blog.fohrn.com

Sven sagt was zu fon und Freifunk

Sven hat in seinem Blog mal einen Vergleich zwischen Freifunk und fon angestellt – auch ausgehend von der Meldung des t3n-Magazins, dass das einst für Privatanwender erdachte fon nun auch in einer small-business-Umgebung eingesetzt werden soll.

Servicepartner von fon, dem spanischen Startup, ist übrigens die Deutsche Telekom.

Die Vorteile, die ich bei fon sehe, sind folgende: fon ist DAU-kompatibel. Man klickt sich entweder einen fon-Hotspot (das, was früher die foneras waren) und schließt den an oder man nutzt seinen Telekom-Speedport-Router (Speedport W 724V) und konfiguriert den mit ein paar Klicks zur „fon-Bridge“. Freifunk ist da anders: Für Freifunk wird Hardware verwendet, die mit OpenWRT klarkommt, das ist in der Regel gute und günstige Hardware, aber das System der jeweiligen Freifunk-Community draufzuflashen, erfordert schon einige Kenntnis und ein mindestens rudimentäres Verständnis von Netzwerken.

Hardwarevorteile sind aber auch Nachteile: Aus meiner Sicht ist der Speedport W 724V ziemlich crappy und läuft nicht stable, den wollte ich nicht geschenkt. Eine fertig geflashte „fonera“ kostet 49 Euro. Die neuen Accesspoints mögen netter sein, als die alten foneras, dennoch möchte ich mich eigentlich selbst entscheiden, welche Hardware ich verwende.

In meinem Freifunk-Setup laufen drei Router von TP-LINK, jeder schlägt mit nicht mal 20,- Euro zu buche. Damit leuchte ich nicht nur meine Wohnung sondern auch ein halbes Wohnhaus, einige Klassenräume einer angrenzenden Schule, etliche Nachbarn und ein Wirtshaus aus. Die haben in unserer Ecke echtes, freies WLAN. Im Gegensatz zu fon bringt das dem Nutzer (wie Sven bereits schreibt):

• Unbegrenzten Zugriff für Jedermann aufs Internet
• Keine Zeit- oder Volumenbeschränkung
• Keine Anmeldeprozedur ist nötig
• Keine Störerhaftung für mich
• Kein mitloggen und keine kommerzielle Verwendung übertragener Daten

Aber: freifunk ist generell in der Lage, vermaschte Netzwerke selbstständig zu etablieren und diese auch „selbstheilend“ aufzubauen. Der Vorteil ist, dass mit „Billigroutern“ große Reichweiten erzielt werden können, die Router sind in der Regel sogar günstiger als gängige Repeater.

Sven hat alles Wesentliche zum Thema fon vs. Freifunk zusammengestellt, ergänzend dazu noch folgendes:

Freifunk bietet weit mehr als einen Zugang zum Internet sondern ist ein eigenständiges Kommunikationsnetz, in dem jeder eigene Dienste anbieten kann (vom FTP-Server über VoIP-Telefonie, Audio- und Videostreaming…). Das leistet fon nicht.

Fon hat zu Zeit eigentlich keinen wesentlichen Vorteil zu Freifunk – nur Freifunk hat einen Fehler: Es ist für technische Laien recht kompliziert in der Installation und Konfiguration. Sollten sich diese Probleme in nächster Zeit lösen, ist Freifunk das universelle Netzwerk in Bürgerhand.

2 Kommentare

  • „Aus meiner Sicht ist der Speedport W 724V ziemlich crappy und läuft nicht stable, den wollte ich nicht geschenkt.“

    Das kann ich bestätigen, ich habe den 724V Type C., den 724 braucht man leider für „WLAN2GO“, denn der Premium Router 921V, der mittlerweile super läuft, kann WLAN2GO nicht.

    An sich läuft der 724V TypC zufriedenstellend, leider läuft unsere Freifunkdresden-Software durch den 724V (in der aktuellen Version) gar nicht gut, höllische Pings und Verbindungsabrüche der Tunnel. Derzeit rate ich vom Einsatz des Routers ab!! Denn mit dem 921V läuft es komischerweise, aber der hat auch schon 2 Jahre auf dem Buckel und ist durch die Telekombetapahse somit durch.

    Gruß Mirko

  • Sven

    Ich hab seit einigen Monaten einen Speedport w724V Typ A zu Hause. Ich kann mich über dessen Leistungsfähigkeit nicht beklagen. Hatte bisher nie Probleme mit ihm.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.