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Der NOXON DAB-Stick im Test

Schon einige Wochen vor Einführung des „neuen“ Digitalradios DAB+ wurde von Terratec ein günstiger, an den PC gebundener Empfänger angekündigt – der NOXON DAB-Stick. Neugierig, wie ich bin, habe ich den gleich zum Einführungspreis geordert und diese Woche Dienstag lag das kleine Stück USB-Hardware dann – sehnlich erwartet – in der Post. Nun geht es also los mit dem DAB+-Empfang. Was der USB-Digitalradiostick taugt, lest ihr hier.

Der NOXON DAB-Stick ist ein verhältnismäßig günstiges Device – wird er doch zu Preisen zwischen 20 und 30 Euro angeboten. Damit schlägt er preislich jedes hierzulande verfügbares Digitalradio preislich. Doch nicht allein der Preis ist ein gutes Argument für das PC-Radio, auch die auf einem Rechner natürlich hervorragend nutzbaren Zusatzdienste des Digitalradios machen den Stick attraktiv.

In einer Pappschachtel wird das kleine Teil geliefert, der Stick sieht aus wie einer dieser typischen DVB-T-Sticks, nur ein wenig kleiner und leichter. Auf der einen Seite befindet sich der USB-Anschluss, auf der anderen Seite die typische Belling-Lee-Buches (wir kennen die von den analogen Radiotunern und Fernsehern). Wer sich daran erinnert, dass die ersten DAB-Radios mit einem als F-Buchse ausgeführtem externen Antennenanschluss daherkamen, für den wird diese IEC-Buchse ein Fortschritt darstellen, weil man so ohne großen Adaptereinsatz nach einer passenden Antenne fahnden kann. Eine kleine Antenne ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten, für gut versorgte Empfangslagen reicht diese auch, in kritischen Empfangssituationen sollte man sich nach etwas Anderem umsehen. Um hier auch flexibel zu sein und im Zweifel out of the box an eine ggf. vorhandene Dachantenne zu kommen, liegt auch ein IEC-Stecker-auf-Stecker-Adapter mit bei, das ist sehr löblich. Der Radioamateur besitzt in der Regel solche Adapter, hat sie aber selten zur Hand.

Als ebenfalls sinnvolles Zubehör erweist sich die beigelegte kleine USB-Verlängerung. Da der Stick zwangsäufig etwas dicker als ein üblicher USB-Stecker ist und die USB-Ports bei vielen Rechnern gerne dicht beineinander liegen, nutzt das Teil viel. Das Paket wird mit der Software-CD, einer Installationsanleitung und einer Servicekarte abgerundet, für die aufgerufenen zwanzig Euro ist das ordentlich.

Die Einrichtung geht erstaunlich unprätentiös vonstatten: Man legt die mitgelieferte CD in den Rechner ein und installiert den Treiber und die Software. Dann wird der Stick an einen freie USB-Port gesteckt, man macht einen Sendersuchlauf und schon hört man Radio, vorausgesetzt, man ist empfangstechnisch ausreichend versorgt und hat eine passende Antenne.

Das der Lieferung beigefügte Stummelantennchen ist bei sehr guter Versorgung gut geeignet, ein kleiner sich im Fuß befindlicher Magnet lässt den Stummel auf metallenen Oberflächen sicher haften. Doch schon in etwas schwierigeren Empfangslagen genügt das beigelegte Teil nicht mehr. Ich habe mir zum Empfang im Innenraum eine alte passive Stabantenne vom DVB-T-Receiver gegriffen, das Ergebnis im Nürnberger Norden: Perfekt! Lesson Learned: DAB und DAB+ bedürfen auch nach der Umstellung und entgegen anderslautendem Bekunden der Digitalradio-Initiative immer noch einer sehr guten und passenden Antenne. Dabei ist auch in der Praxis zu beobachten, was wir in der Theorie schon vorher wussten: DAB+ mit seiner AAC-Kodierung verhält sich aufgrund der verbesserten Fehlerkorrektur merklich unempfindlicher gegen suboptimale Empfangsbedingungen und Störungen als konventionelles DAB. Ohne passende Antenne aber geht es nicht.*)

Wenn also die richtige Antenne **) und die richtige Antennenposition gefunden ist, dann kann es mit dem Radioempfang via Software schon losgehen! Die Software – Terratec gibt hier stolz die Mitautorenschaft des renommierten Instituts für integrierte Schaltungen der Fraunhofer-Gesellschaft bekannt – funktioniert und präsentiert sich aufgeräumt:

Beim ersten Start fordert die Software zum Update und zum Sendersuchlauf auf – beides dauert ein paar Minuten. Schon hier ist die gute Antenne wichtig, sonst werden beim Suchlauf nicht alle Sender erfasst. Nun wählt man den gewünschten Sender und wenn begleitende Bildinformationen oder auch Journaline-Textinfos vorhanden sind, kann man sich diese anzeigen lassen. Hier wurde bei der Programmierung aber offensichtlich geschlampt: Während unter Windows XP mit SP3 alles ordnungsgemäß zu funktionieren scheint, hakelt es bei Win 7 Professional auf der 64 Bit-Architektur noch ordentlich: Wenn ich hier auf Journaline springe und dann wieder zur Übersicht zurückkehre, bleibt das Programm zwar funktionsfähig, das Fenster bleibt aber weiß. Unkontrolliertes Auf- und Wegblenden hilft (oft, nicht immer). Hier besteht also noch Tuningbedarf.

Geworben wird auch mit einem EPG, einem elektronischen Programmführer. Dieses Feature habe ich entweder noch nicht gefunden oder es ist noch nicht implementiert.

Alles in allem funktioniert die Software, etwas komfortabler hätte sie aber schon sein dürfen. Konnte jedes olle DAB-Radio mit einer Anzeige der Empfangsstärke bzw. Signalq3ualität punkten, gibt es im „NOXON DAB Mediaplayer“ ´lediglich den Status „Kein“, „schwacher“ oder „guter Empfang“. Metadaten wie Frequenz oder Blöcke sind nicht auf Anhieb ersichtlich. Und dann blendert das Programm auch noch Werbung für weitere NOXON-Radios ein. Eine Aufnahmefunktion fehlt, somit sucht man auch einen Timer vergeblich. Eine „Fernbedienung“ mit Grundfunktionen als Widget wäre nett gewesen, existiert aber ebensowenig wie eine Preset-Bank. Die Software betrachte ich daher eher als mit Grundfunktionen ausgestattetes Rudiment, hier sehe ich doch deutlichen Nachbesserungsbedarf.

Nach mehrtägigem Testen kann ich trotz der suboptimalen Software für den Stick im Speziellen sowie für DAB/DAB+ im Allgemeinen eine Kaufempfehlung abgeben: Hier in Nürnberg ist der Nutzen des Geräts groß: Neben dem Fußballsender 90elf werden fünf Slots für Liveübertragungen angeboten, der Bayerische Rundfunk hat neben den fünf bekannten Hörfunkprogrammen noch Regionalableger von Bayern 1, Bayern 2 plus, B5 plus, Bayern plus, BR News, BR Verkehr, einen Testkanal und das etwas misslungene on3 auf Sendung, Religion wird vom ERF für Protestanten und via Radio Horeb für Katholiken feilgeboten, das DRadio ist nicht nur mit Deutschlandfunk und DKultur vertreten sondern sendet auch noch den wirklich uneingesränkt empfehlenswerten Kanal DRadio Wissen, zudem noch den Kanal Dokumente und Debatten. Der klassische Dudelfunk wird mit Sendern wie absolut, ENERGY, KISS FM, Radio Bob, Fantasy Bayern, Radio Galaxy , RT1 in the mix, Rock Antenne und Magic Star+ abgebildet. Leichte Musik versprechen die Sender Klassik Radio, vil Radio und lounge fm, wobei besonders lounge fm durch eine sehr niveauvolle und ausgesuchte Musik unter den privaten Radios angenehm hervorsticht.

Damit bietet der Stick während der Arbeit und des Surfens am Rechner ein interessantes zusätzliches Radioprogramm – das ist wertvoll, insbesondere dann, wenn die Webradio-Streamingslots der Anbieter voll sind. Die Perspektive für DAB+ ist ordentlich, denn der Mehrwert ist schon jetzt erkennbar, auch wenn noch längst nicht alle Sender, die über UKW gehört werden können, auf DAB/DAB+ empfangen werden können.

Wenn der Empfang gut ist, ist die Tonqualität überdie recht gut. Nicht alle sender klingen optimal, die wichtigsten allerdings klingen ordentlich, man kann unangestrengt zuhören.

Ein Datenblatt zum Stick kann hier heruntergreladen werden.

—–

*) Nach dieser Erfahrung leite ich mal einen Ratschlag ab: Ich würde mir – komplett unabhängig vom NOXON-Stick – kein Digitalradio kaufen, dass nicht mindestens mit einem externen Antennenanschluss ausgerüstet ist. Und wenn doch: Dann nur im Internet mit 14 tägiger Rückgabemöglichkeit kaufen oder im Fachhandel entsprechendes aushandeln und dann ausprobieren! DAB+ zeigt sich nach ersten praktischen Tests um einiges anspruchsvoller als UKW.

**) Pro-Tipp: Das mit der richtigen Antenne ist gar icht so schwer. Der Handel hält kaum spezielle DAB/DAB+-Antennen bereit, eine ordentliche DVB-T-Antenne tut den Job aber mindestens ähnlich gut! Das ist auch dem Umstand geschüttet, dass sich DAB und DAB+ in ähnlichen Frequenzbändern abspielt wie analoges und/oder digitales terrestrisches Antennenfernsehen. Die DVB-T-Antennen sind sowohl passiv wie auch aktiv ausgeführt zu kaufen und wegen der Verbreitung auch durchaus günstig, weil Massenware.

Bildquelle: Terratec-Presseinfo/eigener Screenshot

15 Kommentare

  • Hans van Aken

    Habe seit ein paar Tagen auch so ein Teil, meine Gefühle schwanken zwischen
    Begeisterung und Verzweiflung. Hier in Aachen ist mit der mitgelieferten
    Antenne nichts anzufangen, und mit Verstärkerantenne bleibt immer noch das
    Problem der exakten Ausrichtung in verschiedene Richtungen und
    Polarisationen (hier bekommen wir auch die belgischen Sender, z.B. Klara und
    Klara continuo uva., mit recht ordentlichen Bitraten von 160 kbit/s, allerdings
    noch im alten DAB-Standard). Hätte man nicht wenigstens einen kleinen
    Antennenverstärker gleich einbauen können, für unterwegs ist es sonst
    sehr unkomfortabel, noch allerhand Kleinkram mit herumschleppen zu müssen.
    Vor allem steht ja an der USB-Buchse schon 5V zur Verfügung, die man als
    Speisespannung nützen könnte. Ein weiteres Problem sind Funkmäuse und
    -Tastaturen: erhebliche Ausfälle, Glucksen, etc.

  • admin

    Hallo Hans,

    ich gebe Dir recht, die Empfangsleistung ist mittelmäßig. Aber andererseits ist der Stick auch das billigste Gerät am Markt – derzeit.

    Zu den Empfangsproblemen ein paar Impulse:
    Bei mir tut es anstelle der mitgelieferten Antenne eine lange Stabantenne für DVB-T, es ist eine passive Antenne. Leih Dir doch mal sowas aus und teste, ob es für Dich passt.
    Wenn nicht – und Du noch einen freien USB-Steckplatz hast, kannst Du eine aktive USB-DVB-T-Antenne versuchen.
    Exemplarisch:
    http://www.conrad.de/ce/de/product/941302/?hk=WW4&insert=V0&WT.mc_id=Froog&utm_source=google&utm_medium=deeplink&utm_content=dl_article&utm_campaign=g_shopping
    Sowas gibt es auch in billig:
    http://www.pollin.de/shop/dt/NDc3ODI0OTk-/SAT_Antennentechnik/DVB_T_DVB_C/Antennen/Aktive_DVB_T_Antenne_SCHWAIGER_FLA1505.html?utm_source=google-shopping&utm_medium=online&utm_content=html&utm_campaign=googleshop_automatic

    Wenn Du der Meinung bist, dass Du eine aktive Verstärkung brauchst, wirst Du hier auch fündig.

    ACHTUNG: Eigentlich ist der Einsatz einer DVB-T-Antene an einem DAB(+)-Gerät keine professionelle Lösung. Ich habe mit diesem „Trick“ aber sehr gute Ergebnisse erziehlt.

    Wenn Du glaubst, dass Störstahlung Deiner Geräte direkt auf den Stick einwirkt, umwickel den doch mal spaßeshalber mit zwei Lagen Alufolie (Auchtung, keinen Kurzschluss am USB-Port bauen, beigeletes Adapterkabel hilft). Und dann kannst Du mit einem ganz normalen doppelt geschirmten Koax-Kabel die Antenne weiter weg stellen, wenn Du den Rechner als Quelle der Störungen identifiziert hast (weitere „Verdächtige“: DECT-Telefone, Mikrowelle, Fax, Energiesparlampen, Plasma-TV, ggf. auch Handy…).

    Ich verstehe Deinen Unmut, musste mich bei Wechsel der Umgebung auch erst wieder neu an den Empfang herantasten. Immerhin: DAB mit dem Stick geht mit passiver Antenne, DVB-T-Empfang mit einem Zehnder-Receiver hier aber nicht ohne Versftärkung.

    Hier gilt wie immer: Keine Garantie, keine Gewähr, dass das funktioniert. Ausprobieren auf eigene Gefahr.

  • Hans van Aken

    Hallo admin,

    Dank für Deine Mühe. Habe das mal ausprobiert mit der Alufolie, es hilft aber so
    gut wie garnicht. Ich denke, die Störimpulse gehen direkt in die Antenne.
    Man hat aber auch viel zuviel elektronischen Schnickschnack (DECT-Telefon,
    Wetterstation mit Funk-Außensensor, schon der ganz normale LCD-Fernseher
    stört, und das potenziert sich natürlich noch durch die Geräte aus der
    Nachbarschaft). Es geht mittlerweile mit so einer alten Verstärkerantenne
    plus zusätzlichem Antennenverstärker, ist aber alles sehr heikel und macht
    viel Lauferei. Habe zusätzlich noch ein doppelt geschirmtes Kabel mit zwei
    Ferritkernen als Mantelstromfilter, Antenne im Fenster Richtung Sendemast,
    mehr fällt mir nicht ein. Ich dachte, der relaunch des Digitalradios mit
    DAB+ sollte erhebliche Verbesserungen gegenüber DAB bringen, besonders beim
    inhouse-Empfang. Gut, der Stick ist billig, aber wenn er mehr Frust als Lust
    erzeugt hat er seine Funktion als „appetizer“ verfehlt.
    Also, ich kriege die Sachen ja auch über Satellit oder im Internet
    (dradio-recorder oder TapinRadio), wollte einfach mal sehen, wie sich DAB+
    anfühlt, bis jetzt hält sich die Begeisterung in Grenzen, und ich denke, so
    werden sie auch das Ziel verfehlen, bis 2015 UKW abzulösen, so wird das
    niemanden überzeugen (von der Problematik des millionenfachen Elektroschrotts
    mal ganz abgesehen). Billig ist nicht alles, es muß auch funktionieren.
    Anbei noch zwei Links zum Thema, wie sich die Situation hier in Aachen
    darstellt.
    http://aachen.wikia.com/wiki/Radiofrequenzen
    http://www.electronicbude.de/DigitalAudioBroadcast/DAB-Bandscan.htm

  • Hans van Aken

    Nachzutragen wäre noch ein Link auf ein Forum, das sich ausschließlich mit dem
    Terratec NOXON DAB-Stick befaßt:

    http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/8773/925167/DAB+USB+Stick+Terratec+Noxon.html

    Schade, daß ich das nicht früher gefunden
    habe, dann hätte ich wahrscheinlich von einem Kauf (bei Saturn) abgesehen.
    Dutzende von Menschen berichten dort über ihre meist negativen Erfahrungen
    mit dem Teil, es scheint einfach noch nicht ausgereift zu sein.
    Für mich stellt sich die Sache mittlerweile so dar, daß die Fraunhofer-Leute
    wohl eine sehr gute Software abgeliefert haben, der Vertreiber Terratec –
    aus welchen Gründen auch immer – wohl nicht die optimale Version verwendet.
    Es gibt zwar eine Update-Seite, aber kein automatisches Update, auch sind
    die nicht mit einem Datum versehen, auch scheint die Versionsnummer
    nirgends im Programm auf, irgendwie unprofessionell.
    Sowohl Fraunhofer, als auch Terratec sollten sich darüber im Klaren sein,
    daß nicht nur sie einen Namen zu verlieren haben und schleunigst nachbessern,
    es geht ja auch darum, ob Deutschland nun im zweiten Anlauf ein zukunftssicheres
    terrestrisches Digitalradio bekommt, das sollte man nicht mit schlechten Geräten
    verhindern. Immerhin ist senderseitig bereits mit Riesensummen investiert
    worden, eine ganze Industrie steht in den Startlöchern, von den Arbeitsplätzen
    ganz zu schweigen. Wenn’s jetzt nicht kommt, kommt’s nie, einen dritten Anlauf
    wird es nicht geben. Mal sehen, wie’s nach der Funkausstellung aussieht…

  • admin

    Hans, danke für den Link! Sehr spannend, das – und es tut sich ja auch etliches in Sachen Stick. Hast Du einen Klappferrit? Kostet auch nur Pfennige und hilft vielleicht – dieser Ansatz scheint mir recht attraktiv.
    Zu den möglichen Antennen habe ich hier ein paar Takte geschrieben: https://blog.fohrn.com/?p=4248
    VG

  • admin

    Ah, sorry, gerade gesehen…. Ferrit schon verbaut…
    Bei Euch in Aachen geht ja eine Menge!! Nun wundert mich (nach meinen eigentlich positiven ERfahrungen), dass Du so massive Probleme hast. Sollte Dein Stick gar defekt sein?
    Wenn Du Dir mit einem lange Draht eine Art Wurfantenne 40-50cm bastelst und die mal aus dem Fenster hängst?
    Leihweise eine DVB-T-Stabantenne in Fensternähe positiionieren?
    Habe eine 40cm – Passivantenne, die wirkt, am Fenster aufgestellt – wahre Wunder…

  • eedanho

    Folgende Ratschläge:

    1) möglichst das kurze USB Kabel nicht verwenden! Auch nicht wie ggf. empfohlen ein längeres Kabel verwenden, auch wenn dieses von guter Qualität ist. Meiner Erfahrung nach handelt es sich bei Empfangsproblemen um ein Problem der Spannungsversorgung (Spannungsabfall am Kabel) oder um die verschlechterte Masseanbindung.

    2) Klappferrit um die Antennenleitung nahe oder über den Stecker am USB Stick

    3) EMV Kupferspray nutzen um die Abschirmung zu erhöhen (nur für Fachleute!- hier erlischt auch die Garantie). Vorher alle Stellen die nicht lackiert werden sollen mit dem feinen Malerkrepp abdecken.

  • Hans van Aken

    @eedanho

    Habe genau das gemacht, was Du vorgeschlagen hast (abgesehen vom EMV
    Kupferspray, stattdessen habe ich Alufolie verwendet).
    Also, das Ding raubt einem den letzten Nerv. Wenn ich mal fiktiv einen
    Stundenlohn von 20 Euro ansetze hat mich das Terratec-Teil mittlerweile
    ein Vielfaches seines Kaufpreises gekostet. Werde das Gefühl nicht los, daß
    wir da als so eine Art Beta-Tester mißbraucht werden, Versuchskarnickel
    für eine unausgereifte Ware. Diese Leute müssen sich doch auch darüber im Klaren
    sein, daß ein Gerät, welches für den Einsatz am Laptop oder PC konzipert
    sein soll,auch dort funktioniert, daß Maßnahmen gegen zu erwartende
    Störstrahlung bereits ergriffen sind und man z.B. auf Reisen weder
    eine Verstärkerantenne, noch eine Dachantenne zur Verfügung hat.
    Wenn man zu der Anschauung gekommen sein sollte, daß man ein für den
    vorgesehenen Zweck geeignetes Gerät nicht liefern kann, dann soll man es eben
    lassen, in jedem Fall vermag ein vermeintlich günstiger Preis mangelnde
    Qualität nicht wettzumachen.
    Vielleicht wird sich DAB+ doch wiweder als totgeborenes Kind erweisen,
    schade für den mobilen Einsatz.
    Ich bin schon länger der Ansicht, daß das bessere System zur Übertragung
    digitaler Radiosendungen DVB-T ist. In Berlin hat man das schon seit Jahren,
    aber auch die Niederländer und Belgier nutzen das, und ich kann beide
    hier in Aachen in Spitzenqualität empfangen mit einer Zimmerantenne mit
    Verstärker (Sieb), und das auch am PC, ohne jegliche Probleme.
    MCE (Media Center Edition) listet alles, wenn auch bei TV.
    Besonders hier in Aachen wäre auf deutscher Seite Platz genug im DVB-T,
    da die Privatsender hier nicht senden wollen (gottseidank). Link über die hier
    empfangbaren DVB-T Radio- und Fernsehsender:

    http://aachen.wikia.com/wiki/DVB-T

  • Hans van Aken

    Schlußbericht in Sachen NOXON-DAB+Stick:
    Hurra, nach heftigem Ringen mit der Tücke des Objekts ist es mir gelungen
    nunmehr 37 Sender in astreiner Qualität (alle dunkelgrün) zu empfangen.
    Jetzt bin ich richtig erleichtert, das mysnip.de-Forum hat viel geholfen, auch hier gab
    es viele gute Tipps, und ich bin froh, daß ich dem Impuls, das Ding umzutauschen,
    nicht nachgegeben habe, schließlich hat man ja auch seinen sportlichen
    Ehrgeiz. Tut mir leid, daß ich auf Terratec grämlich war, aber mit Plug’n Play
    hat das nichts zu tun. Vielleicht sollte man für den Normaluser etwas beilegen,
    was hilfreich ist (und die Antenne entweder ganz weglassen oder durch eine
    ausziehbare mit Verstärker, Stromversorgung über USB oder direkt über
    die Antennenbuchse ersetzen). Fasse mal kurz zusammen, was mir wichtig erscheint: Der Stick sollte direkt am Rechner eingesteckt werden, nicht an einem
    Hub oder der USB-Verlängerung. Eine Klorolle mit Alufolie zur Abschirmung
    drüberschieben, Antennenkabel mit Ferritkernen (gibt’s fertig, sonst Klappferrit),
    Zimmerantenne mit Verstärker (regelbar), evtl. noch ein zweiter Verstärker
    im Kabel. Das Wichtigste: die genaue Ausrichtung der Antenne, ist echte
    Millimeterarbeit. Bei mir funktioniert es nur mitten im Fenster, nicht einmal
    auf der Fensterbank. Schmetterling horizontal, ein Stab vertikal, einer
    45° für den Bundesmux und die Belgier, beide Stäbe vertikal für den WDR-
    Landesmux, aber das muß jeder ausprobieren. Durch das starke Nutzsignal
    halten sich auch die Störungen in Grenzen, nur schnelles Mausrad mag er nicht,
    aber das kann man mit der Tastatur oder durch Ziehen mit der Maus
    umgehen. Na, vielleicht hilft’s ja irgendjemand, ich bin jedenfalls froh!

  • dl5raz

    Der Noxon USB Stick kann nicht nur DAB+ empfangen sonder auch digitales TV also DVB-T!! Als Player verwende ich die portable Version des VLC.
    Mit der Datei:
    http://db0fhn.efi.fh-nuernberg.de/~dl5raz/usb/dvb-t.txt
    (runterladen und Frequenzen darin mit Editor anpassen, DANN Endung txt in
    .xspf ändern). Diese Datei mit dem Player öffnen. Habe hier Raum Regensburg alle 12 TV Sender mit eine Selbstbau J-Antenne.
    Klappt super

  • admin

    Danke DL5RAZ, darüber schreibe ich demnächst auch was. Hatte von @dxaktuell auch den Tipp bekommen, die Terratec-Software herunterzuladen. Damit klappt der Parallelbetrieb der DAB-Software und DVB-T ganz prima. Alles in allem – trotz der Empfangsprobleme, die mancher hat – ist der Stick mit der Software und der Funktionalität ein Schnäppchen. Ich höre viel damit.

  • admin

    @Hans
    Du schreibst, dass Du Probleme mit dem „schnellen Mausrad“ hast? Ich habe auch Darstellungsprobleme mit der Software…
    Aber Du kannst den Stick (siehe mysnip) auch im Browser steuern:
    http://localhost:8080/
    Das hilft mir sehr!
    Vg, Michi

  • Hans van Aken

    Hallo Michi,

    Das Problem mit dem „schnellen Mausrad“ (und überhaupt mit allen schnellen
    Mausbewegungen), was sich in Glucksen bis zum völligen Zusammenbruch
    zeigt, titt nicht beim Steuern des Sticks auf, sondern beim ganz normalen
    Hören während des Arbeitens am PC. Ich denke, das wird was mit der Funk-
    verbindung zu tun haben, der Empfänger am PC ist ja auch so ein USB-Stick.
    Ob das mit kabelbebundener Maus auch auftritt, kann ich nicht sagen,
    vermute aber mal, daß es nicht so ist. Vielleicht sollten die Terratec-Leute
    (und auch die Fraunhofer-Leute) mal drüber nachdenken, ob man da nicht
    hardware- oder softwaremäßig etwas machen kann, um den NOXON-Stick
    unempfindlicher gegen solche Störungen zu machen. Immerhin sind Funkmäuse
    ja mittlerweile sehr weit verbreitet, und digitales Radio mit Glucksern, das
    beißt sich. Ich nutze das DAB+Radio mittlerweile viel und gerne, denn es hat
    gegenüber dem Internetradio einen ganz entscheidenden Vorteil: es frißt mir
    nicht die Bandbreite weg. Ich habe nämlichals Internetzugang einen
    UMTS-Stick, und die sind nach Erreichen einer bestimmten Datenmenge
    gedrosselt (bei meinem über o2 funktionierenden Prepaid-Stick von Tchibo
    sind das -je nach Tarif- 512 MB (10 €/Monatsflat) oder 5 GB (20€/Monat).
    Danach steht nur noch 64 kb/sec (ISDN) zur Verfügung. Das reicht zwar
    einigermaßen zum normalen Surfen, größere Downloads werden aber sehr
    länglich, und zum Internetradiohören eignen sich nur Sender bis 64 kb/sec.
    TapinRadio hat davon sehr viele gelistet, z.B. die gesamte BBC, viele
    indische, amerikanische, südafrikanische Sender. Der DradioRecorder von
    Deutschlandradio (kostenlos downloadbar) ist zwar auch sehr schön,
    berücksichtigt aber nur schnelle Streams von 128 kb (= MP3-Norm)
    aufwärts.
    Daß der NOXON-Stick auch DVB-T kann, ist vielleicht für Leute, die
    noch keinen Empfänger auf dem Rechner haben, interessant. Bei mir war
    schon ein Analog (für Kabel)/DVB-T-Receiver eingebaut, dazu noch ein DVB-S/
    DVBS2-Receiver. Das läuft alles über die Windows Media Center Edition
    und erhält darüber ständige Updates, so viel, daß es schon fast lästig ist.
    Grüße Hans

  • admin

    Hallo Hans,

    also, ich bin doch erstaunt, wie problematisch Du den Empfang beschreibst. Überrascht deswegen, weil ich mit dem Stick keine so schwerwiegenden Empfangsprobleme habe. Ich schreib m,al was zu meinem PC: Es ist ein Lenovo ThinkCentre, also einMinitower – meines Erachtens noch nicht mal so gut geschirmt, weil das Gehäuse teils aus Metall, teils aus Kunststoff ist (und nicht wie früher ein Vollmetallgehäuse). Tastatur und Maus sind bei mir allerdings kabelgebunden.
    Der Rechner steht unmittelbar in Nähe eines Faxgeräts, Telefonanlage… Den Raum beleuchtet übrigens ein Energiesparglobe 😉
    Der DAB-Stick ist bei mir mit der mitgelieferten USB-„Verlängerung“ angeschlossen. Da der Minitower doch recht reduziert aufgebaut ist, liegen bei mir die USB-Anschlüsse dicht an dicht, da ist der Einsatz des USB-Kabels sinnvoll, denn sonstz blockiere ich mir unnötiog die USB-Ports. Den Stick habe ich übrigens nicht isoliert o.ä., der baumelt hinten am Gerät. Bei der mitgelieferten Antenne ist mir kein Empfang gelungen. Ich habe dann eine passive DVB-T-Stabantenne mit einem Ferrit in Verwendung, diese steht innen auf der Fensterbank. Ich muss aber dazu sagen, dass ich im Altbau im vierten Stock sitze und keine Isolierscheiben im Fenster habe, das mag sich günstig auswirken, keine Frage. Die Antenne hat eine Länge von 50 cm.
    Mehr ist da nicht. Den Empfang möchte ich als sehr gut bezeichnen, heute hat einmal ganz kurz b5 aktuell geblubbert (DAB), das war aber eine Ausnahme.
    Mit den DAB+-Sendern habe ich gar kein Leiden, das funktioniert einwandfrei.
    Ich habe den Stick auch mal in andeem Setting betrieben, und zwar auf Arbeit. Ganz im Norden Nürnberg in einem Büro, in dem wier zu viert sitzen. Dort an einem Fujitsu-Rechner mit XP. Verwendet habne ich die beigelegte Antenne. Diese funktionierte dort tadellos, nachdem ich sie auf einer Metallschiene vertikal angebracht habe, in einer Höhe von etwa 2m, mitten im Raum, nicht wirklich in Fensterhähe. Alle Sender, guter Empfang. Die Kollegen waren nicht nur neugierig sondern auch angetan.
    Ich benutze den Stick am Rechner ebenfalls sehr intensiv – höre am liebsten DRadio Wissen. Obschon ich DSL und Flat habem freue ich mich am Stick, denn weenn man sich die Steuerung im Browser aufmacht, ist die Steuerung doch sehr komfortabel – und die Tonqualität ist sehr gut.
    Ich verstehe sehr gut, dass Du mit dem UMTS-Stick mit dem Volumern haushalten musst, aber selbst mit DSL und Flat ist der Stick sinnvoll .- ich empfinde die Tonqualität als besser, keine Abbrüche im Stream, manchmal hat man auch gerade keinen Slot beim Sender mehr frei, das ist den Stick freilich egal. Also, ich habe ein tolles Radio am Rechner und höre, wenn ich was arbeiten muss auch einfach nur mal Musik, viel Nachrichten…
    Das „hidden feature“ mit dem DVB-T-Empfang kommt mir insofern sehr gelegen, da mein Rechner keinen derartigen Empfänger hat (und ich hätte mir wohl auch keinen gekauft). Einfacvh mal kurz Tagesschau gucken oder Monitor o.ä., das ist schon nett und dafür ist der Stick auch völlig ausreichend.
    Ich muss an dieser Stelle aber auch sagen, dass der Radioempfang „besser“ ist als der TV-Empfang, zum,idest im Bereich der höheren Kanäle.

    Wenn Du mit deiner UMTS-Verbindung gerade mal gedrosselt bist oder aber BVolumen einsparen willst, habe ich einen kleinen Tipp (kennst Du vielleicht son)
    Der Dienst YourMuze ist für Handys gedacht. Man meldet sich dort an und definiert die Streams,m die man hören will. Ob diese Streams nun Real oder MP3 sind, spielt keine Rolle. YourMuze holt sich den Stream im Netz und hebt ihn auf eine AAC+-Kodierung um, hier sind mit 48kbps schon ganz ordentliche Ergebnisse erzielbar , zur Not und bei Sprachprogrammen tzuens auch 24kbps – das geht halt, weil AAC der effizientere Codec ist. Und Du kannst unter http://m.yourmuze.fm/ genau diese für den Handybrowser optimierte Variante nutzen und dann Deine Sender auch auf dem Rechner hören.
    Für die sdp-Streams kannst Du Dir Feeware runterladen (z.B. http://www.softpedia.com/get/Multimedia/Video/Other-VIDEO-Tools/SDP-Multimedia.shtml) out of the box kommt VLC oder auch der Windows Media Player nicht damit zurecht.
    Mir ist schon klar, dass es wesentlich komfortablere Methoden gibt, um Webradio zu hören, andererseits – wenns Bandbreite sparen hilft…

    Mit dem Windows Media Center / Player bin ich auch nicht so recht zufrieden – zumal diese Software unerwünscht groß und unkomfortabel ist für das, was ich machen will.

    Dass der Stick nicht perfekt ist, ist mir auch klar geworden. Aber wenn man bedekt, dass das Ding im Presale 15 Euro gekostet hat und hier und da immer noch für 20 Euro angeboten wird, ist das echt ok.

    Lg, Michi

  • Ernesto Küng

    Guten Tag Allerseits.

    Ich schreibe hier aus der Schweiz ca.15km südlich von Zürich auf 570müM.

    Habe neu den Terratec Stick bei Conrad gekauft. Ich bin mit den Empfangs-eigenschaften sehr unzufrieden. Nach dem Suchlauf bekomme ich 31 Stationen rein, mit der Antenne hinter dem Fenster.
    Am gleichen Standort mit einem Cowon D2+ MP3 Player oder mit einem iRiver S100/Dab kann ich 50 Stationen mit der Kopfhörerantenne empfangen. Das funktioniert sogar im Schlafzimmer wenn ich im Bett noch etwas Radiohören will.
    Von den 50 Stationen sind 6 Programme aus dem Süddeutschen Raum dabei.
    Auf dem Computer läuft Win7. Das Terratec Program ist ncht das komfotabelste. Was mich stört an der sache, dass ich immer solange warten muss nach dem anklicken eines Programms bis etwas aus den Lautsprechhern kommt.
    Gut bei einem Preis von 29 Franken ?!!

    Grüsse aus der Schweiz

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