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„Das Leben in die Hand genommen“

Ich bin ziemlich anfällig bzw. begeisterungsfähig für allerhand neu- und neustmodischen Spielkram technischer Natur, „Stammleser“ dieses Blogs dürfte das nicht entgangen sein. Aber ich verweigere an anderer Stelle manchen Fortschritt und nutze althergebrachte Technologien – von denen ich mich mitunter nur schwer trennen kann (ein Beispiel: Meine altgediente B77 habe ich erst letztes Jahr der elektronischen Bucht anheimgegeben und erst vor wenigen Wochen durch einen stationärem Flash-Recorder ersetzt).

So geht es mir auch mit dem Palm, diesem hoffnungslos überalterten Stück Technik, dass heute bei vielen Zeitgenossen nur für ein müdes Lächeln zu sorgen vermag. Ich nutze einen TUNGSTEN T3, nahezu täglich, und ich bin immer wieder aufs Neue angetan. Nicht nur, dass Palm OS ein sparsames und stabiles System ist – nein, auch Programme und die Hardware sind durchdacht und sinnvoll bis ins Detail umgesetzt.

Und so begleitet mich dieser personal digital assistant (es ist fast archaisch, pda auszuschreiben) seit Jahren tagtäglich durch das Berufs- wie Privatleben.

Geht es noch ärger? Rhetorische Frage! Bloggerkollege Ralph Stenzel betrieb nach eigenem Bekunden noch im letzten Jahr einen m105 (die dürften um das Jahr 2000/2001 gebaut worden sein) – und ich wünsche ihm ja von Herzen (ob der eigenen guten Erfahrungen), dass er ihn immer noch nutzt.

Damit aber nicht genug: Erst heute durfte ich seine wirklich großartige Seite „Das Leben in die Hand genommen: Empfehlungen zum sinnvollen Einsatz eines Palm-Organizers“ entdecken. Vielen Dank dafür!

Teilweise war die Lektüre ein Flashback! AvantGo – ein Programm, mit dem man Zeitungsartikel aus dem Netz fischte, wenn man online war und diese dann nebst kleinpixeliger Grafiken beim nächsten HotSync auf den Palm gespielt zu bekommen! Wie geil! Das waren Zeiten, als mobiles Internet noch quasi unbekannt war – hach.

Wer einmal einen Palm besessen hat oder gar immer noch nutzt, dem sei diese Seite ganz herzlich empfohlen (und ich betone ausdrücklich, dass ich diese Empfehlung nicht aus allein nostalgischen Gründen ausspreche sondern besonders, weil hier gut nachvollziehbar dokumentiert ist, dass diese vermeintlich veralteten Gerätschaften auch heute noch im Alltag wertvolle Dienste leisten).

Ein Kommentar

  • Danke für die Blumen, ich freue mich, wenn meine alte Palm-Seite noch jemandem nützt! Selbstverständlich nutzen meine bessere Hälfte und ich weiterhin unsere beiden Palm m105-Organizer, und angesichts des Stapels typgleicher Ersatzgeräte in der Schublade bin ich sehr zuversichtlich, daß wir das noch bis Ende des Jahres 2031 tun werden (dann endet leider der interne Kalender und zwingt uns wohl zum Umstieg auf ein anderes System).

    Die beiden Handhelds werden mit der dazugehörigen Desktop-Software (einfach, übersichtlich, intuitiv zu bedienen) abgeglichen und synchronisieren Termine und Adressen gelegentlich auch untereinander, und das alles lokal bzw. offline und ohne daß Google & Co. damit etwas zu schaffen hätten. Was anderes käme für mich überhaupt nicht in Frage, Coolness hin, Eyecandy her…

    Gruß aus Färdd,
    Ralph

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