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Rückspiegel.

Ein bisschen was, was in der vergangenen Woche keinen Platz gefunden hat, ich Euch aber denoch nich vorenthalten möchte, kurz zusammengefasst:

  • Hier ein geiler Rant aus der taz, ein Ausschnitt aus dem Buch „Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter“. Auch für Nicht-Mütter eine dringende Leseempfehlung meinerseits! (via Ronny) Arme Berliner, da bin ich ja was froh, in Nürnberg zu wohnen…
  • Und wo ich gerade dabei bin, das Kraftfuttermischwerk lobend zu erwähnen, gleich nocheinmal ein Link dorthin: Der Ambient-Techno der 90er Jahre in einem Mix. Ich schreibe das speziell für meinen Stammleser Thorsten, dem das sicherlich gefallen wird (und natürlich für alle anderen, die an diesem Sound Gefallen finden).
  • Wer in Nürnberg bereits ein DAB+-Radio in Betrieb hat, der führe doch mal einen Sendersuchlauf durch, denn der BR hat am Mittwoch seinen Multiplex gewechselt.
  • Musik und Digitalradio? LoungeFM spielt zurzeit eine so geile Mucke, dass ich mich manchmal versichern muss, dass der Sound aus dem Radio kommt. Vorhin Groove Armada gehört – zu geil!!
  • Das Ding mit dem Staatstrojaner mausert sich mehr und mehr zur ausgewachsenen Frechheit. Einmal die ganze Regierungsbank geschlossen zurücktreten, bitte.
  • Zwei Sachen zu Microsoft: Zuerst einmal will man gegen SpyEye zu Felde ziehen. Den hatte ich mir auch einmal eingefangen – auf einem dienstlich genutzten Rechner. Das Ding ist total fies, es ist dank seiner vielfältigen Mutationen nur schwer von Antivirensoftware findbar, und wenn man ihn dann gefunden hat, kriegt man den Shice kaum richtig von der Platte. Einmal gelöscht, installiert sich das Mistding beim nächsten Reboot einfach wieder. Da half mir weder Kaspersky noch deren Second Opinion – da nutzt letztlich nur, die Platte zu putzen und das System frisch aufzusetzen. Insofern ist es gut, dass der Scope mal auf dieses Mistding gerichtet wird. Interessant ist auch diese Meldung: Einer von Microsoft betriebenen Studie zufolge passiert jeder zweite Vireninfektion durch den Nutzer. Hierein wird aber recht großzügig das Mounten infizierter USB-Hardware bei Systemen wie Vista (und ältere) oder allzu freizügige Freigaben im Netzwerk dazugerechnet – Vorgänge, die der Nutzer zwar zu verantworten hat, die viele aber einfach nicht überblicken.
  • Gut, dass mir als überzeugter Symbian-Nutzer dieses ganze iOS5-Gewese komplett an dem Teil vorbeigehen kann, auf dem ich normalerweise sitze.
  • Renault hat eine Yahoo-Sonder-Edisch´n! Ich weiß nicht, ob ich da laut lachen oder leise schluchzen soll…
  • Snyders Of Hanover Cheddar Cheese Pretzel Pieces, guuut!
  • Wegen der ganzen Occupy-Sache: Allein, mir fehlt der Glaube… Am Ende wird das wie S21: Erst kleine Proteste, dann wird das hip und jeder rennt hin, dann wird die CDU-Regierung duch eine unter Führerschaft der Grünen getauscht, was genau das selbe ist, also keinen Unterschied macht, erwartungsgemäß versagen die Grünen (wie immer) und der Bahnhof wird gebaut. Fertig. Nicht der Rede wert, also.
  • Kommt eigentlich nochmal eine Wired nach?
  • Mein Impuls fürs nächste Chaosradio: Der Bundestrojaner II. Man könnte da prima die Sendung vom 28. März 2007 referenzieren und ein dickes „told you so“ hinterherschieben. (Link)
  • Und schon wieder Bundestrojaner (war ja auch wirklich das beherrschende Thema der Woche): Bei Fefe wurde zur Rolle der Piraten ja schon etliches Wahres geschrieben. Es ist ja nun nicht nur so, dass die Piraten schlafen, das ist schon blöd, aber nicht das Schlimmste. Viel schlimmer ist das hier: 47% der Piratenanhängerschaft ist für Onlinedurchsuchung. Das hätte ähnliche Klasse wie „76% der CDU-Anhänger sind für eine sofortige Einführung des Kommunismus im Bundesgebiet“. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen – 47%! Das Problem rührt daher, dass die Piraten für fast nichts stehen und ohne klaren Standpunkt treiben dann solch skurrile Blüten aus. Ich bin ja immer noch davon überzeugt, dass dreiviertel der Piratenwählerschaft aus Protest für die gestimmt haben. Dieses Umfrageergebnis ist ein sicheres Indiz dafür. Zudem ist es den Piraten nicht gelungen, ihre „Blockunzugehörigkeit“ als Paradigmenwechsel zu verkaufen. Das funktioniert auch nicht. Politik lässt sich nicht auf den Ausschnitt der Netzbelange herunterreduzieren. Und damit ist das Experiment quasi gescheitert. Die Ideen der Piraten werden nun von CDU, SPD und Grünen nachgeplappert. Die wahre netzpolitische Kompetenz liegt derzeit übrigens in Händen der Linken.
  • Gerade habe ich vom Balkon aus die ersten Zugvögel gesehen. Lärmend flogen sie von hinnen. Es wird Zeit, zu heizen.

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