Monatsrückblick März 2025
Der März startet, zumindest politisch, irr und wirr. Der Februar brachte uns den Kanzler der Schande Merz, Donald Trump dreht völlig frei. Da muss man ganz kurz innehalten und sich noch einmal ins Gedächtnis rufen, was vorgefallen ist: Der Angriff von Trump und Vance auf Wolodymyr Selenskyj hat das Band, das Europa mit den Vereinigten Staaten umschlungen, manchmal gefesselt, manchmal vor dem Absturz bewahrt hat, zerschnitten. Nicht nur Deutschland, nein, Europa ist über Nacht der Bündnispartner abhandengekommen – und allem Anschein nach für viele Jahre, wahrscheinlich Jahrzehnte. Scholz, der Kanzler der Schande Merz und Macron gucken verdutzt und fallen in eine Art Schockstarre. Wir stehen nun, das müssen wir uns eingestehen, ziemlich nackt und nicht verteidigungsfähig da. Und das alles mit einem zukünftigen Kanzler, dem selbst unter den eigenen Leuten das Vertrauen und der Rückhalt wie Sand durch die Finger rinnen. Ich halte ja nicht viel bis extrem wenig von zu Guttenberg, in einer Sache muss ich ihm allerdings recht geben: Man wusste lange vor der US-Wahl, dass eine erneute Wahl Trumps zum Präsidenten eine Option ist, die man nicht nur in Betracht ziehen, sondern auf die man sich vorbereiten kann und muss. Das ist aber nicht passiert; man hat auf Amerika gestarrt, wie das Kaninchen auf die Schlange und nun muss man dabei zusehen, wie Trump in Windeseile gemeinsame Sache mit Putin macht. Jetzt muss europäisch reagiert werden. Aber wer soll reagieren? Der Kanzler der Schande und Berufsanfänger Merz, der, wie sich gerade herausstellt, weder von Tuten noch Blasen eine Ahnung hat und sich gerade mit seinem „Sondervermögen“ bis auf die Knochen blamiert? Macron, der innenpolitisch so schwach ist, dass er keinerlei substanziellen Rückhalt genießt? Es ist ein Elend.
Persönlich hatte ich die Gelegenheit, Tocotronic mal live zu sehen – es war ein fulminanter Abend, ganz großartig!
An dieser Stelle möchte ich Eure Aufmerksamkeit auch noch einmal auf das von Karl und mir organisierte Treffen der mittelfränkischen Mastodon- und Bluesky-Nutzer am 8. April in Fürth lenken. Alle Infos dazu findet Ihr im Einladungs-Post.
Was sonst noch so los war…
- Erinnert ihr euch noch an die „kleine Anfrage“, mit der die CDU in 551 Einzelfragen versuchte, zivilgesellschaftlich wichtige Institutionen, Initiativen und Vereine einzuschüchtern? Nun, die noch amtierende Bundesregierung hat ausführlichst geantwortet, und die Antwort ist eine klatschende Maulschelle für Merz, Söder und Konsorten. Mit diesem
Kanzler der SchandeMerz haben wir uns was eingetreten, das geht auf keine Kuhhaut. - Deckname „Projekt Saaremaa“: Der BND ist überzeugt, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor stammt und die Regierung Merkel und Scholz haben diese Einschätzung (mehr scheint es gegenwärtig wohl nicht zu sein) wohl unter Verschluss gehalten.
- Die Tesla-Aktie ist ja gerade im freien und ungebremsten Fall. Wollte Trump seinen Erfolg als Präsident nicht eigentlich an der Entwicklung der Börsenindizes, die gerade alle irgendwie im Freien Fall sind, gemessen wissen?
- „Bis April 1958 existierte im Freistaat eine Bierpreisbindung, vergleichbar mit der heutigen Buchpreisbindung in Deutschland und Österreich.“ /via Klaus Schrage
- Die Stadt Wien benennt einen Gemeindebau nach Willi Resetarits.
- „Sahra Wagenknecht hat ihre ehemalige Partei, die Linke, zum Schulterschluss mit der AfD aufgerufen“. Die Linke darf so gottfroh sein, dass sie diese Wagenknecht losgeworden ist. Und das mit dem BSW wird sich mittelfristig eh erledigen, so ganz ohne Bundestagsmandat.
- …und schon geht es weiter: „AfD-Abgeordnete in Thüringer BSW-Ministerium angestellt“
- Da hat sich Fabio de Masi ganz vergeblich zum Horst gemacht: „Bundesverfassungsgericht weist BSW-Anträge auf Neuauszählung ab“
- Es gibt auch noch gute Nachrichten: „People who consumed 200 to 300 milligrams of caffeine a day were less likely to develop coronary heart disease, Type 2 diabetes or stroke“.
- Was machen wir denn nun mit diesen ganzen arbeitslosen FDP-Liberalalas? Nun, man vermittelt sie intern auf Stellen in der Wirtschafts- und Finanzlobby, also dorthin, wo sie wenig bis gar nichts arbeiten müssen und möglichst großen Schaden auf Kosten der Gesellschaft anrichten können, wie im Bundestag weiland eben auch. Die Zwischenüberschrift „FDP häufig Fürsprecher wirtschaftlicher Lobbyinteressen“ bringt es ganz gut auf den Punkt.
- Spannende Personalie: nach Mitgliedervotum: Nasser Ahmed wird Nürnberger Oberbürgermeisterkandidat. Ich bin mir unsicher, ob er den König vom Thron stürzen kann. Aber man darf die Daumen drücken, ich glaube, die SPD hat sich da klug entschieden.
- Ich weiß nicht, ob ihr es schon mitbekommen habt: Amazon ändert gerade den Modus ab, wie man bestimmte Waren retourniert. Wer nun den Artikel im Originalkarton zurücksenden möchte und das Paketlabel selbst ausdruckt, der muss zum Teil eine happige „Strafgebühr“ bezahlen. Einen Gegenstand unverpackt bei einer DHL-Filiale abzugeben oder einfach in die Packstation zu werfen, kostet allerdings nichts. Meine letzte Retoure habe ich dennoch ordentlich verpackt und zum Weiterverschicken in der Filiale abgegeben. Ich musste ihn dann wieder auspacken und nur der Artikel und das Netzteil, nicht aber Zubehör, Folie oder Ähnliches wurde zurückgenommen. Das Teil, dessen bin ich mir sicher, kommt ungesehen in den Müll. Unterdessen argumentiert Amazon mit „mehr Umweltschutz“, wie der Bayerische Rundfunk berichtet.
- Dass es in der FDP keinen einzigen Menschen von Vernunft und Verstand gibt, ist eine Binse. Dass deren „Ansinnen“ mit schöner Regelmäßigkeit von Gerichten gekippt und verhindert werden, ebenfalls. FDP-Fail des Tages: Klage gegen den Soli scheitert in Karlsruhe.
- Geht es nach den Koalitionären, sollen Menschen, die der elektronischen Patientenakte widersprochen haben, sanktioniert werden. Es ist eine Schande.
- Guter, hellsichtiger Kommentar zur Causa Felßner. Dass man diesen verurteilten Umweltsünder überhaupt zum Agrarminister machen wollte, zeigt, wie schlimm die personelle und intellektuelle Krise der Konservativen ist. Animal Rebellion hat sich mit der Aktion keinen Gefallen getan, klar, Felßner aber einen großen (und Deutschland auch. Na ja, vielleicht. Mal sehen, was nachkommt).
- „23andMe-Kunden löschen ihre Daten und überfordern damit die IT“. Na, hoffentlich haben sie daraus was gelernt…
- Beate Zschäpe hat während ihrer viertägigen Flucht im November 2011 zwölfmal eine Nummer der Verfassungsschutzabteilung des Thüringer Innenministeriums angerufen. Wen wollte es wundernehmen…
- „Würden wir die #Zeitumstellung nicht in einer Nacht von Samstag auf Sonntag, sondern von Dienstag zu Mittwoch machen, hätte sie irgendein Industrie-Lobbyverband längst abgeschafft“ /via
- Dieser Tage hat mir Google einmal wieder mehr als deutlich vor Augen geführt, dass das Smartphone die wohl größte Gefahr des Abflusses persönlicher Daten birgt. Da kommt eine Checkliste wie die auf „Smartphone, don´t spy“ gerade sehr gelegen. Eine Empfehlung!
- Die Sache mit dem Frankenschnellweg gehört sich nun endlich ein für alle Mal eingestampft. König und Söder wollen ihn ja gegen alle Vernunft bauen – jetzt, nachdem der Weg dazu freigeklagt ist, kann vielleicht noch ein Bürgerbegehren diesem Irrsinn ein Ende setzen – zurück auf los.
- Le Pen verurteilt. Und eine Fußfessel kriegt sie auch noch. Fein, fein!
- Red Bull verleiht Dürre.