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Wiederkehr der geschätzten Glühbirne – als Heizball ist sie legal.

Eine klassische 100-Watt-Glühbirne hat einen recht schlechten Wirkungsgrad, denn 95% der eingesetzten Energie gehen in Wärmeleistung verloren, aus nur 5% der Energie wird Licht.

Aufgrund dieser zugegeben schlechten Energieeffizienz ist eine Glühbirne also rein technisch gesehen eher ein Wärmeproduzent als ein Leuchtmittel.

Auch wenn die EU verbietet, 100W und 75W-Glühbirnen zu verkaufen – so bleibt doch der Verkauf von Heizwendeln und Heizgeräten erlaubt. Und eine Glühlampe ein Heatball hat eine hervorragende Energieeffizienz – 95% der eingesetzten Energie werden in Wärme umgewandelt, nur 5% gehen als Licht „verloren“. Logisch – oder?

Ein klassischer „Heizball“. Foto: microrama (CC-BY-NC-SA)

Und so hat ein pfifiger Ingenieur, Siegfried Rotthäuser, eine Idee: Er verkauft – ganz legal Glühbirnen Heizbälle in Deutschland.

Daher ist in der Produktbeschreibung auf www.heatball.de zu lesen:

Die Leuchtwirkung während des Heizvorgangs ist produktions­technisch bedingt. Sie ist völlig unbedenklich und stellt keinen Reklamationsgrund dar.

Oh wie geil! Diese Drecks-EU mit ihren eigenen Waffen zu schlagen und uns damit auch noch das schöne warme Licht der guten alten Glühbirne die wohlige Wärme des Heizballs zurückzubringen ist eine besonders zu würdigende Leistung der Ingenieurskunst!

Ein Heizball mit einer Leistungaufnahme von wahlweise 75 oder 100 Watt kostet 1,69 Euro, es gibt die Heizbälle wahlweise in matter oder klarer Ausführung. Der Heizball kann in jedem Standard-E27-Lampensockel betrieben werden. Vom Erlös spendet der Verkäufer 30 Cent für ein Regenwaldprojekt.

Die Sache mit dem Heizball hat auch eine ernste Seite: Energiesparlampen haben nicht nur ein scheiß Licht, sie schonen auch die Umwelt mitnichten, da sie hochgiftiges Quecksilber enthalten, die verbauten Transformatoren nach Gebrauch nichts anderes sind als Elektroschrott und – zieht man eine Energiebilanz – die bei der Herstellung und Entsorgung aufzuwendende Energie mit dem Gesamtenergieverbrauch einer konventionellen Edison-Glühbirne gleichzusetzen ist. Denn eines muss gesagt werden: Die Glühbirne Der Heizball ist besser für die Umwelt als eine Energiesparlampe.

4 Kommentare

  • Marcus

    YES!!! We can!!!
    eine geile Argumentation, eine perfekte Marketingaktion.
    Gut für Kunden, gut für den Verkäufer, gut für die Umwelt (wg. Spende für den Regenwald) und Brüssel wird wohl hoffentlich ein Licht aufgehen, dass dort echt Bullshit in Gesetze gekippt werden.
    Bravo!

  • K. Wilmsen

    Sie haben noch vergessen hervorzuheben, dass bei den aus China importierten Heizbällen nicht die mafiose 1000 Stunden Haltbarkeitsgrenze existiert wie bei den in Deutschland hergestellten, dass die Birnen also auch viel länger halten.

  • admin

    @K. Wilmsen: Davon habe ich auch schon gehört. Handelt es sich hierbei um eine „Sollbruchstelle“ und wenn ja, wie ist die technisch gemacht?

  • Das ganze Heizball Thema kotzt mich langsam an. Immer diese unnötigen Diskussionen.

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