blog.fohrn.com

Hornlautsprecher handmade: Das „Little Horn“ von Specimen.

Mit Hornlautsprechern habe ich mich 2003 und 2004 einmal beschäftigt und bin dann irgendwie wieder drüber weggekommen, auch, weil das, was ich testweise gehört habe, für die Sprachwiedergabe und Solo-Instrumentalmusik gut geeignet schien, aber für andere Aufnahmen irgendwie nicht rockte.

Dabei gibt es gerade im Bereich der Hörner immer wieder hochinteressante DIY-Projekte mit, so wird versprochen, erstaunlich guten Resultaten für den kleinen Geldbeutel. Peter, damals hatte er noch in der Johannisstraße seinen Laden, hat mal sehr nette und schlanke Hörner gebaut – mit Fostex-Chassis und es war schon eine interessante Erfahrung, wie sehr sich der Sound aus diesen Standardbauteilen beeinflussen lässt (zu dem Thema gibt es hier eine Übersicht inkl. Preise – für die Breitbänder etwas runterscrollen, es dürfte sich beim damaligen Aufbau in etwa um einen auf dem Niveau des FF 225K gehandelt haben – versteht mich nicht falsch: 120 Euro sind auch ein Batzen Geld, aber das ist ein fairer Deal, wenn man Breitbänder mag).

Genau hier sind wir beim „Problem“ der Hörner: Diese Art von beeinflusstem Klang kann einem gefallen – oder auch nicht. Ich war mir seinerzeit nicht sicher.

Ein weiterer Punkt an den Hörnern ist in der Regel der Preis: Die Lautsprecher vieler Hörner sind oft preislich nicht so das Problen, das haben wir bei der Fostex-Übersicht ja schon gesehen. Aber das Gehäuse herzustellen, bedeutet schon einen immensen Aufwand – und Hörner sind eben keine Massenware.

Wer nicht selber wasteln kann oder will (mit so Holzsachen tue ich mir persönlich sauschwer), muss also schon ordentlich Spielgeld haben, um mit Hörnern zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen. Doch nun stößt eine Gitarrenmanufaktur aus Ammiland in genau diese Marktlücke:

Die in Chicago ansässige Manufaktur Specimen, seit 1981 baut man dort Gitarren (und hat daher Holz-Know-How), bietet ein Pärchen des „Little Horn“ für 1500 Dollar an (das ist der Einführungspreis).

Die Fotos erreichten mich gestern per Mail vom Nadine vom Specimen-Vertrieb.

Verbaut ist übrigens ein kleiner Fostex-Breitbander, der FE108 Sigma. Dessen Vorgänger hatte ich einmal gehört (und fand ihn im Bassbereich deutlich zu dünn, auch für einen Breitbandlautsprecher), wie sich der Sigma macht, kann ich persönlich nicht sagen – wer aber danach googelt, der wird feststellen, dass der oft und gerne in DIY-Hornprojekten eingesetzt wird.

Optisch finde ich besonders dies Walnuss/rot-Kombi sehr ansprechend. Nur: Wie klingt die Box? Was kann der (zugegebenermaßen toll aussehende) Holztrichter akustisch bieten?

Ich wendete mich an Nadine, um zu erfahren, wer den Deutschlandvertrieb für die Hörner macht (HiFi-Händler, hier ist Eure Marktlücke) und wo ich sie mal hören könnte (das interessiert mich schon sehr!). Sie schrieb:

Hello Michael,

We do not have a dealer in Germany. We sell direct. We do have a return policy that may interest you. Below is a link to a page with full details:
Return Policy
Specimen’s Little Horn Speakers come with a 30-day, no-questions-asked, total satisfaction return policy. Click here for more details about our return policy.

Also, I will be posting many new color combinations to the Little Horns web page today, check them out and please let me know of any further questions.

Regards,

Nadine Schneller
S P E C I M E N
The Chicago School of Guitar Making
www.specimenguitars.com
773.489.4830

Schade. Aber wen wirklich der Gedanke umtreibt, die Hörner mal zu hören, der lasse sich die testweise kommen, hier ist man sehr offen und kann Nadine oder Ian auch direkt ansprechen. Überhaupt sind die bei Specimen sehr entspannt.

Weiterhin interessant ist dieser Link, hier sieht man, wie die Hörner hergestellt werden. Das finde ich nicht nur interessant sondern auch dem Kunden gegenüber äußerst transparent.

Zu Hörnern generell: Ich kann mich noch gut erinnern, dass mich die Hörner seinerzeit von der Transparenz her nicht umgeworfen haben, aber ich den akustischen Eindruck als sehr interessant empfand. Ich finde Breitband halt immer etwas zu „homogen“ – will sagen: Zu undifferenziert. Allerdings bin ich in manchen Ketten ihrem Reiz erlegen, insbesondere, wenn mit klassischen Röhrenverstärkern gearbeitet wird. Ich betreibe ja selbst zwei Röhrenmonos mit je zwei EL34 im Gegentakt, das ist richtig RETRO und das ist RICHTIG GEIL!! Nun liefert der Fostexsprecher einen Wirkungsgrad von 92dB, das ist halt für so eine klassische Röhrenverstärkung optimal. Breitband und Röhre vertragen sich generell recht gut, nur muss man halt auch den typischen Sound mögen…

Surfbefehl: Wer es noch nicht kennt, der sehe sich diese Webseite hier an. Avantgarde Acoustic stellen die derzeitige Referenz im Bereich der Hornlautsprecher her – für viele viele kEuros!

Dagegen machen sich die kleinen Specimen-Speaker echt niedlich aus…

Nachtrag: Selbst für die kleinen Hörner – des sollte man vorher wirklich ausprobiert haben, sollte die Raumgröße passen. In der Besenkammer wird das nix. Und man muss, insbesondere bei Hörnern, auch richtig sitzen!

Wer hat uns verraten?

Sozialdemokraten? Nein, diesmal nicht. Sozialdemokraten haben uns (midestens) seit Schröder tagtäglich verraten – nur Zur Zeit tun sie´s nicht, denn ihnen fehlt dazu die Macht. Nun, wenn sie schon nicht den Bürger und Wähler verraten können, wen verraten sie denn dann? Klar: Sich selbhst.

Der Sockenschuss des Tages: Christoph Matschie (sic!) ist wieder ins SPD-Präsidium gewählt worden – zwar knapp nur, aber immerhin.

Dabei, das ist inzwischen hinlänglich bekannt, hat Matschie keine Freunde mehr: Wir erinnern uns: Matschie Trat beit der Thüringer Landtagswahl mit der Forderung eines Politikwechsels an. Diesen hat er nicht herbeigeführt, er hat ihn verckackt. Im Bund wurde schwarz-rot gerade abgewählt, schon istalliert Matschie es in Thüringen (nachdem der Erpressungsversuch gegen die Linke gescheitert ist).

Bild: soziales-thueringen.de

Matschie hast sich entschieden: Stillstand der CDU, Hand in Hand mit der SPD. Damit hat er aber nicht nur Thüringen geschadet, sondern auch der SPD.

Einige wenige vernünftige Sozialdemokraten versuchten auf dem letzten Parteitag, ihre SPD für eine zukünftige Koalition mit der Linken zu öffnen – wohl nicht um ihres eigenen Standpunktes Willen sondern um den Absturz in die Bedeutungslosigkeit aufzuhalten oder aufzuschieben. Sie haben siech redlich gemüht – ung bekommen nun mit dem Kanholz einen Schlag ins Genick, das es kracht!

Dieses Symbol – auch wenn die Sozialdemokraten ihr ungeliebtes,weil quasi nicht mehr zu haltendes Kind, zweimal durchfallen ließen – wirft die Partei um Jahre zurück. Warum die Sozn indes an ihrem eigenen Untergang bastel und den Wahlverlierer Matschie im Führungsgremium bestätigen, kann ich nicht verstehen.

Es ist in der SPD scheinbar nichts zu retten: Matschie ist unbeliebt wie nie zuvor. Morddrohungen hat er bekommen und Polizeischutz. Und die Leute feixen – mit Recht. Und der Judaslohn für seinen Verrat am Wählerwillen, Thüringen und der SPD? Kultusminister ist er geworden (in Bayern wurden traditionell unfähige Politiker, deren man sich nicht rechtzeitig entledigen konnte, Umwelt- oder Kultusminister – siehe Hohlmeier oder Söder).

Arme SPD. We solche „Genossen“ hat, brauch keine Feinde mehr. Und Tschüss.

Die U3 und das Chaos – Ein Bund fürs Leben?

Früher war alles besser: Wenn am Nürnberger Hauptbahnhof allmorgendlich Menschenmassen sich in die U-Bahnzüge drängten und in kurzer Zeit trotz Stopfen und Drücken der Fahrgäste nichts mehr vor oder zurück ging, verkündete der Zugführer über die Lautsprecheranlage, dass der nächste Zug in fünf Minuten käme – was selten fruchtete. Nach ein paar weiteren Durchsagen griff der brave Mann dann beherzt ein letztes Mal zum Mikrofon und rief brüllte (in bestem Fränkisch):

Wennst Dein fetten Bierarsch etz ned bald aus der Tür schiebst, du Gimpel, dann kumm i hinder und zieh di naus! (was etwa soviel bedeutet wie: Wenn Du Dein adipöses Gesäß nicht aus der Türe bewegst, Du Trottel, komme ich und ziehe Dich aus dem Wagen!)

In aller Regel funktionierte das. So war das damals. Heute aber, da auf den Linien 2 und 3 vollautomatische, fahrerlose U-Bahnen verkehren, wartet der sich fehlverhaltende Fahrgast vergeblich auf eine Ermahnung in fränkischer Herzlichkeit. Vielmehr folgt auf Fehlverhalten eine viel rigidere Strafe: Die IT-gestützte Bahn fährt einfach nicht weiter. Und besser noch: Sie neigt zu Abstürzen. So geschehen gestern am U-Bahnhof Wöhrder Wiese (Linie 2).

Aber auch ohne das Zutun der Fahrgäste sorgen die volldigitalen Verkehrsgeister, die man nach Millioneninvestitionen nun nicht mehr los wird, für allerhand Unbill.

Heute Morgen beispielsweise, so berichtete mir mein Kollege Johann, der aus Fürth nach Nürnberg pendelt, ging für eine Dreiviertelstunde auf dem halben Streckennetz gar nichts mehr. Die NN wissen, warum: Zwei Bahnen warteten auf einen Befehl – und als der endlich kam, verweigerten sie diesen, bis menschliche Anschubhilfe kam.

Das sind keine Ausnahmefälle. Viel schlimmer aber ist der Dominoeffekt, der in schöner Regelmäßigkeit eintritt, wenn einer Digitalbahn mal die Software abschmiert. Die Linien kreuzen an den Bahnhöfen Hauptbahnhof, Plärrer und Rathenauplatz. Und zwischen den Haltestellen Bahnhof und Rathenauplatz (und darüber hinaus – die U3 bis Rothenburger Straße) fahren sie auf demselben Gleiskörper einen Mischbetrieb zwischen menschengesteuerten und softwaregesteuerten Zügen. Wenn der „digitale Kollege“ dann streikt, obwohl er keiner Gewerkschaft angehört (Idee! Mal drüber schlafen!), müssen auch die konventionellen Bahnen stehen und die digitalen stehen dann auch, um nicht auf die konventionellen aufzufahren – und wenn sich in den ersten drei, vier Minuten nichts tut, dann gibt das eine schöne Kettenreaktion – alles steht.

Mit der Software gibt es aber nicht nur bei der U-Bahn Probleme. Hin und wieder ist auch die „Strabbo“ (hochdeutsch: Tram) davon betroffen. Eines schönen Tages fuhr ich mit der (fahrerbetriebenen) Linie 7 von der Bayernstraße Richtung Hauptbahnhof. Mitten auf der Allersberger Straße blieb die Bahn stehen. Der Fahrer rebootete sie, die IP-Adresse der Straßenbahn erschien auf den Displays, die normalerweise die nächsten Halte anzeigen – und nach fünf Minuten ging die Fahrt gen Bahnhof weiter.

Wer vom Flughafen Richtung Bahnhof mit der Linie 2 fährt, der wartet gerne mal am Rennweg, bis die Linie 3 am Rathenauplatz aus den Startlöchern kommt. Nun wird zum 1. Januar auch die Linie 2 vollautomatisiert. An und für sich könnte das ein Vorteil sein, weil besonders in den Abendstunden und am Wochenenden die U-Bahnen dann als Kurzzug laufen werden und einen Fünf-Minuten-Takt fahren. Wenn das klappt…

Bio-hazard!

Heute bei blog.fefe.de gelesen. Krass! Wer in der Nähe seines Macs raucht, verliert die Garantie – zumindest in Ammiland.

Ich hatte damit nie Probleme, das mag auch an den Verax-Lüftern im Dual-G4 gelegen habe (das war seinerzeit ein sehr nettes Teil, um den Rechner leise zu haben). Ich bin mal gespannt, ob der mini das mitmacht. Wir werden es in zwei Jahren wissen. Aber trotzdem krass.

Auch krass, dass das bei einem Nichtraucher passiert ist! Analysieren die bei Apple den Dreck in den Lüftern oder sind die sich nur zu schade, für ihr Geld zu arbeiten?

Sehr schlechtes E71 Plagiat

Das ist jetzt nicht rassistisch gemeint – gar nicht. Nichts desto trotz: Ich habe das Gefühl, dass die Chinesen alles fälschen, was ihnen in die Hände fällt. Heute: Das Nokia E71.

Das E71 ist ein super Phone. Und es ist derzeit (es ist nicht mehr das neueste Modell) für etwas unter dreihundert Euro zu haben – das ist der Straßenpreis, ohne Vertrag.

Beim Chinesen um die Ecke gibt es zwar kein Nokia E71, aber ein CEC E71 Knappe 150 Dollar inkl. Versand nach Deutschland. Hammer!

Ein Klick auf das jeweilige Bild vergrößert es – schaut Euch die Tastatur an!!

Links ist die Fälschung aus China, rechts das Original (mit QUERTY-Tastatur – damit der Vergleich besser möglich ist). Da fällt einem doch echt ein Ei aus der Hose!

Weitere hochauflösende Bilder der sehr dreisten Fälschung hätte ich gerne verlinkt, aber das ist rechtlich nicht so ohne weiteres in Ordnung. Aber diese Chinabude bietet auch „iPhones“, „Blackberrys“ und „Sony Ercicsons“ an- fürchterlich…

1 81 82 83 84 85 118