einiges wollte ich schreiben, nun aber eben einiges wieder nur kurz gefasst:

  • Es gibt nun also ein neues iPad. Das soll noch schöner, toller und schneller sein. Mir gelbstichigem Bildschirm und LTE, das hierzulande nicht funktioniert und Thermofehler. Ich frage mich, welchen Vorteil sich die Millionen Käufer von diesem Gerät versprechen. Ich weiß es nicht. Wenn ich mir ein iPad kaufe, dann wird es ein iPad 1 – gebraucht. Vielleicht. Das sollte doch können, was man will.
  • Wo wir es gerade von Tablets haben: Ich hatte gerade gestern erst ein Sony Tablett in der Hand, eines mit der Bezeichnung „S“. Das ist schon auch was Feines – Android 3.0 langt im Übrigen vollauf.
  • Und wo ich gerade bei Apple bin: Das diese Firma nun vom vzbv wegen Irreführung der Verbraucher abgemahnt wurde, ist aus meiner Perspektive als gut zu werten. Der „Care ProtectionPlan“ ist teuer und in Deutschland hat man grundsätzlich zwei Jahre lang Gewährleistung auf Produkte jeder Art – aber die muss man halt im Zweifelsfall gegen Apple durchsetzen. Ich bin da mit einem 14 monate alten iPod schon mal an Apple gescheitert – die hätten ihn reparieren müssen, hatten aber keinen Bock, das ohne Care ProtectionPlan zu tun. Obschon mir seinerzeit selbst Techniker bestätigten, dass ich im Recht wäre, wollte ich Apple nicht wegen ein paar hundert Euro verklagen. Eigentlich hätte ich das tun müssen, jetzt aber haben die von der Verbraucherschutz-Bundeszentrale eine vor den Latz bekommen – auch gut. Ich bin ja derzeit Apple-frei…
  • Die Saar-Wahl war ja ein interessantes Ding! Nun gut, der SPD ist es mal wieder nicht gelungen, den Miniprä zu stellen, aber alles andere war ja bereits vorher ausgemachte Sache. Die FDP ist achtkantig aus dem Landtag geflogen, dass es so bitter wird, hätte ich nun nicht gedacht, aber von nix kommt bekanntlich ja nix, insofern passt das schon. Richtig interessant ist aber, dass die Grünen das Überspringen der 5-Prozent-Hürde nur um Haaresbreite geschafft haben – Fukusghima ist vergessen und S21 ist vergeigt. Weiterhin interessant ist das überraschend gute Ergebnis der Piraten. Heute morgen habe ich mit Genuss DLF gehört, denn da hat Frau Nahles den Piraten den Fehdehandschu zugeschmissen und Herr Nerz entblödete sich nicht, im Interview selbsgefälligen Dünnsin zu brabbeln. Mit den Piraten werden wir noch unseren Spaß haben…
  • Ah, das Ding mit der Nahles ging ja auch über Twitter und der DLF hat ein Transskript. Sie ist aber schon zurückgerudert, wird auf B5 gerade damit zitiert, dass sie sich durchaus vorstellen könnte, mit den Piraten zu reden.
  • Haddaways What Is Love, A tune for one display and eight floppy drives.
  • Auch geil war der GVU-Trojaner. Da werden sicherlich etliche dreauf reingefallen sein, weil man der GVU sowas einfach zutraut 🙂
  • Yapital soll der neue Paypal-Killer von OTTO heißen. Bei dem Namen wird das sicher der Burner.
  • Der „neue“ AMIGA sieht aus wie ein MacMini-Fake. Dafür hat er einen i7-Prozessor. Kostet leider auch 2,5k$.
  • Und es gibt sxchon wieder ein Firefox-Update. 11.
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