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Hörbuch: Beate Baum – Dresdner Geschäfte

Kirsten, Journalistin und Protagonistin, wohnhaft in Dresden, trennt sich von ihrem langjährigen Freund Dale, der Privatdetektiv ist und zieht zu ihrer großen Liebe Andreas. Soweit so schnulzig. Das war es dann auch mit der Schnulze, denn jetzt kommt die Wendung: Kirsten will ihre Sachen aus Dales Haus holen und entdeckt ihn – nach einem Suizid mit Barbituraten.

Nun plagen sie Selbstzweifel. Hat sich ihr Ex wirklich umgebracht? Oder wurde er gar ermordet? Und nun geht es richtig rund: Dale ist nicht tot – er liegt im Koma. Ohne es wirklich zu wollen, stolpern Kirsten und Andreas in zwei Fälle – der eine dreht sich um Billigläden im Osten und der andere um eine suspekte Seniorenresidenz. Und sie scheinen irgendwie nicht zusammen zu gehören, wenn da nicht ein verknüpfender Punkt wäre: Dale.

Mehr will ich nicht verraten. Aber soviel sei gesagt: Die Spannung wird gehalten, viel Dresdner Lokalkolorit floss in den Krimi ein (wovon ich wenig habe – dazu kenne ich Dresden zu schlecht) und das Hörbuch ist gut gelesen.

Dresdner Geschichten“ macht Lust auf Regionalkrimis, auch, wenn diese nicht aus der eigenen Region kommen. Hier ist ein kleines Meisterstück gelungen, denn der Hörer kann sich hervorragend in die zum Teil verzweifelte Lage von Kirsten hineindenken und bekommt zudem einen spannenden Krimi mit mindestens zwei glänzend erzählten Handlungssträngen.

Beate Baum: Dresdner Geschäfte, Radioropa Hörbuch, 5 CDs + MP3-CD, ca. 5,5 Stunden Laufzeit, 9,90 Euro (Straßenpreis günstiger)

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