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Geneva Labs – Fortsetzung von „Kann man auch sehen…“

Heute war ich mit Thorsten in der Stadt unterwegs und nach einem ausgiebigen Kaffee im Lucas sind wir auf die Idee gekommen, mal etwas durch den Nürnberger Loewe-Shop zu bummeln. Dort waren sowohl die kleine als auch die große Stereoanlage von Geneva Labs zu bestaunen und zu hören – und um es kurz zu machen: Für mich ist das Thema durch.

Design und Haptik der Anlage sind großartig: Der Stand (in Edelstahl oder auch in der Gerätefarbe lackiert) sieht super aus, der Klavierlack macht einen hervorragend verarbeiteten Eindruck und auch das Lautsprecherblech wirkt gut eingearbeitet und ist in schwarz sehr nett anzusehen. Das Display ist groß und gut zu erkennen, nach einiger Zeit dimmt es ab – sehr schön. Auch die Fernbedienung ist – puristisch aber nett.

Der Sound war dagegen keiner 2000 Euro würdig. Ich habe von meinem iPod mal unkomprimiertes Material, das ich sehr gut kenne, eingespielt. Das mit dem Dock klappt – da habe ich aber schon wesentlich wertigeres für viel viel weniger Geld gesehen. Wirkliche Räumlichkeit wollte beim Klang nicht aufkommen, es klang irgendwie „mono“, der Klang konnte keine Bühne abbilden und war irgendwie leer. Zugute halte ich dem Kasten, dass das Verhältnis von Höhen und Mitten gut abgestimmt zu sein scheint, in der Tiefe hat die Kiste meines Empfinden nach aber deutliche Probleme: Der Bass war insgesamt etwas wenig und zu wenig trocken, druckvoll und auch etwas träge. Kurz: Der Kasten klingt unaufdringlich aber kein bisschen agil. Schade – das Konzept hat ja einiges für sich.

Die Ausstattung ist so puristisch, dass es für dieses Geld schon fast eine Frechheit ist: Es gibt einen einzigen (sic!) Line-In (2x Chinch – für das Geld wäre symmetrisches XLR mal eben locker din gewesen) und keinen Line Out. Der Tuner verkraftet Kabel, lässt sich aber laut Verkäufer keinesfalls auf DAB/+ oder etwas anderes umrüsten. Unten am Gerät befindet sich eine Schnittstelle, die irgendwie nach Centronics aussieht, wozu die gut ist, konnte man mir nicht sagen. Vielleicht lässt sich damit was nachrüsten?

Fazit: Ein nettes Design-Gerät mit Wertigkeit ausstrahlender Haptik und flachem Klang. Kein Ersatz für eine vernünftige Stereoanlage und damit dann aber auch zu teuer. Ich denke, dass das Gerät ähnlich überbewertet ist, wie die Audiogeräte von Tivoli/Kloss.

W48

Und weiter gehts in der Serie „Neue stilvolle Telefone als CT1+ – Ersatz“ – heute mit einem echten Schmankerl, nämlich dem W48 – Apparat der Firma „manufactum“.

Dieser klassische Apparat der ehem. Bundespost wird wieder gebaut und von o.g. Firma verkauft – ganz nah am Original, mit nur minimaler Änderung an der Schaltung und: zukunftssicher – denn Ersatzteile und einen Reparaturservice bieten sie gleich mit an. Ich habe zwei dieser W48, einen in Elfenbein (Farbe – kein toter Elefantenzahn), einen in schwarz und ich bin aufgrund der robusten Mechanik und einfachen Wartbarkeit des Apparats begeistert (auch wenn es etwa einen halben Tag gedauert hat, bis ich der Telefonanlage das Impulswahlverfahren verplättet habe).

Warum bin ich noch begeistert? Die Optik, der satte Klingelsound und die Tonqualität brauchen sich nicht hinter heutigen Telefonen zu verstecken. Der Wartungsbedarf tendiert gegen Null.

Zu bestaunen (und das Klingeln auch per mp3 zu hören) hier, etwa 230 Euro muss man dafür allerdings anlegen – ein Schnäppchen ist das Dingens also nicht.

Colombo

Seit ersten Januar diesen Jahres vorgestern ist es ja verboten, CT1+ – Telefone zu verwenden (obgleich diese durch ihre analoge Funktechnik als besonders strahlungsarm galten bzw. gelten). Sollte der ein oder andere also Bedarf nach einem neuen Festnetztelefon haben – in den nächsten Tage n werde ich ein paar interessante Festnetztelefone hier vorzustellen. Den Anfang machte das ans Ericofon angelehnte ScandiPhone, nun fällt ein DECT-Telefon wegen seines gefälligen Äußeren ins Auge: Das AEG Colombo Voice.

Technisch zu bieten hat das Telefon nichts außergewöhnliches, außer dass es stahlungsreduziert ist. Es sind bei dem etwa 45 EUR teuren Gerät eben die äußeren Werte. Weitere Infos auf der AEG-Webseite. (Bildquelle: Pressepack AEG-ITM)

Ericofon goes ScandiPhone

Über eininge Remakes großer Designklassiker wie zum Beispiel die Grundig Kugelboxen oder die legenäre Brionvega-Stereoanlage habe ich ja bereits geschrieben, jetzt kommt ein neuer hinzu: Das Ericofon (oder auch Kobratelefon) wird als „Scandiphone“ neu aufgelegt und ist zu Preisen um 60 EUR zu haben. Dem Einbau aktueller Technik scheint die Wählscheibe zum Opfer gefallen zu sein. Dafür befindet sich a ber die Glocke im Gerät. Erhältlich hier oder (in England) hier, weitere Infos hält die Wiki bereit. (Bildnachweis: CC-BY-SA, Holger Ellgaard)

 

Italienisches Design hat halt seinen Preis

Dieses schöne Stück ist eine Phono-Stereo-Kombination aus dem Mailänder Hause Brionvega. Und sie geistert derzeit durch viele Blogs – weil Brionvega diesen Klassiker wieder auflegt (mit einem zusätzlichen Slot-In-DVD-Player neben dem Plattenspieler). Das gute Stück kann auch auf deren Webseite bewundert werden.

Nun ist es mir nicht gelungen, einen deutschen Vertrieb oder einen Preis dafür herauszufinden… und eine Kollegin (danke Filo!) half mir aus und hat dort kurzerhand angerufen. Ergebnis des Telefonats: Offiziell im Handel ist die Anlage noch nicht – aber Brionvega hat schon ein paar davon verkauft – zu einem Preis von 4950 Euro zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer (in Italien). Im freien Handel ist die Anlage nicht…

Gutes italienisches Design hat seinen Preis. Aber fünf Riesen? Inzwischen habe ich einen Webshop gefunden, der den Doney in Deutschland für 799 Euro anbietet – auch kein Pappenstiel für eine Röhrenglotze…. (das Bild stammt übrigens von Wikimedia CC-BY Oliver Kurmis und wurde in der Pinakothek der Moderne in München aufgenommen, das Neue Museum Nürnberg hat auch eins…)

Das Thema Pico-Beamer..

…lässt mich, wie ihr sicher bemerkt habt, nicht mehr so richtig los. Hier mal ein nettes Video mit einer kurzen Demonstration (hier von Texas Instruments, die den DLP-Chip für die Pico-Beamer herstellen). Ich bin wirklich gespannt, was da noch in Richtung Lichtstärke, Auflösung und Diagonale drin ist…

Edit: Ach ja, der Straßenpreis für exakt dieses kleine Dingchen ist inzwischen raus , es soll 349 Euro kosten und scheint in diversen Online-Shops auch schon verfügbar. Wer hat sowas schon mal getestet? Bitte melden!

Taschenkino (noch teuer)

Das gefällt mir! Ich bin gespannt, wann das Ding auf unter 150 EUR fällt (dieser hier ist ja schon preislich in greifbare Nähe gerückt). Aber auch für den Aiptek Pocket Cinema V10 gilt: Warten wir lieber mal ab, bis sich die Technik etwas weiterentwickelt und der Preis um 50% fällt. Ich orakle, dass das nicht mehr lange dauern kann, überlegen doch die ersten Handyhersteller, diese Pico-Projektoren auch in die Taschenfunken einzubauen…

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