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„Wer grün wählt, wird sich schwarz ärgern!“

Manche Wahrheiten schmerzen und diese besonders: „Wer grün wählt, wird sich schwarz ärgern!“ hieß es im Wahlkampf der Linken bei der saarländischen Landtagswahl. Und sie haben, das wissen wir jetzt leider, Recht behalten.

Diese grüne Partei, daran werden wir uns gewöhnen müssen, ist in ihrer politischen Ausrichtung derart umgeschwenkt, dass ein jeder Demokrat ernsthafte Schwierigkeiten hat, die ihm im Halse aufsteigende Kotze bei sich zu behalten.

Seit heute ist aber allen – auch den Naiven und Dummen – augenscheinlich klar: Wer grün wählt, wählt schwarz-gelb gleich mit. Oder plastischer: Wer grün wählt, wählt Sozialabbau, Atomkraft (sic!), den Kriegseinsatz in Afghanistan (gut, das wissen wir seit Schröder), wer grün wählt, wählt grünlich überlackierte Konservative. Haschisch rauchen, Wollpullis stricken und den Nachwuchs im Parlament stillen ist nicht mehr: Wer grün wählt, wählt die NullToleranz-Politik der CDU, die diskriminierende Politik von schwarz-gelb und die Familien- und Kinderfeindlichkeit gleich mit.

Im Saarland sollte ein Politikwechsel stattfinden: Die Wähler kippten die seit 1999 bestehende absolute Mehrheit der CDU. Die Saarländer wollten Lafontaine, anders lässt sich nicht erklären, warum die Linke von 2 Prozent 2004 auf über 20 Prozent gewannen. Das Eintreteder FDP in den saarländischen Landtag darf man als Watschn für die CDU interpretieren, aus den mageren fünf Sitzen, die diese Partei erringen konnte, einen Regierungsauftrag ableiten zu wollen, ist an den Haaren herbeigezogen.  Noch schlimmer sieht es nur bei den Grünen aus, drei (!) Abgeordnete können sie in den Landtag entsenden.

Und just diese Grünen – es ist eine Schande! – verhindern, in völliger Ignoranz ihrer Herkunft und ihrer Ziele, diesen vom Wähler herbeigewünschten und herbeigewählten Regierungswechsel. Denn: Eine Schwampel ist kein Wechsel sondern eine Beibehaltung der derzeitigen Regierung unter verschärften Bedingungen.

Grün, soviel ist klar, ist tot. Unter Schröder begann das Sterben dieser Partei – nun ist es zu Ende.

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