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Ein kleiner Bericht vom Change Camp.

Seit geraumer Zeit habe ich hier nichts geposted – keine Sorge, mir geht es gut, aber ich hatte die letzten eineinhalb Wochen ein wenig mehr „work load“ als üblich…

…und gestern fand das GA Change Camp statt. Das bringt auch ein weiteres Blog für mich mit, dass gepflegt werden möchte – und so darf ich Euch einladen, öfter mal auf www.change-camp.org vorbeizuschauen …

… und besonders denjenigen, die nicht dabei waren, empfehle ich diesen kleinen Bericht.

Ich hoffe, ich komme dieser Tage ein wenig mehr zum Schreiben.

Merks Motor Museum

In Zeiten leerer öffentlicher Kassen und den damit verbundenen Einsparungen im Bereich kommunaler Kulturangebote und Museen ist es etwas Besonderes, wenn man vermelden darf, dass Nürnberg seit dem 4. April ein neues Museum hat – eines, das aus privater Initiative entstanden ist, wohlgemerkt.

In der Klingenhofstraße, ganz im Norden, eingefasst in den Kontext Nürnberger Industrie und Industriegeschichte (der „Kugelmüller“ und das Areal der alten „Resi“-Margarinefabrik befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft) liegt Merks Motor Museum – ein Oldtimermuseum des in der Stadt lebenden Immobilieninvestors Claus Merk.

Das Oldtimer-Museum ist in den Werkshallen der ehemaligen Fensterfabrik Schlee untergebracht. Als Merk vor vielen Jahren das Gelände an der Klingenhofstraße kaufte, fand er diese Hallen in erbarmenswürdigem Zustand vor – vermietbar waren sie zu dieser Zeit nicht. Und dennoch, so sagt Merk, sei ihm von Anfang an klar gewesen, dass diese Hallen einmal der ideale Standort für seine Autos seien. Autos sind die große Passion von Claus Merk – alte Autos. Seit vielen Jahren sammelt er sie und so ist er im Besitz einer stattlichen Oldtimerflotte, die nicht nur fast alle fahrbereit sind sondern auch alle Epochen der Existenz des Automobils dokumentieren.

Merk sammelte diese Fahrzeuge über Jahrzehnte. „Viele waren gar nicht teuer“ sagt er, er habe sie nur zur „richtigen Zeit“ gekauft, einer Zeit, als sie noch als Youngtimer günstig zu haben waren. Und so bringt Merk heute in sein Museum eine elaborierte Sammlung ein – mit so seltenen und besonderen Automobilen wie einem Mercedes 280 SL Pagode. Aber auch ein Ferrari ziert die Ausstellungshallen oder der berühmte NSU Ro80 mit dem bekannten Wankelmotor und der in seiner Zeit außergewöhnlich aerodynamisch optimierten Karosserieform.

Und so sind in den lichtdurchfluteten Hallen der alten Fensterfabrik viele Autos zu sehen – auch solche, die weiland recht häufig auf den Straßen anzutreffen waren wie zum Beispiel ein Renault R4 oder auch eine Ente (2CV).

Doch nicht nur Autos werden ausgestellt, in einem Regal finden sich auch die Erzeugnisse der Nürnberger Unterhaltungselektronikindustrie – Radios von Grundig oder aber auch ein Transistor der ehemaligen Quelle-Handelsmarke Simonetta.

Und auch andere themenbezogene Räume oder Ecken finden sich im Motormuseum: In der „Meisterbude“ wird anhand unterschiedlicher Exponate die Entwicklung der Nürnberger Schreibmaschinenindustrie nachgezeichnet. Merk sagt hierzu: „Wenn ich schon Motorräder von Triumph habe, will ich auch deren Schreibmaschinen ausstellen.“

Auch ein Büro der Fensterfabrik Schlee gestaltete Merk nach – mit dem Originalmobiliar aus den 1950er Jahren. Auf die Frage, ob er die industrielle Entwicklung der Region dokumentieren wolle, sagt Merk sinngemäß, dass es nicht sein Anliegen sei, mit dem Museum Industriekultur in Konkurrenz zu treten. Man kenne sich und verstehe sich gut – Merks Ansatz ist ein anderer: „Wir sind ein Museum des Erinnerns“, erklärt er und verweist auf die entzückten Reaktionen insbesondere älterer Besucher beim Wiedererkennen bestimmter Exponate, die aus Kindheit, Jugend oder dem Berufsleben wiedererkannt werden.

Eine dieser Installationen ist zum Beispiel ein kleine KFZ-Werkstatt, die mit zeittypischem Werkzeug geschmückt ist.

„Museumsdirektor“ Claus Merk von einem seiner Oldtimer

Ein Besuch in Merks Motor Museum lohnt nicht nur für Oldtimer-Fans, jeder kann sich hier in vergangene Tage zurückversetzen lassen. Geöffnet ist das Museum donnerstags bis sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr.

Merks Motor Museum, Klingenhofstr. 51, 90411 Nürnberg, Telefon: 561494-99, Web.

Giftige Dämpfe aus Energiesparlampen

Ich mag keine Energiesparlampen – sie produzieren einen Haufen giftigen Abfall, sind mit Quecksilber gespickt und machen zu allem Überdruss auch noch ein scheiß Licht – Kurz: Die Dinger sind nicht nur hässlich und von ihrer Umweltbilanz mehr als beschissen, die Dinger sind auch noch tierisch giftig!

Denn: Energiesparlampen emittieren krebserregendes Phenol.

Da haben wir es nun: Dank des EU-Verkaufsverbots herkömmlicher Glühbirnen – einem Geniestreich der Lobbyisten, mit dem Low-Tech-Produkt Edison-Glühbirne ist trotz eingebauter 1000h-Sollbruchstelle ja kein  Geld zu verdienen – haben wir nun Lichtquellen, die ob der verwendeten Elektronik in Ihrer Umweltbilanz deutlich schlechter sind als herkömmliche Birnen und dann auch noch giftig sind.

Diese EU ist schon eine verdammt miese Veranstaltung. Sie verbietet mündigen Bürgern die Verwendung eines sicheren und gut eingeführten Produkts, wer nicht im Dunklen sitzen will, muss ein teures, umweltschädigendes und giftiges „Alternativprodukt“ verwenden – und um dem Ganzen noch die Krone des Hohns aufzusetzen wird mit „Energiesparen“ argumentiert.

Ich rate da ja dringend zu Hamsterkäufen: Glühbirnen sind weder besonders groß noch werden sie schlecht. Man kann sich also bequem mehrere hundert Stück auf Halde legen – ich habe damit schon begonnen und werde nun daran erinnert, mir nochmal hundert, hundertfünfzig Stück im Baumarkt mitnehmen.

Warum dieser Rant? Weil mit Energiesparlampen nichts gewonnen ist: Die Industrie verspricht zwar eine Lebensdauer von bis zu 10.000 Stunden – aber es ist nahezu ausgeschlossen, dass dieser rein theoretische Wert jemals auch nur annähernd erreicht wird. Häufiges Ein- und Ausschalten (was sinnvoll ist, wenn man wirklich Energie sparen will) mag dieses Zeug gar nicht und mit der Zeit lässt die Leuchtleistung nach – teilweise deutlich.

Eine halbwegs anständige Energiesparlampe kostet um die fünf Euro – eine halbwegs anständige herkömmliche Glühbirne kostet unter einem Euro das Stück. Für einen Fünfer bekomme ich also gerechnet deutlich mehr als 5.000 Stunden Licht – aber ein schönes, angenehmes Licht. Und ich belaste die Umwelt damit weniger. Und: Ich vergifte mich damit nicht. Das wil ich mit diesem Rant mal allen klarmachen, die sich einbilden, mit Energiesparlampen irgendwas Gutes zu tun.

Stellenangebot: ProgrammiererIn/EntwicklerIn gesucht!

Liebe Leserin, lieber Leser,

Christoph Schlachte, ein Freund, sucht für einen Kunden eine/n EntwicklerIn/ProgrammiererIn für ein kleines wie feines fränkisches Systemhaus, das sich im Bereich der Bankensoftware aufgestellt hat.

Als ProgrammiererIn/EnwicklerIn solltest Du über praktische Erfahrung in den folgenden Feldern verfügen:

– C#.NET (Prio 1 – Erfahrung muss vorhanden sein)

– WPF-C#.NET (Prio 2 – Erfahrung mit Entwurfsmustern von Vorteil)

– Kenntnisse über OR-Mapper (Nhibernate im Speziellen, aber nicht zwingend)

– Datenbankkenntisse (MySQL, Oracle, Postgres)

– logisches Denken, Flexibilität, etc.

– Von Voteil wären auch Kenntisse über PHP, JavaScript, JAVA und ganz am Rande ASP.NET (inkl. ggf. Silverlight)

Du kannst als ProgrammiererIn/EntwicklerIn hier sowohl in der Rolle als Freelancer, aber gerne auch in Festanstellung arbeiten.

Wenn Dich dieses Stellenangebot anspricht, setze Dich doch bitte mit Christoph Schlachte, Telefon 09188 / 30 66 22 in Verbindung. Wer Weitere Infos und/oder Kontaktdaten braucht, hinterlässt mir einfach einen Hint in den Kommentaren, ich maile die Infos dann gerne zu.

Wochenrückblick

Ich bin diese Woche schon wieder so gut eingespannt gewesen, dass ich kaum zum twittern und so gut wie gar nicht zum bloggen gekommen bin. Daher an dieser Stelle einiges schlagwortartig in aller Kürze:

  • Gestern habe ich ein paar Minuten in Monitor reingeguckt – es ist ja nur noch heftig: Die deutsche Atommafia parkt ihre verbrauchten Brennstäbe lieber in Abklingbecken, als sie in Castoren umzuheben und zumindest etwas „sicherer“ zwischenzulagern. Na bravo.
  • Nun ist Japan schon wieder von einem Erdbeben heimgesucht worden und dabei ist ihnen wohl eines dieser Abklingbecken dermaßen übergeschwappt, dass die eben noch nicht „abgeklungenen“ Brennstäbe kernschmelzen und in die freie Wildbahn strahlen.
  • Gerade geschenkt bekommen: „bisco“ – eine Art Mannerschnitte in dunkler Schokolade. Kann ich empfehlen.
  • Studienberatung für zukünftige BBAler – so durfte ich diese Woche feststellen, macht richtig Spaß.
  • Btw.: Den Cheffe der European Business School, Herrn Jahns, haben sie mal eben festgenommen. Zurückgetreten war der schon. Eliten, wo man nur hinsieht. Dass sich mein Mitleid hier in eng überschaubaren Grenzen hält, könnt ihr euch vorstellen.
  • Running Gag der Woche: „Der FDP kann nur noch ein Arzt helfen“. Aber NICHT DIESER Arzt.
  • Und Microsoft feilt nun Streetview nach – Streetside wird das neue Projekt heißen. Opt out? Gibt es erst, wenn die Daten öffentlich sind. Dann kann aber jeder, der eine Mailadresse hat, verpixeln, was er will, denn das Opt-Out soll so laufen, dass man einfach markiert, was man verpixelt wissen will, seine Mailadresse angibt und dann soll binnen zweier Tage das Bild weg sein.  Das ist natürlich ganz kritisch zu sehen – aber ich meine: Gut, die wollen es nicht anders – man schnappe sich einen bunch Wegwerfadressen, eine Kiste Club Mate, ein paar gute Platten und der Spaß kann losgehen.
  • Btw.: In Nürnberg geht das Genknipse von Microsoft wohl bereits Anfang Mai los (ich glaube, da muss ich nochwas dazu schreiben).
  • Portugal stellt sich unter den „EU-Rettungsschirm“ – und schon wird verhandelt, wie man sie am besten knechte. Nun gut, Deutschland und Frankreich wird es freuen, diesem eh nicht so wirtschaftsstarken Land dann endgültig die Luft rauszulassen. Die Kosten dafür trägt der Steuerzahler. Die Neocons lecken sich schon wieder die Lippen.
  • Ein Funktelefon lässt sich durch etwas Gefrickel am Akku“korb“ mit Standardakkus zu sechs Euro irgendwas wieder prima flicken. Ich habe gedacht, dass bei dem Telefon die Gummitasten am Ende wären, weil das Ding quasi nur auf jeden dritten Tastendruck verzögert reagierte – aber nein: Neue Akkus und das Ding ist wie neu (leider nicht optisch, aber das ist mir wurst).
  • Gestern war mir warm – aber heute ist es nett.
  • Wegen dem bisschen Bierbecher kriegt St. Pauli ein Geisterspiel? Dem Schiri vom letzten Clubspiel hätte man gerne den Jahresausstoß der Brau und Brunnen übergießen sollen!
  • Youtube will also Fernsehsender werden. Wieder was, was ich nicht brauche.
  • Das Nokia E7 nutze ich jetzt sein knappen zwei Wochen. Es ist ein richtig gutes Phone! Ich glaube, dass Thorsten sein „neues“ E72 auch mag.
  • Löschen statt sperren funktioniert, hat sich wohl rumgesprochen (Bild verliert, Zensursula verliert, ja was ist denn nur los?). Doch wo eine Lücke geschlossen ist, steht der nächste Schwachnsinnige auf und reißt eine neue: Friedrich will nicht mehr von Vorratsdatenspeicherung sprechen sondern von „Mindestdatenspeicherung“ – weil man ihn sonst doof anguckt. Ob das an der Vokabel Vorratsdatenspeicherung liegt oder an Friedrich selbst ist indes nicht gesichert. Ok, also Neusprech. Jeden Tag ein Plattkopf.

Grüne Kernkompetenz

Wir produzieren aber 140 Gigabyte. Im Brustton der Überzeugung!! Hahahahaha!!

Ich glaube, dass die Grünen gerade am Abkotzen sind, weil die CDU (sic!) Ihnen gerade den Rang als Anti-AKW-Partei abläuft. Und sie können dabei nur zuschauen… Das muss echt bitter sein.

Prognosen sehen sie heute Abend in Sachsen-Anhalt bei 5%. Das muss richtig bitter sein…

Bin kurz weg…

Ich bin jetzt erst mal bis Freitag Nacht in Österreich. In der kommenden Woche gibts dann wieder neue Artikel im Blog. Bis dahin darf ich Euch – wie immer – das Blogroll ans Herz legen.

geigercrowd.net

Während uns immer weitere Schreckensnachrichten von der Havarie der AKWs in Fukushima erreichen, hat nibbler (@nblr) kurzerhand das Projekt geigercrowd.net aufgesetzt. Geigercrowd.net sammelt Daten über die radioaktive Verstrahlung in Japan und stellt diese, geclustert auf einer Landkarte oder in Rohdatenform jedem zur Verfügung.

Die Entwicklung einer passenden Software und das Befüllen der Plattform mit den entsprechenden Messdaten wird durch Crowdsourcing erledigt.

Ihr könnt für das Projekt Gutes tun:

  • Wer programmieren kann, der helfe nibbler und trete mit ihm in Kontakt.
  • Wer in Japan vor Ort ist, und geeignete Messinstrumente zur Verfügung hat, der stelle die Ergebnisse zur Verfügung.
  • Wer beides nicht kann (was wohl mehrheitlich der Fall sein dürfte), der möge bitte dazu beitragen, dass geigercrowd.net bekannt wird (via Facebook, twitter, Blogs und Co. gibt es dazu ja reichlich Gelegenheit).

Heute Mahnwache für die Stillegung deutscher Atomkraftwerke an der Lorenzkirche ab 18 Uhr

Mich erreichte bereits am Samstag eine Mail, die ich leider erst jetzt entdeckt habe – nichts desto trotz ist es nicht zu spät und ich gebe es an Euch weiter:

Wir sind alle mehr als erschüttert von den Ereignissen in Japan. Ein Ende dieser „Reaktorkatastrophe“ ist offenbar nicht in Sicht. Statt Menschen zu retten, muss erst der „Dämon Atomkraftwerk“ (Zitat FJS) „versorgt“ werden! Hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich wird’s nicht noch schlimmer…

Am Montagabend (14.3.2011), findet um 18:00 Uhr vor der Lorenzkirche eine Mahnwache statt, wie zeitgleich in vielen anderen Städten.
Sinn & Zweck –
Für die Seele: Mit-Gefühl zu zeigen mit den Japanern.
Für den Verstand: Endlich, endlich, endlich der Ausstieg aus der Atomenergie!!!

Von Dr. Karin Falkenberg. Weitere Mahnwachen finden statt in Gera, Pößneck, Jena, Erfurt, Meinigen (via Twitter).

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