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Merz muss weg. Sofort.

Es kann mit dem Kanzler der Schande und der zweiten Wahl nicht mehr weitergehen. Er ist nicht mehr zu halten und er ist zu einer so unendlich schweren Bürde für unser Land geworden, dass wir seine Kanzlerschaft nicht mehr akzeptieren können. Es kann mit Friedrich Merz nicht weitergehen, es darf mit Friedrich Merz nicht weitergehen.

Der Schaden, den er in seiner kurzen Amtszeit seiner Partei bereitet hat, ist groß, der Schaden, den er politisch angerichtet hat, ist immens (dieses Land wird unter den Folgen seines politischen Versagens noch Jahrzehnte zu leiden haben), der Schaden, den die Demokratie durch Merz genommen hat, ist unermesslich.

Seine gestrige Rede nach der Wahl war ein Affront gegen alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, eine schwere Beleidigung für alle Demokraten und eine astreine Unverschämtheit.

Die Quittung für sein leider ausnahmsloses Versagen (und wirklich ausnahmsloses Versagen ist selbst in der Politik ein sehr seltenes Phänomen) hat er gestern bekommen: Knappe zehn Prozent Wählerstimmen verlor seine CDU gestern in Berlin, in Mecklenburg-Vorpommern ist sie krachend aus dem Landtag geflogen und mit dem gestrigen Wahlabend in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die ehemalige Volkspartei CDU rangiert bei den Wahlergebnissen unter „Sonstige“. Lachender Profiteur und Sieger des politischen Versagens Friedrich Merz‘ ist eine rechtsextreme, russlandtreue Partei. Sie ist gerade im Begriff, die einstmals konservative CDU zu beerben und diesem Erbe einen faschistischen „Twist“ zu geben.

Die CDU ist keine Volkspartei mehr. Nicht mehr imstande zu sein, Mehrheiten zu organisieren, ist das eine, erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik aus einem Landesparlament zu fliegen, ist das andere. Seit der Deutschen Einheit hat die CDU, eine Partei alter und sehr alter Menschen, 52 Prozent ihrer Mitglieder verloren. Die Zustimmungsergebnisse unter jungen Wählern sind kein Fiasko mehr, sie sind ein Albtraum. Dies alles wäre unter Angela Merkel nicht im Ansatz denkbar oder gar möglich gewesen, die Schuld an dieser ungekannten Parteien- und Demokratiekrise trägt nahezu ausschließlich eine einzige Person: Friedrich Merz.

Merz hat mit diesem Versagen den bereits deutlich kriselnden deutschen Konservativismus so schwer beschädigt, dass er in einem Menschenalter wohl nicht mehr zu retten ist. Als konservativ bezeichnet zu werden, war einstmals eine Art Ehrentitel, heute ist die Bezeichnung „Konservativer“ eine handfeste Beleidigung. Merz ist nicht allein politisch, sondern auch und vor allem menschlich gescheitert; sein Lebenswerk, sofern er abseits seines Kontostandes je eines hatte, liegt in Scherben. 83 Prozent der Wahlberechtigten sind mit Kanzler Merz unzufrieden, ein Wert, wie er alarmierender nicht sein könnte.
Und dabei ist dieser Wert nur ein netter Euphemismus für eine weit tiefer reichende Ablehnung. Im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis wird Merz nicht nur abgelehnt, sondern verachtet und gehasst. Das mag kein repräsentativer Wert sein, ich darf aber mit Fug und Recht behaupten, dass ich buchstäblich niemanden kenne, die die Person Merz und seine Politik schätzt – selbst die CSUler im Bekanntenkreis nicht.

Ich persönlich hasse Merz nicht. Das wäre verschwendete emotionale Kraft. Ich komme aber nicht umhin, mir eingestehen zu müssen, dass ich mich vor ihm tief ekle. Seine herablassende Art, sein altkluger Ton, seine aus jeder Pore triefende Arroganz und vor allem seine hinter gewählten Worten nicht mehr versteckbare, schiere Dummheit, seine politische und menschliche Instinktlosigkeit, sein nicht im Ansatz vorhandenes politisches Geschick und sein rücksichtsloser und uneingeschränkter Egoismus ekeln mich zutiefst.

Jeder Tag, an dem Friedrich Merz weiter Kanzler ist, ist ein in schimmernde Glanzfolie gepacktes, mit großer Schleife versehenes Geschenk an die Faschisten. Jeder Tag Kanzlerschaft von Friedrich Merz schafft mehr Politikverdrossenheit, trägt zur Ablehnung der Demokratie bei, schürt Hass und leistet der gesellschaftlichen Spaltung Vorschub. Jeder einzelne Tag.

Es ist unumstößlich, unverhandelbar, unvermeidbar: Merz muss weg. Sofort.

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