blog.fohrn.com

Ist diese Schrottkampagne immer noch nicht zu Ende?

Im Jahr 2006 kam so ein komisches Buch, „Wir nennen es Arbeit“ auf den Markt. Damals hatte ich zwei Blogs und ein Webradio/Podcaststudio am Hacken, und wir hatten schnell einen passenden Begriff für Lobos „Digitale Boheme“ übernommen: Wir nannten sie, und damit waren wir nicht allein, urbane Penner.

Seither ist es ruhig geworden um die urbanen Penner: Ein paar siedeln wohl noch in Berlin, anderenorts hat diese Gattung eh nie Tritt gefasst und um ihr selbst erkorenes Oberhaupt, Sascha Lobo, war es ruhig geworden.

Irgendwann saß ich bei Nadine vor dem Fernseher, in der Werbepause, ich wollte gerade umschalten, fuhr ein Bus durchs Bild – ganz dezent – und ich dachte schlagartig, mir fällt ein Ei aus der Hose. In dem Bus saß, ich dachte erst „Irrtum“, Sascha Lobo.

Das wäre an und für sich nichts schlimmes, denn Lobo hatte ja seiner Zeit seine Neuer-Markt-Werbebude an die Wand gefahren, da liegt der Schluss nahe: „Der wird halt Geld brauchen.“

Ein paar Wochen danach lief spätabends noch das Radio. Entweder DLF oder DKultur, das weiß ich nicht mehr genau. Gesendet wurde das Band einer Podiumsdiskussion über irgendwas im Internet. Sascha Lobo saß für die SPD (ich muss gleich kotzen) auf dem Podium. Er kroch der Comtentmafia tief in den Arsch und philosophierte, dass eine Kulturflatrate niemals klappen könnte. Ich stellte das Radio ab, dachte mir „Der braucht nicht nur Geld, der ist auch dumm“ und genoss den Abend.

Inzwischen kotzten sich andere heftig über Lobo und Vodafone aus. Dieser Haufen scheint relativ komplett zu sein.

Heute habe ich schon wieder einen Vodafone-Banner gesehen, in dem Blogger ihre Haut für den Zensurprovider voadafone zu Markte tragen. Hat da jemand vergessen, seine Ads zu refreschen oder haben die die Schrottkampagne wieder aktiv geschalten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.