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Artikel der Kategorie ‘Allgemein’

Sven sagt was zu fon und Freifunk

August 16, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein, Telekommunikation 1 Kommentar →

Sven hat in seinem Blog mal einen Vergleich zwischen Freifunk und fon angestellt – auch ausgehend von der Meldung des t3n-Magazins, dass das einst für Privatanwender erdachte fon nun auch in einer small-business-Umgebung eingesetzt werden soll.

Servicepartner von fon, dem spanischen Startup, ist übrigens die Deutsche Telekom.

Die Vorteile, die ich bei fon sehe, sind folgende: fon ist DAU-kompatibel. Man klickt sich entweder einen fon-Hotspot (das, was früher die foneras waren) und schließt den an oder man nutzt seinen Telekom-Speedport-Router (Speedport W 724V) und konfiguriert den mit ein paar Klicks zur „fon-Bridge“. Freifunk ist da anders: Für Freifunk wird Hardware verwendet, die mit OpenWRT klarkommt, das ist in der Regel gute und günstige Hardware, aber das System der jeweiligen Freifunk-Community draufzuflashen, erfordert schon einige Kenntnis und ein mindestens rudimentäres Verständnis von Netzwerken.

Hardwarevorteile sind aber auch Nachteile: Aus meiner Sicht ist der Speedport W 724V ziemlich crappy und läuft nicht stable, den wollte ich nicht geschenkt. Eine fertig geflashte „fonera“ kostet 49 Euro. Die neuen Accesspoints mögen netter sein, als die alten foneras, dennoch möchte ich mich eigentlich selbst entscheiden, welche Hardware ich verwende.

In meinem Freifunk-Setup laufen drei Router von TP-LINK, jeder schlägt mit nicht mal 20,- Euro zu buche. Damit leuchte ich nicht nur meine Wohnung sondern auch ein halbes Wohnhaus, einige Klassenräume einer angrenzenden Schule, etliche Nachbarn und ein Wirtshaus aus. Die haben in unserer Ecke echtes, freies WLAN. Im Gegensatz zu fon bringt das dem Nutzer (wie Sven bereits schreibt):

• Unbegrenzten Zugriff für Jedermann aufs Internet
• Keine Zeit- oder Volumenbeschränkung
• Keine Anmeldeprozedur ist nötig
• Keine Störerhaftung für mich
• Kein mitloggen und keine kommerzielle Verwendung übertragener Daten

Aber: freifunk ist generell in der Lage, vermaschte Netzwerke selbstständig zu etablieren und diese auch „selbstheilend“ aufzubauen. Der Vorteil ist, dass mit „Billigroutern“ große Reichweiten erzielt werden können, die Router sind in der Regel sogar günstiger als gängige Repeater.

Sven hat alles Wesentliche zum Thema fon vs. Freifunk zusammengestellt, ergänzend dazu noch folgendes:

Freifunk bietet weit mehr als einen Zugang zum Internet sondern ist ein eigenständiges Kommunikationsnetz, in dem jeder eigene Dienste anbieten kann (vom FTP-Server über VoIP-Telefonie, Audio- und Videostreaming…). Das leistet fon nicht.

Fon hat zu Zeit eigentlich keinen wesentlichen Vorteil zu Freifunk – nur Freifunk hat einen Fehler: Es ist für technische Laien recht kompliziert in der Installation und Konfiguration. Sollten sich diese Probleme in nächster Zeit lösen, ist Freifunk das universelle Netzwerk in Bürgerhand.

Der Changhong LED28C2200DS Fernseher im Test – für mich leider durchgefallen.

Juli 30, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein, TV-Tipps 3 Kommentare →

Am vergangenen Wochenende ging leider unser kleiner Toshiba-Fernseher nach dreieinhalb Jahen Betrieb den Weg alles Irdischen. Dieses Zweitgerät wollte schnell und vor allem günstig ersetzt werden und so schaute ich mich im Internet nach einem günstigen Zweitfernseher um.

Ich möchte für so ein Gerät nun nicht übertrieben viel Geld ausgeben. Groß muss so ein Fernseher auch nicht sein, 28 Zoll hat sich für unseren Zweck als ideale Größe erwiesen. Nach einigem Stöbern hatte ich dann ein Gerät gefunden, das meinen Vorstellungen entsprechen könnte: der Changhong LED28C2200DS fiel erst in die engere Wahl und wurde dann für 198,- Euro auch geordert.

Der Fernseher nahm sich von den technischen Daten auch nicht allzu schlecht aus: 71cm Bildschirmdiagonale, 100HZ-Panel mit LED-Beleuchtung und einfache HD ready-Auflösung (1366×768 Pixel) sind schon mal prima. Dazu kommt das Gerät mit Tripletuner: DVB-T/C und S(2), letztere HD-fähig und CI+-Schacht.

Für ein Zweitgerät ist der Fernseher damit ordentlich ausgestattet.

Changhong LED28C2200DS

Changhong LED28C2200DS**

Kritisch anmerken könnte man nun, dass das Gerät weder HbbTV-fähig ist, noch Full-HD hat, das ist aber bei dem aufgerufenen Preis auch nicht erwartbar. In Summe scheint der Fernseher sehr attraktiv zu sein, der üppigen Ausstattung wegen, habe ich ihn dann auch bestellt.

Wer oder was bitte ist Changhong?

Changhong ist laut englischsprachiger Wikipedia der zweitgrößte TV-Hersteller Chinas. Noch beeindruckender finde ich, dass 90% der aus China in die USA exportierten Fernseher bei Changhong gefertigt werden. Mit 32000 Mitarbeitern weltweit ist Changhong damit auch kein kleines Unternehmen. So ein Gerätehersteller sollte über einiges an Erfahrung verfügen. Mich hat übrigens nicht gestört, dass ich den Markennamen meines neuen Fernsehers nicht kannte, denn man hat sich ja schon fast daran gewöhnt, dass die Markengeräte, die man gemeinhin kauft, von einem spezialisierten Hersteller in China gefertigt werden, dessen Namen in aller Regel dem Konsumenten hierzulande nicht geläufig ist. Mir geht es hier auch nicht ums Image, es ist mir egal, ob auf so einem Gerät nun ein chinesischer Name draufgedruckt ist oder ein klangvoller deutscher Name, der Tradition und Solidität verströmt, mit dem eigentlichen Gerät in der Regel aber nichts mehr zu tun hat.

Der Fernseher Changhong LED28C2200DS wird aber gar nicht in China gefertigt sondern in einer Fabrik im böhmischen Nimburg, 40 Kilometer nordöstlich von Prag gelegen. Das beruhigt ein wenig mein Gewissen, denn meines Wissens gibt es keine Sweatshops in der Tschechischen Republik. 5 Prozent am deutschen TV-Gerätemarkt wollen die Chinesen laut Handelsblatt erzielen – nicht nur mit Niedrigpreisen.

Und nun kommt der Fernseher…

…in einer erstaunlich unprätentiösen einfachen Schachtel. Das Gerät ist nicht besonders gut verpackt, der nicht vormontierte Fuß fliegt lose in der Verpackung hin und her, die Styroporverpackung ist einfachster Machart, man merkt, dass hier wirklich gespart wurde, wo es geht.

Beim Herausnehmen des Geräts merke ich: Der Fernseher ist komplett aus Kunststoff gefertigt und fühlt sich sehr sehr leicht und lumpig an. Damit könnte ich noch leben. Was mich schon eher etwas abschreckt, sind die nicht ganz optimalen und leider auch nicht ganz regelmäßigen Spaltmaße. Auch die Lautsprechergitter auf der Geräteunterseite sind nicht sehr sauber entgratet. Der erste – haptische – Eindruck ist ehrlich gesagt nicht besonders gut, mit einer Ausnahme: Der Fuß des Fernsehers ist aus Glas, sieht wertig aus und ist vorbildlich verarbeitet. Der Fernseher wird mit vier Schrauben am Fuß fixiert.

Glasfuß des LED28C2200DS

Glasfuß des LED28C2200DS

Einen etwas besseren Eindruck macht die Fernbedienung, die gut in der Hand liegt und durch ihre Hochglanzoberfläche sehr edel aussieht. Der Druckpunkt der Tasten ist nicht so besonders, sehr schwammig – aber bei den wichtigsten Tasten, der Wippe für den Kanalwechsel und der Wippe für die Lautstärke, ist ein leichter “Klick” hinterlegt, dieses Feedback ist toll und wertet die Fernbedienung auf. Das eigentliche Problem mit der Fernbedienung ist aber ein anderes: Man muß sehr genau auf den Fernseher zielen, damit sich was tut. Das ist wirklich lästig und sollte so nicht sein.

Fernbedienung RL67H-8

Fernbedienung RL67H-8

Schnell ist der Fernseher eingerichtet und installiert. Das deutschsprachige Menü ist fehlerlos und selbsterklärend, die Bedienung in Ordnung. Nun wird – mit einem guten Satellitensignal – ferngesehen.

Die Königsdisziplin bei einem Fernseher ist die Bildqualität. Und jetzt kommt, was mir wirklich zu schreiben schwerfällt: Bei einem Straßenpreis von knappen zweihundert Euro muß man Kompromisse machen. Bei einem einfachen Zweitgerät darf man keine zu hohen Erwartungen haben. Aber: Das, was der Changhong LED28C2200DS als Bild liefert, ist nicht gut – wirklich nicht. Ich habe vielerlei Einstellungen versucht, es hat alles nichts genutzt: Das Bild ist mies, flau. Es erinnert mich an diese ersten billigen LCD-Geräte Mitte der 2000er Jahre. Damals war der Schwarzwert schlecht und das Bild sehr vom Betrachtungswinkel abhängig. Genau solche Effekte (freilich in abgemilderter Form) erlebe ich nun wieder: Bei minimaler Veränderung des Blickwinkels verliert das Bild sofort an Farbe und wird blass. Die Farben wirken unnatürlich und leicht blaustichig, Schärfe und Kontrast sind nicht optimal. Das ist jetzt kein Jammern auf hohem Niveau bei einem Billiggerät, das Bild meines Fernsehers taugt leider nicht (und zu allem Überfluss spiegelt das Bild mit seiner glänzenden Displayoberfläche auch noch unangenehm).

Der für Preis und Größe des TVs ordentliche Ton kann das nicht herausreißen. Die zwei 5-Watt-Lautsprecher sind nun keine Basswunder, allerdings ist die Sprachverständlichkeit gut, der Klang ist nicht zu dünn. Im Mitteltonbereich ist der Klang gut ausgewogen, die Höhen neigen leicht zum zischen, dieser Effekt ist aber minimal. Die Sprachverständlichkeit ist jedenfalls gut, einem Filmgeschehen kann man problemlos folgen. Selbst Musikfernsehen ist – gemessen an dem, was flache Fernseherso an Ton darbieten – angenehm hörbar.

Um nun auszuschließen, dass das Bild zu sehr von Filter und Tuner beeinflusst ist, habe ich das Signal auch via HDMI vom Receiver UFS 903 zugeführt, das bessert aber leider nichts.

Und damit hat sich der Fernseher von Changhong für mich schon wieder erledigt. Selbst wenn das Menü angenehm* ist, selbst wenn der Preis gut ist, selbst mit ordentlichem Ton ist niemandem geholfen, wenn das Bild nicht passt. Ich werde den Fernseher zurückschicken.

Ein paar Worte noch zum Gerätedesign: Es ist dem TV schon abzuspüren, dass es sehr kostenoptimiert hergestellt wurde. Nicht nur die Haptik und das geringe Eigengewicht spricht dafür – auch die allgemeine Verarbeitungsqualität und die arg einfache Transportverpackung vermögen nicht zu begeistern. Und dann gibt es da das ein- oder andere Detail, das eine deutliche Sprache spricht, so hatte ich z.B. nie einen Flachbildfernseher, bei dem das Netzkabel mit dem Gerät verbunden war, alle hatten Sie eine Buchse für das Kabel. Das spielt keine tragende Rolle, spricht aber eine eindeutige Sprache. Dabei gibt es einige gute Ansätze: Die umfängliche Ausstattung spricht ebenso für den Fernseher wie die vielseitigen Anschlussmöglichkeiten. Mit Kompromissen bei der Bedienung, der Verarbeitung, dem Design oder dem Ton, auf die ich aus vorgenannten Gründen gar nicht mehr näher eingehe, könnte ich leben, aber was nutzt ein Fernseher, bei dem das Bild nicht passt?
—————————————
*) Wenn man zwei Stunden lang ferngesehen hat, wird ein Infofenster mit folgender Botschaft eingeblendet: “Gesundheitshinweis: Sie haben jetzt 2 Stunden ferngesehen”. Ich habe nicht eruiert, ob sich das abstellen lässt, es ist mir auch egal. Aber: Muss man wirklich ALLES regulieren? Ich weiß ja nicht, um welche Gesundheitsgefahren es sich bei zweistündigem Fernsehen handeln könnte, ich tippe aber (gerade beim vermehrten Konsum von Privatsendern) auf die Sorge des Herstellers um die geistige Gesundheitdes Zuschauers.
**) Das Bild habe ich ohne Blitz gemacht. Auch wenn das Fernsehbild nun nicht so verheerend schlecht ist, wie auf dem Foto, so lässt sich doch das Problem des nicht gerade üppigen Schwarzwertes und der leichten Blaustichigkeit des Bildes gut erkennen.

Bitte keine Berlinifizierung Nürnbergs. Wir brauchen den Scheiß hier nicht.

Juli 22, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein 2 Kommentare →

Hipster, geht bitte weit weg. Nach Berlin. Obwohl, die Berliner packen Euch ja auch nicht. Geht nach New York. Da könnt ihr nichts kaputtmachen.

In Nürnberg braucht es keine Berlinifizierung. Denn Berlin ist ziemlich am Arsch.

Wie sehr am Arsch, das könnt ihr exemplarisch hier lesen:

Hipsterstall killed the Videostore

Meine heutige Leseempfehlung an Euch. Bitte wirklich lesen. Und wer dann noch von Berlinifizierung faselt, der soll dann bitte auch dorthin gehen. Danke.

Franken Fernsehen raus aus der DVB-T-Verbreitung.

Juni 18, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein, useless remark on daily grind Noch keine Kommentare →

Gerade entdecke ich im Blog von Peter Viebig, dass sich Franken Fernsehen aus der DVB-T-Verbreitung in Nürnberg zurückgezogen hat. Über Kabel und Sat kann man Franken Fernsehen weiterhin sehen.

Mit dem Rückzug aus der DVB-T-Verbreitung hat in der Region RTL im Jahr 2010 begonnen. Im letzten Jahr strichen dann bibel.tv und Euronews die Segel. Schon damals habe ich ein bisschen wehgeklagt, weil jeder Senderrückzug die DVB-T-Plattform weiter gefährdet. DVB-T ist aber Grundversorgung – und weiterhin gerade bei “Wenigsehern”, in günstigen Altbauten, z.T. auf dem Land und bei Zweitgeräten verbreitet. Wenn das so mit DVB-T weitergeht, dann wird die Technik wohl schon bald nackte SD-Grundversorgung der öffentlich-rechtlichen Programme bedeuten – schade!

Wochenrückblick KW 22/2014.

Juni 01, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Und mal wieder ein kleiner Blick auf die hinter uns liegende Woche…

Morgen gegen die Ausmalung des Rauthaussaals stimmen!

Mai 24, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein, politik Noch keine Kommentare →

Wer morgen in Nürnberg seine Stimme zur Europawahl abgibt, hat auch die Möglichkeit, beim Ratsbegehren um die Ausmalung des historischen Rathaussaals mitzustimmen. Selten bin ich so direkt, diesmal aber fordere ich Euch auf:

Geht morgen zur Wahl und stimmt gegen den den Unsinn der Ausmalung des Rathaussaals, wie ihn die “Altstadtfreunde” befürworten – stimmt mit NEIN!

Zwischen 1332 und 1340 wurde der heute als “historisch” bezeichnete Rathaussaal gebaut und entsprechend der damaligen Gepflogenheiten gestaltet. Ab 1521 wurde dann unter der Leitung Dürers die Innenausstattung nebst Wandbemalung erschaffen, ging im Laufe der Jahre aber verloren und wurden immer wieder zeitgeistig “rekonstruiert”, zum letzten Mal kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert. Schon das, was damals im Saal zu sehen war, hatte – so die Experten – mit dem, was Dürer einstmals malte, höchstens im Allerentferntesten zu tun. Selbst Befürworter der Ausmalung müssen zugeben, dass die letzte “Sanierung” aus dem Jahren 1904/05 einer “Neuasmalung” gleichkam – die Dürersche Handschrift war schon zu diesem Zeitpunkt im Saal unwiederbringlich verloren. 1945 brannte der historische Rathaussaal vollständig aus – es blieb nichts rekonostruierbares übrig. Gar nichts. Der Rathaussaal wurde Ende der 1950er Jahre wieder aufgebaut – unbemalt.

Ende der 1980er Jahre passierten dann zwei interessante Dinge: Farbdias, die Teile des Rathaussaals in der Ausmalung von 1904/05 zeitgen (aufgenommen 1943) wurden wiederentdeckt. Und: Im Zuge der Debatte fertigte der Künstler Michael Matthias Prechtl einen zeitgenössischen Entwurf, den er nach Diskeditierung der Mulzer-Brigaden Altstadtfreunde zurückzog. Die Geschichte des Saals lässt sich im NürnbergWiki übrigens recht gut nachvollziehen.

Und heute? Heute fordern die Altstadtfreunde eine Rekonstruktion der Wandbemalung Dürers nach den Farbdias von 1943 und anderen Fotografie in schwarz-weiß. Dass das weder etwas mit Dürer noch mit Rekonstruktion im engeren Sinne zu tun hat, ist hinlänglich bekannt – das ficht die “Altstadtfreunde” aber nicht an.

Die Bemalung des Rathaussaals gemäß dem Vorschlag der “Altstadtfreunde” ist Unsinn, …

  • … denn mit Dürer hat das alles nichts mehr zu tun
  • … denn das, was sich aus der alten und lücken- wie fehlerhaften Fotodeloration herauzsziehen ließe, noch nicht einmal den Stand der Neugestaltung von 1904/05 wiederzugeben in der Lage ist.
  • … die geschätzen Kosten für die Ausmalung würden sich auf bis zu 9 Millionen Euro belaufen (und wer sich so ein Projekt mal detailliert vorstellt, kommt schnell auf den Trichter, dass es gerne auch noch teurer werden kann). Geld, das Nürnberg nicht hat, Geld das überall dringender gebraucht wird – kurz: Viel zu teuer für so einen Unsinn.
  • … denn Nürnberg ist nicht Disneyland und unsere Altstadt ist Lebensraum und kein Freilandmuseum für Butzenscheiben, Lebkuchen, Bratwürste und naive Malerei.
  • … denn der Stadtrat hat bereits gegen diesen Blödsinn gestimmt. Nur die Mulzer-Brigade “Altstadtfreunde” interessieren sich halt nicht für den Beschluss eines demokratisch legitimierten Stadtrates, warum denn auch?

Wer sich vor der morgigen Wahl den Schriftsatz zum Ratsbegehren in aller epischer Breite zu Gemüte führen möchte, der hat hier Gelegenheit dazu.

Fazit: Die Ausmalung des Rathaussaals kann nicht sinnvoll gelingen, verschlingt höllisch viel Geld, das in unserer schönen Stadt an allen Ecken und Enden fehlt und ist damit schlicht Unfug. Es ist traurig, dass der Wähler hier überhaupt korrigierend eingreifen muss – daher gilt: Morgen zur Wahl und mit NEIN gegen die Ausmalung gestimmt!

barcamp 2014 – ein Rückblick

Mai 01, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Vor vier Jahren war ich auf meinem ersten barcamp – in Nürnberg – und seither bin ich vom Format allgemein und von der Veranstaltung in Nürnberg im Speziellen begeistert. Meine ersten beiden Nürnberger Camps erlebte ich im Südwestpark, dann gab es einen Wechsel im Orga-Team und damit (obwohl das, wie ich erfahren hatte, nicht kausal zusammenhängt) auch einen Wechsel der Location. Im Klee-Center in den Südstadt war es im vergangenen Jahr schön – und auch schön eng. Und so war schnell die Idee gefunden, wieder eine neue Location zu “erproben” – das Seminarzentrum der GRUNDIG AKADEMIE. Schnell ließ sich der geschäftsführende Vorstand der Akademie überzeugen und nachdem das OpenUp-Camp im Februar bereits in den Räumen der GA die Generalprobe vortrefflich bestritt, ging es letztes Wochenende also auf zum sechsten Nürnberger barcamp auf dem Resi-Areal (als GA-Mitarbeiter ward mir quasi die Rolle des Mittlers zwischen Camp-Orga und Location-Sponsor zuteil).

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Bevor ich jedoch über das Wochenende berichte,  einige wenige Worte, was ein barcamp überhaupt ist:

Ein Barcamp ist eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz (engl. Un-Conference), die aus dem Bedürfnis heraus entstanden ist, dass sich Menschen in einer offenen Umgebung austauschen und voneinander lernen können. Es ist eine intensive Veranstaltung mit Diskussionen, Präsentationen, und Interaktion der Teilnehmer untereinander.
Jeder, der etwas beizutragen hat oder etwas lernen will, ist willkommen und herzlich eingeladen mitzumachen. (Quelle: bcnue)

Bereits am Freitagmittag begannen die Auf- und Umbauarbeiten. Die Räume wollten neu bestuhlt, das Forum geräumt und für das Camp umgestaltet werden und dann rückten auch schon die Jungs von teamix ein, die seit jeher als Camp-Sponsor die Netzwerkinfrastruktur aufbauten. An dieser Stelle sei gleich folgendes gesagt: In diesem Jahr war der Job von Felix und Sebastian besonders hart, denn widrige Umstände der Infrastruktur im Stadtteil Klingenhof, die schon verhindert hatten, dass das OpenUp-Camp überhaupt Internet hatte, mussten überwunden werden. Und sie wurden überwunden – unter Einsatz umfangreichen Know-Hows und feinster Technik:

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Das Camp-WiFi war aber nicht der einzige kreative Hack des Wochenendes…

Im Seminarzentrum der GRUNDIG AKADEMIE gibt es auch einen Catering-Raum, der ebenfalls etwas auf die Campbedürfnisse angepasst werden musste. Das Catering wurde zum Teil von der Camp-Orga selbst besorgt (mit tatkräftiger Unterstützung von mymuesli, Sonntagmorgen, diversen nicht näher bezeichneten Pizza- und Sushilieferdiensten, Domenico Schepis und nicht zuletzt durch den persönlichen Einsatz von Ralph, Nadine, Astrid und Max) und am Sonntag von IFI durchgeführt.

Auch die Technik musste aufgebaut und in Betrieb genommen werden – vieles davon stellte der Coworking-Space zur Verfügung. Mein besonderer und persönlicher Dank gilt hier besonders Michael vom Space, der mit viel Einsatz dafür sorgte, dass unter anderem auch die Beschallung bestens Laut gab und der uns mit zahllosen Metern diversester Kabel aushalf.

Der Freitagabend lockte mit strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen – die Warm-Up-Party, etwa dreißig waren gekommen, wurde kurzerhand vor die Akademie verlegt. Musik, Premium-Cola, Huppendorfer Bier bildeten den Rahmen, Sushi (und Nudeln) waren das Abendessen, gute Gespräche reichten bis tief in die Nacht.

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Wer zum Camp mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kam, hatte die Möglichkeit, vom U-Bahnhof Herrnhütte etwa fünf Minuten zu laufen – oder aber mit dem Rad zu fahren; die Räder wurden von TeilEsel zur Verfügung gestellt und standen für die Teilnehmer am U-Bahnhof bereit.

Früh ging es am Samstag los in den ersten Tag des Camps – die Teilnehmer wurden mit einem umfänglichen Frühstück begrüßt, das keine Wünsche offen ließ. Während des ganzen Camps kümmerte sich Ralph zudem um kontinuierliche Versorgung mit mundgerecht geschnittenen Obst- und Gemüsehappen (nebst Dip).

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Bei einem solch umfänglichen Frühstück (und weil der Kaffe ungeplanterweise etwas länger brauchte) begann die Sessionplanung und Vorstellungsrunde etwas später. Am Samstag beehrten das Camp hundert Teilnehmer aus sechs Ländern und zwanzig deutschen Städten im Alter von etwa 20 bis 70 Jahren. Es ist unter anderem diese Heterogenität der Teilnehmerschaft, die gerade die thematisch offenen barcamps so spannend machen.

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Aus diesem Kreis entsprangen dreißig Sessions zu den unterschiedlichsten Themen – herausgegriffen seien hier beispielshalber CRM-Tools, Codequalität oder WordPress, aber auch Gendermarketing, Twitter im Katastropeneinsatz, eGovernment in Nürnberg, eine Weinprobe der Weinerei, vegane Ernährung oder (Krisen)-Projektmanagement in Russland. Im Timetabler können Themen und Teilgeber im Detail nachvollzogen werden.

Zu den Sessions am Samstag kann ich leider nur wenige Impressionen beisteuern – denn ich war auf keiner der Sessions durchgehend anwesend. Im Cateringraum wollte die Großküchenspülmaschine in Betrieb genommen, das Mittagessen wollte gerichtet werden… Es gab Antipasti, Lacerto di manzo mit Kartoffeln, Lasagne und vegetarische Lasagne. Danach war ich mit Spülen an der Reihe und führte das ein- und andere Gespräch und so war bald auch dieser Tag vergangen.

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Ich möchte nur auf eine Session hinweisen: Unter freiem Himmel baute Ralph seine Siebdruckwerkstatt auf – die Taschen und T-Shirts des barcamps wurden in diesem Jahr von den Teilnehmern selbst bedruckt. Ralph benutzt die Technik des Siebdrucks unter anderem zur Herstellung seiner Pilzpakete.
Diese Session war aus meiner Sicht prototypisch für das diesjährige barcamp – wurden früher den Teilnehmern fertige Camp-Shirts verabfolgt, so konnte man in diesem Jahr bei der umweltfreundlichen Selbst-Bedruckung nicht nur etwas lernen sondern hat selber etwas getan. Mir ist aufgefallen, dass gerade bei diesem Camp besonders viele Impulse hinsichtlich einem nachhaltigen Leben und sinnvollen (Zusammen)Arbeiten in menschenfreundlicher und -gerechter Umgebung gesetzt wurden. Das fängt beim Selberdrucken der Camptextilien an und hört noch nicht damit auf, dass ich noch auf keinem Camp so viele Menschen frisches Obst und Gemüse habe essen sehen. Man konnte auch nachhaltig schmecken, denn statt Konzernplörrecola gab es Premium-Cola, regionales Bier von einer kleinen Brauerei, IFI  verwendet Zutaten aus dem Knoblauchsland und Fleisch vom regionalen Öko-Metzgereimister, das Müsli war bayerisch und bio. Überraschend viele Sessions hatten einen gesellschaftspolitischen Anspruch – handelte es sich nun um die Innenansichten eines Krankenpflegers im Kontext von Suizidalität, um eGovernment und andere Mitbestimmungs- und -gestaltungsformen, vegane Ernährung, Theater, Datenschutz oder Förderung von Kunst und Kultur. Meiner Wahrnehmung nach hatte dieses Camp eine sehr ausgewogene Mischung klassischer IT-, Marketing- und Businessthemen auf der einen und der Beschäftigung mit drängenden gesellschaftlichen Fragen auf der anderen Seite. Das barcamp ist damit nicht nur Experimentierfeld kollaborativen Lehrens und Lernens sondern auch Diskussionsplattform für ein erfülltes urbanes Leben in Verantwortung geworden.

Über unterschiedliche Sessions wurde in anderen Blogs bereits einiges geschrieben, die Beiträge, die ich mitbekommen habe (was neu dazugekommen ist und was ich übersehen habe möchtet Ihr mir gerne in die Kommentare posten):

Ebenfalls im Zeichen von Sessions und Austausch stand der Samstagabend. Nach umfangreichem Pizzen-Buffet, das nur Hubert nicht zu befriedigen vermochte, weil es seine geliebte “Pizza Salami” nicht gab, ging es in die Night-Sessions oder zum Ratschen ins Foyer.

Auch der Sonntag gehörte nach stärkendem Frühstück und diesmal pünktlichem Beginn ganz den multithematischen Sessions. Ich selbst war bei Mike Buchner und Romy Mlinzk in der Troll-Session, die hat sehr viel Spaß gemacht und das Internet-Phänomen des “Trolls” vielschichtig aus der Perspektive des Social Media Managers beleuchtet. Einen Audio-Mitschnitt der Session wird es im Laufe der nächsten Wochen beim relauchten obr geben.

Das Mittagessen am Sonntag bildete einen Kontrast zum Samstag und darf – mit Schweinebraten, Klößen und Blaukraut – als gutbürgerlich bezeichnet werden. IFI hat hier ganz hervorragend performt.

Die nachmittäglichen Sessions widmeten sich klassischen Themen wie Scrum, Teambuilding Analytics und Xing. Das wir am Sonntag mit dem Wetter wesentlich weniger Glück hatten, als am Samstag, fiel so gar nicht mehr ins Gewicht. Und so durften wir uns über viel positives Feedback in der Abschiedsrunde freuen. Aus Orga-Sicht auch sehr geglückt, war das crowdgesourcede Aufräumen nach dem Camp – denn auch das Orgateam konnte das Haus um 18 Uhr ordentlich übergeben.

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Klar ist diese Betrachtung zum einen subjektiv und mindestens ist sie unvollständig. Ein paar Punkte möchte ich aber dennoch noch einmal als Fazit herausstellen (quasi tl;dr):

  • Das Seminarzentrum der GRUNDIG AKAEMIE hat sich als ideale Location für das barcamp erwiesen. Einen Beamer hätten wir mehr haben sollen, sonst gab es keine Kritik am Haus. Die Infrastruktur (Lage, Räume, Essenskasino…) ist dienlich.
  • Die Jungs von teamix haben gehackt und gezaubert. Wir hatten WiFi – wenn es auch etwas langsam war. Ich hoffe, dass die Telcos mit den Neu- und Umbauten in der Nachbarschaft bald auch noch deutlich breitbandigeres Internet heranschaffen. Hundert Leute unter diesen Umständen mit Netz zu versorgen klingt nach einem aussichtslosen Task – teamix hats geschafft! Mein Dank geht an Felix und Sebastian, die dafür gekämpft haben.
  • Dieses Camp orientierte sich thematisch an den “Disziplinen” Technik, Technologie und Kreativität – gepaart mit gesellschaftspolitisch wichtigen Diskussionen. Ich denke, dass jeder Teilnehmer Teilgeber wichtige Anregungen und Denkanstöße mitnehmen konnte.
  • Unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten war das Camp wirklich super aufgestellt. Ich war erstaunt, wie wenig Müll produziert wurde. Übriggebliebenes Essen wurde am Ende unter den Leuten verteilt. Das Einweggeschirr wurde – bis auf die Pappbecher – abgeschafft – auch eine sehr schöne (und arbeitsintensive) Erfahrung.
  • Kulinarisch waren wir in diesem Jahr fast superb aufgestellt: Sushi zur Warm-Up-Party, etliche Entrées aus liebevoll gewürfeltem frischen Obst und Gemüse, ein Frühstücksbuffet, das seinesgleichen sucht, italienisches Lacerto, Antipasti und Lasagnen und zum Abschluss der Sonntagsbraten – jeweils begleitet von leckeren Getränken – Herz, was willst Du mehr?
  • Mit Anna Seibel begleitete eine professionelle Fotografin das Camp. Die Impressionen sind auf flickr zu bestaunen.
  • Zu danken bleibt Andy, Frank und Ralph für die super Orga! Die Jungs haben geschuftet, was das  Zeug hält und ein einzigartiges barcamp auf die Beine gestellt! Weiterhin auch den zahllosen Helfern, IFI und Domenico die uns lecker Essen zu einem sehr fairen Tarif gekocht haben.
  • Die Sponsoren haben dieses Camp wieder großzügig unterstützt. Danke!

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Und gesponsert wurde das Camp von folgenden Unternehmen:

Hauptsponsoren:

Sponsoren:

Weitere Unterstützer: sonntagmorgen.com, mymuesli, mymat.de, coworking Nürnberg, teilEsel, acom Hotel Nürnberg, RR relationalraum, Goldmann Personal, learn2use, VILINGO Communications, Ad!Think Werbeagentur, Pilzpaket.

Wie Whisky hergestellt wird.

April 27, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Heute mal was ganz anderes: Eher durch Zufall bin ich auf eine Animation gestoßen, in der erklärt wird, wie Whisky hergestellt wird. Das Video ist sehrstimmig gemacht und zeigt in wenigen Minuten, was sich in Worten nur längich beschreiben ließe.

Der Produzent Oliver Ende, via.

Frohe Ostern!

April 20, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

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(CC BY-SA 2.0 Dean Wissing)

Wochenrückblick KW 15/2014.

April 13, 2014 Von: admin Kategorie: Allgemein 1 Kommentar →

Wieder einmal ein Wochenrückblick, war ja eine spannende Woche mit Heartbleed. Mich wundert es allerdings alles nicht mehr. Diese Sicherheitslücke wird – nach den Erfahrungen der letzten sechs Monate – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von den Diensten genutzt worden sein. Alles andere zu glauben, wäre verantwortungslos naiv. Und dann war da noch…