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Im Test: Der Ricatech-Retro-Radiorecorder PR85

Sehenden Auges und quasi mit Anlauf bin ich dieser Tage voll in die Retro-Falle getappt! Derzeit gibt es nämlich wieder eine Gattung Gerät zu kaufen, die dereinst vor vierzig Jahren modern war – und zwar Radiorecorder. Für die jüngeren Leser: Ein Radiorecorder ist ein tragbares Radiogerät mit Kassettenrecorder, also einer Vorrichtung, mit der sich in Kunststoffgehäusen verbaute Magnettonbandspulen mit Schall besprechen und wieder abspielen lassen. Entweder über ein eingebautes Mikrofon oder eben über das verbaute Radioteil (voll analog, versteht sich). Diese Gerätegattung ist zum einen sehr kompakt aufgebaut und zum anderen mit einem Handgriff versehen, so dass sich diese Apparate leicht in der Wohnung (und mit Batterien auch im Freien) herumtragen lassen. Modern – wie gesagt, waren diese Dinger etwa ab Mitte der 1970er Jahre – noch bevor in den 80ern die Ghettoblaster kamen.

Ein guter Radiorecorder zeichnete sich in jenen Tagen durch eine mehr oder weniger echte Holzoptik, ein gutes Radioteil und allerhand Zierrat aus Aluminium oder Kunststoff aus. Und genau diese Gattung Gerät gibt es heute wieder. Ein Radioteil ist dran, dann gibt es einen Kassettenrecorder (Mono, wie das Radio) obendrauf und weil wir eben im Jahre des Herren 2017 leben, auch die Möglichkeit, MP3s vom USB-Stick oder SD-Karte abzuspielen.

Ihr müsst zugeben, das Ding hätte rein optisch auch 1981 in einem Katalog der großen Versandhäuser offeriert werden können. Um zu sehen, dass es sich hier um ein zeitgenössisches Produkt handelt, muss man schon ganz genau hingucken.

Von der mir bis dato unbekannten Firma Ricatech wird zu einem Straßenpreis von 35,- Euro ein richtig klassisch-biederer Radiorecorder mit der Typenbezeichnung „PR85“ angeboten.
Das Ding, so dachte ich mir, ist praktisch! Zwar ist UKW eine so gut wie abgekündigte Technik, heute hat man DAB, aber immerhin lassen sich auf UKW noch Sender empfangen. Das Kassettenteil brauche ich eigentlich nicht zwingend, ich besitze vielleicht noch eine Handvoll Bänder – aber Hörbücher und Hörspiele über USB ablaufen zu lassen ist schon ein Feature. Klar, ich habe auch eine Bluetooth-Box, aber eigentlich ist mir das zu umständlich (Box aufladen, koppeln, Hörbuch aufs Handy übertragen…). Mit so einem Radio schaut die Sache doch viel einfacher aus: USB-Stick rein, Stecker in die Steckdose, Gläschen Wein einschenken und ab in die Küche zum Gemüse schnippeln oder ab in die Badewanne. Und wen ich Lust auf Nachrichten habe, über UKW kann man ja noch welche empfangen.

Zur Haptik

Das Radio ist günstig. Das Gehäuse ist einfach gearbeitet. Nicht direkt lumpig aber doch einfach. Während Schalter und Tasten recht präzise rasten und kein übermäßiges Spiel haben, sind die Drehregler für Senderwahl und Lautstärke schief eingepasst, schleifen und wackeln. Das darf so eigentlich nicht sein. Die Klappe des Kassettenfachs ist auch sehr dünn gearbeitet. Die Verarbeitung ist soweit in Ordnung, aber trotzdem wünscht man sich hier doch ein wenig mehr Präzision.

Das Radioteil

UKW, Mittelwelle und zwei Kurzwellenbänder bietet das Radio, über UKW lassen sich die ortsüblichen Sender empfangen, auf der Mittel- und Kurzwelle geht – zumindest hier in der Stadt – nichts. Die Abstimmung der Sender erfordert durchaus Fingerspitzengefühl. Das Radioteil funktioniert, richtig Freude macht es nicht.

Das Kassettenteil

Im Rahmen der Möglichkeiten des Geräts ist das Kassettenteil schon in Ordnung: Die Wiedergabe ist klar, sauber und weitestgehend verzerrungsfrei. Richtig retro: Alles ist Mono, auch über den Kopfhörerausgang. Das Spulen des Bandes funktioniert recht flott, die Pausentaste rastet präzise, nachdem das Band abgelaufen ist, schaltet der Recorder ab (bei der Wiedergabe, nicht beim spulen). Aufgezeichnet habe ich mit dem Gerät nichts – man kann allerdings Radio, MP3s und auch die eigene Stimme mit dem eingebauten Mikrofon aufzeichnen. Das Kassettenteil rauscht recht stark, auch im Leerlauf. Wenn der Motor in Bewegung ist, sind über den Lautsprecher Störgeräusche zu hören, selbst wenn MP3s wiedergegeben werden. Der Ton kommt verständlich rüber, es klingt aber einfach nicht gut.

Der MP3-Player: Ein Silbenverschlucker

Der MP3-Player ist recht spartanisch ausgestattet. Es gibt kein Display – lediglich einen Anschluss für den USB-Stick und einen SD-Kartenschacht. Mit vier Tasten wird die MP3-Wiedergabe gesteuert: Vor, Zurück, Play/Pause und Wiederholung. Über den jeweiligen Betriebszustand erfährt man nichts, es gibt nur eine LED, die signalisiert, dass der Player eingeschaltet ist.
Diese spartanische Ausstattung würde an und für sich auch genügen: Zuerst werden alle Titel im Root-Verzeichnis wiedergegeben, dann wechselt der Player in den ersten Ordner, dann in den zweiten usf. Wenn man auf Stick oder Speicherkarte nicht so viele Ordner hat, dass es gänzlich unübersichtlich wird, kommt man auch im „Blindflug“ ganz gut klar und kann sich sicher durch die Titel navigieren. Echtes gapless-playback gibt es nicht, aber die Lücke zwischen den einzelnen Titeln ist so kurz, dass es selbst bei Material, das unterbrechungsfrei abgespielt werden möchte, nicht allzu unangenehm auffällt. Im Ansatz ist das kleine MP3-Player-Modul also ganz geschickt designed – besonders, weil selbst nach einer Trennung des Radiorecorders vom Stromnetz der Titel erneut angespielt wird, bei dem man aufgehört hat zu hören. Und dennoch: Der MP3-Player hat einen so schweren Fehler, dass man über die vielen kleinen Macken des Gerätes nicht hinwegsehen kann. Wenn man ein Hörbuch abspielt, bei dem es längere Sprechpausen gibt, verschluckt der Player die ersten Wortsilben, wenn der Sprachfluss wieder einsetzt. Wann immer eine leise Passage auf dem Quellmaterial beginnt, startet der Player eine Art nichtabschaltbare Faderautomatik, bei der er komplett den Ton abriegelt um dann – mit einigen Millisekunden Verzögerung ­- den wiedereinsetzenden Ton einzublenden. Diese Automatik ist so scharfgeschaltet, dass bei einem Hörbuch regelmäßig das erste Wort eines einsetzenden Satzes halb oder gar ganz verschluckt wird. Aus einer Krimilesung wird so ein nicht mehr rezipierbares Stakkato. Und damit ist für meinen ursprünglich angedachten Einsatzzweck der ganze Recorder nicht benutzbar. Wer nur mit hohem Pegel und hoher Kompression aufgenommene Musik anhört, kann mit diesem schweren Fehler vielleicht noch gerade so leben, wer aber, und sei es auch nur ab und zu, ein Hörbuch hört, kann das Ricatech-Gerät leider nicht sinnvoll benutzen.

Technische Umsetzung

Der Recorder ist für mich schon allein wegen des verkorksten MP3-Players durchgefallen. Es gibt aber tatsächlich auch einige andere prinzipielle technische Kritikpunkte, die nicht unerwähnt bleiben sollen. Der wichtigste: Der eingebaute Trafo verursacht ein nicht akzeptables, lautes Brummen und versetzt das gesamte Kunststoffgehäuse des Recorders in Vibration – auch, wenn der Recorder über die Schalterstellung „Tape“ im Standbybetrieb ist und nichts wiedergibt. Dieses ernstzunehmende Manko hat man bei Ricatech freilich erkannt und liefert den Recorder daher mit einem Schnurschalter am Netzkabel (sic!) aus. So eine primitive Lösung eines Problems, das heutzutage eigentlich bei keinem Gerät der Unterhaltungselektronik mehr auftauchen dürfte, habe ich noch nie gesehen! Einen Radiorecorder, der ab Werk mit einem Schnurschalter ausgeliefert wird, der dem einer Nachttischlampe ähnlich ist, das ist für mich der Gipfel des Pfusches!

Auch erwähnt werden muss, dass das Gerät sowohl beim Radio-, Cassetten- und MP3-Betrieb ein erhebliches Grundrauschen produziert, das gerade bei leisen Passagen sehr deutlich hervortritt. Dies – in Kombination mit dem sehr einfachen Lautsprecher führt zu einem Klang, der sowohl im Bassbereich als auch im Hochton völlig beschnitten wirkt, woraus schlicht folgt, dass der Klang dumpf und verrauscht ist. Freilich mag mich hier die Erinnerung möglicherweise auch trügen, aber ich denke, dass die einfachen Geräte in den 80ern nicht so schlecht geklungen haben. Wie oben bereits beschrieben, sind manche Bedienelemente auch nicht ordentlich verarbeitet.

Und damit komme ich zum Kern: Der Radiorecorder ist eine nette Spielerei – er lebt von seinem konsequenten Retro-Design. Die Funktion ist ja prinzipiell gegeben, die Umsetzung allerdings ist so dürftig, dass bei der Benutzung des Recorders keine Freude aufkommt. Wenn der erste Wow-Effekt verpufft ist und man sich am anachronistischen Design sattgesehen hat, erkennt man, dass der Nutzwert schlicht nicht da ist. Und damit dürften sehr viele dieser Geräte weit vor ihrer Zeit dem Elektroschrott anheimfallen. Was für eine Ressourcenverschwendung!

Dabei ließe sich das recht einfach vermeiden: Es bedürfte schlicht eines nur minimal besseren Transformators, einem Bauteil, das für diese Anwendung in hinreichender Qualität auf den internationalen Elektronikteilebörsen derzeit keine zwei Dollar kosten dürfte. Auch ein etwas besserer, klangfreudigerer Lautsprecher dürfte nur einige zehn Cent teurer sein. Würden dann bei der Herstellung auch nur rudimentäre westliche Qualitätsmaßstäbe Anwendung finden und würde man zudem das Softwaredesign des MP3-Players um die auto-mute-Funktion kastrieren, das Retro-Radio hätte sofort einen echten Gebrauchswert und wäre nicht vorab für den Müll produziert. Die Käufer wären mit Sicherheit bereit, einen Aufpreis zu zahlen, würden solche pro Gerät kaum fünf Dollar in Anspruch nehmenden Maßnahmen umgesetzt.

Fazit

Geiles Retro-Design, das Spaß macht und einen schnell in die eigene Kindheit zurückversetzt. Das Gerät ist ein echt guter Gag – mehr aber auch nicht. Die vielen Unzulänglichkeiten in Qualität, Technik und Bedienung sind in Summe so schwerwiegend, dass ich vom Kauf dieses Recorders nur abraten kann. Für mich persönlich gibt letztlich der verkorkste MP3-Player den Ausschlag, vom Ricatech-Recorder abzuraten. Eine gute und witzige Idee scheitert leider an ihrer Umsetzung.

Die letzte Kassettenfabrik.

Nostalgie galore!

Vorbespielte Audiokassetten, die keine Kinderhörspiele beinhalteten, hatte ich vielleicht ein Dutzend. In den 80ern war die LP einfach billiger als die Kassette und in den 90ern hatte man CDs. Aber Hörspielkassetten hatten wir als Kinder massenhaft – und wir haben sie bis an die Funktionsgrenze gespielt. Das in einer Kassettenfabrik das Tonmaterial im high-speed-dubbing-Verfahren auf große Bandwickel umgeschnitten und dann in die Gehäuse konfektioniert wird, wusste ich – nicht aber, dass es heute noch jemanden gibt, der das tut.

Der Mann mit dem Lötkolben tut mir irgendwie leid, er ist mehr als ein Konservator, er muss gegen natürlichen Verschleiß ankämpfen – ohne die Entlastung einer gesicherten Ersatzteilversorgung. Das erinnert mich irgendwie an die Leute in den Plattenpresswerken, die auch Tag für Tag damit zu tun haben, fünfunddreißig bis fünfzig Jahre alte Technik am Laufen zu halten.

Und noch ein Vergleich zur Platte drängt sich auf: Es gibt Neuauflagen auf Kassette. Wer kauft denn das? Das neue „Drei Fragezeichen“-Folgen für Sammler in kleiner Auflage noch auf Kassette geliefert werden, kann ich mir ja vorstellen, aber wer kauft sich bitte ein neues Metallica-Tape?! Das ist strange. Und irgendwie cool.

via Ronny. Das Kraftfuttermischwerk ist immer eine Empfehlung wert!

 

Kostenlos abzugeben: Stereoanlage GRUNDIG RPC200.

Zum wegschmeißen viel zu schade: Ein Kollege verschenkt seine Stereoanlage GRUNDIG RPC200, ähnlich der im Bild, nur in der braunen Farbvariante.

GRUNDIGRPC200_

(Bildquelle: CC BY-SA 3.0 Neozoon)

In den 70ern waren diese GRUNDIG HiFi-Studios der Renner, in vielen Haushalten fand sich ein Gerät dieser Art, das sich ebenso in die Wohnwand integrieren ließ wie auf den klassischen Trompetenfuß. Bereits 1963 begann GRUNDIG mit dem ersten „Studio 50“, Stereoanlagen in eine wohnzimmertaugliche Darreichungsform zu bringen. Die Kompaktanlagen „HiFi-Studio“ mit zahlreichen Modell- und Ausstattungsvarianten waren seit Anfang der 1970er Jahre dann die logische Fortentwicklung dessen. Diese „Studios“ – seinerzeit oft gesehen in Kombination mit den Audiorama-Kugelboxen – waren die Anlage der 70er und kündeten nicht nur in deutschen Wohnzimmern vom Weltruhm des Fürther Herstellers GRUNDIG.

Zur RPC200: Mit Radio (UKW, MW, LW, KW), sieben Stationstasten, Kassettendeck und Plattenspieler. Technische Daten bei radiomuseum.org.

Das Gerät steht in Nürnberg und kann gerne abgeholt werden. Ich vermittle den Kontakt – einfach eine eMail schreiben oder anrufen (Kontaktdaten siehe Impressum)!

Nürnberg im O-Ton-Feature: Mit dem Mikrofon durch die Wand (1989)

Zu meinen liebstgehörten Sendungen im öffentlich-rechtlichen Hörfunk gehören Features. Jede der großen Anstalten hat einen entsprechenden Sendeplatz und so dürfen wir uns in Deutschland über eine Fülle und einen Reichtum höchstwertiger Hörbilder freuen – leider wird diese – ich sage bewusst Kunstform – oft verkannt.

Im Sommer nutzt der Bayerische Rundfunk mit seinem zweiten Programm den Sendeplatz, um Features vergangener Tage erklingen zu lassen, die sich maßgeblich aus Originaltönen speisen. Sechs Features aus sechzig Jahren Rundfunkgeschichte sind ausgewählt, drei habe ich bereits gehört, alle sind sie hörenswert, eines aber sticht durch seinen regionalen Bezug heraus: Es ist das Tonexperiment „Mit dem Mikrofon durch die Wand“ von Ralf Huwendiek.

1989 nimmt sich der Autor und Regisseur Ralf Huwendiek einen Stadtplan und zieht mit dem Lineal eine Linie von seiner Gostenhofer Wohnung zum Sinwellturm. Was diese Linie kreuzt, will er in guten 50 Minuten hörbar machen. Es klingt so einfach und ist in seiner Umsetzung doch so kompliziert, denn nicht jeder, der von der Linie „gekreuzt“ wird, will etwas sagen oder beitragen.

Huwendieks Feature ist keine Liebeserklärung, das Bild, das er malt, zeigt auch nicht durchgehend düstere Farben, es hinterlässt aber einen etwas faden Geschmack. Und es birgt einige Überraschungen:

Beispielsweise das Feature „Mit dem Mikrofon durch die Wand“ von Ralf Huwendiek. Er trifft auf seiner akustischen Wanderung durch seine Lieblingsstadt Nürnberg auf einen alten SS-Soldaten. Huwendieck begegnet dieser Nazi-Propaganda sehr geschickt, indem er sie anders behandelt als alle anderen O-Töne. Mehr möchte ich nicht verraten… (Quelle: BR)

Für jeden Nürnberger (aber nicht nur für Nürnberger) ein hörenswertes Stück Radio-, Zeit- und Lokalgeschichte. Wie war Nürnberg 1989 – und wie nah ist dieses damalige Nürnberg teilweise heute noch?

Gut, dass es das BR-Feature als Podcast gibt. So lässt es sich noch eine Weile nachhören, bis es (wann auch immer) mal depubliziert wird.

Hier gehts zur Audiodatei „Mit dem Mikrofon durch die Wand“.

Powerline-Petition

Als DXer – also einen Kurzwellenradiohörer, der Spaß daran hat, möglichst weit entfernte Radiosender einzufangen – wollte ich mich nun nicht bezeichnen, aber ab und an begebe ich mich auch auf Wellenjagd. Dieses Interesse begleitet mich eigentlich schon seit frühester Jugend und Spaß an der Sache habe ich im Prinzip immer noch.

Um in der Stadt einen guten Kurzwellenempfang zu haben, muss man inzwischen aber einen ordentlichen Aufwand betreiben und gerade in Mehrfamilien- bzw. Mietshäusern ist ein sauberer Empfang der Kurzwelle immer schwieriger. Das war nicht immer so, ich würde sagen, dass der Empfang ab 2003 immer schlechter geworden ist. Der dahinterstehende Grund ist leicht ermittelt: Plasmafernseher, WLAN und DECT-Telefone sind omnipräsent und senden einen „Grundstörnebel“, der sich durchaus potenzieren kann. Für den Kurzwellenempfang besonders kritisch ist aber die Powerline-Technik. Grob holzschnittartig passiert dabei folgendes: Auf das Stromnetz in der Wohnung wird ein Trägersignal moduliert, mit dem sich dann Daten austauschen lassen. Powerline-Technik kommt im Privathaushalt immer dann zum Einsatz, wenn man weder mit WLAN arbeiten will oder kann und auch keine LAN-Kabel ziehen will. Dann steckt man einfach zwei „Adapter“ in die Steckdose und das Stromnetz wird zusätzlich zur Energieversorgung auch zum Netzwerkkabel.

Mit dieser Technik bin ich zuerst im Jahr 2001 in Berührung gekommen. Damals ging es aber nicht darum, innerhalb einer Wohnung Powerline zu nutzen sondern es ging darum, über das Stromnetz DSL auch in Gegenden anbieten zu können, wo es keine DSL-Versorgung über das (kupferne) Telefonnetz gab. Wirklich durchgesetzt hat sich das nie – einfach deshalb, weil man den Träger nicht beliebig stark in das Stromnetz blasen kann. Der Stromversorgung täte ein sehr starker Träger erstmal nix – aber der Träger würde mit steigender Intensität ganz schnell einen Störteppich „ausrollen“. Wenn man sich mal diverse Elektroinstallationen in Wohnungen ansieht, kann man schnell ein Gefühl dafür bekommen, dass da dann einige lustige Ringantennen ordentlicher Größe für das Trägersignal entstehen. Die Sache ist deshalb so kritisch, weil sich das aufmodulierte Signal in einem Range von etwa 2 MHz bis 30 MHz bewegt. Das berühmte 49-Meter-Band, in dem schon unsere Vorfahren Radio Luxemburg und ähnliches zu hören pflegten, reicht von 5900 kHz bis 6200 kHz – also von 5,9 MHz bis 6,2 MHz – und somit inmitten des Frequenzspektrums, das von der Powerline-Communication (PLC) genutzt wird.

Im Moment funktioniert das mit dem Kurzwellenempfang und Powerline noch in etwa. Allerdings sollte man schon heute bei entsprechender Lage zum Fernempfang über eine bessere externe Antenne verfügen. In Zukunft könnte diese Funktionfähigkeit aber verloren gehen, und zwar, wenn genau das eintritt, wogegen sich eine Petition wendet: Wenn die Grenzwerte der Intensität des aufmodulierten Trägers nach oben korrigiert werden, dann ist im Bereich der Kurzwelle ohne heftigen Aufwand nichts mehr zu wollen (das wird für Radiohörer und Funkamateure gleichermaßen gelten).

Nach Recherchen des Amateurfunkers Karl Fischer, der über den Hintergrund einen lesenswerten Artikel abgefasst hat, gibt es gar eine Herstellerlobby der PLC-Technik, die die Anhebung des Grenzwertes vorantreibt. Dabei gibt es sogar schlüssige Argumente, die für eine Senkung der Normen hochfrequenter Störstrahlung werben, da sich diese ja summiert. Ich wollte nun nicht soweit gehen, zu behaupten, dass Strahlung dieser Art gesundheitliche Nachteile mit sich führen würde, wie manch esoterisch angehauchter Zeitgenosse möglicherwise bei diesem Betrachtungsgegenstand annehmen wollte, ich denke aber trotzem, dass das Maß an „Abfallstrahlung“ doch so gering wie möglich gehalten werden sollte. Das dem heute nicht mehr so ist, liegt im Spar- und Optimierungszwang der Hersteller: Eine gute Schirmung kostet Geld – und weil wir unsere Sachen immer billiger haben wollen, wird genau an dieser für die Funktion vermeintlich nicht wichtigen Schirmung gerne gespart. Kabel in der Hausinstallation sind in der Regel eh nicht geschirmt… Ein Verhindern der Anhebung der Grenzwerte für die Intensität der Trägermodulation in PLC ist also im Interesse aller.

Und daher gibt es eine Petition gegen die Anhebung der Grenzwerte wie in FINAL DRAFT FprEN 59561-1 beschrieben.

Ich rufe Euch, liebe Leser, daher alle auf, diese Petition mitzuzeichnen!

Zur Petition geht es hier lang!

Ich bitte Euch, jetzt gleich zu unterschreiben, denn die Petition läuft nur noch 9 Tage und bislang wurde „nur“ von 7.120 Personen unterschrieben. Aber: Jede Stimme für die Sache zählt!

Günstig ein Home Cinema auf Röhrenbasis aufbauen – ein Konzept

Mit einem guten Freund habe ich dieser Tage eine interessante Diskussion geführt: Er will mit möglichst vorhandenen Komponenten und möglichst geringem Geldeinsatz mit Beamer ein Home Cinema errichten. Der Beamer und der DVD-Player ist vorhanden, Stereoreceiver und Boxen (aber von fragwürdiger Qualität) sind ebenso vorhanden, sollen m.E. nicht mehr zum Einsatz kommen. Nun könnte man freilichein Komplettsystem kaufen – Receiver mit Boxen, aber da hat man insbesondere bei Mittelklassegeräten hinsichtlich Leistung und Klang halt echt Kompromisse hinzunehmen. Als Effektgerät für DVDs reicht das in der Regel, ob man damit aber Musik hören will, steht auf einem anderen Blatt.

Nun gibt es aber auch eine andere, nicht ganz orthodoxe Herangehensweise an das Home-Cinema-Dolb-Digital-Problem: In der Theorie könnte man einen Dolby-DAC mit Preampfunktion kaufen und dann das verbleibende Geld in gute Endstufen und Boxen investieren.

Der Preamp

Auf dem Gebrauchtmarkt gibt es hier im klassischen Rasterformat interessante Geräte, die den Job tun, von der technischen Entwicklungsstufe aber eher das End-90er-Niveau erreichen – dafür aber klanglich interessant sind. Als reines AC3-Gerät käme hier zum Beispiel der ROTEL RDA-980 in Frage – nur etwas olschool ist das schon. Es darf schon ein dts-zertifizierter Preamp sein, 5.1 sollte aber reichen. Interessanterweise gibt es sowas aber nicht nur aus der Mottenkiste sondern auch als Neugerät. Von den Specs her erfüllt die leider nicht ins Rastermaß passende Decoderstation 5 von Teufel die Anforderungen. Hier habe ich dreimal einen Analogeingsang einen 5.1-Ausgang und als digitale Eingänge jeweils 2x SPDIF und 2x Toslink. Diese kleine Box kommt mit Fernbedienung und ist füpr einen Straßenpreis von etwa 190 Euro zu haben. Der Anfang wäre also gemsacht.

Dieser DAC/Decoder/Pre ist eigentlich dafür gebaut, um ein Teufel-PC-Lautsprecherset zur Anlage zu pimpen, die Intention ist also der Anschluss von Aktivlautsprechern – aber es hindert einen ja niemand, interessante Endstufen nebst passenden Boxen damit zu betreiben. Und nun sind der Phantasie keine Grenzen mehr gesetzt.

Verstärker und Boxen – hier eine Budget-Variante mit Röhren

Es werden lediglich passende Verstärker und Boxen gebraucht und da kannman nun je nach Budget das Basteln anfangen oder was Fertiges kaufen oder aber auch entsprechende Gerätschaften „tunen“.

Ich beginne mal mit dem „tunen“: Etwas, was ich so realisieren ließe und out of the box nicht kaufbar ist, wäre das Tube Amp Home Theatre. In diesem Fall sprechen wir hier von einem hybriden Home-Theatre, denn das Teufels-Kistchen ist ja ne „Transe“. Dennoch – gerade kalter dts-Sound dürfte durch eine Röhrenverstärkung nur gewinnen. Um das Budget nicht zu sprengen und weil man beim Output des Teufels und dem, was da tonmäßig von Standard-DVDs nun auch nicht den High-End-Gipfel erwarten kann, tun es hier auch einfache, kleine Verstärkerchen. Wenn man 10 Watt an jedem Kanal liegen hat, dann ist für den Normalbetrieb echt mehr als ausreichend, damit kann man schon richtig Lärm machen. Ich denke, dass auch fünf Watt vollauf genügen (meine Röhrenmonos geben je 15 Watt maximal aus, die konnte ich noch NIE voll ausreizen weil ich entweder Angst um meine Lautsprecher habe und die Polizei längst vorher da ist).

Solch kleine Verstärkerchen sind überall zu haben. Der kleinste, den ich im unteren Segment gesehen habe, ist ein Marriola, der kostet pro Stück etwa 200,-, drei bräuchte man. Es geht für einen geringen Aufpreis aber auch noch einen Tacken besser – die geeigneten Gerätschaften kommen aus China. Derzeit befindet sich da ein Haufen Neuware am Markt – für Experimente scheint mir zum Beispiel der kleine Rivals interessant zu sein, weil hier zwei EL 34 ihr Werk tun. Und EL 34 bekommt man in hinreichender Qualität von JJ für knappe 15,- das Stück. Dieser Amp lädt wegen seiner Bestückung förmlich zu Experimenten ein.

RIVALS-Amp, Quelle: Luping Company

Dass man zu diesem Preis keinen anständigen Überträger etc. erwarten kann, versteht sich von selbst – aber hier geht es ja um ein kleines Home Theatre und nicht um die Hauptanlage. Diese chinesischen Röhrenverstärker werden sehr kontrovers diskutiert, mit einigen dieser Geräte durfte ich bereits Erfahrung sammeln und das Ergebnis, sofern es sich überhaupt pauschalieren lässt, fällt dahingehend aus, dass diese Geräte in der Regel vom Design her sehr klassisch und solide aufgebaut sind, die Verarbeitung sehr solide, die Röhrenbestückung aber nicht selten von zweifelhafter Qualität ist. Hier lässt sich aber – insbesondere an den Endröhren – etwa tun: Gerade die EL 34 ist in wirklich guter Qualität habbar, wird nach wie vor hergestellt und der Aufpreis fürs Matchen beträgt in der Regel nur wenige Euro und für den Techniker des Vertrauens ist die Neujustage des Ruhestroms kein Problem. Dem kann auch noch einmal dadurch entgegengewirkt werden, indem man Geräte mit Auto-Gain kauft, hier regelt der Verstärker dann auch Alterungsverluste und Schwankungen selbsttätig aus, beim vorgenannten Verstärker tut dies die Gleichrichterröhre 5Z4P, die sich als Shuguang-Fabrikat auch nachkaufen lässt (Preis um die 6 USD). Wer ein solches Chinagerät kauft, sollte es erst einmal kritisch hören, manch Chinaröhre ist erstaunlich gut, bei anderen bringt ein Tausch einen deutlichen Gewinn.

Nicht vergessen werden darf gerade bei einfachen Röhrenverstärkern, dass sie Lautsprecher mit einem guten „Wirkungsgrad“ benötigen. Man mag sich darüber streiten, aber bei einem Einfacheinsatz der EL 34 dürfen es meines Erachtens mindestens 92 dB sein. Da ist man bei der Wahl der entsprechenden Lautsprecher schon etwas eingeschränkt, aber auch nur etwas. Die DALIs (Dänemark), hier bieten auch die günstigen Modelle einem guten Klang, das Preis-Leistungsverhältnis ist hervorragend, knacken diesen Wert in der Regel und auch wer den Boxenbau mit guten Breitbändern probieren will (was für unser diskutiertes Setting gar nicht so abwegig ist) hat hier selten Probleme. Hier einfach mal beispielshalber ein „full range speaker“ von Fostex, nebst Boxenbauanleitung für einen Hornlautsprecher – wer gut mit Holz umgehen kann, kriegt auf diese Weise echt maximnalen Klang für minimales Budget – das Ding ist, wenn man gut verhandelt, für einen guten Hunderter das Stück käuflich – man muss halt Hörner mögen… Für den Woofer halte ich sowas für gut vorstellbar – hier muss man halt ein wenig tiefer in die Tasche greifen – bekommt dafür aber ein Chassis, dass man in den meisten kommerziellen Settings dieser Art in dieser Qualität kaum bekommen wird.

Wer keinen Bock auf Boxenselbstbau hat, kann sich ja nach passendem Fertiggerät umsehen. Mit dem Zensor 1 hat Dali zu einem Stückpreis von etwa 130 Euro ein attraktives Angebot am Start, der Zensor Vocal bietet einen echt wohnzimmertauglichen Center und passende Subwoofer findet man bei diesem Hersteller auch. Sollte das Budget hierfür gar nicht hinreichen, kann man sich auch einmal bei Mistral umsehen und kombinieren – Vertriebe gibt es sowohl in Deutschland wie auch Tschechien. Hier ist aber wirkungsgradtechnisch das untere Ende der Fahnenstange erreicht.

Warum schreibe ich das?

In der Diskussion behauptete ich, dass der Aufbau eines solchen Systems für 5000 Euro möglich sei – das funktioniert in der Tat – nur mit dem hier vorgeschlagenen Setting, unter Berücksichtigung aller Modifikationskosten mit drei Röhrenamps, Pre, Boxen und Verkabelung ist das mit etwas mehr als 2000 Euro möglich. Nun stellt sich die Frage ob das sinnvoll ist, denn nach diesem Vorschlag bekommt man hier selbstredend nicht „High End“ sondern gehobene Audio-Mittelkasse. Möglicherweise liefert ein sandbasiertes Set zu ähnlichem Preis „ähnliche“ Qualität. Was ist also gewonnen?

Fertig konfektionierte Sets sind mehrheitlich auf imposante Basswiedergabe und schneidende Höhen hindesigned. Das bringt grandiose Effekte, in aller Regel aber auch eine undifferenzierte Musik- und zweifelhafte Sprachwidergabe. Ich gehe davon aus, dass es immer noch Menschen mit anderen Hörgewohnheiten gibt, denen ein differenziertes Klangbild und eine transparente Darbietung wichtig sind. Ich komme nicht umhin zu sagen, dass hier auch Röhren nicht das Maß aller Dinge sind – ihre Charakteristik – auch mit einfachem Schaltungsdesign – kommen dem Wunsch nach Ausgewogenheit und Wärme dennoch sehr entgegen. Es gibt meines Wissens jedoch im Europavertrieb kein out-of-the-box „Tube Home Theatre“. Der Markt würde das per se auch nicht annehmen, denn im Prinzip ist das vorgeschlagene Konzept eine Mogelpackung: Das Böxchen von Teufel liefert zur Vorverstärkung klassischen Sand – hier ist nix mit Röhre, man fährt dieses Setting also „hybrid“. Das soll der Sache aber keinen Abbruch tun, denn der durchaus harte Digitalklang – der bei vielen DVDs sowieso eher suboptimal ist“, kann durch sanfte Röhrenbehandlung nur gewinnen. Auch die Leistungsfähigkeit wird gemeinhin unterschätzt – der EL 34-Sound hat genug Wumms, um auch beim Blockbuster made in Hollywood nicht alt auszusehen.

Das vorgenannte Konzept hat zudem noch Optimierungspotenzial: Ich gehe davon aus, dass die Kanaltrennung der Rivals nicht zu 100% optimal ist. Das Spiel bei den Front- und Rear-Kanälen praktisch keine Rolle, der Subwoofer und der Center teilen sich aber einen Verstärker und hier kann theoretisch eine Kanalübersprechung richtig stressen. Um hier richtig sauber zu arbeiten, können hier jeweils zwei Monoblöcke Einsatz finden, das würde das Budget aber zusätzlich nicht unerheblich belasten.

In beiden Varianten gilt es, Kompromisse hinzunehmen. Soll es wirklich Mehrkanal sein und soll dieser Mehrkanalton nicht von der Stange kommen, ließe sich vorgenanntes Konzept aber durchaus einmal überdenken.

Röhrenprodukltion bei Mullard in Blackburn im bewegten Bild.

Hier habe ich was ganz besonders schönes gefunden: Dieser alte Film, er dürfte aus dem Jahr 1962 oder 1963 stammen, zeigt, wie eine Radioröhe hergestellt wird – in der Fabrik des Herstellers Mullard in Blackburn, UK. Mullard ging irgendwann mal an Philips und ist heute Teil von NXP Semiconductors.

Update, 2.Juli 2017: Das eingebettet Video von blip.tv funktioniert leider nicht mehr. Der Film ist aber auf YouTube verfügbar, er lässt sich allerdings nicht einbetten. Daher nutzt bitte DIESEN Link zu YT zum Film „The Blackburn Vacuum Tubes Factory“.

Es ist erstaunlich, wie viel Handarbeit in der Röhrenherstellung steckt und wie archaisch manche Maschine daherkommt. Auch der Takt wirkt für heutige Verhältnisse gemütlich. Was mich auch ein wenig zucken ließ: Es wurde damals noch groß gebaut – doch spätestens Mitte der 60er trat der Transistor seinen Siegeszug an…

Ein sehr schöner Film, sehr lehrreich – im Vollbildmodus schauen lohnt, die Qualiät ist ausreichend gut.

Audio-Streaming 1.0 – das ELENCO Transmitter-Kit

Seitdem nicht-grundstücksüberschreitende Funk-Aussendungen im UKW-Band mit einer Sendeleistung von weniger als 50nW legal sind, bieten diese eine hervorragende Möglichkeit, beliebiges Audiomaterial vermittels kleiner Transmitter auszusenden und mit jedem gewöhnlichen Radio mit Antenne zu empfangen. So kann man ein Sat-Radioprogramm auch in Küche, Bad oder am Radiowecker hören, das gleiche gilt auch für die eigenen mp3-Playlists und das alles, ohne sich mit UPnP herumärgern zu müssen oder nochmal irgendwo einen IP-Empfänger oder Aktivboxen aufstellen zu müssen. Die Krux ist nur, dass die hierzulande erhältlichen Transmitterchen eher Rauschgeneratoren sind, denn ernsthalte Musiküberträger. Das ist – entgegen landläufigem Glauben – noch nicht einmal der geringen Sendeleistung geschuldet sondern eher dem Umstand, dass diesen kleinen im Elektromarkt erhältlichen Gerätchen zumeist eine richtige Antenne fehlt und die eingesetzten Operationsverstärker auch eher der Kategorie „grottig“ entstammen.

Wer nun eine Kreditkarte sein Eigen nennt und zudem Löten kann, der findet bei ELENCO – einem US-Vertrieb für Elektronikbausätze Abhilfe: Mit dem FM-10CK wird ein UKW-Transmitterbausatz vertrieben, der vorgenannten Problemen ein Ende bereiten dürfte. Leider lässt die etwas altbackene Seite keine präzise Verlinkung zu – und dann auch noch Frames!! – aber Ihr findet das.

Quelle: ELENCO Händler-/Presseinfo

Erst mal das Rechtliche: Wer das Ding klickt (ich glaube, das kostet aus den USA etwas über 20 Dollar Versand), der muss beim Aufbau schon sicherstellen, dass die Sendeleistung passt. Dann ist die Zeitkostante der Emphase auf 50 µs zu wählen (das geht hier out of the Box, default ist meines Wissens 75 µs – ist ja ein Ammigerät). Nun braucht man noch einen Adapter für den Antennenausgang (Pfennigartikel), der ist ja auch Ammilike als F-Buchse ausgeführt) und dann kann man das Ding entweder mit einem E-Block oder einem separaten Netzteil – einem entstörten, wohlgemerkt – mit 15 Volt Gleichstrom versorgen und schon geht es los. Das alles darf aber nicht verpeilt werden, da sonst der Betrieb in Deutschland nicht zulässig ist!

So ein Bausatz kostet knappe 70 Dollar – das ist in der Regel selbst mit den 20 Dollar Versand ein guter Tarif, denn hierzulande werden öhnliche Kits, allerdings ohne Gehäuse, um die hundert Euro gehandelt.

Sehr geil, dass sowas (zumindest halbfertig) habbar ist – zwar gibt es bei eBay immer mal wieder sehr chice out-of-the-box Sender, die komplett durchstimmbar sind und neben BNC-Antennensteckern auch mit einem gescheiten Display aufwartet, aber wenn man sich sowas in die Wohnstube stellt, hat man mit Sicherheit recht fix die Post BNetzA im Nacken.

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