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Gute Idee – die Box im Koffer

Ein Typ namens Mr. Simo hat eine gute Idee: Er baut Boxen aus alten Koffern – und packt einen batteriebetriebenen Verstärker mit rein – richtig geil sehen die Dinger aus. Wer einen tragbaren vintage BoomCase haben möchte, der muss dafür allerdings einen Haufen Geld in die Hand nehmen, denn Mr. Simo will für einen Musikkoffer zwischen 385 und 500 US-Dollar.

Da kommt mir eine interessante DIY-Weihnachtsidee, let me explain:

Früher habe ich auch gerne mit Boxen gebastelt. Man nimmt die Lautsprecherchassis seiner Wahl, sucht sich im Elektronikfachmarkt eine halbwegs passende Frequenzweiche und ein Anschlusspanel. Zusammengelötet ist das Zeug recht fix – dank in der Regel ausreichend dimensionierter Lötfahnen stellt das selbst für Grobmotoriker wie mich kein großes Problem dar.

Mit dem eigentlichen Korpus der Box hatte ich aber immer so meine Probleme, denn hier reichen meine handwerklichen Skills nicht hin. Freunde haben mir dann irgendwelche Kisten gezimmert – dann ging das.

Ich greife die Idee auf: Man nimmt einen Koffer, vielleicht nicht gerade Vaters guten Rimowa sondern eher einen alten. Deren „Außenhaut“ ist in der Regel ausreichend flexibel, um auch mit haushaltsüblichem Werkzeug weiterzukommen (Chassis anzeichnen, Loch reinbohren, sägen, schneiden oder feilen). Mit Schrauben und Muttern dürfte sich der Lautsprecherkorb schnell montieren lassen – das gilt auch für das Anschlussfeld. Kabel reinlöten, Weiche innen eintapen, Dämmwolle reinpacken, Koffer zu – fertig.

Die Vorteile einer so gebauten Box liegen auf der Hand: Der Selbstbau ist nicht allzu tricky, man hat schnell eine nette Box in ganz individuellem Design – ein nettes Weihnachtsgeschenk.

Die Nachteile sind aber auch nicht unerheblich: Mangels Volumen dürfte sich der Sound nicht besonders dick ausmachen, auch sind die geeigneten Koffer eher Leichtgewichte – es sollte mich wundern, wenn diese dann nicht mitresonieren scheppern und knarzen.

Das Originalkonzept sieht übrigens einen kleinen batteriebetriebenen Verstärker vor. Als Bausatz gab es sowas eigentlich immer wieder mal zu kaufen, out of the box kenne ich aber kein geeignetes Bauteil, dass sich klicken ließe und den Job ordentlich macht. Das muss aber auch nicht sein, denn wer einen mobilen, batteriebetriebenen Stereo-iPod-Verstärker in partytauglich sucht, der findet sowas für realistische Preise in der Gitarrenverstärker-Ecke: Hier habe ich mal exemplarisch ein Stereo-Modell herausgegriffen. Wenn es billig sein soll und Mono und Lärm reicht, tuts vielleicht auch das hier: Mit dreißig Euro ist man dabei, wenn man zehn (sic!) Mignon-Akkus separat auftreibt – Style exklusive.

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